Frage:
Abgespliterter Knochen verwachsen
Hallo,
bei der Stute, die ich seit Jahren reite, ist wohl schon vor längerer Zeit etwas vom Knochen im vorderen linken Bein, oberhalb des Griffelbeins abgesplittert. Wurde damals aber nicht festgestellt. Mit der Zeit ist dieses abgesplitterte Knochenstück wohl wieder verwachsen und das löst bei ihr eine Lahmheit aus, die aber nicht dauernd anhält. (Ist kein Griffelbeinbruch)
Hat irgendwer mit sowas schonmal Erfahrungen gemacht und ob man das operativ entfernen lassen kann? Der Tierarzt hat angeblich keine gute Chancen dafür gegeben.
Ich muss dazu sagen, dass die Stute schon 17 Jahre alt ist und trotz der Sache jetzt im Schritt klar läuft und auch sonst rumbuckeln kann.
Die Besitzerin wird sie wahrscheinlich "weg" tuen, da sie meint, dass sie sie so nicht halten kann.
Hoffe das mir evtl jemand ein paar Infos geben kann, auch wenn meine Erklärung nicht gerade hilfreich ist. Danke im Voraus!
Antwort :
also abgesplitterte Knochen sind Chips....
Die verwachsenen stören entweder oder sie stören nicht, da sie nicht wie die "losen" Chips wandern. Deswegen verwundert es mich das die Stute mal lahmt mal nicht. Die verwachsenen lassen sich nur sehr schwer entfernen.
Meiner hat auch einen verwachsenen knorpelumgebenden Chip der nicht entfernt werden konnte weil die Ärzte so mehr kaputt als heilen würden. Gott sei Dank ist der Chip an einer stelle wo ihn dieser auch nicht stört. Die 2 anderen haben sie weg operiert.
Wenn die Stute normal auf der Wiese laufen kann und unter ihrer normalen Belastung nicht stört (z.b. auf der Wiese), würde ich eher überlegen sie in Rente zu schicken als jetzt noch groß daran rum zu fummeln und dann schöne gemütliche Schritt ausritte machen, wenn sie nicht lahmt.
Denn wenn der Arzt sagt der Chip geht nicht weg zu operieren, dann würde ich es sein lassen. 1.weißt du nicht ob es Erfolg geben wird und 2.ist jedes Aufstehen nach einer OP das gefährlichste.
Würde höchstens mir die Röntgenbilder geben lassen und zu einer KLinik fahren und fragen was die meinen. Wenn die auch abraten, dann würde ich es wirklich sein lassen, denn eine Operation würde ich nie mals einem Pferd zumuten wenn es kaum Heilungschancen gibt.
LG Kerstin
Antwort :
Bei meinem Wallach wurde vor ca. 8 Wochen auch ein nicht ganz abgesplitterter Chip im Karpalgelenk festgestellt + Arthrose, die sich z.Zt. leider noch mehr verschlimmert. Das Bein wurde Mitte Februar geröntgt und nach 6 Wochen nochmal zur Kontrolle. Meine Tierärztin hat die Bilder auch noch anderen Tierärzten gezeigt. Alle waren sich einig, dass es besser war und ist, den Chip nicht rauszuoperieren. Die Lücke im Gelenkknochen wäre zu groß, das Gelenk würde zu instabil werden. Von den OP-Strapazen mal ganz abgesehen. Es sieht aber auch so aus als würde der Chip sich abkapseln bzw. wieder mit dem Knochen zusammenwachsen (wenn auch nicht 100% gerade).
Mein Wallach ist jetzt 12, ich habe ihn bereits einmal mit 4 und einmal mit 7 operieren lassen (davon auch einmal die Entfernung eines losen Chips) und ich möchte ihm eine weitere OP ersparen. 3 Monate (oder länger) Boxenruhe ist einfach nichts für ihn.
Ich denke ich würde so eine OP - aus den Gründen wie Kerstin schon beschrieben hat - einem 17jährigen Pferd auch nicht zumuten.
Mein Wallach läuft mittlerweile im Schritt auch glasklar (er steht im Offenstall und die ständige Bewegung ist auch gut für die Arthrose) und galoppiert auch mit der Herde mit. Er wirkt z.Zt. total zufrieden und in seinem Fall warte ich jetzt noch eine Weile ab und in ein paar Wochen wird zur Kontrolle nochmal geröntgt.
Gibt es keine Möglichkeit, dass Du die Stute auf eine Weide stellen kannst wo sie noch ein paar schöne Jahre hat?
LG,
Steffi
Antwort :
Danke Euch, für Eure Antworten, aber für "meine" Stute war leider jede Möglichkeit ausgeschlossen.
Das Stück Knochen "Chip" der/das abgebrochen war, stammte anscheinend von einer älteren Verletzung, wahrscheinlich ein Bruch, der nicht erkannt worden ist. Bei diesem Bruch hatten sich nicht nur ein sondern gleich mehrere "Chips" gelöst. Diese wiederum drückten bei ihr auf die Sehne, die ihr in den letzten Wochen höllische Schmerzen bereiteten. Selbst der Tierarzt hat gesagt, dass er sowas noch nie gesehen hat. Die Röntgenbilder sahen wirklich nicht gut aus. Auf die Weide hätten man sie leider auch nicht Stellen können, da sie unter tierischen Schmerzen litt und das hätte man ihr auch nicht, so schwer mir das auch fällt, zumuten können.
Ich rede deswegen in der Vergangenheit von ihr, weil sie heute weggebracht wurde....:( Leider, aber wahrscheinlich, so blöd das auch klingen mag, das Beste für sie... Die letzten Tage waren der Horror, vorallem der Abschied von ihr...
Antwort :
ohhhh, das tut mir wahsinnig Leid!!! Aber du wirst dich sicherlich richtig entschieden haben. Bei Tieren haben wir den Vorteil sie einschlafen zu lassen wenn es nicht mehr geht.... Andersherum wäre es sicherlich nciht möglich gewesen für dein Stütchen ohne Schmerzen zu laufen, wenn mehrere Chips auf die Sehnen drücken...
Lieben Gruß
Kerstin
Antwort :
Antwort :
Das tut mir wirklich sehr leid !!! So ein Abschied ist immer schrecklich...
Aber so wie Du das beschreibst war das wohl wirklich das Beste für sie, nur mit Schmerzen leben, das ist ja wirklich kein Dasein...
Liebe Grüße,
Steffi