Ann%26auml;herung bei Rosa Luxemburg

Frage: Leipiger Volkszeitung, Regionalteil Leipzig, vom 15. Janaur 2007

A auml;herung bei Rosa Luxemburg - D und Link artei weisen auf das Wirken der Sozialistenf%26uuml;hrerin hin

Rosa Luxemburg hat sich immer gegen Dogmen gewandt. Jetzt k%26ouml te sie daf%26uuml;r sorgen, da sich D und Link artei ein wenig a auml;hern. Vorsichtig nat%26uuml;rlich. hintergrund: heute j%26auml;hrt sich zum 88. Male die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Das Lebe werk der beiden Sozialisten ist auf vielf%26auml;ltige Weise mit der Geschichte Leipzigs verk uuml ft. Leipzigs D-Chef Gernot Borri nahm dies zum Anla , in einem Rundbrief daf%26uuml;r zu werben, sich daran zu eri ern. Das Wirken von Rosa Luxemburg sollte einer breiten %26Ouml;ffentlichkeit nahe gebracht werden. dquo;Daf%26uuml;r will ich gern A t%26ouml zlig;e liefer ldquo;, sagte Borri , der schon auf dem Leipziger D-Parteitag im Juni dazu aufgerufen hatte. dquo;Die Sozialdemokratie war nie eine reine M%26auml erbewegung. Deshalb wird es Zeit, auch Frauen wie die Landtagsabgeordnete und engagierte Sozialpolitikerin Martha Schilling neu in u er historisches Bewu tsein zu holen. Und auch Rosa Luxemburg hat es nicht verdient, da sich nur andere auf sie berufen.%26ldquo; Die Link artei reagierte prompt: Sie eri erte daran, da sie Luxemburg und Liebknecht schon seit 1990 jedes Jahr am 15 Januar ehrt. Das wird auch heute so sein. Unter dem Motto dquo;Mit Karl und Rosa f%26uuml;r eine gerechtere Welt%26ldquo; rufen Link artei und Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) auf, an einer Gedenkkundgebung teilzunehmen. Sie begi t um 17 Uhr vor der Rosa-Luxemburg- uuml te in der Gustav-Freytag-Stra zlig;e. Von dort aus geht es zum Liebknecht-haus in der Braustra zlig;e 15, wo gegen 18 Uhr die Ehrung weitergeht. Leipzigs Link arteichef Volker K%26uuml;low lud im Vorfeld die D ein, ebenfalls zu erscheinen. dquo;Da es dieses Eri ern in guter Tradition bereits gibt, w%26auml;re es der einfachste Weg, Kraft und Energie zu uuml deln und gemei am Flagge zu zeige ldquo;, sagte er. dquo;Ich bin mir sicher, da sich Rosa Luxemburg %26uuml er ein Zusammengehen der deutschen Linken gefreut h%26auml;tte.%26ldquo; Die D, hie zlig; es intern, werde wohl kaum zu einer gemei amen Demo kommen.

Das von Link artei und WASG organisierte Gedenken stehe im Zeichen des Parteineubildung roze es f%26uuml;r Die Linke. K%26uuml;low hat zudem angek%26uuml digt, da die Link artei deutlich dquo;ihren Protest gegen die u oziale Irrfahrt der Gro zlig;en Koalition artikuliere ldquo; will, die dquo;gerade in der auml;chsischen Armutshauptstadt verheerende Folgen hat%26ldquo;. Ob sie sich in puncto Luxemburg a auml;hern, wollen K%26uuml;low und Borri in K%26uuml;rze in einem Ge r%26auml;ch ausloten.

Mathias Orbeck
Antwort :

Noske: %26raquo chie zlig;en ... und zwar auf jeden, der der Tru e vor die Flinte l%26auml;uft.%26laquo;
Antwort :

Und wer war Noskes Stichwortgeber?

D-Funktio auml;r Friedrich Ebert, der die Ermordnung vom Liebknecht und Luxemburg a egnete.

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... Ebert hatte auch seit Anfang Dezember immer mehr Milit%26auml;r in und um Berlin zusammengezogen. Die KPD unter Liebknecht versuchte nun erfolglos, einige Regimenter zum %26Uuml erlaufen zu bewegen. Nach zweit%26auml;gigen erge islosen Beratungen trat die KPD zu auml;chst aus dem F%26uuml;hrungsgremium der Aufst%26auml dischen aus, da brachen die U D-Vertreter parallele Verhandlungen mit Ebert ab. Daraufhin setzte dieser das Milit%26auml;r gegen die Aufst%26auml dischen ein. Es kam zu blutigen Stra zlig;enk%26auml;mpfen und Ma enexekutionen mit hunderten von Opfern.

Wenige Tage nach dem gescheiterten Aufstandsversuch wurden Liebknecht und Luxemburg in einem Versteck in Wilmersdorf dash; wahrscheinlich durch eine Denunziation dash; von einer dquo uuml;rgerwehr%26ldquo; entdeckt, aufgegriffen und an die Garde-Kavallerie-Sch%26uuml;tzen-Division dash; das weitaus gr%26ouml zlig;te der frisch aufgestellten Freikor dash; %26uuml ergeben. Schon bei der %26Uuml ergabe wurden sie schwer mi handelt. Auch Wilhelm Pieck, ebenfalls artakist und Mitgr%26uuml der der KPD, war festgenommen worden und ko te bezeugen, da parallel zu Folterverh%26ouml;ren A rachen und Telefonate stattfanden, so da er von einem Mordplan ausging.

Am fr%26uuml;hen Morgen des 15. Januar 1919 wurden Liebknecht und Luxemburg vor dem hotel zuerst bewu tlos geschlagen, da in einen bereitstehenden PKW gesetzt und abtra ortiert. Im Tiergarten hielt der Wagen, Liebknecht wurde zum Au teigen gezwungen und da von hinten erscho en, so da im Nachhinein behauptet werden ko te, er sei bei einem Fluchtversuch erscho en worden. Der Tote wurde als dquo;u eka te Leiche%26ldquo; bei einer Polizeistation abgegeben. Luxemburg wurde ebenfalls erscho en und in den Berliner Landwehrkanal geworfen, wo man ihre Leiche erst nach Monaten auffand. ...

... Strafverfolgung der M%26ouml;rder

Ein ziviler Mordproze gegen die M%26ouml;rder Liebknechts und Luxemburgs fand nicht statt, eine Untersuchung zu den hintergr%26uuml den wurde nicht eingeleitet. Auch der Milit%26auml;rproze wurde erst eingeleitet, nachdem die KPD durch eigene Ermittlungen unter Leitung von Leo Jogiches Aufenthaltsorte einiger T%26auml;ter kundgab. In zwei F%26auml;llen, gegen Otto Runge und hauptma Pflugk-hartung wurden da zwar geringe Gef%26auml gni trafen verh%26auml gt, die die Verurteilten aber nicht anzutreten brauchten. Bei der Berufungsverhandlung wurden sie au zlig;erdem von einem preu zlig;ischen Milit%26auml;rgericht freige rochen. Das Urteil trug die Unterschrift des D-Reichswehrministers Gustav Noske. Die Ei tellung des weiteren Verfahre ging ebenfalls auf seine Initiative zur%26uuml;ck. Von den auml;teren Nationalsozialisten erhielten die T%26auml;ter haftentsch%26auml;digungen.

Der F%26uuml;hrungsoffizier hauptma Waldemar Pa t wurde weder verfolgt noch angeklagt. Er gab auml;ter in der Bundesrepublik zu Protokoll, da er vor den Morden mit Noske telefoniert habe und Ebert dabei anwesend gewesen sei. Man habe ihm eine Erlau is zu eigenm%26auml;chtigem Vorgehen gegeben, so da er von einer Zustimmung zu den Morden ausging. ...

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Liebknecht

... Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Die F%26uuml;hrer der artakisten mu ten nun um ihr Leben f%26uuml;rchten und untertauchen, da nach ihnen gesucht wurde; es erschienen Aufrufe an die Berliner Bev%26ouml;lkerung, sie als dquo;R%26auml;delsf%26uuml;hrer%26ldquo; ausfindig zu machen und den Milit%26auml;rs zu %26uuml ergeben. Daf%26uuml;r wurde eine hohe Belohnung ausgesetzt, die ebenfalls aus dem Fonds von Sti es stammte.

Am 15. Januar abends wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in der Wohnung eines Freundes in Berlin-Wilmersdorf von der dortigen dquo uuml;rgerwehr%26ldquo; entdeckt, verhaftet und Waldemar Pa t %26uuml ergeben. Dieser lie zlig; die Gefangenen in das hotel Eden bringen, wo sie stundenlang verh%26ouml;rt und mi handelt wurden. Ein weiterer verhafteter KPD-F%26uuml;hrer, Wilhelm Pieck, wurde Zeuge dieser Mi handlungen sowie von Telefonate eines davon f%26uuml;hrte Pa t wahrscheinlich mit der Reichskanzlei. Wie Pa t auml;ter sel t au agte, erhielt er von Gustav Noske per ouml lich im Beisein von Ebert die Erlau is, die artakusf%26uuml;hrer zu ermorden. Ob diese Au agen der Wahrheit ent rachen oder lediglich Pa t entlasten sollten, ist bis heute umstritten.

Der Mord sollte wie ein Attentat au ehen. Dazu versetzte ein bereitstehender Soldat aus der Menge heraus Rosa Luxemburg beim Abtra ort vom hotel einen schweren Kolbe chlag. Bereits bewu tlos, wurde sie da unterwegs im Wagen von einem anderen Soldaten der Tru e mit einem aufgesetzten Schl%26auml;fe chu erscho en. Die Tote wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen, wo man die Leiche erst am 1. Juni 1919 fand.

Liebknecht wurde kurz nach Rosa Luxemburg ebenfalls vom hotel abtra ortiert und fast bewu tlos geschlage er mu te unterwegs au teigen und wurde da als dquo;Fl%26uuml;chtender%26ldquo; von hinten erscho en. Der Tote wurde einer Berliner Polizeistation als dquo;u eka te Leiche%26ldquo; %26uuml ergeben. ...

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/ artakusaufstand

... Auf der Flucht erscho en

Sieben u ewaffnete Parlament%26auml;re aus dem besetzten %26raquo;Vorw%26auml;rt laquo; wurden sofort ermordet, und nach der Erst%26uuml;rmung des andauer Rathauses gebar man etwas, was sich zur ezialit%26auml;t deutscher %26raquo icherungskr%26auml;fte%26laquo; entwickeln sollte: %26raquo;Erschie zlig;en auf der Flucht%26laquo;. Die Garde-Kavallerie- Sch%26uuml;tzen-Division des hauptma Pa t besetzte ohne irgendeine %26raquo;Feindber%26uuml;hrung%26laquo; das noble Eden-hotel. In der Nacht des 15. Januar 1919 klingelte das Telefon. Pa ts uuml;rgerwehr in Wilmersdorf meldete sich. Sie war in ein haus eingedrungen und hatte Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht rechtswidrig festgesetzt.

Der kleine Offizier erka te die Chance seines Lebe . Endlich ko te er Rache nehmen. Rache daf%26uuml;r, da zlig; eine %26raquo;hochbegabte Ru i laquo; (Scheidema ) und ein %26raquo ychopath%26laquo; (Noske) die Ma en faszinierten. Pa t dachte kurz nach. Wie ko te man die beiden ohne gro zlig;es Aufsehen liquidieren? Daf%26uuml;r be ouml;tigte er Profis: Die kleine Marineoffizierseinheit Pflugk-harttungs. Pa t forderte das Killerkommando sofort an. Getre t wurden Luxemburg und Liebknecht i hotel gebracht. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von ihrer Gefange chaft. Ein kollektiver Erregungszustand durchzitterte das Nobelhotel. Mehrfach war im %26raquo;Vorw%26auml;rt laquo; in z. T. antisemitischen hetzgedichten zur Ermordung Liebknechts und Luxemburgs aufgerufen worden (so auch am 13. Januar 1919). Jetzt freute man sich im Eden der auml;he dieses Auge licks. 1 700 Mark erhielt jedes Mitglied der uuml;rgerwehr f%26uuml;r die Ablieferung der beiden.

Inzwischen war die %26raquo;Marine ezialeinheit%26laquo; herangeholt: Zur Tarnung trugen die herren Offiziere Uniformen einfacher Soldaten. Man ging nach oben zu hauptma Pa t. Es wurde beschlo en, Liebknecht in den dunklen Tiergarten zu fahren, dort eine Autopa e zu markieren und ihn da %26raquo;auf der Flucht%26laquo; zu ermorden. So geschah es auch. Von drei Sch%26uuml en in R%26uuml;cken und hinterkopf getroffen, brach Liebknecht tot zusammen. Abgedr%26uuml;ckt haben: die Offiziere heinz von Pflugk-harttung, Ulrich von Ritgen, heinrich Stiege und Rudolf Liepma .

Kranz uuml;hler plaudert

F%26uuml;r Rosa Luxemburg dachte man sich %26raquo;lynchende Ma e%26laquo; aus, de %26raquo;Erschie zlig;en auf der Flucht%26laquo; schien bei einer hinkenden Frau nicht angebracht. Leutnant Souchon sollte die Volksmenge ielen, auf den Wagen an der Ecke warten, auf ringen und abdr%26uuml;cken. Und trotz der nicht vorgesehenen Kolbe chl%26auml;ge des J%26auml;gers Runge an der hotelt%26uuml;r zog auch Souchon sein Ding eiskalt durch und f%26uuml;hrte Pa ts Befehl aus.

Nun hatte man lange Jahre den Oberleutnant Vogel verd%26auml;chtigt, den t%26ouml;dlichen Schu zlig; auf Rosa Luxemburg abgegeben zu haben. Doch Dieter Ertel vom uuml;ddeutschen Rundfunk entdeckte Ende der sechziger Jahre den wahren T%26auml;ter: Leutnant Souchon. Ertels Informant: Der alte, u ehelligt in der BRD lebende Waldemar Pa t. Ertel verwertete diese Neuigkeit in einem Fer eh iel (Wiederholung in 3sat am 17. und 24. Januar - siehe auch S. 13) und prompt klagte der ebenfalls noch lebende Souchon.

Soucho damaliger Anwalt hie zlig; Kranz uuml;hler. Ein alter Marinerichter, der schon in den uuml;r erger Proze en - und zwar in Marineuniform! - D%26ouml itz vor dem Galgen gerettet hatte. Kranz uuml;hler traf sich nun mit Pa t und wollte von ihm, quasi von Offizier zu Offizier, wi en, was damals Sache war. Und Pa t plauderte. In einem Interview schilderte mir Kranz uuml;hler 1990 das Treffen von 1968:

Kranz uuml;hler: %26raquo;Da hat er angefangen, eine ausf%26uuml;hrliche Schilderung zu geben von seiner Rolle damals, die wirklich eine entscheidende Rolle war in der damaligen Zeitgeschichte, ka man das nicht anders sagen. Schilderte auch, wie f%26uuml;r ihn %26uuml erraschend sowohl Liebknecht wie Rosa Luxemburg zu ihm gebracht wurden in sein Sta quartier und wie er da sel t die Entschl%26uuml e gefa zlig;t habe oder habe fa en m%26uuml en, was mit ihnen zu geschehen sei.%26laquo;

Frage: %26raquo;Und wie sahen die aus, die Beschl%26uuml e?%26laquo;

Kranz uuml;hler: %26raquo;Die sahen so aus, da zlig; sie beide zu erschie zlig;en seien. Das war ganz klar. Er hat noch sehr viel hintergrunderz%26auml;hlung gemacht damals, einmal %26uuml er seinen Vorgesetzten, das war ein General von L%26uuml;ttwitz, glaube ich, von dem er sagte, von dem hatte ich ja gar keine Befehle zu bekommen, der sa zlig; im hintergrund. Und von seinen direkten Kontakten mit Noske, aber das war alles so, ich m%26ouml;chte sagen so phantastisch, da zlig; ich das eigentlich aus meiner Eri erung entfernen m%26ouml;chte.%26laquo;

Pa ts Memoiren

Was war ihm so phantastisch erschienen in Pa ts Au age? Auch auf mein Nachfragen r%26uuml;ckte er nicht damit heraus.

Zur gleichen Zeit gelang es mir als erstem, den vollst%26auml digen Nachla zlig; Pa ts im Milit%26auml;rarchiv Freiburg einzusehen. Obwohl die f%26uuml;r mich wichtigen Teile damals noch unter Verschlu zlig; standen, hatte ich sie einfach bestellt und man hatte sie mir - aus Versehen! - vorgelegt. Rasch arbeitete ich mich durch und fand ein unver%26ouml;ffentlichtes Manuskript seiner Memoiren. Pa t darin zur Ermordung: %26raquo;Da zlig; sie durchgef%26uuml;hrt werden mu zlig;te, dar%26uuml er bestand bei herrn Noske und mir nicht der geringste Zweifel, als wir %26uuml er die Notwendigkeit der Beendigung des uuml;rgerkrieges rachen. Aus Noskes >Andeutunge lt; mu zlig;te und sollte ich entnehmen, auch er sei der A icht, Deutschland m%26uuml e so schnell wie m%26ouml;glich zur Ruhe kommen. %26Uuml er das >da zlig lt; bestand also Einigkeit.%26laquo;

Und daran schlo zlig; sich eine merkw%26uuml;rdige Stelle an, die den Schlu zlig; nahelegte, Noske sei damals im Eden-hotel anwesend gewesen. Unm%26ouml;glich, dachte ich mir und verwendete den hinweis nicht.

Als ich da meine Forschungen in einer historischen Fachzeitschrift ver%26ouml;ffentlichte, reagierte Kranz uuml;hler prompt mit einem Brief. Und diesmal erz%26auml;hlte er, offe ichtlich durch meine Definition des Mordes als %26raquo;Offizierskomplott%26laquo; provoziert, was ihm damals an Pa ts Erz%26auml;hlung so phantastisch erschienen war: Pa t hatte in der Mordnacht Noske in der Reichskanzlei angerufen! Erg%26auml zt man Pa ts Memoiren-hinweis mit der Au age Kranz uuml;hlers, ergibt sich folgendes auml;chtliches Telefonge r%26auml;ch:

Pa t: %26raquo;Ich habe Luxemburg und Liebknecht. Geben Sie ent rechende Erschie zlig;ung efehle.%26laquo;

Noske: %26raquo;Das ist nicht meine Sache! Da w%26uuml;rde die Partei zerbrechen, de f%26uuml;r solche Ma zlig ahmen ist sie nicht und unter keinen Umst%26auml den zu haben. Rufen Sie doch L%26uuml;ttwitz an, er soll den Befehl geben.%26laquo;

Pa t: %26raquo;Einen solchen Befehl kriege ich von dem doch nie!%26laquo;

Noske: %26raquo;Da m%26uuml en Sie selber wi en, was zu tun ist.%26laquo;

Eine se ationelle Entdeckung, die nicht nur die allgemeine Verantwortung der D-Regierung f%26uuml;r Freikor -Terror und politischen Mord untermauerte, sondern im eziellen Noske f%26uuml;r den bestialischen Do elmord mitschuldig machte. Als ich dies in einem Buch ver%26ouml;ffentlichte, war ich, wie nicht anders zu erwarten, heftigen Angriffen von seiten der sel tgerechten D ausgesetzt.

Tilman Fichter, ein gewendeter Alt-68er, bezeichnete meine Forschungen zuerst als %26raquo;R%26auml;uberpistole%26laquo;, um da in der %26raquo erliner Zeitung%26laquo; zuzugeben, da zlig; die von mir entdeckten %26raquo;Verstrickunge laquo; Noskes %26raquo;alles andere als ein Ruhme latt f%26uuml;r die Sozialdemokratie%26laquo; seien. Gleichzeitig erlaubte er sich, mich als Relativierer und Aufwieger der %26raquo;Zwangsvereinigung%26laquo;, der %26raquo;Unterdr%26uuml;ckung des Arbeiteraufstande laquo; von 1953 und des %26raquo;13. August 1961%26laquo; zu outen. Alles Dinge, die ich in meinem Buch nicht einmal erw%26auml;hnt hatte! heinrich August Winkler, ein altes Schlachtro zlig; rechter D-Geschicht chreibung, besch%26auml;ftigte sich soda mit mir. In einem d%26uuml;rren auml dchen %26uuml er %26raquo treitfragen der deutschen Geschichte%26laquo; r%26uuml;gte er 1997 - im selben Jahr, in dem er das Schwarzbuch des Kommunismus als Versuch begr%26uuml zlig;te, den -Judenmord vom %26raquo ockel%26laquo; zu sto zlig;en -, ich sei in meinem Buch %26raquo;ohne jeden quellenkritischen Vorbehalt%26laquo;. Was ihn wohl dazu getrieben hat, im November 1998, bei der Neuherausgabe der ranzigen Eduard-Ber tein-Darstellung der %26raquo ovemberrevolutio laquo;, meine Do elmord-Forschung, die er einige Jahre zuvor noch als Quelle benutzt hatte, nun komplett zu ignorieren. Inzwischen werde ich von ihm - unter Au arung meiner wi e chaftlichen Au ildung - als von der PDS mi zlig rauchter %26raquo;Filmemacher%26laquo; tituliert.

Dagegen bescheinigte mir ein er t zu nehmender D- historiker, Wolfram Wette, ich h%26auml;tte alles %26raquo orgf%26auml;ltig belegt%26laquo;, um da doch den Wahrheitsgehalt der Pa tschen wie der Kranz uuml;hlerschen Au age zu bezweifeln. Wette verga zlig; dabei aber, da zlig; er in seinem - %26uuml rige %26auml;u zlig;erst informativen - Buch %26uuml er Noske sel t mehrfach Pa t als Quelle verwendet hatte. Als ich Wette daraufhin schrieb, versicherte er mir - allerdings nur m%26uuml dlich - da zlig; %26raquo;e laquo; durchaus %26raquo;denkbar%26laquo; sei.

Wie steht es aber nun mit dem Wahrheitsgehalt der Au age Pa ts? Zuerst einmal war Pa t, und zwar bis zu seinem Lebe ende, ein Bewunderer Noskes. Er verstand sich mit ihm immer gut. Andersherum fast genauso. In einem Brief an den %26ouml terreichischen Bundeskanzler Seipel schreibt Noske 1928 %26uuml er den Ma , der ihm seine %26raquo olitische Laufbah laquo; zerst%26ouml;rt hat, %26raquo;ich hege keinen ha zlig; gegen Pa t%26laquo;.

Beide waren der Meinung, Deutschland gerettet zu haben. Pa t in einem Brief 1969 zur Ermordung: %26raquo;Daf%26uuml;r sollten diese deutschen Idioten Noske und mir auf den Knien danken, u Denkm%26auml;ler setzen und nach u Stra zlig;en und Pl%26auml;tze gena t haben! Der Noske war damals vorbildlich.%26laquo; Warum sollte man jemanden, der so vorbildlich war, nachtr%26auml;glich in die Pfa e hauen? Damit die Kommunisten schreien? Wohl kaum. Und f%26uuml;r die %26Ouml;ffentlichkeit waren Pa ts Enth%26uuml;llungen nicht gedacht.

Es sei de , so hatte er mal gedroht, die Angriffe auf seine Person - vor seinem haus fanden am 50. Jahrestag der Ermordung Demo trationen statt - w%26uuml;rden nicht aufh%26ouml;ren. We %26raquo;mir der Papierkragen platzt, werde ich die Wahrheit sage laquo;.

Aber einem solchen Verbrecher, so lautet das viel geh%26ouml;rte Argument, k%26ouml e man auch am Ende seines Lebe nicht glauben. Nun, Au agen von Offizieren werden immer da bezweifelt, we man sie nicht gebrauchen ka , so auch schon geschehen mit den Groenerschen Au agen %26uuml er seine Zusammenarbeit mit Ebert. Doch wie steht es mit Pa ts Au agen in den 60er Jahren? ...

... D-Oberbefehl ...

... Ein Ma , der Terrorbefehle zur Gefangenent%26ouml;tung erl%26auml zlig;t, ein Ma , der %26auml;u zlig;ert, da zlig; er der Letzte w%26auml;re, %26raquo;der hinter einem kleinen Leutnant wegen einer vielleicht nicht ganz gerechtfertigten Erschie zlig;ung herlaufen und ihm den Proze zlig; machen w%26uuml;rde%26laquo; und auml;ter sich vor den Nazis mit dem Au ruch rechtfertigt: %26raquo;Ich habe ausgemistet und aufger%26auml;umt, in dem Tempo, das damals m%26ouml;glich war%26laquo;, dem ist das von Pa t angegebene Telefonat a olut zuzutrauen.

Fazit: Die Freikor standen unter D-Oberbefehl. Sie waren die ko equente Fortf%26uuml;hrung sozialdemokratischer Politik von den Kriegskrediten %26uuml er das uuml dnis Ebert- Groener bis zum blutigen Ma aker an Tausenden.

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind nicht - wie von Scheidema behauptet - Opfer ihrer eigenen, sondern Opfer sozialdemokratischer Politik geworden. Pa t hat die Mordbefehle gegeben, und Noske hat sie gebilligt. Der Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg war somit direkt von der Reichskanzlei aus abgesegnet.

heruntergeladen mit Dank von der "junge Welt - Die Tageszeitung".

Quelle: http://www.marxistische-bibliothek.de/moerder uren.html Klaus Gietinger, Die ur der M%26ouml;rder f%26uuml;hrt in die D-Reichskanzlei, Zur Ermordung von Luxemburg und Liebknecht

... Am Abend des 15. Januar 1919 betreten der Kaufma Bruno Lindner, der Destillateur Wilhelm Moering und drei weitere M%26auml er ein Lokal in der Ma heimer Stra zlig;e in Berlin. Sie tragen Feldgrau und wei zlig;e Armbinden: %26raquo uuml;rgerwehr Wilmersdorf%26laquo;. Die herren holen beim Wirt Erkundigungen %26uuml er die im Nebenhaus gelegene Wohnung eines gewi en Marcu on ein. Kurz darauf dringen sie widerrechtlich dort ein. Der Staatsanwalt Ortma , der auml;ter gegen sie wegen Freiheit eraubung ermittelt, das Verfahren aber al ald ei tellt, berichtet %26uuml er ihre Vernehmung: %26raquo;Einen herrn, der sich im Zimmer befand, h%26auml;tten sie auf Papiere durchsucht. Dabei h%26auml;tten sie Legitimatio karten auf den Namen Liebknecht%26laquo; gefunden. Beim Durchw%26uuml;hlen der Wohnung begegnet den uuml;rgern in Uniform noch eine %26raquo;verd%26auml;chtig auffallende%26laquo; Frau. Auf die Frage: %26raquo ind Sie Fr%26auml;ulein Luxemburg?%26laquo; antwortet diese: %26raquo;Frau Luxemburg%26laquo;.[1]

Ratlos, was er mit seinen Geiseln tun soll, ruft der Anf%26uuml;hrer in der Reichskanzlei an. Dort sitzt die Rumpfrevolutio regierung, allesamt gem%26auml zlig;igte Sozialdemokraten: Friedrich Ebert (Regierungschef), Phili Scheidema (Ausw%26auml;rtiges), Otto Land erg (Justiz) und Gustav Noske (Milit%26auml;r). Ein Tru von M%26auml ern, der nachweislich mitverantwortlich ist f%26uuml;r Au ruch und Dauer des 1. Weltkriegs. Ein Tru , der die Mitschuld am Tod von Millionen Soldaten und 700 000 (allein im Deutschen Reich) Verhungerter tr%26auml;gt. L%26auml gst haben sich diese F%26uuml;hrer der Sozialdemokratie ver uuml det mit den alten Milit%26auml;rs, die seit dem Waffe tillstand aus ihren Tru en %26raquo;unter der Decke%26laquo; und im Einverst%26auml dnis mit der D-Regierung (so General Groener unter Eid) schlagkr%26auml;ftige Freikor bildeten: herummarschierende, bis an den Stahlhelm bewaffnete Banden, die zu allem entschlo en und zu jedem Mord bereit waren. %26raquo;Die Pest dieses Landes.%26laquo; [2] Oberster Befehlshaber dieser Tru en war Noske, eine pr%26auml;faschistische Figur, die %26raquo;Eiche unter diesen sozialdemokratischen Pflanze laquo; (Adolf hitler). [3] Schon nach Noskes Jungfernrede im Reichstag 1907 kommentierten die Lustigen Bl%26auml;tter:

Kommandiert der herr Major:
%26raquo;Feuer vorn und hinten!%26laquo;
Ruft ein arbeit cheues Cor :
%26raquo chmei zlig; mer fort die Flinten!%26laquo;
Aber de och Mut! nur Mut!
La zlig;t%26rsquo euch nicht verdrie zlig;en,
de wir wi en a olut:
Noske, der wird schie zlig;en! ...

... %26raquo;Da z%26auml;hlt nur der Erfolg%26laquo;

Schon Anfang November in Kiel hatte Noske versucht, den Keim der Revolution zu ersticken und mit Nachdruck die Bildung von Marineoffizier rigaden gef%26ouml;rdert. Ein Ma der Tat eben. Im Januar 1919 kam da seine gro zlig;e Stunde. Unter Ei atz von Artillerie, Flammen- und Minenwerfern und ohne Behinderung durch rechtliche Schranken - %26raquo;da z%26auml;hlen Paragraphen nichts, da z%26auml;hlt nur der Erfolg%26laquo; (Noske vor dem Parlament) - lie zlig; er seine Freikor den sogena ten artakusaufstand niederkart%26auml;tschen. Dabei wurde i erhalb Deutschlands der Terror gegen Zivilisten eingef%26uuml;hrt, Genicksch%26uuml e und Erschie zlig;ungen %26raquo;auf der Flucht%26laquo;, aber ohne Recht, praktiziert. Noske sah die Sache gela en und kommentierte, er w%26auml;re der letzte, %26raquo;der hinter einem kleinen Leutnant wegen einer vielleicht nicht ganz gerechtfertigten Erschie zlig;ung herlaufen und ihm den Proze zlig; machen w%26uuml;rde.%26laquo; [5] Der gr%26ouml zlig;te dieser Terror-Ver auml de war die Garde-Kavallerie-Division (GKSD), faktisch angef%26uuml;hrt von hauptma Waldemar Pa t, den Noske als seinen %26raquo;r%26uuml;hrigsten helfer%26laquo; [6] bezeichnete.

Als nun die mutigen Wilmersdorfer uuml;rger in jener Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 in der Reichskanzlei nicht zu Noske durchgestellt werden, wenden sie sich an ihre %26uuml ergeordnete Die tstelle - die GKSD des hauptma Pa t. Der kleine eitle Ma mit hochglanzpolierten Stiefeln residiert im ersten Stock eines hotels, de en Namen das Paradies ver richt: Eden. Als er den h%26ouml;rer aufgelegt hat, ka er es kaum fa en: Luxemburg und Liebknecht gefangen. Er sieht die Chance seines Lebe . Endlich ka er Rache nehmen, Rache f%26uuml;r den verlorenen Krieg, Rache f%26uuml;r die %26raquo ovemberrevolutio laquo;. Rache daf%26uuml;r, da zlig; eine %26raquo olin mosaischen Glaube laquo; die Ma en faszinierte wie ein neuer Me ias.

Pa t denkt kurz nach. Wie ka man die beiden ohne gro zlig;es Aufsehen liquidieren? Daf%26uuml;r be ouml;tigt Pa t a olut zuverl%26auml ige Leute. Sein Ordo anzoffizier horst von Pflugk-harttung wei zlig;, wer daf%26uuml;r in Frage k%26auml;me. Die Tru e seines Bruders, des Kapit%26auml leutnants heinz von Pflugk-harttung, eine der von Noske fr%26uuml;h gef%26ouml;rderten Marineoffizier rigaden. Marineoffiziere, die mit Ebert eines gemein haben, den ha zlig; auf die Revolution. Ein U-Boot-Kommandant, Martin Niem%26ouml;ller, hat dies auml;ter auf den Punkt gebracht: %26raquo;Damals versank mir eine Welt!%26laquo; F%26uuml;r diesen Untergang sollen Luxemburg und Liebknecht uuml zlig;en.

Getre t werden sie i hotel gebracht. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht von ihrer Gefange chaft. Ein kollektiver Erregungszustand durchzittert das Nobelhotel. %26raquo;T%26ouml;tet Liebknecht%26laquo; haben schon im Dezember Volksverhetzer auf unz%26auml;hligen Plakaten gefordert, auch im Vorw%26auml;rts, dem D-Organ, ist in einem Schm%26auml;hgedicht dazu aufgerufen worden.

Ein anderes, weniger beka tes Vorw%26auml;rts-Gedicht lautete:

%26raquo;Ich sah der Ma en r%26auml;uberische Streife,
sie folgten Karl dem blinden h%26ouml;dur nach,
sie tanzten nach des Rattenf%26auml gers Pfeife,
der ihnen heuchlerisch die Welt ver rach.

Sie knieten hin vor blutigen Idolen,
bauchrutschten vor der Me chheit ott und hohn,
vor Ru zlig;lands Asiaten und Mongolen,
vor Brau tein, Luxemburg und Sobelsohn.%26laquo; [7]

Die drei letztgena ten sind Juden, wobei Brau tein der fr%26uuml;here Name Leo Trotzkis und Sobelsohn der Karl Radeks war. Das Gedicht erschien drei Tage vor Luxemburgs und Liebknechts Ermordung.

Die f%26uuml;r damalige Verh%26auml;ltni e enorme Summe von 1 700 Mark erh%26auml;lt ein jeder der braven uuml;rgerwehrler aus Wilmersdorf f%26uuml;r die Ablieferung der Arbeiterf%26uuml;hrer im hotel ohne Wiederkehr. Die Summe wird vom %26raquo;Gro zlig uuml;rgerrat%26laquo; des Bankiers Marx ge endet. Marx z%26auml;hlt mit dem Gro zlig;industriellen hugo Sti es zu Pa ts Finanziers. Sie sorgen daf%26uuml;r, da zlig; er und seine 70 Offiziere mehr als nur ihre hotelrechnung bezahlen k%26ouml en.

Inzwischen hat hauptma Pflugk-harttung die %26raquo;Marine ezialeinheit%26laquo; herangeholt. Es sind dies au zlig;er seinem Bruder vier junge Marineoffiziere: der Oberleutnant zur See Ulrich von Ritgen, der Leutnant zur See heinrich Stiege, der Leutnant zur See Bruno Schulze und der Leutnant zur See herma W. Souchon. Zur Tarnung tragen sie Uniformen einfacher Soldaten. Man geht nach oben i ehemalige Casino zu hauptma Pa t. Dort beraten sich die herren Offiziere.

Liebknecht zu beseitigen erscheint ihnen relativ einfach. Man will die bereits wenige Tage zuvor erprobte Methode anwenden: %26raquo;Erschie zlig;en auf der Flucht.%26laquo; Doch was tun mit Frau Luxemburg? Einer hinkenden kleinen Frau ka man schwerlich auf der Flucht %26raquo;ei verpa e laquo;. Also denkt man sich etwas Besonderes aus. Wie w%26auml;re es, we man es so au ehen lie zlig;e, als sei sie Opfer der %26raquo;Volk eele%26laquo; geworden?

Pa t %26uuml erzeugt sich von der Identit%26auml;t Rosa Luxemburgs. %26raquo ind Sie Frau Rosa Luxemburg?%26laquo; %26raquo;Entscheiden Sie bitte selber.%26laquo; %26raquo ach dem Bilde m%26uuml zlig;ten Sie es sein.%26laquo; %26raquo;We Sie es sagen!%26laquo; Rosa Luxemburg setzt sich in eine Ecke und liest in Goethes %26raquo;Faust%26laquo;.

Freibrief zur Ermordung

In seinen unver%26ouml;ffentlichten Memoiren schreibt Pa t zur %26raquo;Exekutio laquo; Liebknechts und Luxemburgs: %26raquo;Da zlig; sie durchgef%26uuml;hrt werden mu zlig;te, dar%26uuml er bestand bei herrn Noske und mir nicht der geringste Zweifel, als wir %26uuml er die Notwendigkeit der Beendigung des uuml;rgerkrieges rachen. Aus Noskes %26rsaquo;Andeutunge lsaquo; mu zlig;te und sollte ich entnehmen, auch er sei der A icht, Deutschland m%26uuml e so schnell wie m%26ouml;glich zur Ruhe kommen. %26Uuml er das %26rsaquo;da zlig lsaquo; bestand also Einigkeit.%26laquo;

Pa t geht nach nebenan und telefoniert mit der Reichskanzlei. Ein Ma wie er scheitert nicht wie die Mittelst%26auml dler, er wird nach oben durchgestellt zu seinem Chef Gustav Noske. Pa t bittet ihn - so teilt er es in seinen Memoiren mit - um den Mordbefehl. Noske antwortet: %26raquo;Das ist nicht meine Sache! Da w%26uuml;rde die Partei zerbrechen, de f%26uuml;r solche Ma zlig ahmen ist sie nicht und unter keinen Umst%26auml den zu haben.%26laquo; [8]

Und wie das denkw%26uuml;rdige Telefonge r%26auml;ch weiterging, berichtete Pa t 1968 dem ehemaligen Marinerichter und Rechtsanwalt Otto Kranz uuml;hler. Noske habe Pa t aufgefordert, die Genehmigung des Generals von L%26uuml;ttwitz zur Erschie zlig;ung der beiden Gefangenen einzuholen und nach der Einwendung Pa ts, %26raquo;die werde er nie bekomme laquo;, mit den Worten reagiert, %26raquo;da m%26uuml e er sel t verantworten, was zu tun sei%26laquo;. [9] Pa t versteht dies zu Recht als Freibrief zur Ermordung der beiden ehemaligen Geno en Noskes und schreitet zur Tat.

Zuerst wird Liebknecht von den getarnten Marineoffizieren abgef%26uuml;hrt. Um Aufsehen zu vermeiden, bringt man ihn zum Nebenausgang. Das wurmt jedoch den J%26auml;ger Otto Wilhelm Runge, der an der Dreht%26uuml;r des hauptportals Wache steht. De Runge, ein verwirrter Me ch, ist von einem Offizier name Petri bestochen worden. Petri wei zlig; nichts von den Beschl%26uuml en im ersten Stock und f%26uuml;rchtet, der verha zlig;te Liebknecht k%26ouml te lebend davonkommen. Also hat er Runge 100 Mark gegeben. Er solle Liebknecht mit dem Gewehrkolben den Sch%26auml;del ei chlagen. Runge sieht, wie sein Opfer zu entschwinden droht, re t um das hermetisch abgeriegelte hotel herum und kommt gerade hinzu, als Liebknecht neben den Offizieren Platz nimmt. Er versetzt ihm einen Kolbe chlag. Schwer getroffen sinkt Liebknecht in den Sitz, dabei tropft Blut auf die hose eines der Offiziere. Liebknecht sagt: %26raquo;Es blutet%26laquo;, keiner k%26uuml;mmert sich darum. Das Auto f%26auml;hrt los.

Nach kurzer Fahrt haben sich die Offiziere im Tiergarten %26raquo;verfra t%26laquo;. Was da pa iert, schildert horst Pflugk-harttung einem anderen Marinekameraden am auml;chsten Tag. Pflugk %26raquo;erz%26auml;hlte gegen die Verpflichtung a oluter Geheimhaltung, da zlig; er bei der %26Uuml erf%26uuml;hrung Liebknechts in das Gef%26auml gnis eine Autopa e im Tiergarten fingierte, Liebknecht da am Arm nahm, um ihn zu f%26uuml;hren, ihn a ichtlich loslie zlig;, um ihm die Gelegenheit zu einem Fluchtversuch zu geben und da nach kurzem Abwenden hinter L. herscho zlig Liebknecht wurde getroffen und von mehreren Sch%26uuml en get%26ouml;tet%26laquo;. Der Marinekamerad, ein wohlerzogener Junge aus gutem hause, m%26uuml zlig;te jetzt eigentlich seinen Freund bitten, sich zu stellen. Doch Er t von Weiz auml;cker (der Vater von Richard von Weiz auml;cker) hat eine andere L%26ouml ung parat: %26raquo;Ich rate Pflugk zur Flucht.%26laquo; [10] Wer Liebknecht hinterr%26uuml;cks erscho en hat, ist auch belegt: die Offiziere horst von Pflugk-harttung, Ulrich von Ritgen, heinrich Stiege und Rudolf Liepma . Sie liefern seine Leiche an der Rettung tation gege uuml er dem Eden ab. Da gehen sie zu Pa t und melden Vollzug. Der l%26auml zlig;t jetzt auch Rosa Luxemburg wegbringen.

Erschlagen, erscho en, ertr%26auml kt

Der Oberleutnant a. D. Vogel %26raquo;geleitet%26laquo; Rosa Luxemburg durchs hauptportal. hier steht immer noch der J%26auml;ger Runge, der sich seine 100 Mark %26raquo;redlich%26laquo; verdienen will. Er schl%26auml;gt zweimal mit dem Gewehrkolben auf sie ein. Schon nach dem ersten Schlag st%26uuml;rzt sie zu Boden, verliert einen Schuh und ihre handtasche. Den Schuh nimmt ein Soldat als Troph%26auml;e mit. Die handtasche ger%26auml;t in die hand eines Offiziers: Albert Freiherr von Wechmar. Er entwendet daraus einen Brief Clara Zetki und verkauft ihn 1969 an den historiker herma Weber. F%26uuml;r mehrere hundert Mark.

Die halbtote Rosa wird in den Wagen geworfen. Das offene Auto f%26auml;hrt Richtung Cornelius-Br%26uuml;cke. Etwa 40 Meter vom hotel entfernt f%26auml;llt ein Schu zlig;, aus auml;chster auml;he abgefeuert, %26raquo;der links vor dem Ohr eintrat%26laquo; und zu einer %26raquo rengung der Sch%26auml;delgrundfl%26auml;che%26laquo; f%26uuml;hrte. So der Obduktio ericht. Rosa Luxemburg ist sofort tot. Abgegeben hat den Schu zlig;, so stellt sich erst Jahrzehnte auml;ter heraus, der Leutnant zur See herma Souchon. [11]

Der Tra ortf%26uuml;hrer Vogel l%26auml zlig;t die tote Frau in den Landwehrkanal werfen, wo sie erst f%26uuml f Monate auml;ter gefunden und sofort von Noske und seinen Milit%26auml;rs konfisziert wird. Sel t vor der Leiche f%26uuml;rchten sich die Sozialdemokraten noch.

Am Tag nach dem Do elmord meldet sich Pa t zum Ra ort in der Reichskanzlei. Sicherheitshalber hat er einen Tru seiner schwerbewaffneten M%26auml er mitgebracht. Sie sollen die Reichskanzlei st%26uuml;rmen, falls doch ein Sozi auf die Idee k%26auml;me, ihn verhaften zu la en. Doch die Angst ist u egr%26uuml det. Sowohl Ebert als auch Noske geben ihm dankbar die hand. Ebert, den Kurt Tucholsky treffend als Radieschen charakterisierte - %26raquo;au zlig;en rot und i en wei zlig laquo; -, gesteht einem Parteifreund: %26raquo;Albert, noch zwei solcher Siege wie die %26uuml er Liebknecht und Luxemburg, und wir haben gesiegt!%26laquo; [12]

%26raquo;Der Grundstein der Demokratie%26laquo;

Die D setzt zur Untersuchung des Vorfalls ein Milit%26auml;rgericht ein, das aus den Kameraden von hauptma Pa t besteht, darunter Wilhelm Canaris, der auml;tere Abwehrchef hitlers. Der eingesetzte Ermittlungsrichter Paul Jor ( auml;ter am %26raquo;Volksgerichtshof%26laquo; der Nazis als Richter t%26auml;tig) geh%26ouml;rt ebenfalls der GKSD an. Alle zusammen vertuschen mit dem Segen der D den Do elmord. Die meisten T%26auml;ter kommen frei, Runge und Vogel erhalten l%26auml;cherliche Strafen. Vogel wird schlie zlig;lich von Canaris aus dem Gef%26auml gnis geholt und i Ausland verfrachtet. Ein Jahr auml;ter begnadigt ihn Noske - entgegen dem Rat des Kriegsministeriums. Die eigentlichen T%26auml;ter wie Pa t und Souchon kommen sel tverst%26auml dlich nie vor Gericht. Von Noske ganz zu schweigen.

Robert Kurz schreibt treffend in seinem Schwarzbuch des Kapitalismus: %26raquo;Die Leichen von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die stellvertretend f%26uuml;r die Toten der %26rsaquo;Gesellschaftsrettung%26lsaquo; von 1918/19 stehen, waren gewi erma zlig;en wie ein archaisches Me chenopfer in den Grundstein dieser Demokratie eingemauert. Und das war kein historischer Unfall, sondern legte den wahren Charakter der Demokratie offen.%26laquo; Tucholsky w%26uuml;rde hinzuf%26uuml;gen, %26raquo;und den der Sozialdemokratie.%26laquo; [13]

Und der gro zlig;e ko ervative Publizist Sebastian haffner gab am Ende seines Lebe als seinen gr%26ouml zlig;ten Fehler an, da zlig; er beim Ausf%26uuml;llen des ber%26uuml;hmten FAZ-Frageboge unter der Rubrik %26raquo;Was sind f%26uuml;r Sie die verachte w%26uuml;rdigsten Gestalten der Geschichte%26laquo; nicht angegeben hat: Noske und Ebert.

heruntergeladen mit Dank von der "junge Welt - Die Tageszeitung".

Quelle: http://www.marxistische-bibliothek.de/do elmord.html Klaus Gietinger, Do elmord nach Plan, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurde mit Billigung der D-F%26uuml;hrung ermordet Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von joachimkuehnel am 16.01.2007 < an cla ="time">06:49.
Antwort :

Kurt Tucholsky hat die (S)PD vor Jahrzehnten richtig charakterisiert. La t euch von denen nicht mehr f%26uuml;r dumm verkaufen.
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