Frage:
ZDF, Sendung "Frontal21": Trauriges Ende
Immer mehr Arme egr%26auml i e
Nichts eri ert mehr an den Me chen, kein Stein, kein Kreuz, keine I chrift. Kein Angeh%26ouml;riger, der am Grab gedenkt oder Blumen als Gru zlig; niederlegt. Immer mehr Me chen in Deutschland werden anonym, in Urnengemei chaftsgr%26auml ern beerdigt - sei es, da sie sich sel t daf%26uuml;r zu Lebzeiten entschieden haben oder einfach niemand da war, der f%26uuml;r die Kosten des Begr%26auml i es aufkommen wollte.
von Rita Stingl, 13.09.2005
Namenlose Beerdigungen, irgendwo auf einer Friedhofswiese, liegen im Trend. Es ist die preisg%26uuml tigste Variante und auch die mit dem geringsten Aufwand: Das Grab mu nicht %26uuml er Jahre gepflegt werden. Deutschland art, sel t beim Tod.
Kein Geld f%26uuml;r die Beerdigung
"Der Wegfall vom Sterbegeld, das war der Anfang, damit ging's lo quot;, eri ert sich Peter Dorn von der Verwaltungskommi ion Evangelische Friedh%26ouml;fe Berlin. Fr%26uuml;her haben die Leute immer noch versucht, irgendwie Geld zusammenzukratzen, um eine halbwegs ver uuml ftige Beisetzung durchzuf%26uuml;hren. Aber jetzt haben auch die, die fr%26uuml;her ein bi chen hatten, kein Geld mehr.
Die Beerdigung eines Angeh%26ouml;rigen bedeutet heute f%26uuml;r viele eine zu gro zlig;e finanzielle Belastung, die sie nicht tragen k%26ouml en - oder manchmal auch nicht tragen wollen: "Es ist den Deutschen teilweise keine Ehre mehr, eine Bestattung der Angeh%26ouml;rigen zu bezahle quot;, bedauert Bestatter Karsten Fromberg. In der heutigen a zlig;gesellschaft w%26uuml;rden die Leute eben das Geld lieber f%26uuml;r andere Dinge ausgeben, meint er.
Friedh%26ouml;fen fehlen Ei ahmen
Doch es gibt auch Me chen, die f%26uuml;r sich als letzte Ruhest%26auml;tte ausdr%26uuml;cklich ein anonymes Grab w%26uuml chen. Sie wollen nach dem Tod niemandem zur Last fallen, so die h%26auml;ufigste Begr%26uuml dung.
Die Friedhofsverwaltungen beklagen die sich ver%26auml dernde Bestattungskultur. Wichtige Ei ahmen, aus Gra tellenge uuml;hren zum Bei iel, gehen ihnen verloren. "Diese anonymen Beisetzungen machen u wirtschaftlich kaputt", meint Dorn. "Wir k%26ouml en keinen Wegebau mehr durchf%26uuml;hren, keinen richtigen Baumschutz oder Sicherung vornehmen, Totholz herau chneiden. Man sieht, wie die Friedh%26ouml;fe verkommen, weil eben das Geld fehlt."
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Wie hei zlig;t es doch so schon: "Die W%26uuml;rde des Me chen ist unantastbar!" Dieser Bericht zeigt das u ere Altvorderen sich ihres Alters und Dasei sch%26auml;men und alleingela en, von dieser Leistungsgesellschaft den letzten Tritt bekommen. Altersarmut und der letzte Tritt ist u ere Zukunft. Abgesehen davon, wem nutzt eine aufwendige, zur Schau gestellte Beerdigung, nur damit die uuml;rger gaffen und ihr Maul zerrei zlig;en k%26ouml en.
Antwort :
Ich habe im Juni meinen Vater durch Die Billigbestatter beerdigen la en.
Uneingeschr%26auml kt zu empfehlen, auch die %26Uuml erf%26uuml;hrung aus ha over kla te reibungslos.
Einziger Nachteil gege uuml er anderen I tituten: Die Rechnung mu zlig; im voraus beglichen werden.
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Falls die Freiheit irgendwas bedeutet, da das Recht, den Me chen das zu sagen, was sie nicht h%26ouml;ren wollen.
Antwort :
Sendung sah ich auch - anf%26uuml;gen m%26ouml;chte ich, da dieser Friedhofsverwalter auch sagte, da die Kosten f%26uuml;r eine "kla ische Standardbeerdigung" heute im Regelfall zwischen 5000 - 10000 Euro liegen (weswegen h%26auml;ufig schon Ratenabzahlungsvertr%26auml;ge gemacht werden m%26uuml en, die nicht bedient werden).
Wer hat diese Summen heutezutage noch %26uuml rig??? Und die in der Folgezeit entstehenden Kosten f%26uuml;r den Friedhof wollen ja auch aufgebracht sein. (Der heute Arbeitslose ist ggf. auch nicht sicher - leistet eine amtliche Stelle Koste uuml ernahme f%26uuml;r die Bestattung, so mu diese zur%26uuml;ckgezahlt werden, we man irgendwa mal wieder in "Lohn und Brot" kommt. Schulden sind vorprogrammiert.)
In den 90ern, also zu DM-Zeiten verschied u ere Mutter und hatte vorher eine Ei auml cherung bzw. Urne eisetzung im Familienurne latz des Friedhofes verf%26uuml;gt (Famlienurnenkammer existierte also schon - u er Vater ruhte da schon einige Jahre). Mitarbeiter des Beerdigungsi titutes nutzen ja irgendwie die Trauerstimmung auch %26quot iet%26auml;tvoll" aus - zuerst Gesamtpreis-Angebot 6200 DM (also rd. 3100 Euro), meine tr%26auml enden Geschwister hatten schon "JA so machen wir%26acute gesagt", ich nahm mir da die vorliegende Preisliste des Bestatters, reduzierte einige Komponenten, wo man da i gesamt auf rund 5400 DM kam und fragte, ob er sich eine Bestattung zum Gesamtfestkoste reis von 5000 DM vorstellen ka . Flei ig gerechnet hat herr %26quot ieta Seit 1910", viermal, f%26uuml fmal auf seinem Taschenrechner und bekam ca. 5100 raus = also ca. 2500 Euro im "angeme enen Rahme quot; wie verf%26uuml;gt.
Und heute: 5000 Euro f%26uuml;r eine "angeme ene Feuerbestattung" oder 10000 Euro f%26uuml;r eine "einfache Erdbestattung"??? Das hat kaum noch einer %26uuml rig.
Es ist schlimm, we man auch hier kritisch jeden auszugebenden Euro aren bzw. noch kritischer hinterfragen mu - kein Wunder, da es deshalb z. B. in D%26uuml eldorf oder Berlin sogena te %26quot arg- und Beerdigungsdiscounter" gibt, die mittlerweile eine einfache Ei auml cherung mit a chlie ender Beisetzung auf dem Streufeld z. B. f%26uuml;r rd. 550,-- bzw. 700,-- Euro vornehmen.
(Auch wohl deswegen herrscht mittlerweile bei den Bestattungsunternehmen eine Art krieg auml;hnlicher Zustand um "Auftr%26auml;ge".)
Auch intere ant:
Verstirbt z. B. ein mehr oder weniger betagter Senior, in manchen F%26auml;llen z. B. auch nach jahrelanger Unterer auml;hrung, Austrocknung, Fehlmedikamentation, Unterk%26uuml;hlung und daraus folgenden Krankheiten, Infektionen auf Grund u ehandelter Wunden, geistiger Deaktivierung und fehlender k%26ouml;rperlicher Bet%26auml;tigung, Mi handlung und unterla ener hilfeleistung im Pflege- bzw. Altenwohnheim
da ...
- gibt es zwar im Regelfall keinen, der das weiter untersucht
aber ...
- es empfiehlt die freundliche heimleitung, der freundliche Notarzt, ja sogar der freundliche Geistliche den Angeh%26ouml;rigen oft "ein Bestattungsi titut, was alles seri%26ouml und ordentlich zum guten Prei quot; regelt.
(Bei Verstorbenen, die in ihrer Privatwohnung verschieden sind, diese unter hinzuziehung von Polizei und/oder Feuerwehr aufgebrochen werden m%26uuml en wurde auch schon gefragt: "... ein Bestattungsi titut haben sie sicher schon beauftragt ...?")
Soviel wohlt%26auml;tige hilf ereitschaft, man ka sich kaum erwehren. ;-)
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Alle von mir get%26auml;tigten Au agen/Antworten/Kommentare ent rechen lediglich meiner per ouml lichen Meinung und stellen keinerlei Recht eratung dar.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von auml;tlese am 15.09.2005 < an cla ="time">12:45. an>
Antwort :
Mittlerweile gibt es bez%26uuml;glich des unenri aren Ablebe eines jeden noch andere Trauer iele:
- Totentra orttourismus zum Ei auml chern in tschechische und polnische Krematorien und zur%26uuml;ck zur Trauervera taltung
- Wettfahrten zwischen Bestattungsunternehmer, wer als erster den Auftrag erh%26auml;lt
- Todesdrohungen gegen die liebe Konkurrenz der schwarzen Zunft
- Irref%26uuml;hrung der Konkurrenz, indem man sie zu fiktiven Auftraggebern schickt und systematisch ruiniert.
Und der ehemalige DDR-Seniorenverband Volk olidarit%26auml;t entdeckt die Marktwirtschaft. Funktio auml;re der Volk olidarit%26auml;t tingeln durch die Wohngebiete und verh%26ouml;kern an ihre Mitglieder Sterbe- und Unfallversicherungen von der hamburg-Ma heimer. herr Kaiser l%26auml zlig;t gr%26uuml zlig;en!!!
MDR, Sendung "Umschau": Umschau-Recherche - Volk olidarit%26auml;t vertreibt dubiose Versicherungen
Viele %26auml;ltere Me chen wollen die Kosten ihrer Beerdigung nicht ihren Kindern bzw. Erben auf uuml;rden. Seit mehr als einem Jahr ist die Furcht davor noch gr%26ouml zlig;er, de durch die Gesundheitsreform fiel das gesetzliche Sterbegeld dash; gezahlt durch die Krankenka e dash; dem Rotstift zum Opfer. Die Wohlfahrtsver auml de nehmen sich dieser %26Auml gste an. Die Volk olidarit%26auml;t bei ielsweise bietet ihren Mitgliedern Gru enversicherungen an, allerdings mit fragw%26uuml;rdigen Methoden.
Ein fragw%26uuml;rdiges Angebot
Inge Pescht ist 77 Jahre und langj%26auml;hriges Mitglied des ostdeutschen Seniorenverbandes. Vor einigen Monaten bekam sie Besuch von der Volk olidarit%26auml;t. Die freundliche Frau will Pescht eine Sterbegeldversicherung verkaufen. Diese werde auml;ter die Beerdigungskosten decken. Au zlig;erdem solle die 77-J%26auml;hrige eine Unfallversicherung a chlie zlig;en. Bei A chlu beider Versicherungen gebe es %26uuml er die Volk olidarit%26auml;t eine g%26uuml tige Gru enversicherung, so der Vertreterin.
Vertrag wegen Bedr%26auml gnis unterschrieben
Pescht erkl%26auml;rte, da sie die Versicherungen nicht brauche. Sie habe f%26uuml;r ihre Beerdigung genug Geld auf dem Konto. Und eine Unfallversicherung habe sie auch schon. Doch die Vertreterin bedr%26auml gt sie, und so schlie zlig;t die alte Frau die ent rechenden Vertr%26auml;ge ab. F%26uuml f Jahre lang soll sie nun Monat f%26uuml;r Monat 90,15 Euro zahlen. Die erste Rate ist sofort f%26auml;llig. Sie sei froh gewesen als der Besuch weg war, erkl%26auml;rt Pescht den Vertragsa chlu .
Volk olidarit%26auml;t - T%26uuml;r%26ouml;ffner f%26uuml;r dubiose Versicherungsmakler
Wenig auml;ter pr%26uuml;ft ihre Tochter den Fall. Sie stellt fest, da auch andere Rentner im Ort bedr%26auml gt wurden. In den Akten findet die Tochter ein Schreiben. Das bekam Inge Pescht von der Versicherungsvertreterin. Ein Schreiben der Bundesgesch%26auml;ft telle der Volk olidarit%26auml;t in Berlin. In ihm wird der Rentnerin die Versicherung schmackhaft gemacht. Dort hei zlig;t es: "Damit auch Sie die Gelegenheit erhalten, diese Verg%26uuml tigungen in A ruch zu nehmen, teilen wir u erem Partner die hierf%26uuml;r erforderlichen Daten (%26uuml licherweise Name, A chrift, Geburtsjahr) mit. Ein Mitarbeiter der hamburg Ma heimer wird sie in den auml;chsten Tagen aufsuchen. Sollten sie aber mit der Mitteilung an die hamburg-Ma heimer nicht einverstanden sein oder einen Besuch nicht w%26uuml chen, so benachrichtigen sie u bitte."
Es stellte sich also heraus, da die Vertreterin gar nicht von der Volk olidarit%26auml;t sondern von einem Versicherungsunternehmen kam. Die Tochter betont, da besonders der letzte Satz nur ein schlechter Witz sein ka , de schlie zlig;lich bekam die Mutter den Brief von der Versicherungsvertreterin ausgeh%26auml digt.
Daten- und Verbraucherschutz verletzt
Die UMSChAU-Recherche ergibt, da die Volk olidarit%26auml;t an jedem abgeschlo enen Vertrag mitverdient. Zudem zeichnen sich die angebotenen Vertr%26auml;ge durch %26auml;u zlig;erst schlechte Konditionen aus. Die Sterbegeldversicherung funktioniert wie eine Kapital-Lebe versicherung, von der Verbrauchersch%26uuml;tzer generell abraten. So mu Pescht i erhalb von f%26uuml f Jahren 5.400 Euro einzahlen und bekommt nur 5.000 Euro heraus.
F%26uuml;r sie w%26uuml;rde sich die Versicherung nur lohnen, we sie zwischen dem dritten und f%26uuml ften Jahr der Laufzeit stirbt - es gibt weitaus g%26uuml tigere Versicherungen. Auch die Weitergabe der per ouml lichen Daten von Pescht an die hamburg-Ma heimer verst%26ouml zlig;t gegen geltendes Date chutzrecht. Inge Pescht hat inzwischen die Versicherung gek%26uuml digt. Doch sie ist jetzt vorsichtig, we jemand von der Volk olidarit%26auml;t klingelt.
zuletzt aktualisiert: 09. August 2005 | 17:42
Antwort :
Wundern darf man sich bei den Bestattungsunternehmen nicht. Jahrelang wurde damit Werbung gemacht, da dieses Gewerk ein sog. "handwerk mit goldenem Bode quot; sei. Und nun, angesichts der Bestatterfluten, pr%26uuml;geln sich tat auml;chlich schon die Mitarbeiter von Bestattungsunternehmen um jede Leiche ...
Wie hei t es so sch%26ouml ...
"Von der Wiege bis zur Bahre, das Kind wird Me ch und fr%26uuml;h zur Ware."
... k%26ouml te man modifiziert sagen.
Zahlen soll man unentwegt bis zum Ableben:
- Im Kindes-/Jugendlichenalter zahlen die Eltern, um dem Nachwuchs hoffentlich ein angenehmes und "gesellschaftskonforme quot; mit m%26ouml;glichst wenig Verzicht Dasein zu erm%26ouml;glichen. (Was heute immer seltener gelingt.)
- Als Berufst%26auml;tiger zahlt man Steuern, Versicherungen bzw. Vorsorge ohne Ende und wird st%26auml dig mit neuen Zwangsabgaben und Prei teigerungen bedacht
- Als Erwer loser wird man derma en reduziert bzw. sanktioniert, da man nach M%26ouml;glichkeit erst gar nicht das Rentenalter erreicht und weiter kostet
- Als hilfebed%26uuml;rftiger Senior mit Sozial- bzw. Minimalrente wird man in einem Mehrbettzimmer im Pflegeheim abgelagert und systematisch an K%26ouml;rper und Seele %26uuml er Jahre hinweg ruiniert (siehe ***) - die Rente ersatzlos teilweise ohne Taschengeld (bei Vormundschaft z. B.) ei ehalten
- Als Leiche verursacht man auch noch Kosten, entweder seinen Angeh%26ouml;rigen oder einer anderen Stelle - aber als Leiche mu ich mich dar%26uuml er nicht mehr sch%26auml;men bzw. aufregen.
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= (siehe ***):
Etliche Me chen, die heute mit 70 oder 90 Jahren im Senioren-Pflegeheim inhaftiert bzw. kaserniert sind, haben im besten Alter f%26uuml;r alle Eventualit%26auml;ten versucht Vorsorge f%26uuml;r das Alter zu betreiben. Privat gewollt und staatlich abgefordert. Oder haben f%26uuml;r%26acute Alter ge art u. a..
Wie ich jetzt wieder in einem heimlich gedrehtem Film %26uuml er Alte flegeheime in verschiedenen Standorten Deutschlands sah - ein Skandal ohnegleichen, da man diese pflegebed%26uuml;rftigen Rentner wie abgehalfterte G%26auml;ule behandelt:
Je nach Pflegestufe und Pflegebed%26uuml;rftigkeit:
- Entm%26uuml digung bzw. Bestellung eines Vormundes (z. B. we sich Angeh%26ouml;rige nicht k%26uuml;mmern, nicht k%26uuml;mmern k%26ouml en oder es diese nicht gibt).
- Wertgege t%26auml de, Versicherung, evtl. Verm%26ouml;gen bzw. Rentenauszahlung geht an den Vormund oder bestellten Verm%26ouml;ge verwalter, was u. U. das Pflegeheim direkt sein ka .
hier ein Bei iel - ein netter Tagesablauf wurde gefilmt:
- Drei steinalte Frauen liegen zusammengepfercht in einem kleinen Zimmer und werden regelm%26auml zlig;ig am Morgen zwischen 4 und 5 Uhr geweckt. (Aus Personalkna heit angeblich.)
- Mit einem na en Waschla en werden Gesicht und h%26auml de abgeru elt, mit einer uuml;rste durch die haare gefahren
- Da zum Neuwindeln bzw. Waschen wegen Unkontinenz ausgezogen - da lagen die alten Frauen, bis auf%26acute Skelett abgemagert (Austrocknung und Unterversorgung eben), da mit Kot beschmiert ohne Decke zeitweise nackt eine Stunde bis das auml;chste "Reinigungskommando" kam.
- Dieses kam da mit dem Kommentar "wieder alles durch- und vollgeschi e quot; i Zimmer und hob bzw. drehte die Seniori en zum Zwecke der Reinigung derma zlig;en grob, da es bei verschiedenen Damen blaue Flecken gab. (Bei einem Fall sogar einen Ri e ruch, den man erst gar nicht bemerkte - offene infizierte bzw. verdreckte Wunden waren auch oft vorhanden.)
- Fr%26uuml;hst%26uuml;ck - wohl so um 8 Uhr: F%26uuml;r eine Frau 2 kleine Scheiben Schwarzbrot 1x Wurst 1x K%26auml e + 1 x Tee, f%26uuml;r die beiden anderen %26quot auml;hrbrei". Kommentar einer Pflegerin dazu "... ich mach%26acute; die %26quot chulze quot; mit fl%26uuml ig, geht schneller...". Eine Frau fragte nach mehr Tee oder etwas Mineralwa er - Antwort: "Das h%26auml;tten wir auch gern, gleich heute Mittag, da gibt%26acute wieder was."
Da Zwangsmedikamentation mit einheitlichen Komponenten f%26uuml;r alle:
abf%26uuml;hrhemmendes Mittel (de sie waren ja gerade frisch gewindelt worden), Antidepre iva, Kreislaufbeschleuniger. (Wohl, damit die Seniori en im Falle von Besuch oder bei einer %26auml;rztlichen Musterung einen halbwegs akzeptablen Eindruck hinterla en. Kontrollen in Pflegeheimen kommen ja zum Gl%26uuml;ck nur nach l%26auml gerer Ank%26uuml digung)
Dazwischen: Rau chieben im Rolli auf den Gang a Fe ter - da ist da die Freizeitgestaltung.
- Mittage en - 1 Kelle Gem%26uuml e, wohl inat mit Kartoffelbrei gequierlt - sah aus, wie schon mal gege en, keine Fleischeinlage. 1 Flasche Mineralwa er dazu. (Anmerkung des Kommentators: Die angelieferten E e ortionen m%26uuml en oft noch reduziert werden, da sich hiervon das Personal mitverpflegt. Da braucht man sich da auch nicht wundern, da die Frikadelle bzw. das Br%26uuml;hw%26uuml;rstchen fehlt.)
Eine Frau hatte arge Probleme mit dem E en - das Breichen wurde ihr ohne Erbarmen eingefl%26ouml t, bis es zu den Mundwinkeln heraustropfte.
Dazwischen: Rau chieben im Rolli in ein "Gesellschafts- und ielzimmer" mit TV. Die geistig noch mobilen Senioren erfreuten sich an halma und Fer ehen. Die nicht mehr Wahrnehmungsf%26auml;higen stellte man a Fe ter - da ist da die Freizeitgestaltung.
Abende en: siehe Fr%26uuml;hst%26uuml;ck
Nachtmedikamantation: Beruhigungs- bzw. Schlafmittel und teilweise Abf%26uuml;hrmittel (damit sich diese armen alten Frauen blo nur 1 x in der Nacht oder am Morgen die Windeln vollmachen) verbunden mit der Anordung um 20 Uhr: "... so jetzt wird aber fein geschlafen ..."
Und wieder geht ein sch%26ouml er Tag im Pflegeheim zu Ende.
Ein ehemaliger heimleiter, den man vor der Kamera unke tlich gemacht hatte meinte: "... Es ist wirklich so: Mit Standardminirente bzw. Pflegeversicherung bekommt man nur Minimalpflege, die %26auml;rztliche Versorgung wird vernachl%26auml igt - wer mehr hat, f%26uuml;r den wird auch mehr getan, so ab 1600 oder 2000 monatlich Euro geht es ihnen in Abh%26auml gigkeit der Pflegestufe da etwas be er. ...)
Ich frage mich:
Wo bleibt das ganze Geld??? Ironisch und bitter ouml e mu ich mal fragen: Verdient das Personal so ma zlig;los, ist die gereichte Verpflegung so hochwertig, reichlich und teuer, kosten Windeln und Reinigungsartikel so viel.
Es werden wohl andere sein, die sich auf Kosten und zu Lasten der alten und wehrlosen Me chen die Taschen vollpropfen.
Gegen eines dieser wundervollen "Ruhigstellungs- und Totpflegeheime" wurde unter Vorlage des Filmmaterials und hinzuziehung von Experten bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Erge is ga acute noch nicht dazu.
Auch das ist DEUTSChLAND hEUTE! Grausam, kaum einer der das anklagt.
M%26ouml;ge evtl. ein jeder der seine Angeh%26ouml;rigen im heim besucht kritisch und mi trauisch in jede Ecke schauen - de (fast) jeder wird ja mal alt, gebrechlich und u. U. hilfebed%26uuml;rftig.
(Eigentlich sollte man sich w%26uuml chen, bei Eintritt in das Rentenalter auf Rezept die preisg%26uuml tige L%26ouml ung zu erhalten - die Zyankalika el oder so was.)
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Antwort :
MDR, Sendung "exakt": Butterfahrt und Leiche chmaus vom 27.09.2005
Manuskript des Beitrages von Barbara Dobke
Seit das Sterbegeld anfang des Jahres gestrichen wurde, haben "Discountangebote" der Bestatter zum Teil groteske Formen angenommen.
O-Ton: hartmut Woite, Bestatter "Meine sehr verehrten Damen und herren, ich begr%26uuml zlig;e Sie noch mal sehr herzlich. Wir fahren nach Tschechien, kurz hinter der tschechischen Grenze zu dem kleinen Krematorium in Vysocany, da wir %26uuml erwiegend benutzen. Wir werden heute eine Trauerfeier dort haben, die Familie, die betroffen ist, f%26auml;hrt mit u mit."
Der Tagesausflug von Bestatter hartmut Woite begi t um sieben Uhr fr%26uuml;h. Im Bus neben 30 Bestattungstouristen Familie Sydow, die die Mutter in Tschechien ei auml chern und beisetzen l%26auml t. Man f%26auml;hrt Kolo e. Vorn der Leichenwagen mit den sterblichen %26Uuml erresten von Mutter Sydow, dahinter ein Tra orter dash; noch mal vier Leichname. Joha a Leistner, 67, ist auf Schnu ertour mitgekommen dash; so wie die meisten hier. Ihr Ma ist schwer krank.
O-Ton: Joha a Leistner, Rentnerin "Drei u erer Freunde sind gestorben in den letzten anderthalb Jahren, deshalb fahre ich heute mit. Langsam kriegt man es mit der Angst zu tun, und die haben alle horrorbetr%26auml;ge gezahlt. 5.000 Euro f%26uuml;r eine Urne estattung ohne Stelle, 10.000 f%26uuml;r ne Erdbestattung mit Stein, das ist mir zu teuer. Das sehe ich einfach nicht ein."
Bei Discount-Bestatter hartmut Woite gibt%26rsquo das ganze ab kna 900 Euro dash; anonymes Grab in Tschechien inklusive. Die Schnu erfahrt nach Tschechien ist f%26uuml;r potentielle Kunden gratis, genau wie Mittage en und Getr%26auml ke.
O-Ton: hartmut Woite "Ich w%26uuml che Ihnen somit eine gute Fahrt. Auf der Autobahn dash; erst auf der Autobahn dash; werden wir anfangen mit dem Kaffeeau chank. De hier i erhalb der Stadt ist das mit den Schwankungen ein bi chen problematisch. Wir wollen nicht, da sich irgendwer verbr%26uuml;ht oder verletzt."
Das Gesch%26auml;ft boomt, seit Anfang letzten Jahres das Sterbegeld abgeschafft wurde dash; jetzt m%26uuml en die Angeh%26ouml;rigen komplett sel t zahlen. Und das wird teuer: Nach einer Studie des Bunds der Steuerzahler fallen f%26uuml;r eine Beisetzung in Deutschland durchschnittlich 3.000 bis 12.000 Euro an. Da lohnt sich die Suche nach Alternativen.
O-Ton: Intere ent "We ich einkaufen gehe, mache ich ja auch einen Preisvergleich. Gucke mir die Angebote an und sel t we ich Millio auml;r w%26auml;re, wo das Geld %26uuml erhaupt keine Rolle ielt, w%26uuml;rde ich immer einen Preisvergleich machen."
O-Ton: hartmut Woite und Intere enten hartmut Woite: "Erschrocken, wie wir damit umgehen?"
Joha a Leistner: %26quot e, eigentlich nicht."
hartmut Woite: %26quot icht schockiert?"
Intere ent: %26quot e."
Nach fast vier Stunden Busfahrt dash; Ankunft am Krematorium in Tschechien. Die ersten vier Leichname werden ausgeladen. In auml;rgen Marke %26quot Ouml;ko" dash; Von Bestatter Woite preisg%26uuml tig in der Ukraine eingekauft.
O-Ton: hartmut Woite und Intere enten hartmut Woite: "We sie in die K%26uuml;hlkammer gehen wollen - m%26uuml en sie nicht, sie k%26ouml en."
"28 geboren, 05?"
Joha a Leistner: "Das ist so dash; gef%26auml;llt mir. W%26uuml;rdevoll sagen wir mal."
Reporterin: "Aber einfach?"
Joha a Leistner: "Ja macht doch nichts. Es mu doch nicht ein ganz pr%26auml;chtiger Sarg sein, f%26uuml;r was de ?"
Die Sydows haben f%26uuml;r die Beisetzung ihre Mutter etwas mehr Geld ausgegeben. Der Sarg in Mahagoni-Optik, Blumen und Trauerfeier kosten extra.
hartmut Woite: "Musik, Frau Woitkova, Musik!"
Die Musik kommt aus dem Computer, die Trauerrede h%26auml;lt der Bruder von Bestatter Woite, ein ehemaliger Polizist. Profi-Grabredner stehen nicht mehr zur Verf%26uuml;gung, seit der Discount-Bestatter aus der I ung ausgeschlo en wurde. Die Berufskollegen fanden Woite piet%26auml;tlos.
O-Ton: hartmut Woite "We wir jetzt den Sarg rei chieben w%26uuml;rden, w%26uuml;rde es eine R%26uuml;ckschlagflamme geben und der, der hier arbeitet, k%26ouml te sich verletzten. Ungef%26auml;hr in f%26uuml f Minuten sind wir soweit, da wir den Sarg in die Kammer geben k%26ouml en."
Die Ei auml cherung ihrer Mutter wollen sich die Sydows nicht mehr a ehen dash; umso mehr Intere e haben die Bestattungstouristen.
O-Ton: Bestattungstouristin "Darf man mal gucken? Darf man wohl mal gucken?"
hartmut Woite nutzt die Gelegenheit, sein neuestes Produkt vorzustellen.
"Das w%26auml;re aber viel Asche."
Die Souvenirurne dash; ein paar Gramm Asche des lieben Angeh%26ouml;rigen zum Mitnachhausenehmen. Das Ganze f%26uuml;r 40 Euro extra.
O-Ton: hartmut Woite "Eine Familie m%26ouml;chte die kleine Urne zur%26uuml;ck haben. Da nehmen wir jetzt etwas Asche raus."
Reporterin: "Was halten sie davon?"
Joha a Leistner: %26quot e ich halte davon nichts. Ich m%26ouml;chte meinen Ma nicht auseinander nehmen."
Andere erkundigen sich vorsichtig, ob es nicht m%26ouml;glich ist, gleich die ganze Urne mit nach hause zu nehmen dash; in Tschechien erlaubt, aber in Deutschland streng verboten.
O-Ton: Intere ent "Also ich k%26ouml te theoretisch sagen, also wi en sie herr Woite, die Urne m%26ouml;chte ich bei mir im Wohnzimmer aufbewahren. Das sage ich nat%26uuml;rlich nicht jetzt so. Logisch. Wir beide w%26uuml;rden dies, das w%26uuml;rde gehen."
uuml ktlich um ei . Gratis-Mittage en dash; der Bestatters hat eingeladen. Joha a Leistner ist zufrieden. Der Ausflug hat ihr bislang gefallen.
O-Ton: Joha a Leistner "Ich habe jetzt ein paar Bilder gemacht, was ja makaber war, aber ich will die einfach meinem Ma zeigen, der hat so was auch noch nicht gesehen. Aber er ist daf%26uuml;r und da machen wir einen Vorvertrag."
Weiter geht%26rsquo zum Friedhof. Etwas a eits gelegen. hartmut Woite hat sich hier ganze Grabfelder reserviert dash; f%26uuml;r seine deutschen Kunden. Die Beisetzungsfeier f%26uuml;r Mutter Sydow nimmt der Bestatter sel t in die hand.
O-Ton: hartmut Woite "Ruhe in Frieden."
Das war%26rsquo .
O-Ton: Joha a Leistner "Ich wei zlig; nicht was hinterher kommt, ob wir u verstehen da oben in der rache. Aber so ist doch egal wo man liegt."
Nur die Grabfelder an der Friedhofsmauer, die gefallen der Katholikin nicht. De da habe man fr%26uuml;her traditionell nur Sel tm%26ouml;rder beigesetzt.
"Und nur der Seite treifen ist...?"
O-Ton: hartmut Woite "Wir nehmen nur den Seite treifen damit wir auch wi en, wie im heutigen Fall, wo liegt in etwa mein Ma ."
15 Uhr. Der Ausflug auml;hert sich dem Ende. Zur%26uuml;ck in den Bus dash; zur%26uuml;ck nach Deutschland.
"Ich hoffe es war so, wie sie es sich vorgestellt haben."
Es ist merklich ruhiger geworden. Doch auch die Sydows sind zufrieden dash; die Bestattungstouristen haben sie nicht weiter gest%26ouml;rt.
O-Ton: Angelika Sydow "Keiner hat u ange rochen und bel%26auml tigt in diesem Si e und auch Fragen gestellt. Im Gegenteil: Sie sind hinterher noch zu u gekommen und haben u noch nette Worte gesagt. Das hat u %26uuml erhaupt nicht gest%26ouml;rt."
Und auch Joha a Leistner hat der Ausflug zugesagt.
O-Ton: Joha a Leistner "Doch mir gef%26auml;llt das. So traurig wie es ist, sagen zu m%26uuml en, aber mir gef%26auml;llt das."
Nur: Das mit der Gra telle an der tschechischen Friedhofsmauer, wo so t oft nur die Sel tm%26ouml;rder liegen, da will sie sich noch mal durch den Kopf gehen la en.
zuletzt aktualisiert: 27. September 2005 | 23:25
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So sieht das Erge is der Gesundheitsreform in einer Facette aus, we das Sterbegeld f%26uuml;r Otto Normal uuml;rger gestrichen wird, f%26uuml;r Abgeordnete aber erhalten bleibt. Der Wert und das Leben des Me chen verk%26uuml;mmert zu einem haufen Asche, nur aus Gr%26uuml den staatlich verordneter arwut um jeden Preis. A o ten ist der Me ch zu Lebzeiten wie im Tod eine handelsware in dieser Gesellschaft. Profit ist das Ma zlig; aller Dinge.
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MDR, Sendung "exakt": Teure Tote - Kampf auf dem Bestattungsmarkt
MDR, Sendung "exakt": Bestatterkrieg
MDR, Sendung "exakt": Die letzten Dinge - We Me chen allein sterben
MDR, Sendung %26quot risant": Mordauftrag - Bestatter wollte Konkurrentin i Grab bringen
MDR, Sendung "Windrose": Tschechien - Gesch%26auml;ft mit dem Tod
MDR, Sendung %26quot ah dra quot;: Tote auf Reisen - Bestattungskultur in Deutschland