Frage:
Weil so unglaublich, dokumentiere ich den Text in voller L%26auml ge:
Quelle: http://www.wsws.org/de/2005/okt2005/be -o06.shtml
Zitat:
Der fr%26uuml;here republikanische Bildungsminister und Pharmaindustrielle William Be ett hat ge%26auml;u zlig;ert, die Verbreche rate in den USA k%26ouml te durch die Abtreibung aller afro-amerikanischer Kinder reduziert werden. Das hat einen Sturm der politischen Entr%26uuml tung ausgel%26ouml t. Demokratische Abgeordnete und uuml;rgerrechtsorganisationen haben eine Entschuldigung verlangt, w%26auml;hrend andere eine A etzung seiner Radiosendung "Guten Morgen Amerika" forderten. In Philadelphia reagierten Eltern und Bildung olitiker mit der Forderung, die Schulbeh%26ouml;rde der Stadt, in der zwei Drittel der Sch%26uuml;ler schwarz sind, solle einen Auftrag %26uuml er drei Millionen Dollar k%26uuml digen, der Anfang des Jahres an K12 Inc. vergeben worden war, eine profitorientierte Firma, an deren itze Be ett steht. Be ett bestimmt die Politik der Republikanischen Partei an zentraler Stelle mit und ist ein f%26uuml;hrender neoko ervativer Ideologe. Obwohl vor zwei Jahren seine ielleide chaft a Licht kam, f%26uuml;r die er Millionen verschwendet, posiert er immer noch als moralisches Gewi en der Nation. Das ist sehr lukrativ, erh%26auml;lt er doch Geld von rechten Stiftungen wie denen von William Scaife und John M. Olin, und die Unterst%26uuml;tzung von Radio- und Fer eha talten, die sehr intere iert sind, seine reaktio auml;ren A ichten zu verbreiten. In seiner Radiosendung vom Mittwoch hatte er gesagt: "Ich wei zlig;, da das stimmt: We man die Verbreche rate senken wollte - und we das das einzige Ziel w%26auml;re -, da k%26ouml te man jedes schwarze Baby im Lande abtreiben, und die Verbreche rate w%26uuml;rde sinken." Er fuhr fort: "Das w%26auml;re nat%26uuml;rlich eine unvorstellbar l%26auml;cherliche und moralisch verwerfliche Sache, aber die Verbreche rate w%26uuml;rde sinken." Bushs Pre e recher verlautbarte in einer kna en Erkl%26auml;rung: "Der Pr%26auml ident h%26auml;lt das nicht f%26uuml;r eine angeme ene %26Auml;u zlig;erung." Die Republikanische Partei reagierte fast gleichlautend. Be ett sel t verteidigte seine Bemerkungen und na te sie "ein politisches Gedanke iel". "Ich habe eine hypothetische Au age gemacht," sagte er. Solche "Gedanke iele" und "hypothetische Au age quot; haben eine lange und a to zlig;ende Geschichte. Theorien %26uuml er "Ra enhygiene" und Eugenik als Mittel zur L%26ouml ung gesellschaftlicher Probleme wurden in rechten politischen und akademischen Kreisen weit diskutiert, bevor sie in Nazi-Deutschland mit der Politik der Ma envernichtung in die Tat umgesetzt wurden. Bezeichnenderweise bezog sich Be ett bei der Verteidigung seiner Bemerkungen direkt auf die soziale Katastrophe, die in Folge des hurrikan Katrina %26uuml er New Orlea und seine %26uuml erwiegend schwarze und arme Bev%26ouml;lkerung herei rach. "Es gab viele Disku ionen %26uuml er Ra e und Verbrechen in New Orlea quot;, sagte er auf ABC News. "Es gab Disku ionen - viele zweifellos unzutreffend -, aber die Medien rangen auf Stories %26uuml er Pl%26uuml derungen, Schie zlig;ereien und marodierende Banden, usw.." "Ohne Zweifel besch%26auml;ftigen u diese Frage quot;, fuhr er fort. "Wir reden in u erer Show eben %26uuml er Dinge, die die Me chen besch%26auml;ftigen... Es tut mir leid, we das Me chen verletzt, wirklich. Aber man sollte nicht sagen, da %26uuml er diesen A ekt des amerikanischen Lebe und der amerikanischen Politik nicht ge rochen werden darf - %26uuml er Ra e und Verbrechen." Wer denkt - nach Katrina - %26uuml er die T%26ouml;tung schwarzer Babys nach? Wer sind die Leute, die %26uuml er die faschistoide Politik %26quot achdenke quot;, die Be ett in seiner Radio-Sendung formuliert? Die meisten, die das Leiden Zehntausender - und den Tod hunderter - miterlebt haben, die bei der Evakuierung ohne Nahrung, Wa er, Medikamente oder Tra ortmittel sich sel t %26uuml erla en blieben, reagierten mit Entsetzen und Em ouml;rung auf das v%26ouml;llige Versagen der amerikanischen Regierung und der amerikanischen Gesellschaft. Aber ein nicht unerheblicher Teil der amerikanischen Elite und ihrer politischen Repr%26auml entanten haben die Opfer sel t f%26uuml;r das Chaos in New Orlea verantwortlich gemacht und daraus die reaktio auml;rsten Schlu folgerungen gezogen. Nur einen Tag nach Be ets Bemerkungen im Radio ver%26ouml;ffentlichte das Wall Street Journal einen l%26auml geren Kommentar von Charles Murray, dem Autor des ber%26uuml;chtigten, eudowi e chaftlichen und ra istischen Traktats The Bell Curve. Die Ausrichtung dieses vor zehn Jahren ver%26ouml;ffentlichten Buches ist die unverh%26uuml;llte Verteidigung sozialer Ungleichheit. Murray macht f%26uuml;r Reichtum und Armut %26uuml erlegene bzw. minderwertige genetische Anlagen verantwortlich, die sich in den jeweiligen intellektuellen F%26auml;higkeiten ausdr%26uuml;cken. Die politische Ko equenz ist die Ablehnung jeder Sozialpolitik, die auf die Verringerung sozialer Ungerechtigkeiten und auf die F%26ouml;rderung demokratischer Werte abzielt. Murray reagierte auf die unverge lichen Bilder me chlichen Leids nach der Katrina-Katastrophe mit einem Artikel unter dem Titel "Das Ke zeichen der Unterkla e", in dem er erkl%26auml;rt, der hurrikan habe nur gezeigt, da "die Unterkla e in den Jahren zugenommen hat, in denen sie ignoriert wurde". Die Bilder von New Orlea , schreibt er, "zeigen u das Gesicht des eigentlichen Problems: das Gesicht der Pl%26uuml derer, der Schl%26auml;ger, und die Gesichter der schwerf%26auml;lligen Frauen, die nichts f%26uuml;r sich sel t oder ihre Kinder tun. Das ist die Unterkla e." Murrays Argumente, die darauf abzielen eine Gesellschaft chicht darzustellen, die nicht mehr zu retten sei, sind in sich wider r%26uuml;chlich und st%26uuml;tzen sich auf groteske Verzerrungen der Realit%26auml;t. Er behauptet zum Bei iel, da , obwohl die Kriminalit%26auml;tsrate seit mehr als einem Jahrzehnt st%26auml dig zur%26uuml;ckgegangen ist, "die Kriminalit%26auml;t immer weiter gestiege quot; sei. Warum? Weil die Anzahl der Gef%26auml gnisi a en im Vergleich zur Gesamtbev%26ouml;lkerung in den vergangenen 25 Jahren geradezu explodiert ist. Da der gr%26ouml zlig;te Teil dieser Zunahme aus gewaltlosen Vergehen und der drastischen Versch%26auml;rfung der Urteile f%26uuml;r geringf%26uuml;gige Drogenvergehen resultiert, ist f%26uuml;r Murray keine Erw%26auml;hnung wert. Er behauptet da , es gebe junge, m%26auml liche Erwachsene die %26quot icht sozialisierbar" seien, weil die Zahl derjenigen, die nicht mehr aktiv nach Arbeit suchen, zugenommen hat. Das die Bezahlung f%26uuml;r neue Arbeit l%26auml;tze noch viel st%26auml;rker gesunken ist, findet wiederum keine Erw%26auml;hnung. Da wendet er sich einem Thema zu, das bei rechten Ideologen und eudo-Moralisten, wie er sel t und Be ett es sind, besonders beliebt ist: der Rate au zlig;erehelicher Kinder bei Schwarzen und allgemein %26quot iedrigen Einkomme gru e quot;. Andere statistische Daten intere ieren Murray dagegen nicht. Er erw%26auml;hnt nicht die neuen Daten des amerikanischen Statistischen Bundesamtes, die einen starken A tieg der Armut im vierten Jahr nacheinander anzeigen. Mehr als dreizehn Millionen amerikanische Kinder leben in Armut, ein A tieg um 12,8 Prozent in den letzten vier Jahren. Bei mehr als sieben von zehn dieser Kinder hatte mindeste ein Elternteil Arbeit, viele von ihnen arbeiten f%26uuml;r den Mindestlohn, der seit acht Jahren nicht mehr angehoben wurde. Auf Grundlage seiner selektiv ausgew%26auml;hlten Statistiken schlie zlig;t Murray, da kein Regierung rogramm die Lebe edingungen der Dutzenden Millionen Amerikaner verbe ern ka , die unterhalb der l%26auml;cherlich niedrigen offiziellen Armutsgrenze leben. Er schreibt: "Au ildung? Die Arbeitslosigkeit der Unterkla e liegt nicht am Mangel an Arbeit l%26auml;tzen oder mangelnder Au ildung, sondern an ihrer Unf%26auml;higkeit, jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Ein Programm zur Schaffung von Wohneigentum? Der geringe Umfang an Wohneigentum liegt nicht an der Unm%26ouml;glichkeit, von dem mageren Einkommen genug zu aren, sondern daran, da ihnen das Konzept des are sel t fremd ist. Es ist schon alles versucht worden. Es funktioniert bei der Unterkla e nicht." Seine Schlu folgerung: Man ka nichts machen, weil Armut, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, fehlende Krankenversicherung und all die gesellschaftlichen %26Uuml el, von denen gro zlig;e Teile der arbeitenden Bev%26ouml;lkerung in Amerika betroffen sind, lediglich %26Auml;u zlig;erungen ihres eigenen %26quot el t-zerst%26ouml;rerische quot; Verhalte sind. Die Verbindung zwischen Murrays Theorien und Be etts "Gedanke iele quot; ist offe ichtlich. We eine ganze Schicht der Gesellschaft aus genetischen Gr%26uuml den dauerhaft zur "Unterkla e" verdammt ist, eine hoffnungslose und st%26auml dige Ursache von Kriminalit%26auml;t und gesellschaftlichem Chaos, wen wundert es da , da in der herrschenden Elite "Endl%26ouml unge quot; er thaft als "hypothetische Au age quot; diskutiert werden? In Wirklichkeit hat der hurrikan Katrina den Niedergang eines Gesellschaft ystems a Licht gebracht, das sich auf privaten Profit und die Anh%26auml;ufung per ouml lichen Reichtums auf Kosten der Gesamtgesellschaft st%26uuml;tzt. Au zlig;erdem hat er die enorme soziale Polarisierung zwischen Reichtum und Armut in Amerika offen gelegt - einen Abgrund, der seit Jahrzehnten immer weiter auseinander klafft. Diese bittere gesellschaftliche und Kla enrealit%26auml;t hat unausweichliche revolutio auml;re Ko equenzen, die der amerikanischen herrschenden Plutokratie nicht verborgen geblieben sind. Ihre Reaktion wird nicht in einer Neuauflage des Sozialreformismus oder wachsender Sorge um eine neue Generation des "verge enen Amerika" bestehen. Im Gegenteil wendet sie sich nur umso sch%26auml;rfer nach rechts, nimmt die reaktio auml;rsten Ideologien auf und st%26uuml;tzt sich umso st%26auml;rker auf die staatliche Gewalt von Polizei und Milit%26auml;r. Das Wiederaufleben solcher faschistoiden Konzepte, wie sie Be ett und Murray vertreten, ist nach den Zerst%26ouml;rungen von hurrikan Katrina eine er te Warnung an die amerikanische Bev%26ouml;lkerung: Der Kla engege atz und die sozialen Konflikte zwischen der superreichen Oligarchie und der breiten, arbeitenden Bev%26ouml;lkerungsmehrheit sind so scharf geworden, da sie im herk%26ouml;mmlichen, politischen und verfa ungsm%26auml zlig;igen Rahmen nicht mehr %26uuml erwunden werden k%26ouml en.
Nun also scheint die ge%26auml;chtete Lehre des Sozialdarwinismus, mit all ihren Thesen vom Ra en- und Kla enkampf, herrenme chentum und Endl%26ouml ungsfrage, wieder Einzug in die renommierten Kreise u erer Gesellschaft zu finden.
%26Uuml erraschend ist es kaum, zumal die nat%26uuml;rliche Selektion und das "Recht des St%26auml;rkere quot;, gerade in den USA, Maximen der I en- und Au zlig;e olitik sind. Geschlo en ist das Weltbild der US-amerikanischen Administration (und deren Vorg%26auml ger) durchaus: Selektiert im I eren ein fehlendes soziales Netz unterprivilegierte Kreise, und entzieht ihnen au zlig;erdem die Gesetzgebung Rechte, so sind es im %26Auml;u zlig;eren die schw%26auml;cheren Nationen (oft als %26quot churke taate quot; tituliert), die sanktioniert werden, mit Embargos %26quot eschert" und Angriffskriegen zum Opfer fallen. Das hehre, das Edle, die gute A icht allerdings, wird immer siegen - es ist daher Aufgabe eines jeden, da zlig; dieses Gute sich %26uuml er das Schw%26auml;chere hinwegsetzt.
Die zur%26uuml;ckhaltende Variante sozialdarwinistischer Bestrebungen sind durchaus in Europa vorzufinden. Zwar hat man den ra istischen Unterton aufgrund deutscher (und euro auml;ischer) Erfahrung tunlichst "herausgestriche quot;, doch der nat%26uuml;rliche Kampf der Kla en, quasi die Sel tzerfleischung der gesamten Gesellschaft, hat als hauptmerkmal %26uuml erlebt und kommt heute mehr de je zur Geltung.
Die Ausf%26uuml;hrungen Murrays zur Arbeitsmoral, ist im Kerne nicht fremd der Auffa ung deutscher Eliten - nicht Arbeit latzmangel, sondern per ouml liche Faulheit w%26auml;ren die Ursache allen %26Uuml els. Darauf l%26auml zlig;t sich die gesamte Arbeitsmarktpolitik der deutschen Regierung zur%26uuml;ckf%26uuml;hren, und gerade Wirtschaftsminister Clement offe arte sich als Verfechter dieser Theorie.
Ganz fremd sind u also US-amerikanische Neoko ervative nicht, lediglich die Komponente "Ra e" hat der Geschichte Tribut gezollt. Doch auch hier gilt: Geschichte ist nicht finalistisch und ein R%26uuml;ckschritt in ra istisches Gebaren ist durchaus nicht auf alle Zeit verba t.
Was man gemeinhin als Neoliberalismus bezeichnet, ist lediglich ein wirres Konzept wirtschaftlicher, teils gesellschaftlicher Forderungen und Utopien, welches eigentlich keinen gemei amen, erreichbaren Ne er in sich wohnen hat. Es ist daher nicht zuf%26auml;llig, we breite Kreise vom %26quot eoliberalen Wah i quot; rechen.
Der Neoko ervatismus allerdings birgt ein geschliffenes Weltbild, welches religi%26ouml , puritanisch, bigott, moralvertretend und selektiv erscheint. Alle Bereiche des Lebe werden involviert, um das Gesamtbild einer Welt neoko ervativer Pr%26auml;gung zu verwirklichen. Im Bereich der Wirtschaft olitik allerdings, gew%26auml;hrt man dem neoliberalen Wah i freie hand, weil man erke en mu zlig;te, da zlig; die Ziele im Grunde identisch sind.
Au ahmef%26auml;lle, alternative Lebe formen und -weisen, Individuum treben gibt es im Ko ervatismus nicht, oder nur bedingt. Stattde en wirbt man mit einer gewi en Art der Gleischschaltung: Warum homosexualit%26auml;t tolerieren, k%26ouml te der Betreffende doch moralisch korrekt leben? Warum alleinerziehende Mutter sein, h%26auml;tte die Betreffende doch nur die Z%26uuml;chtigungen des (Ehe)-ma es ertragen? Warum sich Gedanken zur Philosophie machen, freigeistig t%26auml;tig sein, gibt es doch genug ko ervative Literatur? - Tat auml;chlich findet sich auch hier ein faschistischer Leitgedanken, alles und jeden einen bestimmten Mechanismus, zwar mit kna en Toleranzraum, zu unterwerfen und ihn einer Gesamtheit gleichzuschalten - Au ahmef%26auml;lle sollen keine Regelf%26auml;lle sein, deshalb sind sie zu unterbinden.
Zwar gibt man sich liberal, l%26auml zlig;t jeden seine Entscheidung treffen, doch ist diese Entscheidung in Augen der %26quot ittenw%26auml;chter" nicht gleichgeschaltet, hat er die Folgen (meist finanzieller Art) sel t zu tragen - das ist der Ruf der Freiheit, welchen der Liberalismus und Ko ervatismus - diese ei tigen Widersacher - ver rechen.
Auch das Bild der unterprivilegierten Kla en zeugt von mangelnder Differenzierung. Im %26quot iel" des Kla enkampfes betrachtet man Gewi er und Verlierer, f%26uuml;hrt dabei diesen Status auf genetische Ursachen zur%26uuml;ck. Da aber "das Starke" in der Natur keine R%26uuml;cksicht auf "das Schwache" nehmen ka , da Ersterer so t seine Grundlage zum %26Uuml erleben gef%26auml;hrdet, mu zlig; er %26uuml er Zweiteren gnadenlos hinwegsehen. "Das Schwache" habe sich %26uuml erlebt und ist seines "handica quot; sel t verantwortlich, zumal keine Bereitschaft erke ar wird, da zlig; "das Schwache", den Weg in die h%26auml;ren "des Starke quot; antritt, um sich sel t am Schopfe aus der Misere herauszuziehen - schlie zlig;lich liegt "das Schwache" in Agonie und h%26auml;tte keine Kraft dazu.
hier wedelt der Schwanz mit dem hund, we man glaubt, die Verlierer des Wirtschaftskreislaufes als minderwertige Individuen darzustellen zu m%26uuml en, um die Ursachen der Not in deren eigenen Schuhe zu schieben. W%26uuml;rde der hund mit dem Schwanz wedeln, so m%26uuml zlig;te man erke en, da zlig; diese vermeintlichen Schwachen, Opfer nicht %26uuml erlebte Individuen sind.
Makaber sei angemerkt: "Das Starke" mu zlig; also, um zu %26uuml erleben, %26uuml er "die Schwache quot; hinwegsehen. Da dies aber weder religi%26ouml noch humanit%26auml;r zu vertreten ist, k%26ouml te man die Beseitigung dieser %26quot chwache quot; als Die t am %26quot uuml erlebten Subjekt" a ehen. Schei ar beke t sich der neoko ervative Darwinismus dazu, mit einer Endl%26ouml ung - wie gefordert/durchdacht - den Verlierern des Mechanismus einen Gefallen zu tun. Immerhin m%26uuml zlig;ten sie so der allt%26auml;glichen Ignoranz der Gewi er nicht begegnen. So versteht sich also der neue Ko ervatismus als Samariter am Mitme chen.
Schmarotzerdebatte, Sozialdemontage, Schutzhaft al%26aacute; Beckstein/Schily (hier herrscht partei%26uuml ergreifend eitel Einigkeit), Kampf gegen Links - nur erste Anzeichen einer Radikalisierung der demokratischen Gesellschaften. Der Faschismus al%26aacute; Mu olini und hitler - mit seinen Ma enkundgebungen, seiner uuml delung der jugendlichen Energien, seiner "famil%26auml;re quot; Nation, seinem F%26uuml;hrerkult, seiner Aggre ion zur Be auml ftigung der Volk eele, seinem uniformierten Alltag, seinem Auserw%26auml;hltheitsmythos, seinem staatlichen Expa io drang - hat das Zeitliche gesegnet; der Faschismus als Dasei form eines entarteten Kapitalismus neuerer Pr%26auml;gung, wird seinen Siegeszug noch antreten. Wehe dem, der es untersch%26auml;tzt...
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dquo;Diese Verh%26auml;ltni e sind nicht die von Individuum zu Individuum, sondern die von Arbeiter zu Kapitalist... Streicht diese Verh%26auml;ltni e, und ihr habt die ganze Gesellschaft aufgehoben.%26ldquo;
--- Karl Marx, "Das Elend der Philosophie" ---
Antwort :
Nicht genau das Thema - aber wom%26ouml;glich pa t meine Erg%26auml zung de och in den Themenkreis "faschistoide Z%26uuml;ge der Diktatur in den USA"? (Sah das im schweizerischen TV.)
Zwei Beitr%26auml;ge diese Woche nacheinander:
1.)
Pr%26auml i Bush h%26auml;lt eine A rache an das amerikanische Volk. Er rechtfertigt das Eingreifen der USA in Afghanistan und im Irak. Ebe o rechtfertigt er die Vertretung der Sicherheitsintere en der USA, we es um die "Gefahr" Iran geht.
Zitat Bush:
Die USA werden alle Ma zlig ahmen ergreifen, um ein "radikalislamisches Machtimperium" welches sich von Asien bis Nordafrika erstreckt zu verhindern, da die Welt vor Terror gesch%26uuml;tzt werden m%26uuml e.
(Als optische Untermalung dazu Landkarten mit Symbolen in all den L%26auml dern, wo die USA Milit%26auml;rst%26uuml;tzpunkte unterhalten und wo zumindest amerikanische Milit%26auml;rberater aktiv sind. Desweiteren aktuelle Filmaufnahmen unter dem Titel "Die Amerikaner siegen mal wieder" - gezeigt wurde hier die aktuelle Operation "Eiserne Faust" an der nordwestlich Grenze des Irak zu Syrien.)
Im Anhang wurde erw%26auml;hnt, da sich u. a. der amerikanische R%26uuml tungskonzern %26quot orthro quot; %26uuml er zahlreiche Auftr%26auml;ge und Forschungen f%26uuml;r Neuentwicklungen "freut".
2.)
In den USA ein v%26ouml;llig unau rechliches Thema: Kriegsdie tverweigerer - wird in den i eramerikanischen Medien totgeschwiegen, bzw., we es schon sein mu , werden die Kriegsdie tverweigerer und Deserteure als unehrenhaft verh%26ouml;hnt.
Allein in diesem Jahr gab es schon rd. 900 F%26auml;lle (das ist nur die beka te offizielle Anzahl) bez%26uuml;glich Deserteuren und Kriegsdie tverweigerern. Da in den USA z. B. bei Deserteuren mindeste 5 Jahre haft vorgesehen sind (in "Kriegszeite quot; ka hierf%26uuml;r sogar die Tode trafe verh%26auml gt werden), fl%26uuml;chten die Leute mit Familie unter Zur%26uuml;ckla ung fast des ganzen per ouml lichen Eigentums nach Kanada. Viele d%26uuml;rfen dort bleiben, werden sie zur%26uuml;ckgewiesen so m%26uuml en sie irgendwo %26uuml er Jahre hinweg "abtauche quot;, da die "h%26auml cher" rigoros mit allen Mitteln nach ihnen suchen.
Noch andere Freuden h%26auml;lt UNCLE SAM, also die USA f%26uuml;r Kriegsdie tverweigerer bereit:
- Antr%26auml;ge auf Kriegsdie tverweigerung werden verz%26ouml;gert bearbeitet oder "kommen abhande quot;. Wer sich evtl. vor Jahren schon bei der Army gemeldet hat (also, wo die heutige Situation noch nicht a ehbar war) und gemustert bzw. ausgebildet wurde, der kommt erst einmal f%26uuml;r 6 Monate in den Nahen Osten, bevor man evtl. (falls er lebend zur%26uuml;ck kommt) seinen 2. oder 3. Neuantrag auf Kriegsdie tverweigerung bearbeitet.
- Die USA haben ein neues Gesetz und k%26ouml en in "Kriegszeite quot; ei eitig die Die tdauer von Personal der Army und Nationalgarde verl%26auml gern. Es trifft bevorzugt solches Personal, welches 2 oder 3 Jahren Die tverpflichtungszeit bis auf 1 oder 2 Monate vollst%26auml dig abgeleistet hat. Unter Anwendung des neuen Gesetzes (im Volksmund %26quot lock Staff" gena t - frei %26uuml ersetzt %26quot ersonal beschlagnahme quot;) wird den Soldaten mitgeteilt, da man deren Die tzeit verl%26auml gert, sie in eine andere Einheit versetzt die direkt im "Kriegsei atz" ist (das ist auml;mlich die Vorau etzung f%26uuml;r die Verl%26auml gerung der Die tzeit) und sie in 1 oder 2 Wochen f%26uuml;r 6 Monate in den Irak oder so twohin tra ortiert werden.
(Anmerkung: Fein ja? Sehr demokratisch, was da im sel terna ten Mutterland der Demokratie und Freiheit abgeht.)
Grund f%26uuml;r all das ist die Personalkna heit. Die Anwerber der US-Forces finden kaum noch Freiwillige, die sich verpflichten la en. Ein Anwerber wurde gefilmt, wie er Tag f%26uuml;r Tag Superm%26auml;rkte, Flugh%26auml;fen, Coffeesho usw. in Uniform aufsuchte um dort mit den tollsten Ver rechungen f%26uuml;r die berufliche Zukunft (Vater Staat bezahlt die komplette Au ildung mit ezialisierung, sorgt f%26uuml;r nachtr%26auml;gliche h%26ouml;chste Schula chl%26uuml e, jeden Monat gibt%26acute ein Supergehalt usw.) - und bei wankelm%26uuml;tigen evtl. Rekruten zahlt man noch bis zu 20.000 US$ auf die hand, we er sich da verpflichtet.
Die Anwerber stehen unter einem Wah i druck - pro Tag m%26uuml en sie die Idealzahl von ca. 15 Anwerbungen erbringen. (Dies scheint wohl nicht mehr zu gelingen, da dieser Anwerber nur mit %26quot la, bla ..." auf Fragen in diese Richtung antwortete bzw. auswich.
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Alle von mir get%26auml;tigten Au agen/Antworten/Kommentare ent rechen lediglich meiner per ouml lichen Meinung und stellen keinerlei Recht eratung dar.
Antwort :
und we alles nichts hilft da das:
Franz Schandl
Irgendwer-irgendwo-irgendwa
Die USA %26uuml erlegen den atomaren Erstschlag
Kaum in den Medien, war die Botschaft auch schon wieder vom Tisch. Dabei war es die wichtigste Ank%26uuml digung der letzten Woche. Die Vereinigten Staaten von Amerika erw%26auml;gen den atomaren Erstschlag. Die offe ive Drohung mit dem Erstschlag ist ein Tabubruch sui generis. A olut barbarisch, noch barbarischer als der Bau der Bombe sel t. Es verdeutlicht den %26Uuml ergang von der A chreckung zum Schrekken. Die gr%26ouml zlig;ten Terroristen sind jene, die solches andenken und im Zweifelsfalle auch ausf%26uuml;hren. Zweifellos gibt es Wah i igere als Bush oder Rumsfeld, aber kaum jemanden, der auf solch einem Waffenarsenal sitzt. We es sein mu zlig;, hauen die die Welt zusammen. Sie wi en zwar nicht, was sie sagen, aber sie sagen es aus %26Uuml erzeugung.
Was k%26ouml te da wo bombardiert werden? Afghanistan oder hamburg, das Westjordanland oder gar Chicago? Die Terroristen sind doch %26uuml erall. Sel t die saudischen Prinzen, die besonderen Freunde und Gesch%26auml;ft artner der USA, m%26uuml en nun wohl zittern, ist doch gerade ihr Land die gr%26ouml zlig;te Brutst%26auml;tte islamistischen Terrors. Durchgeknallte Dokumente einiger Moslemfanatiker k%26ouml en da als Vorwand dienen. Sie zu finden wird nicht schwierig sein, und notfalls ka man sie auch erfinden. So wie die Ma envernichtungswaffen des Irak. Aber zweifellos, Saddam h%26auml;tte sie irgendwa bauen k%26ouml en. Auch Castro oder Ch%26aacute;vez k%26ouml ten irgendwo was hinterh%26auml;ltiges vorbereiten. Irgendwie mu zlig; man sich wehren, bevor es zu auml;t ist! Keine Verd%26auml;chtigung, die sich nicht via Medienindustrie zur hysterie aufblasen lie zlig;e.
Sollte tat auml;chlich die Atombombe fallen, da wird das weder dem Terrorismus schaden noch die Zivilisation f%26ouml;rdern. Im Gegenteil, solche Akte werden zur weiteren Barbarisierung des Planeten beitragen und zu einer noch nie da gewesenen Welle der Gewalt f%26uuml;hren. Am allerwenigsten ersch%26uuml;ttert diese Drohung %26uuml rige potenzielle Sel tmordattent%26auml;ter, im Gegenteil, das geilt diese nur auf, steigert doch die Atombombe das Sel twertgef%26uuml;hl und damit sicherlich auch die Zahl der im Je eits wartenden Jungfrauen. Tode eh uuml;chtig sind freilich nicht nur jene, sondern auch ein Staat, der seine Interventionen %26raquo;Enduring freedom%26laquo; und %26raquo;Infinite justice%26laquo; bene t. So l%26auml;uft es auf die freiheitliche Pointe hinaus: Allen ist alles egal.
Das Unwesen der gr%26ouml zlig;ten kapitalistischen Staatsmacht, der USA, ist jedenfalls keine Projektion ihrer Kritiker, es ist blutiger Er t. Da zlig; Nagasaki, der Korea- oder der Vietnamkrieg stattgefunden haben, ist keine halluzination, sondern Tatsache, die nur blindw%26uuml;tige Parteig%26auml ger des Okzidents als Verteidigung der Freiheit verkaufen k%26ouml en. Inhaltliche Debatten %26uuml er die Rolle der US-Politik werden hierzulande allerdings erschwert bis verunm%26ouml;glicht %26uuml er solche %26uuml er Antiamerikanismus. Nicht nur %26uuml er den reellen, sondern zusehends auch %26uuml er den eingebildeten. Das ist zweifellos ein do eltes %26Auml;rgernis. Letzterer f%26uuml;hrt dazu, jede Kritik an den USA in eine Debatte %26uuml er den Antiamerikanismus zu tra formieren. Die liberale Journaille (inklusive exlinkem A endix) versteht sich virtuos auf diese Technik. Da wird da nicht mehr %26uuml er die Atombombe ge rochen, sondern allen Kritikern Re entiments unterstellt. Da reicht es oft aus, we Nazis ebenfalls gegen amerikanische Atombomben auftreten, flugs wird man einer Querfront zugerechnet. We Faschisten sich gegen die USA wenden, legitimiert das doch nicht deren Politik. Das alles ist aber zu kompliziert f%26uuml;r die Freiheitsk%26auml;mpfer im Reich der einfachen Feindbilder. Chic ist es hingegen US-amerikanische Invasionen zu bef%26uuml;rworten.
Die anti-antiamerikanische hysterisierung ist einmal mehr der Versuch, aus Kritikern des Kapitalismus Bef%26uuml;rworter zu machen. Der Antiamerikanismus ist ein %26Uuml el. Der Proamerikanismus ebe o. Manchmal sogar ein gr%26ouml zlig;eres.
Zoe hat dieses Bild angeh%26auml gt:
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NUR WER KRIEChT KA NIChT STOLPERN