Frage:
Chefduzen.de und diverse andere Foren und Plattformen d%26uuml;rfen schlie zlig;en: Es ist eigentlich alles in Ordnung in diesem Lande. Zumindest we man Folgendes zu Gem%26uuml;te f%26uuml;hrt:
Zitat:
hartz IV
Die M%26auml;r vom gro zlig;en Soziala au
Von Carsten Germis
Der Protest war heftig. Vom dquo;gr%26ouml zlig;ten Soziala au in der Geschichte der Bundesrepublik%26rdquo; war die Rede, als vor genau einem Jahr die hartz- IV-Reform in Kraft trat. dquo;hartz IV ist Armut per Gesetz%26rdquo;, riefen die Demo tranten. Montag f%26uuml;r Montag versammelten sie sich, um gegen die Reform zu protestieren.
Die Wirklichkeit sieht ein Jahr auml;ter anders aus. Statt Soziala au bringt hartz IV f%26uuml;r viele sogar mehr Geld in der haushaltska e. Gerhard Schr%26ouml;der hat das als Bundeskanzler immer gesagt. Zum Soziala au ist hartz IV erst von denen erfolgreich umgedeutet worden, die vom alten Besitzstandsdenken nicht la en wollen. dquo;Wer vor einem Jahr gesagt hat, mit hartz IV kehre in Deutschland die Verarmung und soziale Eisesk%26auml;lte ein, der wird zugeben m%26uuml en, da zlig; das f%26uuml;r den gr%26ouml zlig;ten Teil der Betroffenen nicht so ist%26rdquo;, h%26auml;lt der W%26uuml;rzburger %26Ouml;konom Norbert Berthold ihnen entgegen.
Wohlfahrt taatliche Umverteilung
Die angebliche Sozialk%26uuml;rzung entpu t sich sogar als gr%26ouml zlig;te wohlfahrt taatliche Umverteilung seit langem. Das hat Folgen f%26uuml;r den Staatshaushalt: Statt der ur r%26uuml glich geplanten 14,6 Milliarden Euro wird das Arbeitslosengeld II die Steuerzahler nach neuesten Sch%26auml;tzungen von Arbeitsminister Franz M%26uuml tefering ( D) rund 25,6 Milliarden Euro kosten.
Vor allem f%26uuml;r arbeitsf%26auml;hige Sozialhilfeempf%26auml ger hat sich die Situation mit der Einf%26uuml;hrung des neuen Arbeitslosengeldes II verbe ert. Einmalige Leistungen, die sie fr%26uuml;her von Fall zu Fall gesondert beantragen mu zlig;ten, bekommen sie jetzt regelm%26auml zlig;ig - daf%26uuml;r wurden die Regel auml;tze angehoben. Monatlich gibt es also mehr in die haushaltska e. Und neben der Regelleistung von 345 Euro im Monat %26uuml ernehmen die Arbeitsagenturen Miete und Nebenkosten und zahlen die Sozialversicherung eitr%26auml;ge.
Gewi er der Reform
Auch unter denen, die vor hartz IV Arbeitslosenhilfe bekamen, stellen sich sehr viele jetzt be er. Zu dem Erge is kommt das I titut f%26uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur f%26uuml;r Arbeit (IAB) in ersten Simulatio rechnungen. Vor allem Alleinerziehende erhalten mit hartz IV mehr Geld als vorher. 62 Prozent von ihnen seien Gewi er der Reform, stellt das IAB fest - dem man gewi zlig; keine ei eitige Parteinahme vorwerfen ka . Das gleiche gilt f%26uuml;r 54 Prozent der Paare mit Kindern, die auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind.
Das Gesamtniveau der Mindestsicherung f%26uuml;r arbeitsf%26auml;hige Tra ferempf%26auml ger wurde also eher gehoben als gesenkt. dquo;In vielen F%26auml;llen stehen die Betroffenen heute be er da als vorher. Verlierer sind dagegen diejenigen, die vorher eine relativ hohe Arbeitslosenhilfe bezogen haben, und Paare, bei denen einer der Partner Arbeit hat und jetzt f%26uuml;r den anderen aufkommen mu zlig rdquo;, sagt Norbert Berthold. Viele Paare tre en sich deswegen - zumindest auf dem Papier. Allein zwischen Februar und September kletterte die Zahl der alleinlebenden Empf%26auml ger von Arbeitslosengeld II um 300.000.
endierte M%26ouml el
Bei den haushalten, die zu den Gewi ern geh%26ouml;ren, dquo;erh%26ouml;ht sich durch die neue Leistung das Nettoeinkommen um etwa zw%26ouml;lf Prozent%26rdquo;, stellt das IAB fest. Deutlich mehr in der Tasche haben vor allem junge Arbeitslose. Wer vollj%26auml;hrig ist und bei den Eltern auszieht, hat nicht nur A ruch auf den vollen Satz Arbeitslosengeld II. Er bekommt Miete und Nebenkosten f%26uuml;r die neue Wohnung bezahlt, mu zlig; sich nicht darum k%26uuml;mmern, wie hoch die Nebenkosten sind - und bei der Kaution hilft das Arbeitsamt. Wer keine eigenen M%26ouml el hat, dem endiert der Steuerzahler sogar die Erstau tattung.
Kein Wunder, da zlig; die Zahl der Jugendlichen, die sich arbeitslos gemeldet haben, allein zwischen April und September um fast 100.000 gestiegen ist. Mit elf Milliarden Euro Kosten f%26uuml;r die Unterkunft hatte die Bundesregierung gerechnet. Es werden am Ende wohl 12,2 Milliarden Euro werden. 3,5 Milliarden davon zahlt der Bundesfinanzminister.
Keine Anreize zur Arbeitsaufnahme
Diese Ausweitung der Tra fers hat Ko equenzen. Wer gerade f%26uuml;r gering Qualifizierte die Tra ferleistungen ausweitet, der zementiert damit die Arbeitslosigkeit in dieser Gru e. dquo;hartz IV bringt f%26uuml;r viele der gering qualifizierten Arbeitslosen - gerade mit zunehmender Familiengr%26ouml zlig;e - so hohe Tra fereinkommen, da zlig; es Anreize zur Arbeitsaufnahme praktisch nicht gibt%26rdquo;, sagt Berthold. Erste Untersuchungen des IAB best%26auml;tigen das.
Mit den Ein-Euro-Jo sieht hartz IV ein I trument vor, mit dem vor allem schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose an den Arbeitsmarkt herangef%26uuml;hrt werden sollen. Wer einen solchen Job a immt, bekommt neben seinem Arbeitslosengeld eine dquo;Mehraufwandsentsch%26auml;digung%26rdquo; bis 1,50 Euro die Stunde. Ziel ist, rund 600.000 solcher Arbeitsgelegenheiten zu schaffen.
In der Arbeitslosigkeit verharren
Wer zwei Kinder hat und f%26uuml;r seine Familie Arbeitslosengeld II bezieht, kommt mit einem Ein-Euro-Job auf einen Brutto-Stundenlohn, der zwischen 8,56 und 12,16 Euro liegt. dquo;Das liegt f%26uuml;r viele gering Qualifizierte %26uuml er dem am Markt zu erzielenden Brutto-Stundenlohn. Der Anreiz, eine Arbeit aufzunehmen, ist in diesen F%26auml;llen relativ begrenzt%26rdquo;, rechnet Berthold vor. Die Leistungen aus Arbeitslosengeld II und Ein-Euro-Jo summieren sich von 857 f%26uuml;r einen Allei tehenden bis 2.209 Euro f%26uuml;r eine Familie mit zwei Kindern.
Um da elbe Einkommen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu beziehen, m%26uuml zlig;ten Brutto-Stundenl%26ouml;hne von 6,10 bis 10,90 Euro erzielt werden. Vor allem f%26uuml;r Familienv%26auml;ter mit Kindern l%26auml;gen die Tra ferleistungen an der Obergrenze de en, dquo;was momentan auf Ei tieg ositionen mit niedrigen Qualifikatio anforderungen verdient werden ka rdquo;, berichtet auch das IAB. Die Folge: Die Langzeitarbeitslosen verharren in der Arbeitslosigkeit.
Der kalte Wind des Soziala aus?
Der Sachverst%26auml digenrat hat diese Entwicklung im Jahresgutachten deutlich kritisiert. Er will die Regel auml;tze f%26uuml;r arbeitsf%26auml;hige Bezieher von Arbeitslosengeld II senken. Es soll also genau das pa ieren, was %26uuml er hartz IV immer gesagt wurde, aber so nie im Gesetz stand: Sozialleistungen werden uuml;rbar gek%26uuml;rzt. Ratsmitglied Wolfgang Franz sagt, warum. dquo;Es darf nicht sein, da zlig; man mit Arbeitslosengeld II und den sogena ten Ein-Euro-Jo mehr verdienen ka als auf dem ersten Arbeitsmarkt.%26rdquo;
Ist das da der kalte Wind des Soziala aus? Nein, Arbeitslose w%26uuml;rden finanziell sogar be er dastehen. Im Gegenzug sollen ihre eigenen Arbeitseinkommen nicht sofort so stark zu einer K%26uuml;rzung der Unterst%26uuml;tzung f%26uuml;hren. Es g%26auml e auf diesem Weg Anreize, auch schlechter bezahlte Arbeit anzunehmen - und am Ende w%26auml;re doch mehr Geld in der Ka e.
"Zitat.Der Sachverst%26auml digenrat hat diese Entwicklung im Jahresgutachten deutlich kritisiert.
um die ganze desolate korrupte sache/ geschichte zu durchleuchten
Rund zwei Drittel der Bildschirmarbeitskr%26auml;fte klagen %26uuml er R%26uuml;cke robleme, etwa 40 Prozent %26uuml er Auge eschwerden.
We der R%26uuml;cken schmerzt, ielen auch ychische Belastungen eine gro zlig;e Rolle, wie Untersuchungen zeigen.
Durch weniger Zeitdruck, mehr Anerke ung bei der Arbeit sowie handlung ielr%26auml;umen statt starrer Vorgaben usw. wird die Arbeit befriedigender gestaltet.
Damit la en sich auch Arbeit elastungen be er bew%26auml;ltigen.
In der Regel sind die Besch%26auml;ftigten Mehrfachbelastungen ausgesetzt.
Die f%26uuml;r die Computerarbeit typischen Beschwerden nehmen mit der Dauer der T%26auml;tigkeit zu und sie sind abh%26auml gig von der Art der Bildschirmarbeit.
Seit der nahezu fl%26auml;chendeckenden Einf%26uuml;hrung von Computern hat sich f%26uuml;r die Besch%26auml;ftigten in uuml;ros ein gravierender Belastungswandel vollzogen. Durch Gestaltung la en sich die typischen Beschwerden an Bildschirmarbeit l%26auml;tzen minimieren. Das sehen auch die vorhandenen Gesetze zwingend vor.
quelle
__________________
das system macht keine fehler, es ist der fehler
Antwort :
...we hartz IV La al per Gesetz und ALG II das gro zlig;e Fre en sein soll, da lade ich alle FAZ-Schmierenjournalisten und %26auml;hnliche Medienkanaillen ein, vom hartzigen Gabentisch zu e en, sagen wir - ein Jahr lang?
Vielleicht h%26ouml;rt da auch mal dieser enervierende hetzton auf, in dem Arbeitslose immer wieder erniedrigt werden, sei es, weil sie als Parasiten bezeichnet werden oder aber weil suggeriert wird, sie seien zu a ruchsvoll.
In was f%26uuml;r einer komplett kaputten Gesellschaft leben wir eigentlich?
__________________
hier ist Deutschland. hier wird nicht rebelliert. hier auml;uft man sich
'ne Wampe an, kotzt den Stammtisch voll und tr%26auml;umt davon, das
BILD-Pinup zu pimpern.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ratrace am 03.01.2006 < an cla ="time">18:41. an>
Antwort :
Zitat:
Welcher Geist schwebt hinter diesen Zeilen
Es sind die allseits beka ten, von Arbeitslosigkeit nichtbetroffenen Schwafel auml;cke, die %26uuml er das Faulenzer- und Schmarotzertum der Erwer losen klagen.
Ich klage die Unternehmerbagage, das Beamten- und Politikerpack und die bezahlten Volks- und Berufsdemagogen in den Redaktio tuben von Rundfunk, Fer ehen und Pre e in diesen und in allen anderen L%26auml dern des Kapitalismus an, die ihrer sozialen Pflicht aus Profitgier nicht nachkommen, allen erwer f%26auml;higen Me chen eine seri%26ouml e Arbeit zu geben, die ihren F%26auml;higkeiten, Ke tni en und Berufserfahrungen ent richt und die eine unabh%26auml gige, sel tst%26auml dige und me chenw%26uuml;rdige Existenz sichert.
hartz IV und Alg I wie II bleiben immer eine von den Reichen und Machtau uuml enden verordnete Armut per Gesetz. Es wird sich nur was %26auml dern, we die Machtgrundlage des Kapitalismus, das Privateigentum an Produktio mitteln beseitigt wird, we die Kapitalisten entsch%26auml;digungslos enteignet werden.
So eine Schm%26auml;hschrift, fachlich Pamphlet gena t, ist eine Diskriminierung der Erwer losen und geh%26ouml;rt strafrechtlich verfolgt.
Aber warum haben wir das Anti-Diskriminierungsgesetz in diesem Lande noch nicht?
Weil da die der Diskriminierung ausgelieferten Me chen ein Rechtsmittel in den h%26auml den h%26auml;tten, um gegen ihre Unterdr%26uuml;cker vorzugehen.
Mit diesen Journaliste chrie wird das M%26auml;rchen von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und vom Recht taat als Diktatur des Kapitals entlarvt. Und die Fratze der Au euter wird sichtbar.
Antwort :
Warum findet hier keine Stra e chlachten und Boykotts statt ?
Gewalt mu nur sein, we man mit den Politikern %26uuml er u ere ouml;te nicht kommunizieren ka .
Ich frage mich immer wieder: Wie dumm ka das Volk sein, oder gibt es gar keine 8 Millionen Arbeitslose ?
Oder alle Arbeitslose sind hochzufrieden mit uuml;tteln und hartz IV, haben frohes Schaffen im 1 Eurojob, und jammern nur so rum zur Unterhaltung ?
In mir kocht seit langem der Wut hoch !
Antwort :
hallo Klaus!
Warum hier nicht der auml;r ste t? Zum Einen, weil es untypisch f%26uuml;r den Deutschen ist, sich gegen "Autorit%26auml;te quot; aufzulehnen, zum Anderen, und das will ich der Fairne zlig; halber auch mal betonen:
Weil hartz IV eben nicht Shangri-La, sondern ein echt a trengender "Lebe entwurf" ist. Entweder, man zankt sich mit den ignoranten Amt auml;rschen, oder aber man ackert f%26uuml;r einen Euro und ist nicht nur von der Arbeit, sondern auch von der Dem%26uuml;tigung %26uuml erw%26auml;ltigt, oder man bekommt aufgrund der hartz IV-Jurisdiktion ganz von alleine eine l%26auml;hmende Angst. Daf%26uuml;r ist hartz IV auml;mlich gemacht: "U uuml;tze E er" auszuradieren oder kaltzustellen. Da zlig; der hartz-Schei zlig; teurer als das alte Arbeitslosengeld-Sozialhilfemodell ist, wu zlig;te u ere Regierung mit a oluter Sicherheit, aber es ging nicht um Ei arungen, sondern darum, wie man angesichts einer leicht zu prognostizierenden Wirtschaft olitik in der Globalkloake gro zlig;e Gru ierungen von Benachteiligten in Schach h%26auml;lt.
Aber Du hast recht: Die Wut kocht.
__________________
hier ist Deutschland. hier wird nicht rebelliert. hier auml;uft man sich
'ne Wampe an, kotzt den Stammtisch voll und tr%26auml;umt davon, das
BILD-Pinup zu pimpern.
Antwort :
So setzen sich die NachDenkSeiten mit dem Schreiben Germis' auseinander - mit Zahlen und Vergleichen, nicht mit einem wah i igen Jonglieren mit halbwahrheiten und Mythen:
Zitat:
"Die M%26auml;r vom gro zlig;en Soziala au"
Von Profe orin helga indler
Der Autor der FAZ Carsten Germis meint, der gro zlig;e Soziala au durch hartz IV sei ein M%26auml;rchen.
Er meint, den sozial Schwachen in Deutschland ginge es heute be er als vorher.
1.) Sein erstes Argument: Statt der ur r%26uuml glich geplanten 14,6 Mrd. Euro koste das Ganze etwa 25,6 Milliarden Euro, das sei eine der gr%26ouml zlig;ten wohlfahrt taatlichen Umverteilungen seit langem. Die h%26auml;tten wir in der Tat - we nicht die geplanten 14,6 Mrd. Euro ein M%26auml;rchen in einem m%26auml;rchenhaften haushalt lan gewesen w%26auml;ren.
Ende 2004 wurden aber alleine f%26uuml;r die Arbeitslosenhilfe kna 19 Mrd. Euro gezahlt, f%26uuml;r die Sozialhilfe kna 10 Mrd. und f%26uuml;r Wohngeld, das auch %26uuml erwiegend diesen Beziehern zugute kam, ca. 4,5 Mrd. Euro. Ausgaben f%26uuml;r F%26ouml;rderma zlig ahmen wie ABM, Fortbildung etc. noch nicht gerechnet. hier ist nicht umverteilt worden, sondern eine Planungsgr%26ouml zlig;e um den Betrag zu niedrig angesetzt worden, um den sich die Ausgaben jetzt schei ar erh%26ouml;ht haben.
2.) Sein zweites Argument: Vor allem f%26uuml;r ehemalige Sozialhilfeempf%26auml ger habe sich die Lage verbe ert. Es g%26auml e jetzt statt der einmaliger Leistungen, die fr%26uuml;her beantragt werden mu ten, regelm%26auml zlig;ig mehr in die haushaltska e und zwar 345 %26euro; statt der 296 %26euro; im Jahr 2004. Auch das klingt nur %26uuml erzeugend - we man nicht wei zlig;, wie hoch vorher die einmaligen Leistungen in der Sozialhilfe waren, welche Bedarfe vom Regelsatz in der Sozialhilfe abgedeckt wurden oder wovon Sozialhilfebezieher noch befreit waren, z.B. von Zuzahlungen zu Gesundheitsleistungen.
Wer sich daran noch eri ert, wei zlig; allerdings, da mit der vordergr%26uuml digen Anhebung des Regelsatzes gege uuml er den bisherigen Gesamtsozialhilfeleistungen raffiniert gek%26uuml;rzt worden ist.
Die wenigen, die sich damit besch%26auml;ftigen, haben deshalb 2004, als mit der Regelsatzverordnung diese neuen Regel auml;tze ermittelt worden sind, begr%26uuml det protestiert (Stellungnahmen von DPWV Gesamtverband 30.1.2004, Bundesarbeitsgemei chaft Sozialhilfeinitiativen 2.2.2004, Diakonischem Werk 30.1.2004 und DGB-Bundesvorstand 28.1.2004. Stellungnahme von Wi e chaftlern : Das sozialkulturelle Existenzminimum in der Abw%26auml;rt irale). Aber kaum eine der gro zlig;en Zeitungen, auch nicht die FAZ, fand das einer Meldung wert.
Ein alleinerziehender, sozialhilfebeziehender Vater, der angeblich zu den besonders Beg%26uuml tigten geh%26ouml;rt und es wi en mu , hat vorgerechnet: nach der Reform blieben ihm nicht mehr , sondern kna 103 %26euro; weniger pro Monat in der haushaltska e, ei chlie zlig;lich der vor der Reform den Sozialhilfebeziehern gew%26auml;hrten zu auml;tzlichen Verg%26uuml tigungen, die ebenfalls weggefallen sind. ( dquo;Das hexeneinmalei der Bundesregierung.%26ldquo; Junge Welt vom 1.10.2004). Dieses Berechnung ei iel, das vom zust%26auml digen Sozialamt best%26auml;tigt worden ist, wurde nur in einem Bericht in der Zeit aufgegriffen ( dquo;Wie aus mehr weniger wird%26ldquo; DIE ZEIT 52/2004 ). Dieser Vater z%26auml;hlte tat auml;chlich noch zu den relativ dquo eg%26uuml tigte ldquo;, de Familien mit Kindern %26uuml er 6 Jahren hat es noch viel st%26auml;rker getroffen.
Wer einen detaillierten Vergleich zu den vorherigen Sozialhilfe auml;tzen und den durchschnittlich gezahlten einmaligen Beihilfen sucht und die K%26uuml;rzungen in den Einzelpositionen nachvollziehen will, dem sei heft 4/2004 der Informationen zum Arbeitslosen- und Soziahilferecht, dquo;info also%26ldquo;, empfohlen ( Dokumentation S. 184 f.; Erl%26auml;uterungen: helga indler: Die neue Regelsatzverordnung - Das Existenzminimum stirbt in Prozentschritten S. 147 f. ) . Nur um das ehemalige Sozialhilfeniveau zu wahren, das auf sehr alten Daten der Einkomme - und Verbrauch tatistik (EVS) basierte, m%26uuml te nach dieser Unersuchung der aktuelle Regelsatz mindeste 40 %26euro; pro Monat h%26ouml;her sein und die Regel auml;tze der Kinder zwischen 6 und 18 Jahren m%26uuml ten zu auml;tzlich wieder um 5 %,bzw. 10 % erh%26ouml;ht werden. ( dquo;Offe ichtlich wurde die Statistik manipuliert%26ldquo; Junge Welt vom 18.12.2004) Au zlig;erdem sind diese Regel auml;tze seit 2003 nicht mehr dash; wie fr%26uuml;her die Sozialhilferegel auml;tze jedes Jahr - der Prei teigerung angepa t worden.
Der Deutsche Parit%26auml;tische Wohlfahrtsverband (DPWV) hat Ende 2004 nach einer aktuellen Auswertung der EVS und dem daraus erke aren Ausgabenverhalten der unteren Einkomme chichten, das auch fr%26uuml;her zur Ermittlung der Regel auml;tze in der Sozialhilfe herangezogen wurde, eine Expertise ver%26ouml;ffentlicht. Danach m%26uuml te der Eckregelsatz zu diesem Zeitpunkt 67 %26euro; h%26ouml;her liegen. ( DPWV Gesamtverband :Zum Leben zu wenig... , Dezember 2004) Das alles sind wohlgemerkt nur Vergleiche mit dem bisherigen Sozialhilfeniveau.
Es gibt auch Stimmen, die mit nachvollziehbarer Begr%26uuml dung h%26ouml;here Regel auml;tze fordern. Aber es geht hier nur darum, wie sich die Lage gege uuml er der Sozialhilfe ver%26auml dert hat und um das Ausma zlig; der A enkung.
Eine zusammenfa ende Darstellung dieser Vorg%26auml ge ist auch zu finden bei Joachim Rock in: Bischoff u.a. Schwarzbuch Rot-Gr%26uuml , VSA 2005 und als Auszug dquo;Zuviel zuwenig%26ldquo; in Junge Welt vom 10.8.2005.
3.) Das dritte Argument: Auch viele ehemalige Arbeitslosenhilfebezieher, so sie nicht relativ hohe Arbeitslosenhilfe bezogen h%26auml;tten oder ihre Partner jetzt verst%26auml;rkt herangezogen w%26uuml;rden, seien Gewi er der Neuregelung. Das stimmt - we man nur den reinen Arbeitslosenhilfea ruch vorher vergleicht. We man aber den erg%26auml zenden Wohngelda ruch oder den erg%26auml zenden Sozialhilfea ruch, den diese Leute vorher gehabt haben (s.o.) heranzieht, was keine der Simulatio rechnungen dash;auch die des IAB nicht dash; enth%26auml;lt, da sieht das Erge is auch anders aus. Sie haben ebenfalls weniger.
4.) Bei dieser breit angelegten Senkung des Existenzminimums in Deutschland gibt es nur folgende Gru en von Gewi ern und %26uuml er die wird z.T. nur ungern berichtet.
Es sind einmal die, denen vorher die einmaligen Beihilfen vorenthalten wurden oder (oft als kommunale Modellprojekte getarnt)zu niedrig beme en wurden. Die werden jetzt mit den anderen wenigste auf niedrigem Niveau gleichbehandelt, was aber nun wirklich keine Umverteilung darstellt.
Zweite wurden die Regel auml;tze f%26uuml;r Kinder unter 6 Jahren um 10% erh%26ouml;ht und Alleinerziehende mit Kindern %26uuml er 6 Jahren erhalten in bestimmten Ko tellationen einen Mehrbedarf von 12 %. Dadurch werden in diesen haushalten die allgemeinen K%26uuml;rzungen mehr oder weniger ausgeglichen, eine ne e werte Erh%26ouml;hung der Leistungen wird aber auch nicht bewirkt. Dritte hat die Gru e der jungen Erwachsenen gewo en, die im haushalt der Eltern leben, weil sie nach der neuen gesetzlichen Regelung ohne ihr Dazutun nicht nur als eigene Bedarfsgemei chaft gelten, sondern auch einen Eckregelsatz erhalten, der 20 % h%26ouml;her ist als der, den sie in der Sozialhilfe bekamen.
Das hat nichts mit leichtfertigen Umz%26uuml;gen zu tun und ist deutlich von einer weiteren Neuregelung zu tre en, die verdienende, ja sogar gut verdienende Eltern von erwachsenen Kindern, die nicht mehr im haushalt leben und sich nicht mehr in Au ildung befinden, von der Unterhalt uuml erleitung befreit. Arme Eltern ko ten da auch vorher schon nicht herangezogen werden. Aber die Auswirkung dieser Neuregelungen war angeblich nicht gewollt und wird den Betroffenen schon jetzt in einer Desinformatio kampagne als Mi rauch in die Schuhe geschoben.
5.) Wer wi en will, f%26uuml;r welche Bedarfe pro Tag und Monat die aktuellen Regel auml;tze noch reichen, ka sich sehr a chaulich in der Brosch%26uuml;re des Arbeitslosenzentrums Dortmund: dquo;Fragen und Antworten. Der Sozialhilferegelsatz und die Regelleistungen des ALG II/Sozialgelde ldquo; vom Juni 2005 informieren.
F%26uuml;r Allei tehende betr%26auml;gt der Tage atz noch 11.50 %26euro;. Er senkt sich f%26uuml;r weitere haushaltsmitglieder bis auf 6.90 %26euro; f%26uuml;r Kinder bis 14 Jahre. Davon sollen neben dem gesamten laufenden Lebe unterhalt R%26uuml;cklagen f%26uuml;r haushaltsger%26auml;te, Bekleidung, Energiekosten und Wohnungsrenovierung ange art werden. Wer diese Leistungen noch senken will, sollte doch einmal ganz konkrete Vorschl%26auml;ge machen, bei welchen Bedarf ositionen das sein k%26ouml te, etwa bei den 4.42 %26euro; im Regelsatz f%26uuml;r t%26auml;gliche Nahrung (2,65 %26euro; bei Kindern) oder bei den 0, 62 %26euro; (bei Kindern 0,37 %26euro;) f%26uuml;r die Benutzung eines Verkehrsmittels.
6.) Warum setzt sich herr Germis mit diesen Daten und Argumenten nicht wenigste auseinander?
Weil er zusammen mit Norbert Bertold, Wolfgang Franz , ha -Werner Si und vielen anderen der %26Ouml;konomenzunft, die Forderung begr%26uuml den will, da die Regel auml;tze f%26uuml;r Leistung ezieher endlich uuml;rbar gesenkt werden sollen, damit die L%26ouml;hne endlich niedriger werden k%26ouml en und damit die da fl%26auml;chendeckend notwendigen %26ouml;ffentlichen Loh ubventionen (die sie da vorhersehen, de sie wollen ja nicht als Unme chen dastehen!) nicht so teuer werden.
Und warum ka Germis so ungehindert behaupten, es g%26auml e so viele Gewi er der Reform und vielleicht sogar noch selber daran glauben? Nein er braucht sich mit seiner Meinung nicht als kalt und unme chlich zu f%26uuml;hlen, de er steht keineswegs alleine. Die rot - gr%26uuml e Bundesregierung, vor allem die von Ulla Schmidt und Wolfgang Clement gef%26uuml;hrten Ministerien, sogar noch unterst%26uuml;tzt von dem der D nahe stehenden Wohlfahrtsverband AWO , und die Mehrzahl der Medien haben alles getan, um die Aufkl%26auml;rung %26uuml er das Existenzminimum und Informationen %26uuml er de en Ermittlung in Deutschland zu unterdr%26uuml;cken.
Da die Sozialhilfeempf%26auml ger mehr bekommen, war nicht nur eine erfolgreiche Meinungsmanipulation des Jahres 2004, sondern ist die Vorau etzung, um weitere A enkungen des Existenzminimums in den auml;chsten Jahren ungehindert durchsetzen zu k%26ouml en.
Frau Prof Dr. indler und herr Prof. Roth sind einige Wenige unter den Angeh%26ouml;rigen der Intelligenz, die f%26uuml;r soziale Gerechtigkeit in diesem Land eintreten und dagegen ank%26auml;mpfen.
Prof. Dr. helga indler ist Profe orin f%26uuml;r %26ouml;ffentliches Recht, Sozial- und Arbeitsrecht an der Universit%26auml;t E en, Studiengang Soziale Arbeit Campus Dui urg:
Forsthausweg 2
47057 Dui urg oder
Campus E en:
Universit%26auml;t tra zlig;e 2
45141 E en
Telefon: 0201/183-3991/3992
Telefax: 0201/183-3993
Kontakt die tlich
I titution: Universit%26auml;t Dui urg-E en, Campus E en
A chrift: FB 1, Verwaltung, Organisation und Recht
Telefon: 0201 / 183-3991 oder -3992
Email: petra.grochalewski@uni-e en.de oder helga. indler@uni-e en.de
oder
Prof. Dr. helga indler
Universit%26auml;t Dui urg-E en
Bildungswi e chaften
Verwaltung, Organisation und Recht
Universit%26auml;t tra zlig;e 11
45141 E en
Telefon: 0201 183 3991/3992
Telefax: 0201 183 3993
E-Mail: helga. indler@uni-e en.de
Ausgew%26auml;hlte Publikationen:
indler, h.: Umbau des deutschen Sozialstaats durch neue Steuerungselemente und hartz IV, in: Archiv f%26uuml;r Wi e chaft und Praxis der sozialen Arbeit, 2005, heft 1, 50-61.
indler, h.: Alleinerziehende und die Arbeitsmarktreform 2004, in: Streit, Feministische Rechtszeitschrift, 2004, heft 4, 147-155.
indler, h.: F%26ouml;rdern und Fordern dash; Auswirkungen einer sozialpolitischen Strategie auf uuml;rgerrechte, Autonomie und Me chenw%26uuml;rde, in: Sozialer Fortschritt 2003, heft 11-12, S. 296-301.
indler, h.: Aktivierende A auml;tze in der Sozialhilfe, in: Dahme, h.-J.; Otto, h.-U.; Trube, A.; Wohlfahrt, N. (hrsg.): Soziale Arbeit f%26uuml;r den aktivierenden Staat, Leske + Budrich, Opladen 2003, 223-246.
indler, h.: Reform der Sozialhilfe dash; Recht taatliche Strukturen in der Sozialhilfe erhalten und au auen, Deutscher Bundestag, Au chu f%26uuml;r Arbeit und Sozialordnung, Au chu drucksache 14/2050 vom 23.1.2002 244 - 253. Schriftliche Stellungnahme zur Anh%26ouml;rung zur Reform der Sozialhilfe.
Prof. Dr. helga indler auf Tacheles e.V., Grenzen der Zumutbarkeit von Arbeit f%26uuml;r Sozialhilfeberechtigte bei Niedrigl%26ouml;hnen und Lohnwucher
Utz Krahmer und helga indler auf Tacheles e.V., Rechtliche Ma zlig t%26auml e f%26uuml;r die Erbringung von Arbeitsgelegenheiten f%26uuml;r Arbeit uchende nach ect; 16 A . 3 SGB II[/url
Prof. Dr. indler auf ARD Ratgeber Recht: Lohndumping
"... Stichwort: < an style="color: #6666ff;">"Arbeit latzsubventio quot; an>.
In Deutschland ka ieren viele Unternehmen Milliarden an Subventionen vom Staat, weil dieser jeden neuen Arbeit latz subventioniert. Die Bedingungen, unter denen die Arbeitnehmer besch%26auml;ftigt werden, intere ieren oft nicht. In den meisten F%26auml;llen werden die Arbeitgeber noch nicht einmal dazu verpflichtet, Tarifl%26ouml;hne zu zahlen.
1. Bei iel:
Das Zentrallager eines internationalen M%26ouml elhauses in Erfurt. Laut Au age der Gewerkschaft hbv hat das Unternehmen eine Startsubvention von 20 Millionen Mark f%26uuml;r die Errichtung des Lagers von der Landesregierung Th%26uuml;ringen bekommen. Daf%26uuml;r sollten auch Arbeit l%26auml;tze geschaffen werden. Das schwedische Unternehmen pr%26auml entiert sich gern als soziales Unternehmen und entdeckt einen "K%26ouml igsweg". Um nicht sel t als Billiglohna ieter in die Schlagzeilen zu kommen, beauftragt der M%26ouml elgigant einen Subunternehmer mit der Personalbeschaffung. Arbeitgeber der ca. 150 Besch%26auml;ftigten im Zentrallager ist der Subunternehmer. Und diese Firma zahlt Billigl%26ouml;hne. Die hier Besch%26auml;ftigten haben arbeitsrechtlich mit dem M%26ouml elhaus nichts zu tun. Das "unm%26ouml;gliche" M%26ouml elhaus, sei fein raus, erkl%26auml;rt die Gewerkschaft hbv.
Der ehemalige Betrie ratsvorsitzende Michael Methner erkl%26auml;rt dem Ratgeber Recht im Interview: "Ich arbeite 8 Stunden in der Fr%26uuml;hschicht und neun Stunden in der auml;tschicht. Wir arbeiten 5 bis 6 Tage in der Woche. Der Subunternehmer zahlt als Ei tiegslohn 2000 Mark brutto im Monat. Nach einem halben Jahr gibt es 2.200 brutto und nach 2 Jahren 2.350 Mark. - Ich bekomme so 1.800 Mark raus."
Weiter berichtet der ehemalige Betrie ratsvorsitzende, da er von zwei Kollegen wi e, die trotz Vollzeitbesch%26auml;ftigung und %26Uuml erstunden beim Sozialamt Sozialhilfe beantragt, und diese auch bekommen h%26auml;tten. Der ehemalige Betrie rat habe versucht, sich bei der Gesch%26auml;ftsleitung gegen den Billiglohn zu wehren. Doch da hatte er sich wohl an die falsche Adre e gewandt. Die Gesch%26auml;ftsleitung ko te auml;mlich belegen, da sie nicht nur nach Tarif, nein da zlig; sie sogar %26uuml ertariflich zahle. Der eigentliche Skandal, so der ehemalige Betrie ratvorsitzende: Seit 1993 hat es die zust%26auml dige Gewerkschaft ver auml;umt, Tarifverhandlungen einzuleiten. Der Lohn f%26uuml;r Lagerarbeiter, wie er im Tarifvertrag (sic) festgelegt ist - betr%26auml;gt 1.800 Mark brutto. Die Belegschaft ist ent rechend sauer %26uuml er die zust%26auml dige Gewerkschaft, die %26uuml rige bis heute keine Tarifverhandlungen gef%26uuml;hrt hat.
Tarifl%26ouml;hne und Mindestl%26ouml;hne
Die Arbeits- und Sozialwi e chaftlerin Prof. helga indler erkl%26auml;rt die Rechtslage: "An Tarifl%26ouml;hne gebunden sind nur die Arbeitgeber, die im Arbeitgeber-Verband organisiert sind."
Tarifl%26ouml;hne sind Mindestl%26ouml;hne die von den Gewerkschaften und den Arbeitgeberver auml den ausgehandelt werden. Demnach k%26ouml en die Besch%26auml;ftigten des Subunternehmers nicht auf h%26ouml;here L%26ouml;hne vor einem Gericht klagen, de der Tariflohn ist bindend. Den Lagerarbeitern ka nur die Gewerkschaft zu h%26ouml;heren L%26ouml;hnen verhelfen, indem sie entweder mit den Betrieben oder dem Arbeitgeberverband neue Tarifverhandlungen einleitet. In einigen Branchen findet derzeit eine "Flucht in die Arbeitgeberver auml de" statt, weil die Tarifl%26ouml;hne sehr niedrig sind. Im Einzelfall k%26ouml en die Tarifl%26ouml;hne niedriger sein, als die ort uuml lichen L%26ouml;hne.
Prof. helga indler: "Deutschland ist eines der wenigen euro auml;ischen L%26auml der, in denen der Gesetzgeber keine Mindestl%26ouml;hne vorschreibt. Dort, wo ein Unternehmen nicht tarifgebunden ist, k%26ouml en die L%26ouml;hne frei nach unten gehen, weil der Gesetzgeber in Deutschland zu den Einkomme untergrenzen nichts sagt."
Doch dem a oluten Wildwuchs wurde nun ein paar Grenzen gesetzt: Auch we der Gesetzgeber keine Mindestl%26ouml;hne geregelt hat, ist nicht jede Loh chweinerei erlaubt. Nachdem BGh und BAG zwei Grundsatzentscheidungen gef%26auml;llt haben, verurteilen jetzt auch die unteren I tanzen immer h%26auml;ufiger Arbeitgeber wegen Lohnwuchers.
2. Bei iel:
Gabi Perl Stadtr%26auml;tin in Erfurt - sie ist arbeitslos. Ihre letzte Stelle bekam sie %26uuml er das Arbeitsamt. Der Arbeitgeber erhielt von der Beh%26ouml;rde %26ouml;ffentliche F%26ouml;rdergelder f%26uuml;r den Arbeit latz von Frau Perl. Sie arbeitete Vollzeit, d.h. etwa 160 Stunden im Monat.
Gabi Perl im Interview mit dem Ratgeber Recht: "Erst bekam ich 1.800 Mark brutto im Monat. Nach einem halben Jahr wurde die F%26ouml;rderung heruntergefahren und da reduzierte sich mein Gehalt auf 1000 Mark brutto." Das Nettoeinkommen, das ihr blieb: 526 Mark! Weder das Arbeitsamt, das den Arbeit latz mit Steuergeldern subventionierte, intere ierte sich f%26uuml;r den Lohnwucher, noch die Gewerkschaft. Zwar h%26auml;tte sie 1997 ihren Arbeitgeber wegen Lohnwuchers verklagen k%26ouml en, doch w%26auml;re dieser Klage wenig Erfolg beschieden gewesen.
Klagen gegen Lohnwucher
Prof. helga indler: "Der Lohnwucher ist bisher durch Straf- und Arbeitsgerichte festgestellt worden. In neuerer Zeit hat der Bundesgerichtshof in Strafsachen wegen Lohnwucher verurteilt, wo der Arbeitgeber etwa 30% unter einem vergleichbaren Tariflohn geblieben ist. Die Arbeitsgerichte gehen zunehmend dazu %26uuml er, den Lohnwucher und die zu niedrigen L%26ouml;hne zu kontrollieren und die Arbeitgeber zu verurteilen angeme ene L%26ouml;hne nachzuzahlen.
Bei der Feststellung des Lohnwuchers kommt es auf zwei Sachen an: Einmal mu (Anm. der Red.: vom Arbeitgeber!) die Unerfahrenheit und die Zwangslage von Me chen ausgenutzt werden. So mu zlig; zum Bei iel eine bereits l%26auml gere andauernde Arbeitslosigkeit vorliegen oder drohen. Beim Lohnwucher mu ein deutliches Mi zlig;verh%26auml;ltnis zwischen Arbeitsleistung und Lohn vorliegen. Dieses deutliche Mi zlig;verh%26auml;ltnis wird heute von der Recht rechung unterstellt, we 30% unter dem %26uuml lichen (oder dem Tariflohn) bezahlt wird."
Was tun gegen Billigl%26ouml;hne und Lohnwucher?
Prof. Dr. helga indler: "Ich halte es f%26uuml;r ver uuml ftig sich arbeitsrechtlich beraten zu la en (Anm. der Red. Da helfen die Gewerkschaften oder ein Fachanwalt f%26uuml;r Arbeitsrecht) und vor Arbeitsgerichten zu klagen auf den durchschnittlichen Lohn, auf den ort uuml lichen Lohn und dabei feststellen zu la en, da die bisherigen L%26ouml;hne wucherisch waren. Man ka auch, und das sollte man im Extremfall machen, Strafanzeige gegen den Arbeitgeber erstatten, de Lohnwucher ist ebenfalls ein Straftatbestand. Auch das mu im Einzelfall von den Gerichten gepr%26uuml;ft werden." Frau Prof. indler fuhr fort: "Gleichzeitig ka man ebenfalls empfehlen, die Arbeit edingungen denen man unterworfen ist, genau zu dokumentieren. Ich w%26uuml;rde auch empfehlen, die ent rechenden Arbeitsvermittler (Anm. d. Red. z.B. Arbeit auml;mter) zu informieren, damit in diese Betriebe nicht mehr vermittelt wird. Besch%26auml;ftigte haben im Arbeitsleben immer eine be ere Chance, we sie sich zusammen schlie zlig;en. Auch we sie als Einzelner gegen Lohnwucher klagen, k%26ouml en sie nicht verhindern, da man versucht sie aus dem Betrieb zu entfernen. Das ist kein offizieller K%26uuml digungsgrund, aber man ka ihnen das Leben schwer machen. Deshalb ist es be er, we mehrere Arbeitnehmer, die unter niedrigen L%26ouml;hnen leiden, sich zusammen schlie zlig;en und mit hilfe der Gewerkschaften versuchen h%26ouml;here L%26ouml;hne durchzusetzen."
Die De auer Stadtr%26auml;tin Gabi Perl hat f%26uuml;r sich eine Grenze gezogen. Im Interview sagte sie u auf die Frage, f%26uuml;r welchen Preis sie heute arbeiten w%26uuml;rde: "Ich mu zlig; ihnen ganz ehrlich sagen: ich mute mir kein Gehalt mehr zu, da meine Existenz nicht sichert - Punkt!" ..."
Zum 1. Bei iel IKEA: ARD/WDR, MONITOR Nr. 535 am 30. Juni 2005: Das unm%26ouml;gliche M%26ouml elhaus - IKEAs ganz legale Steuertricks
Zum 2. Bei iel Der angeme ene Lohn:
Quelle: Labournet http://www.labournet.de/disku ion/arbei...iedriglohn.html
Das Fundst%26uuml;ck der Woche - Text eines Plakates, gesehen und abgeschrieben in Kreuzberg als Grafik - Vielen Dank ver.di!
-----------------------------
AG TuWas, herausgeber von Brosch%26uuml;ren und uuml;chern im Fachhochschulverlag Frankfurt am Main
Arbeitsgemei chaft von Studierenden am FB 4 der Fachhochschule Frankfurt unter Leitung von Prof. Rainer Roth.
TuWas behandelt Fragen von ALG II, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter und bei Erwer minderung.
Rainer Roth ist Profe or f%26uuml;r Profe or f%26uuml;r Sozialwi e chaften an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Er hat zahlreiche Leitf%26auml;den f%26uuml;r Sozialhilfe sowie uuml;cher %26uuml er Armut und %26uuml er die Krise der Staatsfinanzen ver%26ouml;ffentlicht, z.B. "Das Kartenhaus. Staatsverschuldung in Deutschland" (1998, I 3-932246-13-6) und %26quot ebe ache Me ch. Arbeitslosigkeit in Deutschland" (2003, I 3-932246-39-X). Rainer Roth war Mitherausgeber der Arbeitslosenzeitung "Quer" und ist momentan Vorsitzender des Verei "KLARtext e.V." sowie Mitarbeiter in der Bundesarbeitsgemei chaft der Sozialhilfeinitiativen. Seit vielen Jahren beteiligt er sich an den Bewegungen von SozialhilfebezieherI en, Arbeitslosen und Lohnabh%26auml gigen gegen Soziala au. Am 1. November 2003 hielt er eine Rede auf der Gro zlig;demo tration gegen Soziala au in Berlin.
Arbeitslosenzeitung "quer"
Postfach 13 63
26003 Olde urg
Tel.: 0441 - 9558449
Fax.: 0441 - 9558443
e-mail: quer.infos@web.de
Fachhochschule Frankfurt am Main, AG TuWas
Gleimstr. 3
60318 Frankfurt
Ge auml;ude 10
Telefon: Montags von 17 bis 19 Uhr unter der Rufnummer 069/1533-2829
Do erstags von 9-11 Uhr unter der Rufnummer 069 / 49 95 51 Raum 138
Email: agtuwas@web.de
%26Ouml;ffnungszeiten: Montags von 17-19 Uhr
allerdings nicht in den Semesterferien von Februar bis Mitte M%26auml;rz und Juli bis Mitte Oktober
harald Thom%26eacute; und Prof. Rainer Roth: Zu den Angriffen des Bundesministeriums f%26uuml;r Wirtschaft
Prof. Rainer Roth: Nebe ache Me ch: %26Uuml er das Elend des Regelsatzes von Alg II und das Ver rechen der Eingliederung von Langzeitarbeitslosen
Publikationen:
Parlamentarismus in der Bundesrepublik. Don Bosco Verlag M%26uuml chen 1971
Politische Bildung in Bayern. Eine historisch-politische Untersuchung der Bem%26uuml;hungen um politische Bildung an den Volk chulen Bayer in der Zeit der Monarchie. Er t V%26ouml;gel Verlag M%26uuml chen 1974
Freistaat Bayern. Die politische Wirklichkeit eines Landes der Bundesrepublik Deutschland. Ludwig Auer Verlag Donauw%26ouml;rth 1975
Lexikon zur Arbeits- und Soziallehre. Ludwig Auer Verlag Donauw%26ouml;rth 1976
Deutschland im Blickpunkt. In der Reihe zur Disku ion gestellt; herausgegeben von der Bayerischen Landeszentrale f%26uuml;r politische Bildungsarbeit. heft D9. M%26uuml chen 1979
Was ist "typisch" deutsch? Die Deutschen - Image und Sel tverst%26auml dnis. Ploetz Verlag Freiburg i.Br. 1979
herausforderung Frieden. Modelle zur Friede auml;dagogik f%26uuml;r die au zlig;erschulische Jugendarbeit. Waldkircher Verlag Waldkirch i.Br. 1976; 2. grundlegend %26uuml erarbeitete Auflage 1984
Zur Problematik der politischen Kultur der Jungw%26auml;hler in der Bundesrepublik Deutschland. Pa avia Universit%26auml;tsverlag Pa au 1984 Zeitgeschichte (Grundkurs Geschichte. Band 5). K%26ouml igstein/Ts. 1985
Freistaat Bayern. Arbeitsheft 45 der Bayerischen Landeszentrale f%26uuml;r politische Bildungsarbeit. M%26uuml chen (1. Auflage 1975) 4. Auflage 1986
Frieden. Denka t%26ouml zlig;e zum Jahr des Friede 1986. Pa avia Verlag Pa au 1987
Jugendarbeitslosigkeit und politische Kultur. Eine Regionalstudie zur Untersuchung politischer Ei tellungen bei besch%26auml;ftigten und arbeitslosen Jugendlichen. Pa avia Universit%26auml;tsverlag Pa au 1989
Die zweite deutsche Demokratie. Ur r%26uuml ge - Probleme - Per ektiven. ouml;hlau Verlag K%26ouml;ln 1990
Mit der Bibel leben. Die Bibel verstaubtes Buch oder hei zlig;es Eisen? Anregungen zum Einla en, I ehalten, Orientieren und Umdenken. Pa avia Universit%26auml;tsverlag Pa au 1994
Das Ehrenamt. Freiwilliges, u ezahltes uuml;rgerengagement in einer pluralistischen Gesellschaft. Bayerische Landeszentrale f%26uuml;r politische Bildungsarbeit (hrsg.). M%26uuml chen 1997
Ohne-Mich-els gibt es schon genug. Ein Videofilm %26uuml er das Ehrenamt. (1. Auflage 1997). 2. modifizierte Auflage Aug urg 1998
Grundfragen der politischen Bildung (1. Auflage Donauw%26ouml;rth 1983). 3. v%26ouml;llig neu bearbeitete Auflage. Auer Verlag Donauw%26ouml;rth 1999
Politische Landeskunde f%26uuml;r den Freistaat Bayern. Bayerische Landeszentrale f%26uuml;r politische Bildungsarbeit (hrsg.). (1. Auflage 1992). 3. %26uuml erarbeitete und erweiterte Auflage. M%26uuml chen 2000
Demokratie lebt in Dialogen. Zum Umgang mit Politik in der Familie. Bayerische Landeszentrale f%26uuml;r politische Bildungsarbeit (hrsg.) 1. Auflage. M%26uuml chen 2001
'EFFATA'. - Zum Engagement motivieren. Ein Videofilm %26uuml er Freiwilligenarbeit in Deutschland und Tschechien. Aug urg 2001
Modellverbund Freiwilligen-Zentren. uuml;rgerengagement f%26uuml;r eine freiheitliche und solidarische Gesellschaft. Erge i e und Reflexionen. Bundesministerium f%26uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend (hrsg.). Berlin/Stuttgart 2001
Mit jungen uuml;rgern reden. Politik und Demokratie begi en in der Familie. Olzog Verlag M%26uuml chen 2001
Prof. Roth auf Attac Aschaffe urg: Nun haben wir den hartz - Wer mi raucht hier wen?