Deutsche denken zusehends negativ %26uuml;ber Arbeitslose (Allensbach-Umfrage)

Frage: ...gut gekeucht kollegen !
nur das mit den bre enden autos im d-land w%26uuml;rde ich mir nochmal %26uuml erlegen.we sowas hierzulande pa ieren w%26uuml;rde,k%26ouml te durchaus was bewirken.heulende d-m%26auml er vor ihren gel%26auml de kisten.
Antwort :

Der deutsche Arbeitslose ist schlau und l%26auml t so was, de er wei zlig;, da seiner evtl. vorhandenen Minikiste dabei auch was pa ieren k%26ouml te. De diese Minikiste braucht er f%26uuml;r den flexiblen Arbeitsmarkt.
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F%26uuml;r sel tbestimmtes Leben!

Antwort :

Solche Umfragen vergiften das gesellschaftliche Klima, de der Arbeitslose wird sich nicht sehr erfreut sehen, we er nun die Mehrheit der Deutschen in statistischer Form zumindest gegen sich sieht - und so wird er sich i erlich immer weiter abka eln und sich auch nicht mehr als zur Gesellschaft zugeh%26ouml;rig empfinden. Und zwar nicht im dem%26uuml;tigen, sondern im stolzen oder gar feindlichen Si e.

Wieso sollte man etwas f%26uuml;r eine Gesellschaft tun, die einen ablehnt? Oder noch deutlicher: W%26auml;re es nicht langsam an der Zeit, der Gesellschaft, die einen jubelnd ausgrenzt und beschimpft, er thaft zu schaden? Statistisch gesehen ka es mehrheitlich nur Arschl%26ouml;cher treffen.

Danke f%26uuml;r diese Umfrage, liefert sie doch einen weiteren Grund daf%26uuml;r, sich bei der i eren Emigration nicht einmal schlecht zu f%26uuml;hlen.

Deutschland, Du kotzt mich nur noch an.
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hier ist Deutschland. hier wird nicht rebelliert. hier auml;uft man sich
'ne Wampe an, kotzt den Stammtisch voll und tr%26auml;umt davon, das
BILD-Pinup zu pimpern.

Antwort :

Zitat: Oder noch deutlicher: W%26auml;re es nicht langsam an der Zeit, der Gesellschaft, die einen jubelnd ausgrenzt und beschimpft, er thaft zu schaden? Zitat: Original von Ratrace
und so wird er sich i erlich immer weiter abka eln und sich auch nicht mehr als zur Gesellschaft zugeh%26ouml;rig empfinden. Und zwar nicht im dem%26uuml;tigen, sondern im stolzen oder gar feindlichen Si e.
Zitat: Original von Clash
Wer will schon... Zitat: Original von Ratrace
Solche Umfragen vergiften das gesellschaftliche Klima, de der Arbeitslose wird sich nicht sehr erfreut sehen, we er nun die Mehrheit der Deutschen in statistischer Form zumindest gegen sich sieht - und so wird er sich i erlich immer weiter abka eln und sich auch nicht mehr als zur Gesellschaft zugeh%26ouml;rig empfinden. Und zwar nicht im dem%26uuml;tigen, sondern im stolzen oder gar feindlichen Si e.

Wieso sollte man etwas f%26uuml;r eine Gesellschaft tun, die einen ablehnt? Oder noch deutlicher: W%26auml;re es nicht langsam an der Zeit, der Gesellschaft, die einen jubelnd ausgrenzt und beschimpft, er thaft zu schaden? Statistisch gesehen ka es mehrheitlich nur Arschl%26ouml;cher treffen.

Danke f%26uuml;r diese Umfrage, liefert sie doch einen weiteren Grund daf%26uuml;r, sich bei der i eren Emigration nicht einmal schlecht zu f%26uuml;hlen.

Deutschland, Du kotzt mich nur noch an. junge welt vom 19.12.2006: Meinungsforschung als Propaganda

Elisabeth Noelle-Neuma wird heute 90 Jahre alt. Die von ihr entwickelte Theorie der %26raquo chweige irale%26laquo; wusch die Bundesrepublik vom Makel des Faschismus rein und wirkte gegen vermeintliche linke Mediendominanz

Von Matthias Becker

Von der Wei agerin im antiken Delphi wird berichtet, vor der Prognose habe sie zusammen mit den Ratsuchenden ein gemei ames Bad genommen. Die Mai treampre e ne t Elisabeth Noelle-Neuma gerne die %26raquo ythia vom Bode ee%26laquo;, de auch sie ist beka t f%26uuml;r den engen Kontakt zu ihren Auftraggebern. heute feiert sie ihren 90. Geburtstag und ka auf ein bewegtes und erfolgreiches Leben zur%26uuml;ckblicken. 1916 als Fabrikantentochter geboren, wuchs sie in gro zlig uuml;rgerlichen Verh%26auml;ltni en auf. Der elit%26auml;re Zug ihrer politischen Vorstellungen mag dort seinen Ur rung haben. W%26auml;hrend der Nazizeit war sie Journalistin, auml;ter eine einflu zlig;reiche Akademikerin, sie war Beraterin des Bundeskanzlers Konrad Adenauer und schlie zlig;lich eine enge Freundin helmut Kohls. Ihr I titut f%26uuml;r Demoskopie (IfD) in Alle ach am Bode ee war nicht nur eine wi e chaftliche Forschung t%26auml;tte, sondern auch ein Zentrum des deutschen Ko ervativismus.

Dubiose Rolle in der Nazizeit

%26raquo;Die Gefahr, i Konzentratio lager gesteckt zu werden, schwebte immer %26uuml er mir%26laquo;, schrieb Noelle-Neuma im Januar 1992 in einem Brief an Commentary, die Zeitschrift des American Jewish Committee. Der US-amerikanische Meinungsforscher Leo Bogart hatte dort zuvor die T%26auml;tigkeit seiner deutschen Kollegin zwischen 1933 und 1945 kritisch untersucht. Obwohl die Demoskopin sich %26ouml;ffentlich immer wieder als O ositionelle darzustellen versuchte, kam er in seinem Beitrag zu ganz anderen Schl%26uuml en: %26raquo;Aufgrund ihrer hervorragenden Zeugni e als Aktivistin und Leiterin nationalsozialistischer Jugend- und Studentenorganisatione laquo; sei sie unter anderem mit einem Ausland tipendium belohnt und vom Propagandaministerium unter Joseph Goe els gef%26ouml;rdert worden.

F%26uuml f Jahre auml;ter interpretierte der Kommunikatio wi e chaftler Christopher Sim on ihre Theorien vor deren zeitgeschichtlichem hintergrund und versuchte nachzuweisen, wie diese in staatliche Propagandamethoden umgesetzt wurden. Noelle-Neuma reagierte em ouml;rt auf diese Artikel. Mit einer gezielten %26raquo;Kampagne%26laquo; solle ihre %26raquo;Identit%26auml;t zerst%26ouml;rt%26laquo; werden. Entlastendes ko te sie allerdings nicht vorweisen.

Noch vor den US-amerikanischen Wi e chaftlern hatte der deutsche Publizist Otto K%26ouml;hler in seinem Buch %26raquo;Wir Schreibtischt%26auml;ter%26laquo; (1989) Wollen und Wirken der jungen Noelle in der Nazi-Zeit %26ouml;ffentlich gemacht. Er verwies auf ihre Di ertation %26uuml er die Meinungsforschung in den USA aus dem Jahr 1940, in der es unter anderem hei zlig;t: %26raquo eit 1933 konzentrieren die Juden, die einen gro zlig;en Teil von Amerikas geistigem Leben monopolisiert haben, ihre demagogischen F%26auml;higkeiten auf die Deutschlandhetze.%26laquo; In dieselbe Kerbe schlug sie auml;ter in einem Artikel mit dem Titel %26raquo;Wer informiert Amerika?%26laquo; in der Zeitschrift Das Reich: %26raquo;Juden schreiben in den Zeitungen, besitzen sie, haben die Anzeigen agenturen fast monopolisiert (...). Sie kontrollieren die Filmindustrie, besitzen die gr%26ouml zlig;ten Radiostationen und alle Theater.%26laquo;

Zum Skandal wurden K%26ouml;hlers Informationen nicht, weil die Pre e %26uuml er die Nestbeschmutzung hinwegging. Erst als in den USA Elisabeth Noelle-Neuma als Nazipropagandistin angegriffen wurde, kam auch in Deutschland eine z%26ouml;gerliche Debatte in Gang, ob die soziologische Koryph%26auml;e damals aus %26Uuml erzeugung oder Ehrgeiz Nazi war. Das war nat%26uuml;rlich nicht mehr als eine Scheinfrage. Beka tlich ko ten sich beide Antrie kr%26auml;fte hervorragend erg%26auml zen. Elegant umgangen wurde so aber das Problem, wieviel Faschismus eigentlich in Noelle-Neuma Theorien und damit auch im westlichen Nachkriegsdeutschland steckte, wo sie so au zlig;erordentlich erfolgreich war.

Welche gesellschaftliche Rolle soll die Meinungsforschung ihrer A icht nach ielen? Mit ihrer Promotion wollte die angehende Journalistin 1940 eine neue sozialwi e chaftliche Methode aus den USA nach Deutschland importieren: die Ma enumfrage, mit standardisierten Fragen, %26raquo;repr%26auml entativem Sample%26laquo; und statistischer Auswertung. Deren angebliche Wi e chaftlichkeit liegt f%26uuml;r sie darin dash; f%26uuml;r viele deutsche Ko ervative noch lange eine Provokation dash;, da zlig; sich mit ihrer hilfe der %26ouml;ffentliche Meinung treit auf Zahlenverh%26auml;ltni e reduzieren l%26auml zlig;t. Die so gewo enen Informationen sind die Vorau etzung, um Ma en regieren zu k%26ouml en. Ihre Doktorarbeit enth%26auml;lt nicht nur ra istische Klischees und antisemitische Verschw%26ouml;rungstheorien, sondern auch handfeste Ratschl%26auml;ge: %26raquo;Die durch die Ma e efragung einmal er%26ouml;ffnete Au icht, in die Gedanken, Gewohnheiten und Stimmungen einer beliebig gro zlig;en anonymen Menge Me chen einzudringe laquo;, sei ein so gro zlig;er %26raquo;Gewi , sei es f%26uuml;r die Meinungsf%26uuml;hrung, die Geschichtswi e chaft oder irgendein anderes der Gebiete, die den Me chen in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung stelle laquo;, da zlig; die Regierung geradezu verpflichtet sei, demoskopische Mittel anzuwenden dash; %26raquo;i esondere (unter dash; M. B.) deutschen Verh%26auml;ltni e laquo;.

Welche Wirkung Propaganda zeigt, wie bestimmte Gru en und Schichten auf ihre Politik reagieren dash; all diese Fragen m%26uuml zlig;ten jede Regierung intere ieren, ob sie sich nun haupt auml;chlich auf Parlamentswahlen, Akklamation oder Gewalt st%26uuml;tzt. Noelle argumentiert, uuml;tzlich sei die Demoskopie auch f%26uuml;r die Untersuchung der %26ouml;ffentlichen Meinung in Nazideutschland, obwohl die dash; so zitiert sie Joseph Goe els dash; %26raquo;zum gr%26ouml zlig;ten Teil das Erge is einer wille m%26auml zlig;igen Beeinflu ung ist%26laquo;. Bis dahin war der Reichsminister f%26uuml;r Volksaufkl%26auml;rung %26uuml er die Wirkung seiner Propaganda auf Vermutungen und zweideutige Indizien angewiesen. Gerade weil ontane Meinung auml;u zlig;erungen in der %26Ouml;ffentlichkeit unterdr%26uuml;ckt wurden, stand der oberste Propagandist vor dem Problem, %26uuml er die Stimmung im Volk unge uuml;gend unterrichtet zu sein. %26raquo ei der Erf%26uuml;llung dieser Aufgaben (der Regierung dash; M.B.) w%26auml;re ein zuverl%26auml iges System der Ma e efragung nicht nur wertvoll als eine Kontrolle der eigenen Wirksamkeit, sondern auch als ein hilfsmittel der Einf%26uuml;hlung in das wahre Wesen der Gef%26uuml;hrte laquo;, wirbt die junge Wi e chaftlerin eifrig.

Waren diese Darlegungen der Grund daf%26uuml;r, da zlig; Goe els ihr zwei Jahre auml;ter laut seiner Au age eine Stelle als %26raquo;Adjutanti laquo; a ot? W%26auml;ren Meinungsumfragen im Stil von Alle ach im faschistischen Deutschland machbar gewesen? Jedenfalls kam die Zusammenarbeit nicht zustande, Noelle blieb Journalistin, und Goe els setzte auf die Berichte des Sicherheitsdie tes, die, o chon nicht %26raquo;repr%26auml entativ%26laquo;, systematisch ausgewertet und zur %26raquo;Meinungsf%26uuml;hrung%26laquo; genutzt wurden.

Mit Adenauer und Kohl

In der wi e chaftlich begr%26uuml deten Politikberatung erke t Elisabeth Noelle also schon 1940 ihre Aufgabe als Demoskopin. %26raquo;Die Demoskopie (sollte dash; M. B.) der Pflege des Ko e es zwischen Regierung und Regierten diene laquo;, wird sie auml;ter in eine Rede betonen. Vom Zusamme ruch hitlerdeutschlands bleibt diese Aufgabe tellung u er%26uuml;hrt. Dabei geht es nicht darum, etwa den A ichten der Bev%26ouml;lkerungsmehrheit zur Verwirklichung zu verhelfen dash; wozu demoskopische Mittel auch ganz ungeeignet sind.

Ihre politischen A ichten sind technokratisch bis antidemokratisch. Ihr Bild der von ihr befragten Bev%26ouml;lkerung ent richt keineswegs dem aufkl%26auml;rerischen Ideal eines sel tverantwortlichen Publikums, sondern es ist das einer Ma e, die angeleitet werden mu zlig;. Der %26raquo;m%26uuml dige uuml;rger%26laquo; ist ihrer A icht nach ein Ideal, %26raquo;das wir in der Demoskopie nicht wiederfinden k%26ouml e laquo;. Politik solle man daher denen %26uuml erla en, die etwas von ihr verstehen: %26raquo;Das richtige Vorgehen w%26auml;re es, da zlig; sich zu auml;chst die Experten fachkundig machen, da zlig; sie daraufhin die Politiker und Journalisten informieren und da zlig; schlie zlig;lich die Politiker mit hilfe der Journalisten den W%26auml;hlern klarmachen, warum bestimmte Ma zlig ahmen richtig sind.%26laquo;

1948 gr%26uuml dete sie mit ihrem Ma Peter Neuma das IfD, das erste und lange Zeit das einflu zlig;reichste Meinungsforschungsi titut der Bundesrepublik. Ab Anfang der f%26uuml fziger Jahre arbeiteten die beiden da f%26uuml;r das Kanzleramt unter Adenauer. Au zlig;erdem belieferte man die Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Umfrage auml;ter wird sie f%26uuml;r die ko ervative Tageszeitung auch schreiben. Als 1982 die Koalition aus CDU und FDP an die Macht kam, bedankte sich der neue Kanzler helmut Kohl: Ab 1983 erhielt Alle ach die h%26auml;lfte aller Meinungsforschungsauftr%26auml;ge des Bunde re eamtes, also Auftr%26auml;ge im Wert von 700000 DM j%26auml;hrlich.

Bis heute ist Alle ach eng mit der CDU verbunden. Immer wieder %26uuml erschritten die Umfragen die Grenze zur politischen Kampagne. Etwa 1986, als Elisabeth Noelle-Neuma von sich aus der deutschen Industrie eine Studie a ot, %26raquo;um das demagogische Potential der Arbeitslosigkeit%26laquo; zu entsch%26auml;rfen. Die Zahl der Erwer losen hatte die Zwei-Millionen-Grenze %26uuml erschritten, und das Thema drohte, den Wahlkampf zu bestimmen. Die Erge i e unterst%26uuml;tzten die Regierung olitik: %26raquo;59 Prozent der repr%26auml entativ befragten Arbeitslosen erkl%26auml;rten, sie w%26uuml;rden keinen Job a ehmen, der ihnen keinen a zlig; macht. 39 Prozent wollen sich %26rsaquo;etwas Zeit%26lsaquo; bei der Arbeit uche la en, fast die h%26auml;lfte hat sich im letzten halben Jahr auf keine Stellenanzeige beworben.%26laquo; Trotzdem wurde die Kampagne zum propagandistischen Fehlschlag; schlie zlig;lich distanzierte sich sogar die Regierung Kohl von der Umfrage. Ob Vaterlandsliebe oder die Ei tellung zur Marktwirtschaft, Entnazifizierung oder Ostpolitik, Noelle-Neuma Umfragen waren gezielte politische Interventionen, ihr I titut ein ko ervativer Thinktank.

Do elfunktionale Schweige irale

Einflu zlig;reich wurde ihre Idee von der %26raquo chweige irale%26laquo;. Danach pr%26uuml;fen die Gesellschaftsmitglieder fortw%26auml;hrend, ob ihre A ichten mit den Mehrheitsmeinungen %26uuml erei timmen. %26raquo;We Me chen glauben, da zlig; sich andere von ihnen abwenden, leiden sie so sehr, da zlig; sie durch ihre Se ibilit%26auml;t so leicht geleitet oder manipuliert werden k%26ouml en, als gingen sie am Z%26uuml;gel.%26laquo; Dies ist der Ausgang unkt f%26uuml;r Elisabeth Noelle-Neuma Theorie der %26ouml;ffentlichen Meinung. Geschichte und Politik ielen demnach bei der Entstehung des Konformit%26auml;tsdrucks keine Rolle; wir werden als Mitl%26auml;ufer geboren.

Aus dieser Per ektive ko te die deutsche Bev%26ouml;lkerung gar nicht anders, als die eigene Meinungen f%26uuml;r sich zu behalten, als die Nazis gegen Juden und Kommunisten hetzten. Erst vor diesem zeitgeschichtlichen hintergrund l%26auml zlig;t sich Noelle-Neuma Idee der %26raquo chweige irale%26laquo; ei ch%26auml;tzen: Der einzige international einflu zlig;reiche Beitrag zur sogena ten Medienwirkungsforschung aus Deutschland ist eine Strategie der Schuldabwehr. Er erkl%26auml;rt die Deutschen zu pa iven und eigentlich %26raquo;antifaschistische laquo; Zuschauern. %26raquo;Die Furcht vor Isolation erscheint als die treibende Kraft, die den Proze zlig; der Schweige irale in Kraft setzt%26laquo;, hei zlig;t es in ihrem hauptwerk mit dem Untertitel %26raquo Ouml;ffentliche Meinung dash; U ere soziale haut%26laquo;. Aus dieser k%26ouml e man so wenig heraus wie aus der biologischen. Weil niemand zwischen 1933 und 1945 den Mut gehabt habe, gegen die Propaganda der Nazis zu rechen, scheine es so, als seien die Deutschen ein Volk von Judenha ern.

Diese Theorie der %26raquo chweige irale%26laquo; funktionierte in der Bundesrepublik umgekehrt. Sie diente der rechten Medie chelte. De der vermeintlich angeborene Widerwille dagegen, sich anders als die anderen zu %26auml;u zlig;ern, f%26uuml;hre zu Verzerrungen in der %26ouml;ffentlichen Debatte, we die Meinungen einer Minderheit nicht ent rechend ihrer %26raquo;tat auml;chlichen Verbreitung%26laquo; vertreten, sondern %26raquo;unterrepr%26auml entiert%26laquo; seien.

Vor diesem hintergrund ist die Minderheit, der Noelle-Neuma beistehen will, wertko ervativ, und ihre Kritik gilt den vermeintlich linken deutschen Journalisten. Von den Sorgen der %26raquo chweigenden Mehrheit%26laquo; h%26auml;tten diese keine Ahnung, aber ihre liberale A ichten w%26uuml;rden das Meinungsklima in der Bundesrepublik bestimmen. Solche Argumente nutzte helmut Kohl in den fr%26uuml;hen achtziger Jahren, um die sogena te %26raquo;geistig-moralisch Wende%26laquo; durchzusetzen. Protest sei wegen der politischen Sympathien der Journalisten in der %26Ouml;ffentlichkeit %26uuml errepr%26auml entiert, so das gerne gebrauchte Argument, eigentlich handele er in %26Uuml erei timmung mit dem Willen der Mehrheit, der aber nicht %26ouml;ffentlich gemacht w%26uuml;rde.

Ein Forschungserge is %26uuml er das Agenda-Setting dash; der Einflu zlig; der Medien darauf, was das Volk f%26uuml;r wichtig h%26auml;lt dash; wider richt allerdings jener %26Uuml erzeugung Noelle-Neuma , da zlig; linke Tendenzen in der Berichterstattung durch die politischen Vorlieben der Journalisten zustande k%26auml;men. Nicht die individuellen Ei tellungen von Autoren entscheiden dar%26uuml er, was in die Zeitung kommt, sondern die Medie roduzenten pa en sich im Gegenteil der Tendenz ihrer Publikatio organe an. Keine Beachtung schenkt Noelle-Neuma dem Gegenteil der %26raquo chweige irale%26laquo;, den medialen Geschw%26auml;tzlawinen, mit denen die politische Kla e Begriffe und Themen besetzt. Offe ar ist der Konformit%26auml;tsdruck auf diejenigen, die beruflich %26Ouml;ffentlichkeit herstellen, nicht weniger gro zlig; als f%26uuml;r das Publikum.

Fiktion der %26ouml;ffentlichen Meinung

Das Agenda-Setting ist in zahlreichen Studien nachgewiesen worden, wobei sich sel tverst%26auml dlich der Effekt des Medienko ums nicht vom Einflu zlig; der Politik und anderer Kr%26auml;fte isolieren l%26auml zlig;t. Die Medienwirkungsforschung steht vor dem unl%26ouml aren Problem, Verhalten nur in der gesellschaftlichen Wirklichkeit beobachten zu k%26ouml en, in der sich die Einflu zlig;gr%26ouml zlig;en gege eitig durchdringen, die sie doch auseinanderhalten will. Deshalb interpretieren die Meinungsforscher trotz ihres gewaltigen statistischen Aufwands letztlich wie eine Stammtischrunde. Statistiker rechen scherzhaft von %26raquo;Dichtung und Gewichtung%26laquo;. I ofern wirkt Noelle-Neuma A ruch, in Alle ach betreibe man exakte Wi e chaft, %26uuml erh%26ouml;ht.

Sel t we die Meinungsumfrage keine Suggestivfragen enthalten w%26uuml;rde, ist es problematisch, statistisch repr%26auml entative Befragungen als Ausdruck %26raquo;der%26laquo; %26ouml;ffentlichen Meinung zu verstehen. Obwohl die demoskopischen Forschungen nur Wahrscheinlichkeiten ermitteln, vermitteln sie ein schei ar objektives Stimmung ild. Vor allem aber reduzieren sie per definitionem komplexe haltungen und Entscheidungen der Gesellschaftsmitglieder auf Alternativen, die von den Forschern vorgegeben werden und mit den A ichten der Befragten nichts zu tun haben m%26uuml en. Eine gr%26ouml zlig;ere Menge unverbindlicher Antworten soll ein politisches Votum darstellen, als ob die Interviewfrage eine A timmung w%26auml;re. Die so erzeugten Prozentzahlen sagen wenig aus, wie der Soziologe Ferdinand T%26ouml ies bereits 1922 wu zlig;te. Der teilte die %26ouml;ffentliche Meinung in unterschiedliche %26raquo;Aggregatzust%26auml de%26laquo; ein: %26raquo;gasf%26ouml;rmig%26laquo; sei sie, we es sich um vage Zuneigungen handelt, %26raquo;fl%26uuml ig%26laquo;, we sie %26Uuml erzeugungen ent richt, und %26raquo;fest%26laquo;, we sie zu politischen handlungen f%26uuml;hrt. Solche qualitativen Unterschiede eben nicht zu machen, ke zeichnet die blo zlig; quantitativ arbeitende Umfragedemoskopie. Sie gibt vor, %26ouml;ffentliche Meinung neutral und objektiv widerzu iegeln, w%26auml;hrend sie diese in Wirklichkeit erzeugt.

Schwindender Einflu zlig;

Obwohl sie ein privates und profitables Meinungsforschungsi titut f%26uuml;hrte, suchte Noelle-Neuma mit ihrem IfD immer die auml;he zur akademischen Forschung. Statt quasiindustriell Daten zu liefern, setzte sie auf Qualit%26auml;t und Meinungsf%26uuml;hrerschaft. Damit das auch in Zukunft so bleibt, gr%26uuml dete sie 1996 die %26raquo tiftung f%26uuml;r Demoskopie%26laquo;, deren Kuratorium %26raquo;in erster Linie aus dem Kreis von F%26uuml;hrungskr%26auml;ften der Wirtschaft%26laquo; (u. a. Ma esma und Nestl%26eacute;) besetzt ist. Das erkl%26auml;rt vielleicht auch die Studie vom Juli dieses Jahres, die sich mit der Ei tellung der Deutschen zur Globalisierung befa zlig;t. Mit dem Erge is aber ist man in Alle ach nicht zufrieden. %26raquo;Die meisten sehen mehr Risiken als Chance laquo;, hei zlig;t es da. Wie ka das sein? %26raquo;Deutschland als weltweit f%26uuml;hrende Exportnation profitiert durch die Globalisierung%26laquo;, schreiben die Verfa er so apodiktisch, wie es nur Wi e chaftler k%26ouml en. Politisches Erke tnisintere e und akademisches Renommee stehen in einer merkw%26uuml;rdigen a ung.

Zum Debakel wurde die Bundestagswahl 2002. In der FAZ stellte man der FDP wochenlang etwa zw%26ouml;lf Prozent der Stimmen in Au icht, tat auml;chlich bekamen die Liberalen gerade einmal 7,4 Prozent. Auch die anderen gro zlig;en Meinungsforschungsi titute hatten sich gr%26uuml dlich blamiert. Obwohl deren politischer Einflu zlig; und Umsatz nach wie vor w%26auml;chst, macht sich in der %26Ouml;ffentlichkeit ein gewi er Zynismus breit. Das liegt daran, da zlig; sich mittlerweile fast alle der Meinungsforschung bedienen und mit Umfragen alles und auch das Gegenteil bewiesen werden soll.

Elisabeth Noelle-Neuma verk%26ouml;rpert wie kaum eine andere die ungebrochene Tradition des ko ervativen Deutschlands, eines politischen Lagers, das sich erst f%26uuml;r die Nazis nicht zu schade war und da die Bundesrepublik pr%26auml;gte. heute werden ihr die Vertreter der F%26uuml;hrungskreise in Politik und Wirtschaft herzlich zum Geburtstag gratulieren. Wirklich ma zlig;geblichen Einflu zlig; aber hat ihr I titut nicht mehr, seit der christdemokratische %26Uuml ervater helmut Kohl nicht mehr Partei und Regierung lenkt. Ihre Macht beruhte vor allem auf per ouml lichen Netzwerken im sogena ten wertko ervativen Lager, das sich tendenziell zersetzt hat. Die neoliberalen Modernisierer in der CDU k%26ouml en mit ihr wenig anfangen und bedienen sich anderer Strategie andere Meinungsfabriken und Lo ygru en sind aufgestiegen. Symptomatisch f%26uuml;r diese Entwicklung: Seit 2001 kl%26auml;rt statt Noelle-Neuma der Chef von EMNID, Klaus-Peter Schoe er, die Partei itze %26uuml er die Sorgen und ouml;te des deutschen Volkes auf.

W%26auml;hrend Alle ach seine Autorit%26auml;t mit der Aura von Wi e chaftlichkeit und Faktentreue st%26uuml;tzte, imitieren neue Kampagnen politische %26raquo;Reformbewegunge laquo; und setzen auf %26raquo;Authentizit%26auml;t%26laquo;. F%26uuml;r Populismus, wie ihn bei ielsweise die %26raquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft%26laquo; verbreitet, ist das Konzept Alle ach zu veraltet. Der Bertelsma -Konzern finanziert das Centrum f%26uuml;r hochschulentwicklung, das sich sel t als %26raquo;unabh%26auml gig, kreativ und umsetzungsorientiert%26laquo; bezeichnet dash; Elisabeth Noelle-Neuma h%26auml;tte gegen ein solches Konzept wiederum mit der harten Faktenlage in der Demoskopie argumentiert, in der es nicht um Unabh%26auml gigkeit usw. geht. Aber trotz ihres schwindenden Einflu es hat sie die Republik gepr%26auml;gt dash; durch ihre u eirrbare %26Uuml erzeugung, da zlig; die %26ouml;ffentliche Meinung den herrschenden folgen wird, we diese nur u eirrt vora chreiten.

Matthias Becker ist freier Journalist und historiker, sein Forschung chwerpunkt ist das faschistische Medie ystem.
Antwort :

Ja, die Signifikanz von Statistiken mu zlig; 95%ige Wahrscheinlichkeit betragen, will man zwischen Ursache und Wirkung eine Beziehung nachweisen.

We 1873 uuml;rger der repr%26auml entative Ma zlig tab f%26uuml;r die Gesamtbev%26ouml;lkerung von 82.310.000 Leuten sein soll,

(Stand 31.12.2006 - Statistisches Bundesamt Deutschland: 2006: Bev%26ouml;lkerungsr%26uuml;ckgang h%26auml;lt an. Pre emitteilung vom 5. Januar 2007 (abgerufen 6. Januar 2007)

da mu zlig; ich wiehern, we daraus auf Mehrheiten geschlo en wird.

Wo ist die Meinung der 8 Mio Arbeitslosen. Sch%26uuml;ler und Rentner ka man von Umfragen au chlie zlig;en, da sie zum gesllschaftlichem Reichtum noch nicht oder nicht mehr beitragen. Der Personenkreis im arbeitsf%26auml;higen Alter sollte befragt werden und zwar gegliedert nach seinem sozialem Status. Einkomme -, Eigentums- und Verm%26ouml;ge verh%26auml;ltni e beeinflu en verf%26auml;lschend die Meinungsverh%26auml;ltni e. herrschaften, die ihr Einkommen- und Verm%26ouml;gen nicht aus eigener Arbeitsleistung gebildet haben, verf%26auml;lschen ebenfalls die Statistik. Alle Einfl%26uuml e die verf%26auml;lschenden Einflu zlig; haben mu zlig; man von der Befragung au chlie zlig;en und schon wird die Au age realistischer.

In jedem Fall dienen Umfragen immer den Machtau uuml enden und sollen ihre Best%26auml digkeit rechtfertigen. Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von joachimkuehnel am 13.02.2007 < an cla ="time">00:29.
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Zitat: Original von joachimkuehnel
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In jedem Fall dienen Umfragen immer den Machtau uuml enden und sollen ihre Best%26auml digkeit rechtfertigen.
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