Frage:
Nat%26uuml;rlich kein U eka ter, de och erz%26uuml;rnt sein Engagement in Sachen freier, radikaler Markt immer wieder: ha -Werner Si , verdie tkreuzausgezeichneter Arbeitgeberknecht, Pr%26auml ident des ifo-I tituts f%26uuml;r Wirtschaftsforschung.
Streitge r%26auml;ch zwischen Christian F%26uuml;hrer, Pfarrer der Nikolaikirche in Leipzig und dem ange rochenen Profe or (BILD meint: Deutschlands bester Profe or - sic!). Dabei wird die me chenverachtende Tendenz des herrn - wieder einmal - ersichtlich:
Zitat:
- dquo;Marktwirtschaft funktioniert mit dem Me chen so, wie er ist: ein egoistisches profit uuml;chtiges Individuum, das seinen Ko um maximieren will.%26ldquo;
- "Die Marktwirtschaft ist nicht gerecht, sondern effizient.%26ldquo;
- dquo;Ungleichheit erzeugt diese Wirtschaftsform schon.%26ldquo;
- dquo;Den %26Auml;rmsten der Armen hier geht es immer noch viel be er, als es dem Durchschnitt uuml;rger im Kommunismus ging, auch we heute die Ungleichheit viel gr%26ouml zlig;er ist.%26ldquo;
- dquo;Je niedriger der Lohn, desto mehr Arbeit ist da.%26ldquo;
- dquo;Wegen der W%26uuml;rde der Me chen hat man Mindestl%26ouml;hne durchgesetzt, aber damit in Wahrheit einen me chenunw%26uuml;rdigen Zustand geschaffen.%26ldquo;
- dquo;We der Me ch billiger ist als der Automat, da wird er nicht ersetzt.%26ldquo;
- dquo;Wir brauchen Loh trukturen, die jedem einen Job geben, und sei es f%26uuml;r einen hungerlohn.%26ldquo;
Zitat:
- dquo;Marktwirtschaft funktioniert mit dem Me chen so, wie er ist: ein egoistisches profit uuml;chtiges Individuum, das seinen Ko um maximieren will.%26ldquo;
Zitat:
- dquo;Marktwirtschaft funktioniert mit dem Me chen so, wie er ist: ein egoistisches profit uuml;chtiges Individuum, das seinen Ko um maximieren will.%26ldquo;
- "Die Marktwirtschaft ist nicht gerecht, sondern effizient.%26ldquo;
- dquo;Ungleichheit erzeugt diese Wirtschaftsform schon.%26ldquo;
- dquo;Den %26Auml;rmsten der Armen hier geht es immer noch viel be er, als es dem Durchschnitt uuml;rger im Kommunismus ging, auch we heute die Ungleichheit viel gr%26ouml zlig;er ist.%26ldquo;
- dquo;Je niedriger der Lohn, desto mehr Arbeit ist da.%26ldquo;
- dquo;Wegen der W%26uuml;rde der Me chen hat man Mindestl%26ouml;hne durchgesetzt, aber damit in Wahrheit einen me chenunw%26uuml;rdigen Zustand geschaffen.%26ldquo;
- dquo;We der Me ch billiger ist als der Automat, da wird er nicht ersetzt.%26ldquo;
- dquo;Wir brauchen Loh trukturen, die jedem einen Job geben, und sei es f%26uuml;r einen hungerlohn.%26ldquo;
Der %26ldquo;Me ch%26rdquo; (soweit man herrn Si so bezeichnen m%26ouml;chte) geht davon aus, da Maschinen wertvoller sind, als Me chen. dquo;Me ch sei ldquo; und das dquo;me chliche Lebe ldquo; ielt sich in seiner Wertvorstellung nur i oweit ab, wie er %26am seine Gleichgesi ten Gewi daraus schlagen k%26ouml en.
Der Rest der Bev%26ouml;lkerung ka (gerne auch von ihm h%26ouml;chstper ouml lich) %26uuml er die Kli e geschoben werden, oder ab in die Brot und iele L%26ouml;wen Arena zur Belustigung der Be erverdienenden. herr Si und seine Kollegen haben sicherlich schon Wetten am laufen, ab wa der Arbeiter Geld mitbringen mu , um seiner Arbeit telle w%26uuml;rdig zu sein.
Lg
__________________
Denken ist Arbeit, Arbeit verbraucht Energie, Energie soll man aren.
Antwort :
Die NachDenkSeiten erhielten einen Leserbrief, der sich auf die Si chen "These quot; beruft und de en g%26auml zliche Abwertung der DDR. Nat%26uuml;rlich ist es subjektiver Eindruck, doch dies ist Si %26Auml;u zlig;erung ebe o:
(Aufgemerkt, herr Kuehnel: Sie d%26uuml;rfen sich in vielen Punkten best%26auml;tigt f%26uuml;hlen, ohne gleich verk%26uuml den zu m%26uuml en, in der DDR sei alles be er gewesen!)
Zitat:
dquo;Ich habe selten einen solchen ideologisch verblendeten, arroganten Unfug gelesen. Den Pfarrer F%26uuml;hrer wird herr Si nie begreifen, geschweige de den Osten dieses Landes.
Die Meinung, fr%26uuml;her im Osten zufriedener gelebt haben zu k%26ouml en, darf man sowieso nicht laut %26auml;u zlig;ern. Da man diese, ohne sie tiefer auszuleuchten, nur den SED-A aratschiks als Erke ungsmerkmal zubilligt, und sie so zur Stigmatisierung kritischer Meinungen benutzt.
Aber mit der Meinung, da da noch etwas fertig zu stellen ist, ist herr F%26uuml;hrer hier im Osten nicht allein.
"Den %26Auml;rmsten der Armen hier geht es immer noch viel be er, als es dem Durchschnitt uuml;rger im Kommunismus ging, auch we heute die Ungleichheit viel gr%26ouml zlig;er ist."
Ich glaube eher oder be er noch - ich wei zlig; es -, da jeder die M%26ouml;glichkeit hatte, ein ausk%26ouml;mmliches Leben zu f%26uuml;hren. Auch w%26uuml;rde ich das Gesellschaftsmodell, was wir erleben mu ten, nicht als dquo;Kommunismu ldquo; bezeichnen. honecker und Co. bezeichneten das Modell merkw%26uuml;rdigerweise als "real existierende quot; Sozialismus. Ich glaube, F%26uuml;hrer zielt auf diesen Sachverhalt ab: "Wir haben u nicht f%26uuml;r eine Wirtschaftsform entschieden. Wir gingen gegen ein politisch ungerechtes und me chenunw%26uuml;rdiges System auf die Stra zlig;e."
Die Leute sind 1989 auch auf die Stra zlig;en gegangen, nicht weil die arkonten leer waren - sondern eher, weil es f%26uuml;r das Geld nichts zu kaufen gab. Die Probleme der Rentner waren mehr gesundheitlicher Art. Meine Urgro zlig;mutter mu te nicht bis 67 arbeiten, sie durfte aus freien St%26uuml;cken - weil sie gern arbeitete - dies bis achtzig tun. Da ist sie an einer Lungenentz%26uuml dung verstorben, nicht weil sie sich die Behandlung nicht leisten ko te. Da es dem Durchschnitt uuml;rger schlechter ging, la e ich nur f%26uuml;r das Angebot in den L%26auml;den gelten. Wir hatten schon "kostenlose" Kinderkri en und -g%26auml;rten, Reihenuntersuchungen, Kre register.....
Wir waren drei Kinder zu hause, meine Mutter hat halbe Tage gearbeitet, mein Vater nicht sonderlich verdient.
Damit war es aber m%26ouml;glich, drei Kindern eine Schulau ildung mit Abitur zu gew%26auml;hren, zwei haben einen hochschula chlu erworben.
Die Schwester hat eine andere berufliche Entwicklung eingeschlagen, die Ihr im Gege atz zu ihren Br%26uuml;dern in diesem Staat in einem Amt eine durchaus als gesichert geltende Existenz beschert hat. Wir Br%26uuml;der haben u dummerweise einen Bauberuf (Beruf mit Zukunft....) ausgesucht. Von dem relativ wenigen Geld haben meine Eltern noch das haus unterhalten, die zwei vermieteten Wohnungen haben nie die Miete eingebracht, um die Unterhaltung zu sichern. Das war sicherlich nicht in Ordnung und f%26uuml;r einen Vermieter ungerecht. Aber es stand nie zur Debatte, zu Ostzeiten bei allen Schwierigkeiten, das haus zu verlieren. Die Chance hat daf%26uuml;r jetzt mein Bruder, auml;mlich durch Arbeitslosigkeit das Lebe werk meiner Eltern zu verlieren.
Meine Frau ko te genauso wie ich studieren, einen guten Beruf ergreifen und diesen lange Jahre au uuml en.
Jedoch jetzt haben wir infolge wiederholter und bereits langj%26auml;hriger Arbeitslosigkeit nur noch das Einkommen meiner Frau zur Verf%26uuml;gung, unterhalb der Kriterien von harztz IV f%26uuml;r eine vierk%26ouml fige Familie. Leben und die Au ildung u erer Kinder finanzieren wir heute vom Ge arten. Wir me en einer guten Au ildung, dem Dr%26auml gen nach Wi en, nach wie vor einen h%26ouml;heren Rang als materiellen Dingen zu. hierbei geht es nicht vordergr%26uuml dig um "Karriere".
herr Si sollte mal denjenigen in der DDR zeigen, ei chlie zlig;lich dem Mindestrentner, der wesentliche Dinge zum Leben von seinem Er arten finanzieren mu te!!
"Je niedriger der Lohn, desto mehr Arbeit ist da."
"We der Me ch billiger ist als der Automat, da wird er nicht ersetzt."
herr Si schl%26auml;gt, ohne im Detail darauf eingehen zu wollen, zur Behebung der Probleme merkw%26uuml;rdigerweise schlicht und einfach die alten "DDR-Werkzeuge" vor. Das vermeintliche Erge is beschreibt er ja allerdings da in schillernden a chreckenden Farben..... (Als %26Ouml;konom hat er offe ar die DDR nie begriffen, i esondere nicht die %26ouml;konomischen Ursachen des Untergangs dieses Landes.) Das l%26auml t mich sehr an seiner Kompetenz zweifeln. Sein Credo f%26ouml;rdert Zur%26uuml;ckbleiben in der Entwicklung!!
Ist doch a urd, oder?%26ldquo;
Idealstaat? hm, guter A atz, aber wir m%26uuml en in prinzipe denken:
Zitat:
dquo;Es kommt hierin zum Vorschein, da zlig; bei dem %26Uuml erma zlig;e des Reichtums die uuml;rgerliche Gesellschaft nicht reich genug ist, d.h. an dem ihr eigent%26uuml;mlichen Verm%26ouml;gen nicht genug besitzt, dem %26Uuml erma zlig;e der Armut und der Erzeugung des ouml els zu steuern."
Zitat:
Ergo: Es gibt einen strukturellen Abgrund in der uuml;rgerlicher Gesellschaft, trotzdem leuchtet die Idee eines sittlichen Gemeinwese %26uuml er u , eine Idee, die nach hegel, nicht so schw%26auml;chlich und nebul%26ouml ist, da sie sich nicht verwirklichen k%26ouml e.
Keine Utopia, sondern der sittlich verantwortliche soziale Recht taat.
Ich gehe davon aus, da Achim derzeit an dem ultimativen Posting arbeitet....
Antwort :
Na ja, der herr Si hat, so sehr ich ihn auch verachte, nicht ganz unrecht mit seiner Ei ch%26auml;tzung der me chlichen Natur. Ich bin durchaus dagegen, selbige heuchlerisch-christlich %26uuml erh%26ouml;hen zu wollen. Der Kapitalismus hat nicht zuletzt deshalb die Formen angenommen, die er jetzt hat, we es nicht einige r%26uuml;cksichtslose Arschl%26ouml;cher g%26auml e, denen es au chlie zlig;lich um egoistische, hedonistische Ziele geht. Und ja, man beobachtet des Me chen Niedertracht ebe o oft im Kleinen. Es gibt sie zuhauf, diejenigen, die immer schreien, da zlig; den Arbeitslosen das Almosen nicht zustehe, welches sie bekommen. Den Kleinkarrierist, der gerne und immer wieder seine Ellbogen ausf%26auml;hrt, Kollegen denunziert und Cheffe bis zum A chlag in den Arsch kriecht. Den jungen, aufstrebenden Politiker im Dauero ortunismus und h%26ouml;rigkeit gege uuml er Industrieintere en. Den Anwalt, der seinen Verdie t aufbe ern will durch Serienabmahnungen. Den netten Nachbarn, der einen beim Amt verpfeift, weil er Leistungsmi zlig rauch vermutet - oder einen einfach nicht leiden ka . Den eifrigen Schmierenjournalisten, der verleumderische Artikel %26uuml er Randgru en schreibt, um sich sel t gutzutun. Die Liste ist endlos.
Nein, liebe Leute, die vulg%26auml;r ychologische Anwendung der Jung'schen Schattentheorie ka nicht immer herhalten, we es um die Erkundung, Bewertung und vielleicht auch Selig rechung der me chlichen Natur gehen soll. Es ist NIChT immer das, was man an sich sel t als defizit%26auml;r entlarvt hat, was einen am anderen st%26ouml;rt. Nein, es reicht auch oft ein einfacher Blick aus dem Fe ter, um das kalte Kotzen zu kriegen. Es reicht, we man nach der i eren Emigration kurz den Kopf aus dem Loch reckt, um ihn a chlie zlig;end erschrocken ob des Dargebotenen wieder einzuziehen.
__________________
hier ist Deutschland. hier wird nicht rebelliert. hier auml;uft man sich
'ne Wampe an, kotzt den Stammtisch voll und tr%26auml;umt davon, das
BILD-Pinup zu pimpern.
Antwort :
Zu erg%26auml zen w%26auml;re die Frage, wer de der Christian F%26uuml;hrer ist?
Es ist der Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche. Von hier gingen die Montagsdemos aus und F%26uuml;hrer leistet auch F%26uuml;rbitte f%26uuml;r die zwei deutschen Geiseln einer auml;chsischen Firma, die trotz beka ter Warnungen des Ausw%26auml;rtigen Amts ihre Monteure in den Iran schickte.
Es wird Zeit, den Chef dieser Firma ordentlich zur Ka e zu bitten und vor Gericht zu stellen oder ihne gegen die Geiseln auszutauschen.
Die Disku ion zwischen Fuhrer und Si im Wortlaut:
chrismon - das evangelische Online-Magazin: Begegnungen - L%26ouml;hne senken, Arbeit teilen? Was ist m%26ouml;glich, was ist gerecht?
Der Pfarrer streitet f%26uuml;r eine Revolution, der %26Ouml;konom will den Kombilohn.
ChRISTIAN F%26Uuml;hRER, 63, ist seit 1980 Pfarrer an der Nikolaikirche in Leipzig. Er war Mitinitiator der Leipziger Montagsdemo trationen und Friede gebete, die ma zlig;geblich zur friedlichen Revolution in der DDR beitrugen. 1996 k%26auml;mpfte er mit Brauereiarbeitern erfolgreich gegen eine Betrie chlie zlig;ung, auml;ter geh%26ouml;rte er zu den Organisatoren des Protestes gegen die Arbeitsmarktreform hartz IV.
hA -WERNER SI , 58, ist Pr%26auml ident des Ifo I tituts f%26uuml;r Wirtschaftsforschung und Profe or f%26uuml;r National%26ouml;konomie und Finanzwi e chaft in M%26uuml chen. Si war einer der hauptkritiker des wirtschaftlichen Vereinigung roze es. Sein j%26uuml gstes Buch dquo;Die Basar-%26Ouml;konomie%26ldquo; befa t sich mit den Auswirkungen der Globalisierung auf Deutschland. Zuletzt trat er vor allem als Bef%26uuml;rworter eines Niedrigloh ektors auf.
---------------------------------------------------------------------------
-----
chrismon: Manche Me chen verdienen in Deutschland in wenigen Minuten so viel Geld wie andere in einem ganzen Monat. Ist das ungerecht, herr Si ?
hA -WERNER SI : Ja, ohne Zweifel. Aber wir leben in einer Marktwirtschaft, und da wird nicht nach Gerechtigkeit entlohnt, sondern nach Kna heit, nach Angebot und Nachfrage. Die Marktwirtschaft ist nicht gerecht, sondern effizient.
ChRISTIAN F%26Uuml;hRER: Die Marktwirtschaft hat %26uuml erhaupt kein Intere e an Gerechtigkeit. Sie hat ganz andere Ziele. Profitmaximierung zum Bei iel. Aber das darf nicht so weit gehen, da eine v%26ouml;llig neue Kla e von Me chen entsteht, die so viel verdient, da sie mit dem normalen Leben gar nichts mehr anfangen ka . Die nicht wei zlig;, was ein halbes Pfund Butter kostet. Aber diese Leute sagen sich vielleicht: dquo;Das Geld steht mir zu. Warum soll ich nicht nehmen, was ich verdienen ka ? Da w%26auml;re ich doch bl%26ouml;d!%26ldquo;
SI : Was st%26ouml;rt Sie daran, we es Me chen gibt, die mehr verdienen? Das ist in u erem System nun mal so.
F%26Uuml;hRER: Aber das mu doch anders gehen k%26ouml en. Nur wie, das ist mir schleierhaft. Wir werden aufgrund dieser Wirtschaftsform immer eine Gesellschaft haben, die ungerecht ist und %26uuml er Leichen geht.
SI : %26Uuml er Leichen gehen dash; das ist ma zlig;los %26uuml ertrieben. Aber Ungleichheit erzeugt diese Wirtschaftsform schon.
F%26Uuml;hRER: We Sie zum Bei iel sehen, da Josef Ackerma , Chef der Deutschen Bank, im Ma esma -Proze mit dem Siegeszeichen im Gericht aal steht und ein paar Millionen...
SI : . . . das hei zlig;t doch nicht, da er %26uuml er Leichen geht!
F%26Uuml;hRER: Ich wollte nur sagen, wie das wirkt: Die Me chen nehmen so eine Geste au zlig;erordentlich er t, vor allem we sie sel t mit 490 Euro im Monat auskommen m%26uuml en. Wir k%26ouml ten ja ein Experiment machen und sagen: dquo a t mal auf, ihr Reichen! Lebt mal einen Monat von 490 Euro! Ihr werdet merken: Ihr m%26uuml t schon bei der Stra zlig;e ahn %26uuml erlegen, ob ihr fahren k%26ouml t. Ihr m%26uuml t %26uuml erlegen, ob ihr ein Schnitzel in einer Gastst%26auml;tte e en k%26ouml t.%26ldquo; So k%26ouml ten die Leute verlorene Bodenhaftung zur%26uuml;ckgewi en.
SI : Die Ma esma -Geschichte stinkt tat auml;chlich zum himmel. Die Abfindungen gehen %26uuml er das hinaus, was vertraglich verei art war. Das kommt in die auml;he krimineller Delikte und wird vor Gericht verhandelt. Das Problem ist aber herr E er, Exchef der Ma esma AG, nicht herr Ackerma . Der war nur u e ibel. Wir k%26ouml en Manager, blo zlig; weil sie viel verdienen, nicht einfach verpflichten, einen Monat mit 490 Euro auszukommen. We ein Staat so eingreifen k%26ouml te, da h%26auml;tte er ja Machtmittel in der hand, eine Diktatur auszu%26uuml en.
F%26Uuml;hRER: V%26ouml;llig richtig. Ich hatte das auch nicht als Zwang gedacht, sondern als eine Art %26Uuml ung.
SI : Als eine geistige %26Uuml ung f%26uuml;r manche Manager w%26auml;re das okay. Nur: Die werden das nicht machen.
DER PFARRER: dquo;Die Demokratie verdient eine be ere Wirtschaftsordnung%26ldquo;
chrismon: Wo k%26ouml te man stattde en a etzen?
F%26Uuml;hRER: Die Demokratie als bisher beste politische Ordnung verdient eine be ere Wirtschaftsordnung. Die Marktwirtschaft hat mit Demokratie nichts zu tun. Ist es notwendig, da eine so hervorragende politische Ordnung ausgerechnet mit einer solchen Wirtschaftsform verbunden ist? Gibt es Alternativen?
SI : K%26ouml te man sich eine Revolution vorstellen, die ein be eres System schafft? Nein. Den %26Auml;rmsten der Armen hier geht es immer noch viel be er, als es dem Durchschnitt uuml;rger im Kommunismus ging, auch we heute die Ungleichheit viel gr%26ouml zlig;er ist. Man ka nat%26uuml;rlich sagen: Ich ziehe es vor, in einem %26auml;rmeren System zu leben, we dort alle gleichm%26auml zlig;ig arm sind. Neidvolle Me chen w%26uuml;rden sich vielleicht so entscheiden. Aber die DDR- uuml;rger haben ihr System gegen ein anderes mit mehr Wohlstand und Ungleichheit eingetauscht. Sie sel t %26uuml rige auch, herr F%26uuml;hrer.
F%26Uuml;hRER: Wir haben u nicht f%26uuml;r eine Wirtschaftsform entschieden. Wir gingen gegen ein politisch ungerechtes und me chenunw%26uuml;rdiges System auf die Stra zlig;e.
SI : Man wollte den A chlu an den Westen gar nicht? Die D-Mark?
F%26Uuml;hRER: Den A chlu an den Westen wollten sicher viele, und die D-Mark. dquo;Visafrei bis Shanghai%26ldquo; oder dquo;Es gibt viel zu holen, packen wir%26rsquo ei ldquo; dash; von diesen Zielen sind sie t%26uuml;chtig entt%26auml;uscht worden. Wir hatten hier in DDR-Zeiten ja den theoretischen Materialismus-Atheismus. Der war nicht sehr attraktiv. Als aber die Zeit der Marktwirtschaft a rach, dachte ich: Jetzt kommt die gef%26auml;hrliche Zeit, der praktische Atheismus-Materialismus.
chrismon: Warum gef%26auml;hrlich?
F%26Uuml;hRER: F%26uuml;r u als Kirche und f%26uuml;r u ere Glaubw%26uuml;rdigkeit ist es gef%26auml;hrlich. Wir treten ein f%26uuml;r Gerechtigkeit. Aber die ganze Gesellschaft ist darauf aus, mit ihrer Werbung und allen Klugheiten der ychologie die Leute in den Kreislauf des Kaufe , Kaufe , Kaufe zu ziehen.
SI : Vielleicht sollten Sie die Me chen so nehmen, wie sie sind. Die wollen eben nicht nur satt werden, die wollen auch noch auf die Kanarischen I eln fahren, ihr Auto haben und ihren Videorecorder...
F%26Uuml;hRER: ...richtig, aber es ist doch nicht ouml;tig, auf die Kanarischen I eln zu fahren, we ich die Miete nicht zahlen ka .
SI : Nein, nat%26uuml;rlich nicht. Aber die materiellen Bed%26uuml;rfni e sind eben da. Das ist doch nicht verwerflich, oder?
F%26Uuml;hRER: Diese Gesellschaft heizt die Ma zlig;losigkeit an. Es ge uuml;gt nicht, einmal im Jahr auf die Kanaren zu fliegen dash; da ist immer noch mehr. Diese Ma zlig;losigkeit wird pausenlos erzeugt. Da kommt der Me ch in eine haltung hinein, die ihn nie zufrieden sein l%26auml t. Und da gibt es diejenigen, die nicht mehr mitk%26ouml en, die Arbeitslosen. Denen empfehle ich die Geschichte von den Bremer Stadtmusikanten. Die hauptfiguren, die Tiere, sind ja alle ausrangiert worden. Sie haben sich zusammengetan und den R%26auml;ubern, die ihre Beute verteilten, einen m%26auml;chtigen Schrecken eingejagt. Der zweite Teil der friedlichen Revolution ist bei u noch nicht durchgef%26uuml;hrt.
SI : Was meinen Sie damit? Was soll jetzt noch kommen?
F%26Uuml;hRER: Eine neue Wirtschaftsordnung. Das Ziel ist eine friedliche Revolution, analog zu der politischen friedlichen Revolution in der DDR. In der Regel ist es so, da die Me chheit erst am Rande des Abgrunds entscheidet und da umdreht. Deshalb sage ich lieber jetzt schon zu den Arbeitslosen: dquo;Leute, wir melden u zu Wort! Wir sind eine Kraft in dieser Gesellschaft, la t euch was einfallen!%26ldquo;
chrismon: Wie soll das gehen?
F%26Uuml;hRER: Wir m%26uuml en helfen, ihnen eine Stimme geben...
SI : ...da k%26ouml en wir beide doch zusammenarbeiten dash; Sie k%26ouml en den Protest organisieren, und ich ka den Arbeitslosen sagen, was man machen m%26uuml te, um ihnen Besch%26auml;ftigung zu geben. Aber wir m%26uuml ten u schon einigen, wohin wir wollen.
F%26Uuml;hRER: Und das ist das Schwierige. Vielleicht sollten wir die Jesus-Mentalit%26auml;t des Teile wieder in Betracht ziehen. Ich sag das jetzt als Laie und nicht als Wirtschaftsfachma : Das Gut Arbeit wird mit fortschreitender Technisierung immer kleiner.
SI : Und da mu man die Arbeit teilen?
F%26Uuml;hRER: Genau. Arbeit und Einkommen sollten geteilt werden.
SI : Da bin ich nicht Ihrer Meinung.
F%26Uuml;hRER: Wir Me chen stehen doch irgendwa in Zukunft hinter der Scheibe, wie heute die Tiere im Zoo, alle arbeitslos, weil es nichts mehr zu tun gibt, und betrachten eine Glitzer-Welt. Aber wir wollen u er Geld lieber verdienen, nicht als Almosen bekommen. Mir f%26auml;llt da nichts Be eres ein als das Teilen. Nicht anders verh%26auml;lt es sich mit jedem Stadtetat: Ich ka nur das Geld ausgeben, das da ist. So m%26uuml en wir auch dahin kommen, Arbeit und Einkommen m%26ouml;glichst gerecht unter den Me chen zu verteilen.
SI : Die Analogie ist falsch. Das Stadtbudget ist vorgegeben. Der Arbeitskuchen nicht. Wie viel Arbeit vorhanden ist, h%26auml gt von den Loh trukturen in einer Gesellschaft ab. Je niedriger der Lohn, desto mehr Arbeit ist da. Man ka den Jobkuchen gr%26ouml zlig;er machen, we man den Lohn f%26uuml;r einfache Arbeit senkt. Da wir in Deutschland eine so hohe Arbeitslosigkeit haben, liegt nicht daran, da der technische Fortschritt vom himmel kam und da die Arbeit vernichtet hat. Fortschritt gibt es %26uuml erall auf der Welt, aber nirgends gibt es so viele Arbeitslose unter den Geringqualifizierten wie bei u .
DER PFARRER: dquo;Wir m%26uuml en Arbeit und Einkommen gerecht verteile ldquo;
chrismon: Wo liegen de hausgemachte Gr%26uuml de f%26uuml;r die hohe Arbeitslosigkeit?
SI : An der Art, wie wir den Sozialstaat ko truiert haben. Er definiert unter Gerechtigkeitsgesicht unkten bestimmte Loh tandards. Und we man zu solchen L%26ouml;hnen keinen Job findet, sagt der Sozialstaat: Ihr k%26ouml t auch zu mir kommen, Leute, ich gebe euch das Geld auch so. Diese Strategie f%26uuml;hrt zur Ma enarbeitslosigkeit, weil sie die einfache Arbeit f%26uuml;r die Unternehmen zu teuer macht. Die Gesellschaft wird zweigeteilt in Me chen mit und Me chen ohne Arbeit. Wegen der W%26uuml;rde der Me chen hat man Mindestl%26ouml;hne durchgesetzt, aber damit in Wahrheit einen me chenunw%26uuml;rdigen Zustand geschaffen.
F%26Uuml;hRER: Aber wie schaffen wir Arbeit?
SI : Mit meinem Kombilohn-Modell, das jetzt %26uuml erall diskutiert wird. Wir m%26uuml en den Lohn f%26uuml;r einfache Arbeit marktm%26auml zlig;ig bestimmen la en. Das hei zlig;t, da der Lohn f%26uuml;r solche Arbeit niedriger sein wird als heute. Der Staat mu da einen Lohnzuschu zahlen. heute gibt der Sozialstaat sein Geld f%26uuml;rs Wegbleiben von der Arbeit aus. In meinem System f%26uuml;rs Mitmachen. Das halte ich f%26uuml;r sozialer.
F%26Uuml;hRER: Aber ka der Arbeitskuchen wieder gr%26ouml zlig;er werden? Viele T%26auml;tigkeiten sind doch reihenweise weggefallen. In meiner Kindheit habe ich gesehen, wie auch die Geringqualifizierten ihren Platz finden ko ten. Am hauptbahnhof waren Fahrkartenh%26auml;uschen, in jedem Stra zlig;e ahnwagen war ein Schaffner.
SI : So ist es. Es gibt viele Bei iele, wo Automaten Me chen ersetzt haben, weil sie billiger waren. We der Me ch billiger ist als der Automat, da wird er nicht ersetzt.
F%26Uuml;hRER: Das k%26ouml en die Me chen aber nicht schaffen. Denken Sie an den Seidenweberaufstand im 19. Jahrhundert in Lyon. Die Me chen ko ten mit ihrer h%26auml de Arbeit nicht erschaffen, was mit den Dampfwe t%26uuml;hlen m%26ouml;glich war. Also haben sie die Maschinen totgeschlagen, weil sie sagten: Die sind u er Ungl%26uuml;ck.
SI : Dieser A atz hat sich zum Gl%26uuml;ck nicht durchgesetzt. Die Maschinen waren auml;mlich ein Segen und kein Fluch, weil sie den Wohlstand der Me chen vergr%26ouml zlig;ert haben.
F%26Uuml;hRER: Aber das Problem ist nicht gel%26ouml t worden.
SI : heute steht der deutsche Arbeitnehmer nicht nur im Wettbewerb mit Maschinen, sondern auch mit den Arbeitern der exkommunistischen L%26auml der, die bereit sind, f%26uuml;r einen A el und ein Ei zu arbeiten. Man ka dem Wettbewerb nicht ausweichen. Man mu die Loh trukturen akzeptieren, die sich daraus ergeben. Nach u eren Sch%26auml;tzungen m%26uuml te der Lohn f%26uuml;r einfache Arbeit etwa ein Drittel niedriger sein, um drei Millionen Jo f%26uuml;r Geringqualifizierte zu schaffen. Wir brauchen Loh trukturen, die jedem einen Job geben, und sei es f%26uuml;r einen hungerlohn. Da mu der Staat etwas dazuzahlen.
chrismon: Aber wollen wir das Loh iveau in Deutschland so dr%26uuml;cken, da wir China unterbieten k%26ouml en?
SI : Nein, auf das chinesische Niveau m%26uuml en wir nicht, de wir sind viel produktiver, weil wir ein be eres Recht ystem und eine be ere Infrastruktur haben. Man ka so viel teurer sein, wie man be er ist, aber eben nicht noch teurer. Eine Senkung um ein Drittel im unteren Loh ereich reicht. Der Staat mu den Niedriglohn da um einen Lohnzuschu erg%26auml zen, damit der Lebe tandard gesichert bleibt.
F%26Uuml;hRER: Da hat Ihr Modell etwas f%26uuml;r sich. Mehr Arbeit durch niedrigere L%26ouml;hne und die ausgleichen mit der Summe, die ohnehin ausgegeben wird, so da der Me ch nicht unter unw%26uuml;rdigen Bedingungen leben m%26uuml te... Ich bin ganz erstaunt, da wir da Gemei amkeiten finden. Bisher schien mir nur der andere Weg denkbar: Die vorhandene Arbeit m%26ouml;glichst gerecht zu verteilen. Aber auch mit Kombilohn bleibt die grund auml;tzliche Systemfrage: Am Ende des Sozialismus rachen einige noch vom dquo;verbe erlichen Sozialismu ldquo;...
SI : Was ist de das? Ist das ein deutsches Wort?
F%26Uuml;hRER: Na ja, nicht schlechter als: dquo;Das rechnet sich nicht.%26ldquo; Das ist ja ein ebe o verzweifeltes Deutsch. Jedenfalls versuchte man damals, am DDR-System rumzudoktern dash; aber jeder, der das System ka te, wu te, da es so nicht zu ver%26auml dern ist. Ich denke, so ist das auch mit der Marktwirtschaft: Eine Schade anzeige f%26uuml;r die Marktwirtschaft ist die Ma enarbeitslosigkeit. Ich habe den Verdacht, fast die Gewi heit, da sich die Marktwirtschaft genauso wenig me chlich gestalten l%26auml t wie der Sozialismus.
SI : Da bin ich anderer Meinung. Die gro zlig;e Arbeitslosigkeit ist kein Erge is der Marktwirtschaft per se. Sie ist eine Folge des Versuchs, die L%26ouml;hne unter Gerechtigkeitsgesicht unkten festzulegen.
DER PROFE OR: dquo;Wir brauchen niedrigere L%26ouml;hne f%26uuml;r einfache Arbeit%26ldquo;
F%26Uuml;hRER: Der Sozialismus, so schlecht er war, hatte den A ruch: dquo;Wir sind die me chlichere Ordnung.%26ldquo; Das hat den Kapitalismus des Weste dazu ge ouml;tigt zu sagen: dquo;Wir sind auch eine me chliche Ordnung%26ldquo;, aber mit dem Fall des Sozialismus ist der einzige und letzte Konkurrent weggefallen.
SI : An dem Argument ist was dran. Der Westen mu te fr%26uuml;her viele Reformen im sozialen Bereich durchf%26uuml;hren, weil es die Konkurrenz des Sozialismus im anderen Teil Deutschlands gab.
F%26Uuml;hRER: Der Sozialismus als System ist theoretisch dem Christlichen wesentlich auml;her als der Kapitalismus. Er ist die auml;kularisierte Reich-Gottes-Vorstellung.
SI : Na ja. Ich bin zwar kein Theologe, aber das scheint mir doch eine gewagte These zu sein.
F%26Uuml;hRER: Von der Idee her, als Theorie.
SI : Wirklich? Der Sozialismus braucht den guten Me chen. Und die christliche A ahme ist doch, da der Me ch ouml e ist, oder stimmt das nicht?
F%26Uuml;hRER: Der Me ch ist beides. Wie Luther gesagt hat: uuml dig und gerechtfertigt zugleich.
SI : Aber darin liegt doch ein gro zlig;er Unterschied zum sozialistischen Me che ild.
F%26Uuml;hRER: Sel tverst%26auml dlich. Der Sozialismus mu te scheitern, weil er den Me chen falsch gesehen hat, weil er die uuml de ausgeblendet hat.
SI : Und wi en Sie: Das ist der Vorteil der Marktwirtschaft. Die funktioniert mit uuml de.
F%26Uuml;hRER: Aber da ist zu viel uuml de und wenig Gerechtigkeit.
SI : Die Marktwirtschaft ist ein System, das keine guten Me chen braucht. Marktwirtschaft funktioniert mit dem Me chen so, wie er ist: ein egoistisches profit uuml;chtiges Individuum, das seinen Ko um maximieren will.
F%26Uuml;hRER: Aber mit der Folge, da diese Gesellschaft tat auml;chlich %26uuml er Leichen geht. In Deutschland ka man das noch nicht so deutlich sehen wie in anderen L%26auml dern, wo eine brutalere Marktwirtschaft herrscht, zum Bei iel in Ru land.
SI : Nicht die Marktwirtschaft geht %26uuml er Leichen, sondern der Kommunismus. Da mu die Leistung vom Kommi ar mit der Pistole in der hand erzwungen werden. Mir ist es lieber, we die Leistung duch Geld hervorgelockt wird, auch we dabei steinreiche Unternehmer entstehen.
F%26Uuml;hRER: Was ich dieser Gesellschaft permanent anlaste, ist, da sie den Me chen zur uuml de anreizt, zur Ma zlig;losigkeit. Die Ma zlig;losigkeit wird dieses System einmal vernichten.
SI : Nein, das wird sie nicht. Auch mir gef%26auml;llt die Ma zlig;losigkeit nicht, aber ich halte sie f%26uuml;r ungef%26auml;hrlich.
F%26Uuml;hRER: Was die Me chen an Ma zlig;losigkeit haben, ge uuml;gt schon.
SI : D%26rsquo;accord.
MODERATION: NILS hUSMA UND AXEL REIMA