Das Netzwerk Der herrschaft

Frage: auf indymedia erscheint zur zeit eine reihe von artikeln unter dem thema ''das netzwerk der macht - Anarchistische Analysen der I titutionen, Strukturen und Systeme der herrschaft und Au eutung, um sie zu debattieren, zu entwickeln und danach zu handeln''.

ich m%26ouml;chte diese texte gern der geneigten fore enutzerschaft vorstellig werden la en.

Zitat:

DAS NETZWERK DER hERRSChAFT - 1. TEIL

von die eule - 27.04.2006 19:14
Anarchistische Analysen der I titutionen, Strukturen und Systeme der herrschaft und Au eutung, um sie zu debattieren, zu entwickeln und danach zu handeln

von Wolfi Landstreicher
%26uuml ersetzt durch die eule
EINF%26Uuml;hRUNG

Die folgende Abhandlung untersucht einige der zahlreichen I titutionen, Strukturen, Systeme und Beziehungen der herrschaft und Au eutung, welche u ere gegenw%26auml;rtige Existenz bestimmen. Diese Auf auml;tze bea ichtigen weder, umfa ende oder letzte Antworten zu geben, sondern vielmehr Teil einer Disku ion zu sein, von welcher ich hoffe, da sie in anarchistischen Kreisen auf die Entwicklung einer ezifisch anarchistischen, theoretischen Erforschung u erer Realit%26auml;t zielt. Ein gro er Teil der gegenw%26auml;rtigen Analysen anarchistischer Kreise ist von marxistischen und postmodernen Kategorien und Konzepten abh%26auml gig. Diese m%26ouml;gen uuml;tzlich sein, sie jedoch a priori zu akzeptieren, ohne die soziale Realit%26auml;t in Beziehung zu u eren ezifisch anarchistischen, revolutio auml;ren Projekten zu erforschen, zeigt intellektuelle Faulheit. So hoffe ich, da wir damit begi en k%26ouml en, die Welt in Beziehung zu u eren eigenen Projekten, Tr%26auml;umen und W%26uuml chen zu diskutieren, dabei sicherlich alle Analysen verwendend, die u uuml;tzlich erscheinen, um damit u er eigenes theoretisches und praktisches, revolutio auml;res Projekt zu erschaffen.


DIE MAChT DES STAATES

Es ist heutzutage, sel t in anarchistischen Kreisen, nichts Ungew%26ouml;hnliches, den Staat als reinen Diener von Multinationalen, dem IWF, der Weltbank und anderen internationalen wirtschaftlichen I titutionen zu beschreiben. Dieser Per ektive folgend ist der Staat nicht im Besitze der Macht, sondern vielmehr der Koordinator der I titutionen der sozialen Kontrolle, durch welche Firmenm%26auml;chte ihre Macht aufrechterhalten. hiervon ausgehend ist es m%26ouml;glich, zur Entwicklung eines revolutio auml;ren, anarchistischen Projekts ziemlich nachteilig stehende Schlu folgerungen zu ziehen. We der Staat eine haupt auml;chlich politische Struktur zur Aufrechterhaltung der Stabilit%26auml;t w%26auml;re, die da ihrerseits vielmehr im Die te der gro en wirtschaftlichen M%26auml;chte stehen w%26uuml;rde als eine Macht in eigenem Recht und mit eigenen durch herrschaft und Repre ion aufrecht erhaltenen Intere en zu sein, da k%26ouml te er in Form einer i titutionellen O osition zur Macht der Multinationalendemokratisch reformiert werden. Es w%26uuml;rde blo eine Sache des dquo;Volke ldquo; sein, eine Gegenmacht zu werden und die Kontrolle %26uuml er den Staat zu %26uuml ernehmen. Eine solche Idee scheint der a urden Vorstellung gewi er zeitge ouml ischer Antikapitalisten zugrunde zu liegen, da wir die Intere en von Nationalstaaten gegen die internationalen %26ouml;konomischen I titutionen unterst%26uuml;tzen sollten. Ein klareres Verst%26auml dnis des Staates ist ouml;tig, um diesem Trend entgegen zu wirken.
Der Staat k%26ouml te nicht existieren, we u u ere F%26auml;higkeit, die Bedingungen u erer Existenz als Individuen in freien Gemei chaften untereinander zu bestimmen, nicht weggenommen worden w%26auml;re. Diese Enteignung ist die fundamentale soziale Entfremdung, welche die Basis f%26uuml;r jegliche herrschaft und Au eutung darstellt. Diese Entfremdung ka richtigerweise mit dem A tieg von Eigentum (ich sage Eigentum als solches und nicht nur Privateigentum, weil schon sehr fr%26uuml;h ein gro er Teil des Eigentums i titutionell war dash; in Staat esitz) festgestellt werden. Eigentum ka als der exklusive A ruch gewi er Individuen und I titutionen an hilfsmitteln, R%26auml;umen und Materialien, die existenziell notwendig sind, definiert werden, womit sie f%26uuml;r andere unzug%26auml glich werden. Dieser A ruch wird durch explizite oder implizite Gewalt durchgesetzt. Nicht l%26auml ger frei, zu nehmen was immer ouml;tig ist um das eigene Leben zu leben, sind die Enteigneten dazu gezwungen, sich den Bedingungen der sel t-bestimmten Besitzern von Eigentum anzupa en um ihre Existenz aufrecht zu erhalten, welche somit eine Existenz in Knechtschaft darstellt. Der Staat ist die I titutionalisierung dieses Proze es, welcher die Entfremdung der F%26auml;higkeit von Individuen, die Bedingungen ihrer eigenen Existenz zu bestimmen, zur Anh%26auml;ufung von Macht in den h%26auml den von wenigen verwandelt.
Der Versuch zu bestimmen, ob die Anh%26auml;ufung von Macht oder die Anh%26auml;ufung von Wohlstand den Vorrang hatte, als der Staat entstand, ist nichtig und u ouml;tig. Jetzt sind sie sicherlich beide gr%26uuml dlich integriert. Es scheint nicht wahrscheinlich, da der Staat die erste I titution war, die Eigentum angeh%26auml;uft hat um unter seiner Kontrolle %26Uuml ersch%26uuml e zu erschaffen, %26Uuml erschu e, die ihm wirkliche Macht %26uuml er die sozialen Bedingungen geben, unter denen seine Subjekte existieren mu ten. Diese %26Uuml erschu e erlaubten es ihm, verschiedene I titutionen zu entwickeln, die seine Macht verst%26auml;rkten: milit%26auml;rische I titutionen, religi%26ouml e/ideologische I titutionen, uuml;rokratische I titutionen, polizeiliche I titutionen und so weiter. Somit ka der Staat von seinen Ur r%26uuml gen her, als Kapitalist in eigenem Recht gesehen werden, mit eigenen ezifischen wirtschaftlichen Intere en, die pr%26auml;zise dazu dienen, seine Macht %26uuml er die Bedingungen der sozialen Existenz zu garantieren.
Wie jeder Kapitalist versieht der Staat einen ezifischen Die t mit einem Preis. Oder genauer, der Staat erbringt zwei wesentlich verbundene Die te: den Schutz von Eigentum und den sozialen Frieden. Er bietet den Schutz von Privateigentum durch ein System von Gesetzen, welche dieses definieren und limitieren, und durch Waffengewalt werden diese Gesetze durchgesetzt. Eigentlich ka gesagt werden, da Privateigentum nur da wirklich existieren ka , we staatliche Einrichtungen vorhanden sind, um es vor denen zu besch%26uuml;tzen, die sich einfach nehmen, was sie wollen dash; ohne diesen i titutionellen Schutz gibt es einen klaren Konflikt von individuellen Intere en. Das ist der Grund, warum Stirner Privateigentum als eine Form von sozialem oder staatlichem Eigentum beschrieben hat, das von einzelnen jedoch verachtet wird. Der Staat besorgt auch den Schutz der dquo;Gew%26ouml;hnliche ldquo; vor externen Dieben und vor seite des Staates als Mi rauch bestimmtes Verhalten durch Gesetz und Waffengewalt. Als einziger Besch%26uuml;tzer jeglichen Eigentums i erhalb seiner Grenzen dash; eine Rolle, welche durch das staatliche Gewaltmonopol aufrechterhalten wird - , etabliert er eine konkrete Kontrolle %26uuml er all dieses Eigentum (nat%26uuml;rlich auf seine reellen M%26ouml;glichkeiten bezogen, diese Kontrolle auszu%26uuml en). Daher besteht der Preis f%26uuml;r diesen Schutz nicht nur aus Steuern und verschieden Formen obligatorischer Die te, sondern auch aus der %26Uuml erei timmung der Rollen, die notwendig ist f%26uuml;r den sozialen A arat, der den Staat aufrechterh%26auml;lt und die Akzeptanz von, im besten Falle, einer Beziehung von Vasallentum zum Staat, welcher jegliches Eigentum oder jeden %26ouml;ffentlichen Raum dquo;in %26ouml;ffentlichem Intere e%26ldquo; jederzeit bea ruchen ka . Die Existenz von Eigentum verlangt den Schutz des Staates, und die Existenz des Staates erh%26auml;lt Eigentum, aber letztlich immer als Staatseigentum, egal wie dquo rivat%26ldquo; es angeblich ist.
Der Staat besch%26uuml;tzt das Eigentum durch die dem Gesetz i ewohnende, implizite Gewalt und durch die explizite Gewalt von Milit%26auml;r und Polizei, und dies sind dieselben Mittel, wodurch er den sozialen Frieden aufrecht erh%26auml;lt. Die Gewalt, wodurch die Me chen ihrer M%26ouml;glichkeiten, das Leben nach eigenen Bedingungen zu gestalten, enteignet werden, ist nichts geringeres als ein sozialer Krieg, welcher sich durch die soziale Ordnung t%26auml;glich manifestiert, und zwar in einem meist schrittweise (aber manchmal auch so schnell wie eine Polizeikugel) vor sich gehenden Gemetzel derjenigen, die ausgebeutet, ausgeschlo en und marginalisiert werden. We angegriffene Me chen begi en, ihren Feind zu erke en, reagieren sie h%26auml;ufig mit einem Gegenangriff. Die staatliche Aufgabe, den sozialen Frieden zu gew%26auml;hrleisten, ist also ein Akt des sozialen Krieges der Regierenden gegen die Regierten dash; die Unterdr%26uuml;ckung und Vorbeugung von jeglichen solchen Gegenangriffen. Die Gewalt der Regierenden gegen die Regierten ist sozialem Frieden i ewohnend. Aber ein sozialer Friede, welcher einzig auf brutaler Gewalt gr%26uuml det, ist immer u icher. F%26uuml;r den Staat ist es notwendig, den Me chen die Idee in den Kopf zu setzen, da sie in der fortw%26auml;hrenden Existenz des Staates und in der sozialen Ordnung, die er gew%26auml;hrleistet, Anteil haben. Dies mag wie im alten %26Auml;gypten geschehen, wo religi%26ouml e Propaganda den Gotte tatus des Pharaos gew%26auml;hrleistete, um die Erpre ung zu rechtfertigen, da er vom ganzen %26uuml ersch%26uuml igen Getreide Besitz ergreifen ko te und damit die Population in Zeiten des hungers a olut von seinem guten Willen abh%26auml gig machte. Oder es mag in der Form von staatlichen I titutionen f%26uuml;r demokratische Teilnahme stattfinden, welche eine feinere Form der Erpre ung darstellt, wodurch wir verpflichtet sind teilzunehmen, we wir u beklagen wollen, wo wir aber auch verpflichtet sind, den dquo;Willen des Volke ldquo; zu akzeptieren. hinter all diesen Formen der Erpre ung - ob fein oder offe ichtlich dash; stehen aber trotzdem immer Waffen, Gef%26auml gni e, Soldaten und Polizisten, und dies ist die E enz des Staates und des sozialen Friede . Der Rest ist blo Furnier.
Obwohl der Staat als Kapitalist betrachtet werden ka (in dem Si e, da er Macht in einem dialektischen Proze durch die Anh%26auml;ufung von %26uuml ersch%26uuml igem Wohlstand vergr%26ouml ert), ist der Kapitalismus, wie wir ihn mit seinen dquo rivate ldquo; wirtschaftlichen Situationen ke en, eine relativ neue Entwicklung, die mit dem Begi der modernen %26Auml;ra verbunden werden ka . Diese Entwicklung hat sicherlich einige bedeutende Ver%26auml derungen in den Dynamiken der Macht produziert, seit ein bedeutender Teil der regierenden Kla e jetzt nicht mehr direkter Teil des Staatsa arates sind (abgesehen davon, da sie uuml;rgerI en sind wie all diejenigen, die sie au euten). Aber diese Ver%26auml derungen bedeuten nicht, da der Staat von den zahlreichen globalen wirtschaftlichen Einrichtungen unterworfen, oder da er f%26uuml;r das Funktionieren der Macht zweitrangig wurde.
We der Staat sel t ein Kapitalist ist, mit seinen eigenen %26ouml;konomischen Intere en, welche es zu verfolgen und aufrecht zu erhalten gilt, da besteht der Grund f%26uuml;r eine funktionierende Gew%26auml;hrleistung des Kapitalismus nicht darin, da er den anderen kapitalistischen I titutionen untergeordnet ist, sondern er mu seine wirtschaftliche St%26auml;rke gege uuml er anderen Kapitalisten aufrecht erhalten, um die eigene Macht zu gew%26auml;hrleisten. Vor allem schw%26auml;chere Staaten enden damit, den globalen Intere en untergeordnet zu werden, und dies aus dem selben Grund wie mit kleineren Firmen da elbe pa iert, weil sie nicht die St%26auml;rke besitzen, ihre eigenen Intere en zu verfolgen. Die gro en Staaten ielen eine mindeste so bedeutende Rolle in der Bestimmung der globalen wirtschaftlichen Politik wie die gro en Unternehmen. Es sind also eigentlich die Waffen des Staates, welche diese Politik erzwingen.
Die Macht des Staates liegt in seinen legalen und i titutionellen Monopolen auf Gewalt. Dies gibt dem Staat eine sehr konkrete materielle Macht, wovon die globalen wirtschaftlichen I titutionen abh%26auml gig sind. I titutionen wie die Weltbank und der IWF beherbergen nicht nur Abgeordnete von allen bedeutenden Staatsm%26auml;chten in allen entscheidungstragenden Proze e sie sind ebenfalls von der milit%26auml;rischen Macht der m%26auml;chtigsten Staaten abh%26auml gig, um ihre Politik aufzu uuml;rden - die Bedrohung von physischer Gewalt mu immer hinter wirtschaftlicher Erpre ung stehen, we sie de funktionieren soll. Mit der realen Macht der Gewalt in ihren h%26auml den werden die gro en Staaten kaum als Diener der globalen wirtschaftlichen I titutionen funktionieren. Eher ist ihre Beziehung in reiner kapitalistischer Manier eine von gege eitiger Erpre ung, welche zum Wohle der ganzen regierenden Kla e akzeptiert wird.
Zu auml;tzlich zu seinem Gewaltmonopol kontrolliert der Staat viele der Netzwerke und I titutionen, welche f%26uuml;r das Gesch%26auml;ft und die Produktion notwendig sind. Autobahn- und Eise ahn-Systeme, h%26auml;fen, Flugpl%26auml;tze, Satelliten- und Glasfaser-Systeme, die f%26uuml;r Kommunikatio - und Informatio -Netzwerke notwendig sind, sind allgemein staatlich betrieben und stets Subjekt staatlicher Kontrolle. Wi e chaftliche und technologische Forschung, die f%26uuml;r neue Entwicklungen in der Produktion notwendig sind, sind %26auml;u erst abh%26auml gig von den Erleichterungen staatlich gef%26uuml;hrter Universit%26auml;ten und des Milit%26auml;rs.
Folglich ist die Macht von Unternehmen abh%26auml gig von staatlicher Macht, um sich sel t zu erhalten. Es ist nicht eine Frage, ob me ch sich der einen zur anderen Art Macht unterordnet, aber die Entwicklung eines wesentlichen Machtsystems, das sich sel t als eine zwei-k%26ouml fige hydra des Kapitals und des Staates manifestiert, auml;mlich einem System, das als Ganzes funktioniert, um herrschaft, Au eutung und die Bedingungen, die die herrschende Kla e u zur Aufrechterhaltung u erer Existenz aufzwingt, zu gew%26auml;hrleisten. In diesem Kontext werden I titutionen wie der IWF und die Weltbank am besten als die Mittel verstanden, wodurch die verschiedenen staatlichen und privaten M%26auml;chte ihre Aktivit%26auml;ten koordinieren, um die Einheit der herrschaft %26uuml er die ausgebeuteten Kla en inmitten des Wettbewer wirtschaftlicher und politischer Intere en zu gew%26auml;hrleisten. Also dient der Staat nicht diesen I titutionen, sondern vielmehr dienen diese I titutionen den m%26auml;chtigsten Staaten und KapitalistI en.
F%26uuml;r diejenigen unter u , die die Zerst%26ouml;rung der sozialen Ordnung suchen, ist es also nicht m%26ouml;glich, den Nationalstaat gegen die KapitalistI en auszu ielen und dabei irgendetwas zu erreichen. Ihr gr%26ouml tes Intere e ist da elbe, auml;mlich die gegenw%26auml;rtige Ordnung der Dinge aufrecht zu erhalten. F%26uuml;r u ist es notwendig, den Staat und den Kapitalismus mit all u erer Macht anzugreifen, sie als die zwei-k%26ouml fige hydra der herrschaft und Unterdr%26uuml;ckung zu erke en, die wir zerst%26ouml;ren m%26uuml en, we wir die M%26ouml;glichkeit, u ere Lebe edingungen sel t zu gestalten, jemals zur%26uuml;ckgewi en wollen.

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Das Netzwerk der herrschaft - 2. TEIL

von die eule - 29.04.2006 20:47
Anarchistische Analysen der I titutionen, Strukturen und Systeme der herrschaft und Au eutung, um sie zu debattieren, zu entwickeln und danach zu handeln

von Wolfi Landstreicher
%26uuml ersetzt durch die eule
DER PREIS DES %26Uuml ERLEBE

Alles hat seinen Preis, und die Me ung seines Wertes ist eine in A etracht von etwas allgemein Gleichwertigem bestimmte Menge. Nichts hat in sich einen Wert. Jeglicher Wert ist in Beziehung zum Markt bestimmt dash; und der beinhaltet den Wert u eres Lebe , u eren Wert. U er Leben wurde in Einheiten von geme ener Zeit getre t, in denen wir gezwungen sind zu verkaufen, um danach u er %26Uuml erleben in der Form von St%26uuml;cken gestohlener Leben anderer zur%26uuml;ckzukaufen, welche die Produktion in zu verkaufende Ware verwandelt hat. Dies ist wirtschaftliche Realit%26auml;t.
Diese unglaubliche Entfremdung hat seine Basis in der Verflechtung der drei grund auml;tzlichsten Einrichtungen dieser Gesellschaft: Eigentum, Warenaustausch und Arbeit. Die diesen dreien i ewohnende Beziehung bildet das System, womit die herrschende Kla e den Wohlstand, der f%26uuml;r die Aufrechterhaltung der Macht notwendig ist, produziert. Ich reche hier von der Wirtschaft.
Die soziale Ordnung der herrschaft und Au eutung hat ihren Ur rung in einer grund auml;tzlichen, sozialen Entfremdung dash; der Ur rung mag ekulationen provozieren, aber seine Beschaffenheit ist ziemlich klar. Die gewaltige Mehrheit der Me chen wurden ihrer F%26auml;higkeit beraubt, ihre eigenen Lebe edingungen zu bestimmen, ihr Leben und ihre Beziehungen nach eigenen W%26uuml chen auszurichten, und dies damit die Wenigen an der itze Macht und Wohlstand anh%26auml;ufen k%26ouml en und die Gesamtheit der sozialen Existenz zu ihrem eigenen Vorteil nutzen k%26ouml en. Um dies zu garantieren, m%26uuml en die Me chen ihrer Mittel beraubt werden, derer sie zum Stillen ihrer Bed%26uuml;rfni e und W%26uuml che, ihrer Tr%26auml;ume und ihres Strebe bed%26uuml;rfen. Dies ko te nur durch die Schlie ung gewi er Gebiete und mit der Anh%26auml;ufung gewi er Dinge erreicht werden, so da diese nicht mehr f%26uuml;r alle zug%26auml glich waren. Aber solche Schlie ungen und Anh%26auml;ufungen w%26uuml;rden si los sein, we niemand die Mittel h%26auml;tte, sie vor Raub zu sch%26uuml;tzen dash; eine Macht, die andere davon abh%26auml;lt, sich etwas nehmen zu wollen, ohne um Erlau is zu fragen. Es ist folglich diese Form der Anh%26auml;ufung, die es notwendig macht, einen A arat zu de en Schutz zu erschaffen. Einmal etabliert, l%26auml t dieses System die Mehrheit in einer Position der Abh%26auml gigkeit der Wenigen, die diese Aneignung von Wohlstand und Macht durchgef%26uuml;hrt haben. Um zu diesem angeh%26auml;uften Wohlstand Zugang zu erhalten, sind die meisten gezwungen, einen Gro teil der von ihnen produzierten G%26uuml;ter daf%26uuml;r auszutauschen. Also mu ein Teil der Aktivit%26auml;t, die sie ur r%26uuml glich f%26uuml;r sich sel t ausgef%26uuml;hrt haben, nun f%26uuml;r ihre herrscherI en tun, und dies lediglich, um ihr %26Uuml erleben abzusichern. We die Macht der Wenigen w%26auml;chst, erhalten sie die Kontrolle %26uuml er mehr und mehr Re ourcen und Arbeit rodukte, bis die Aktivit%26auml;t der Ausgebeuteten schlie lich nichts weiter darstellt, als G%26uuml;ter zu produzieren, die im Gegenzug mit ihrem Lohn wieder zur%26uuml;ckgekauft werden. Sel tverst%26auml dlich ist die Entwicklung dieses Proze es teilweise langsam, weil sie bei jedem Schritt mit Widerstand konfrontiert wird. Es existieren noch immer Teile der Erde und des Lebe , die noch nicht durch Staat und Wirtschaft erschlo en worden sind, aber der Gro teil u erer Existenz wurde mit einem Preis-Stempel versehen, und sein Preis ist in zehn tausend Jahren geometrisch gestiegen.
So sind also der Staat und die Wirtschaft als A ekte der oben beschriebenen Entfremdung gemei am entstanden. Sie bilden ein zwei-k%26ouml figes Mo ter, welches u eine verarmte Existenz aufzwingt, in der u er Leben in einen Kampf ums %26Uuml erleben verwandelt wird. Dies ist in den wohlhabenden Staaten ebe o wahr wie in denjenigen, welche durch die kapitalistische Enteignung verarmten. Was das Leben als reines %26Uuml erleben definiert, ist weder die Teuerung der zu einem bestimmten Preis erh%26auml;ltlichen G%26uuml;ter noch das Fehlen der Mittel, um diese zu kaufen. Vielmehr ist es, da wir dazu gezwungen werden, u er Leben zu verkaufen, u ere Energie in ein Projekt zu stecken, das wir nicht sel t gew%26auml;hlt haben, das aber denjenigen uuml;tzt, die u sagen, was wir zu tun haben, und zwar f%26uuml;r eine magere Kompe ation, die u erlaubt, einige wenige Notwendigkeiten und Freuden zu kaufen dash; dies meint vielmehr %26Uuml erleben, egal wie viele Dinge me ch zu kaufen in der Lage sein mag. Das Leben ist nicht eine Anh%26auml;ufung von Dingen, es ist eine qualitative Beziehung zur Welt.
Dieses erzwungene Verkaufen des eigenen Lebe , diese Lohn-Sklaverei, reduziert das Leben zu einer Ware, zu einer Existenz, welche in me are Teile geteilt wurde, die f%26uuml;r so viel pro Teil verkauft werden. Nat%26uuml;rlich nicht der/die ArbeiterIn sel t, welcheR dazu erpre t wird, sein/ihr Leben zu verkaufen dash; auf diesem Wege w%26uuml;rde sein/ihr Leben niemals ausreichen. Wie ka es sein, da dasjenige, was wirklich verloren wurde, nicht so sehr die zugewiesenen Zeiteinheiten sind, sondern die Lebe qualit%26auml;t sel t? In einer Welt, wo das Leben gekauft und verkauft wird, um es gegen das %26Uuml erleben auszutauschen, wo die Lebewesen und Dinge, die die nat%26uuml;rliche Welt ausmachen, als blo e Verkaufsg%26uuml;ter angesehen werden, um in der Produktion anderer Verkaufsg%26uuml;ter ausgebeutet zu werden, da verkommt der Wert der Dinge und der Wert des Lebe zu einer Nummer, einem Ma , und dieses Ma ist immer in Dollars oder Pesos oder Euro oder Yen definiert dash; das hei t in Geld. Aber kein Geldbetrag und keine Menge an G%26uuml;tern, die mit Geld gekauft werden ka , ka die Leere einer solchen Existenz kompe ieren, weil diese Art der Wertgebung nur durch den Entzug der Qualit%26auml;t, der Energie und des Wunders vom Leben existieren ka .
Der Kampf gegen die herrschaft der Wirtschaft dash; die mit dem Kampf gegen den Staat hand in hand gehen mu dash; mu mit der Verweigerung dieser Quantifizierung der Existenz einhergehen, die nur da vorkommen ka , we u u er Leben gestohlen wurde. Es ist ein Kampf f%26uuml;r die Zerst%26ouml;rung der I titutionen der Armut, des Warenaustausches und der Arbeit dash; nicht, um die Me chen von neuen I titutionen abh%26auml gig zu machen, in der die Regel des %26Uuml erlebe ein milderes Gesicht tr%26auml;gt, aber damit wir alle u er Leben wieder als u er eigenes aneignen k%26ouml en und u ere Bed%26uuml;rfni e, W%26uuml che, Tr%26auml;ume und u er Streben in all ihrer unme aren Einzigartigkeit verfolgen k%26ouml en.

e-Mail:: KEI AM.dieeule@riseup.net |


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DAS NETZWERK DER hERRSChAFT - 3. TEIL

von die eule - 01.05.2006 14:51
Anarchistische Analysen der I titutionen, Strukturen und Systeme der herrschaft und Au eutung, um sie zu debattieren, zu entwickeln und danach zu handeln

von Wolfi Landstreicher
%26uuml ersetzt durch die eule
VON PROLETARISCh ZU INDIVIDUELL:
F%26Uuml;R EIN ANARChISTISChES VERST%26Auml DNIS DES BEGRIFFES DER KLA E

Die sozialen Beziehungen von Kla e und Au eutung sind nicht einfach. Die Vorstellungen der ArbeiterI en, die auf der Idee einer objektiv revolutio auml;ren Kla e gr%26uuml den, die in A etracht ihrer Beziehung zu den Produktio mitteln definiert ist, ignorieren die Ma e derjenigen, deren Leben durch die gegenw%26auml;rtige soziale Ordnung auf der ganzen Welt gestohlen wurden, die aber in ihrem Produktio a arat keinen Platz finden k%26ouml en. Diese Vorstellungen enden also mit der Pr%26auml entation eines beschr%26auml kten und vereinfachenden Verst%26auml dni es von Au eutung und revolutio auml;rer Ver%26auml derung. Um einen revolutio auml;ren Kampf gegen die Au eutung zu f%26uuml;hren, m%26uuml en wir ein solches Kla en-Verst%26auml dnis entwickeln, wie sie momentan in der Welt auch existiert, und dies ohne irgendwelche uuml;rgschaften zu suchen.
Ganz grund auml;tzlich besteht die Kla engesellschaft aus denjenigen, die herrschen und denjenigen, die beherrscht werden, denjenigen die au euten, und denjenigen die ausgebeutet werden. Eine derartige Gesellschaft ka nur entstehen, we die Me chen ihre F%26auml;higkeit, ihre Lebe edingungen sel t zu bestimmen, verloren haben. Die e entielle Eige chaft, die die Ausgebeuteten miteinander teilen, ist also ihre Enteignung, ihre mangelnde F%26auml;higkeit, die grund auml;tzlichen Entscheidungen %26uuml er ihr Leben zu f%26auml;llen und auszuf%26uuml;hren.
Die herrschende Kla e ist in Beziehung zu ihrem eigenen Projekt der Anh%26auml;ufung von Macht und Wohlstand definiert. W%26auml;hrend i erhalb der herrschenden Kla e bez%26uuml;glich ezifischen Intere en und dem realen Wettkampf um die Kontrolle der Re ourcen und Gebiete sicherlich bedeutende Konflikte herrschen, versieht das allumfa ende Projekt, welches auf die Kontrolle des sozialen Wohlstandes und der Macht, und somit des Lebe und der Beziehungen eines jeden Lebewese , diese Kla e mit einer vereinend positiven Aufgabe.
Die ausgebeutete Kla e hat keine solche positive Aufgabe, um sich zu definieren. Vielmehr wird sie dadurch definiert, was ihr angetan, was ihr weggenommen wird. Von den Lebe arten, die die Me chen dieser Kla e ka ten und mit den ihnen Nahestehenden erschufen, entwurzelt, wird die einzige Gemei chaft, welche den Me chen dieser heterogenen Kla e bleibt, von Kapital und Staat gegeben ? die von Arbeit und Warenaustausch bestimmte Gemei chaft, nach belieben mit nationalistischen, religi%26ouml en, ethnischen, ra ischen oder subkulturellen ideologischen Ko trukten geschm%26uuml;ckt, womit die herrschende Kla e Identit%26auml;ten kreiert, wodurch Individualit%26auml;t und Revolte kanalisiert werden. Das Konzept einer positiven proletarischen Identit%26auml;t hat in der Wirklichkeit keine Basis, weil die jemanden als ProletarierIn definierende Identit%26auml;t genau die Tatsache ist, da ihnen ihr Leben gestohlen wurde und sie zu einem Pfand in den Projekten ihrer herrscherI en gemacht worden sind.
Die Vorstellung der ArbeiterI en eines proletarischen Projektes hat seine Ur r%26uuml ge in den revolutio auml;ren Theorien Europas und der Vereinigten Staaten (haupt auml;chlich gewi e marxistische und syndikalistische Theorien). Im auml;ten 19. Jahrhundert waren beide, das westliche Europa und der Osten der Vereinigten Staaten, auf dem besten Wege, vollkommen industrialisiert zu werden, und die dominante Ideologie des Fortschritts stellte die technologische Entwicklung mit sozialer Befreiung gleich. Diese Ideologie manifestierte sich in der revolutio auml;ren Theorie als die Idee, da die industrielle ArbeiterI enkla e offe ichtlich revolutio auml;r war, weil sie in der Position stand, die unter dem Kapitalismus entwickelten Produktio g%26uuml;ter (die als Produkte des Fortschritts I egriffen der Freiheit gleichkamen) zu %26uuml ernehmen und sie in den Die t der me chlichen Gemei chaft zu setzen. Den gr%26ouml ten Teil der Welt ignorierend (zusammen mit einem bedeutenden Teil der Ausgebeuteten der industrialisierten Gebiete), waren die revolutio auml;ren TheoretikerI en nun in der Lage, ein positives Projekt f%26uuml;r das Proletariat zu erschaffen, eine offe ichtlich historische Mi ion. Die Tatsache, da sie auf der bourgeoisen Ideologie des Fortschritts basierte, wurde ignoriert. Meiner Meinung nach hatten die LuddistI en eine viel klarere Per ektive, indem sie den Industrialismus als ein weiteres Werkzeug der/des MeisterIn zu ihrer Enteignung erka ten. Mit guten Gr%26uuml den attackierten sie die Maschinen der Ma e roduktion.
Der Proze der Enteignung wurde im Westen unterde en schon lange vollendet (obwohl es nat%26uuml;rlich ein Proze ist, der sogar hier immer weiter vor sich geht), aber in gro en Teilen der uuml;dlichen Welt steckt er noch immer in seinen fr%26uuml;hen Stadien. Seit der Proze im Westen gestartet ist, gingen im Funktionieren des Produktio a arates einige wesentliche Wechsel vor sich. Fabrikstellen f%26uuml;r Fachkr%26auml;fte sind gr%26ouml tenteils verschwunden, und was von einem/einer ArbeiterIn be ouml;tigt wird ist Flexibilit%26auml;t, die F%26auml;higkeit sich anzupa en ? mit anderen Worten die F%26auml;higkeit, ein austauschbares Zahnrad in der Maschine des Kapitals zu sein. Zu auml;tzlich tendieren Fabriken dazu, im Produktio roze viel weniger ArbeiterI en zu be ouml;tigen, weil einerseits die Entwicklungen in der Technologie und den Management-Techniken einen st%26auml;rker dezentralisierten Produktio roze erm%26ouml;glicht haben und andererseits, weil die mehr und mehr gefragte Fabrik-Arbeit blo aus der Betreuung von Maschinen besteht.
Auf einem praktischen Level bedeutet dies, da wir als Individuen im Produktio roze alle verbrauchbar, weil auch ersetzbar, sind ? dieser liebe w%26uuml;rdige kapitalistische Egalitarismus, in welchem wir alle gleich Null sind! In der Ersten Welt hat dies den Effekt, da eine stets wachsende Zahl von Ausgebeuteten zu stets u icherer werdenden Positionen gedr%26auml gt wird: Tagesarbeit, Tempor%26auml;r-Arbeit, Stellen im Die t-Sektor, chronische Arbeitslosigkeit, Schwarzmarkt und weitere Formen der Illegalit%26auml;t, Obdachlosigkeit und Gef%26auml gnis. Die gleichm%26auml ige Arbeit mit ihrer Garantie eines irgendwie stabilen Lebe ? sel t we das eigene Leben nicht einem sel t geh%26ouml;rt ? macht den Weg frei f%26uuml;r einen Mangel an Garantien, wo die durch einen gem%26auml igten, komfortablen Ko um besorgten Illusionen nicht mehr l%26auml ger verbergen k%26ouml en, da ein Leben unter dem Kapitalismus immer am Rande der Katastrophe verbracht wird.
In der Dritten Welt, wo die Me chen ihr ? we auch manchmal schwieriges ? Leben sel t in der hand hatten, finden sie ihr Land und die anderen Mittel, derer sie bed%26uuml;rfen, unter den F%26uuml en weggeri en, we die Maschinen des Kapitals im wahrsten Si e des Wortes in ihr Zuhause eindringen und ihnen jegliche M%26ouml;glichkeit, weiter direkt von den eigenen Aktivit%26auml;ten zu leben, wegfre en. Von ihrem Leben und Land weggeri en, sind sie gezwungen, in die St%26auml;dte zu ziehen, wo nur wenig Arbeit auf sie wartet. Shantytow entstehen rings um die St%26auml;dte, oftmals mit einer gr%26ouml eren Bev%26ouml;lkerung als der eigentlichen Stadt. Ohne jegliche M%26ouml;glichkeit einer geregelten Arbeit, sind die BewohnerI en dieser Shantytow zur Bildung einer Schwarzmarkt-Wirtschaft gezwungen, um zu %26uuml erleben, doch dies dient noch immer den Intere en des Kapitals. Andere entscheiden sich in ihrer Verzweiflung zur Auswanderung und riskieren die Gefange chaft in Fl%26uuml;chtlingslagern und Zentren f%26uuml;r Fremde ohne Ausweis in der hoffnung, ihre Situation zu verbe ern.
Somit sind U icherheit und Verausgabung mit der Enteignung zusammen die in zunehmendem Ma e geteilten Merkmale derjenigen, die weltweit die ausgebeutete Kla e ausmachen. We dies einerseits bedeutet, da diese Waren-Zivilisation in ihrer Mitte eine Kla e von Barbaren kreiert, die wirklich nichts dabei zu verlieren hat, sie nieder zu rei en (und dies nicht auf dem Wege, wie es sich die alten Proletariats-IdeologI en vorgestellt hatten), da tragen diese Merkmale auch keine Basis f%26uuml;r ein positives Projekt der Lebe ver%26auml derung in sich. Die durch die von der Gesellschaft aufge uuml;rdeten miserablen Lebe edingungen sch%26uuml;ren eine Wut, die einfach in Projekte kanalisiert werden ka , welche der herrschenden Ordnung oder zumindest den ezifischen Intere en der/des einen oder anderen herrscherIn dient. Die Bei iele von Situationen der letzten Dekaden, wo die Wut der Ausgebeuteten gesch%26uuml;rt wurde, um den nationalistischen, ra ischen oder religi%26ouml en Projekten Auftrieb zu geben, die ihrerseits aber blo wieder die herrschaft verst%26auml;rken, sind zu zahlreich, um sie alle zu ne en. Die M%26ouml;glichkeit eines Endes der gegenw%26auml;rtigen sozialen Ordnung ist gr%26ouml er de je, aber der Glaube an de en Unvermeidbarkeit ka nicht mehr l%26auml ger vorgeben, eine objektive Basis zu haben.
Aber um das revolutio auml;re Projekt wahrlich zu verstehen und herauszufinden, wie es auszuf%26uuml;hren ist (und eine Analyse zu entwickeln, wie die herrschende Kla e es schafft, die Wut der Unterdr%26uuml;ckten in ihre eigene Projekte zu lenken), ist es ouml;tig zu erke en, da Au eutung nicht nur bei der Produktion von Wohlstand auftritt, sondern auch in der Reproduktion der sozialen Beziehungen. Der Position jedes/r einzelnen ProletarierIn i erhalb des Produktio a arates zum Trotz, ist es im Intere e der herrschenden Kla e, da jedeR eine Rolle, eine soziale Identit%26auml;t hat, welche der Reproduktion der sozialen Beziehungen dient. Ra e, Geschlecht, Volkszugeh%26ouml;rigkeit, Religion, sexuelle Vorlieben, Subkultur ? all diese Dinge m%26ouml;gen in der Tat sehr reale und bedeutende Unterschiede reflektieren, aber alle stellen soziale Ko trukte dar, um diese Unterschiede in f%26uuml;r die Beibehaltung der gegenw%26auml;rtigen sozialen Ordnung uuml;tzliche Rollen zu kanalisieren. In den fortgeschritte ten Gebieten der gegenw%26auml;rtigen Gesellschaft, wo der Markt die meisten Beziehungen definiert, werden Identit%26auml;ten gr%26ouml tenteils in Bezug auf die sie symbolisierenden Waren definiert, und Austauschbarkeit wird zur Tagesordnung der sozialen Reproduktion, genau wie es in der wirtschaftlichen Produktion der Fall ist. Und dies genau, weil die Identit%26auml;t eine soziale Ko truktion ist, und sie verkommt immer mehr zu einer verkaufbaren Ware, die von Revolutio auml;rI en in ihrer Komplexit%26auml;t er thaft gehandhabt werden mu mit dem pr%26auml;zisen Ziel, %26uuml er diese Kategorien hinaus zu dem Punkt zu gelangen, da u ere Unterschiede (ei chlie lich derjenigen, die u ere Gesellschaft in Bezug zu Ra e, Geschlecht, Volkszugeh%26ouml;rigkeit etc. definieren w%26uuml;rde) aus u eren %26Uuml erlegungen bestehen, die u als einzelne Individuen ausmachen.
Weil in u erer Lage als ProletarierI en ? als Ausgebeutete und Enteignete - kein gemei ames positives Projekt gefunden werden ka , mu u er Projekt der Kampf zur Zerst%26ouml;rung u erer proletarischen Situation sein, um u erer Enteignung ein Ende zu bereiten. Was wir wesentlich verloren haben ist nicht die Kontrolle %26uuml er die Produktio g%26uuml;ter oder materiellen Wohlstand; es ist u er Leben, u ere F%26auml;higkeit, u ere Existenz in Beziehung zu u eren Bed%26uuml;rfni en und W%26uuml chen zu f%26uuml;hren. Folglich findet u er Kampf %26uuml erall statt, zu jeder Zeit. U er Ziel ist es, alles, was u von u erem Leben tre t, zu zerst%26ouml;ren: das Kapital, den Staat, den industriellen und post-industriellen technologischen A arat, die Arbeit, das Aufopfern, die Ideologie, jede Organisation, die u eren Kampf aufzusaugen versucht, kurz: alle Systeme der Kontrolle.
Noch im Proze , diesen Kampf auf dem einzigen u m%26ouml;glichen Weg zu f%26uuml;hren ? au erhalb aller und gegen jegliche Formalit%26auml;t und I titutionalisierung -, werden wir begi en, neue Wege zu entwickeln, welche sich auf Sel torganisation beziehen, auf eine Gemei chaftlichkeit, die auf den einzigartigen Unterschieden basiert, welche u als Individuen definieren, deren Freiheit sich mit der Freiheit der anderen au reitet. Es ist hier, in der Revolte gegen u ere proletarischen Bedingungen, wo wir dieses gemei ame, positive Projekt finden, das f%26uuml;r jede von u unterschiedlich ist: den gemei amen Kampf f%26uuml;r die individuelle Verwirklichung.

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Zitat:

DAS NETZWERK DER hERRSChAFT - 4. TEIL

von die eule - 03.05.2006 17:46
Anarchistische Analysen der I titutionen, Strukturen und Systeme der herrschaft und Au eutung, um sie zu debattieren, zu entwickeln und danach zu handeln

von Wolfi Landstreicher
%26uuml ersetzt durch die eule
ARBEIT:
RAUB DES LEBE

?Was ist der Bombena chlag auf einen Richter, die Entf%26uuml;hrung eines Industriellen,
das h%26auml gen eines Politikers, das Erschie en eines Polizisten,
das Pl%26uuml dern eines Supermarktes, die Brandstiftung am uuml;ro eines Bevollm%26auml;chtigten,
die Steinigung eines Journalisten,
das Erpre en eines Intellektuellen, das Pl%26uuml dern eines K%26uuml tlers
angesichts der t%26ouml;dlichen Entfremdung u erer Existenz,
dem viel zu fr%26uuml;hen L%26auml;rm des Weckers,
dem Verkehr tau auf der Schnellstra e,
den aneinandergereihten G%26uuml;tern auf den Regalen??

Der Wecker unterbricht deinen Schlaf erneut ? wie immer viel zu fr%26uuml;h. Du schle t dich von deinem warmen Bett zum Badezimmer, um eine Dusche zu nehmen, dich zu rasieren und zu kacken, da re t du zur K%26uuml;che runter, wo du Pasteten machst oder, we du Zeit hast, ein bi chen Toast mit Eiern und einer Ta e Kaffee. Da eilst du zur T%26uuml;r raus, um gegen den Verkehr tau oder die vielen Me chen in der Metro anzuk%26auml;mpfen, bis du endlich ankommst... bei deiner Arbeit, wo du deinen Tag mit Aufgaben verbringst, die du dir nicht sel t ausgesucht hast, in aufgezwungener Gemei chaft mit anderen, die mit damit zusammenh%26auml genden Aufgaben besch%26auml;ftigt sind, da ist die fortw%26auml;hrende Reproduktion der sozialen Beziehungen das wichtigste Ziel, was dich dazu zwingt, auf diese Art und Weise zu %26uuml erleben.
Aber das ist nicht alles. Als Ausgleich erh%26auml;ltst du einen Lohn, eine Summe von Geld, die du (nach Bezahlen der Miete und der Rechnungen) in die Einkaufszentren tragen mu t, um Nahrung, Kleider, verschiedene Notwendigkeiten und Unterhaltungswaren zu kaufen. Obwohl dies als deine ?freie Zeit? angesehen wird, ist auch sie eine obligatorische Aktivit%26auml;t, welche dein %26Uuml erleben nur sekund%26auml;r garantiert, sein prim%26auml;rer Grund ist wiederum die Reproduktion der sozialen Ordnung. Und f%26uuml;r die meisten Me chen sind von diesen Zw%26auml gen freie Momente immer seltener.
Nach der herrschenden Ideologie dieser Gesellschaft ist diese Existenz das Resultat eines sozialen Vertrages zwischen Gleichen ? gleich vor dem herrschenden Gesetz. Der /die ArbeiterIn, hei t es, ist damit einverstanden, seine/ihre Arbeit dem/der ChefIn f%26uuml;r ein gege eitiges Einverst%26auml dnis %26uuml er den Lohn zu verkaufen. Aber ka ein solcher Vertrag als frei und gleich angesehen werden, we die eine Seite die ganze Macht in h%26auml den h%26auml;lt?
We wir diesen Vertrag etwas genauer betrachten, wird es klar, da es %26uuml erhaupt kein Vertrag ist, sondern die extremste und gewaltt%26auml;tigste Erpre ung. Am offe ichtlichsten tritt dies am Rande der kapitalistischen Gesellschaft auf, wo Me chen, die f%26uuml;r Jahrhunderte (oder, in einigen F%26auml;llen, Jahrtausende) nach eigenen Bedingungen gelebt haben, pl%26ouml;tzlich ihre M%26ouml;glichkeiten zur Sel tbestimmung ihrer Lebe edingungen vernichtet, und dies als das Werk von Bulldozern, Kette auml;gen, Bergbaumaschinen etc. der herrschenden dieser Welt. Aber es ist ein Proze , der sich %26uuml er Jahrhunderte erstreckte, von offe ichtlichem und gro fl%26auml;chigem Raub von Land und Leben, der durch die herrschende Kla e erzwungen und ausgef%26uuml;hrt wurde. Der Mittel beraubt, ihre Lebe edingungen sel t zu bestimmen, ka nicht mehr er thaft behauptet werden, da die Ausgebeuteten frei und gleich mit ihren Au euterI en Vertr%26auml;ge a chlie en k%26ouml en. Es ist ein klarer Fall von Erpre ung.
Und was sind die Bedingungen dieser Erpre ung? Die Ausgebeuteten werden gezwungen, Zeit ihres Lebe an ihre Au euterI en im Austausch f%26uuml;r das %26Uuml erleben zu verkaufen. Und dies ist die wirkliche Trag%26ouml;die der Arbeit. Die soziale Ordnung der Arbeit gr%26uuml det auf dem auferlegten Gege atz von Leben und %26Uuml erleben. Die Frage, wie jemand %26uuml erleben wird, unterdr%26uuml;ckt die Art, wie jemand leben will, und mit der Zeit scheint dies alles nat%26uuml;rlich und me ch beschr%26auml kt die eigenen Tr%26auml;ume und W%26uuml che auf die Dinge, die mit Geld gekauft werden k%26ouml en.
Wie auch immer, die Bedingungen der Arbeitswelt la en sich nicht nur auf diejenigen anwenden, die eine Arbeit haben. Es ist leicht zu sehen, wie die Arbeitslosen voller Angst vor Obdachlosigkeit und hunger von der Arbeitswelt ergriffen sind. Aber dieselben sind Empf%26auml ger von Staatshilfe, de en %26Uuml erleben auf der Beistands- uuml;rokratie basiert... sogar diejenigen, f%26uuml;r die die Vermeidung einer Arbeit eine solche Priorit%26auml;t bekommen hat, da die eigenen Entscheidungen um Betrug, Ladendie tahl, M%26uuml;ll kreisen ? eben all den verschiedenen Wegen, um ohne einen Job durchzukommen -, sind davon ergriffen. Mit anderen Worten werden Aktivit%26auml;ten, die gute Mittel zur Unterst%26uuml;tzung eines Lebe rojekts sein k%26ouml ten, sel t zu abgeschlo enen Aufgaben oder Zielen, indem das reine %26Uuml erleben zum Lebe rojekt wird. Inwiefern unterscheidet sich dies de wirklich von einem Job?
Aber was ist de die wirkliche Basis der Macht hinter dieser Erpre ung, welche die Arbeitswelt darstellt? Nat%26uuml;rlich gibt es Gesetze und Gerichte, Polizei und Milit%26auml;r, Geldstrafen und Gef%26auml gni e, die Angst vor hunger und Obdachlosigkeit ? all die sehr realen und bedeutenden A ekte der herrschaft. Aber sogar die staatliche Waffengewalt ka nur da ihre Aufgaben erfolgreich durchf%26uuml;hren, we die Me chen sich unterwerfen. Und hier finden wir die wirkliche Basis jeglicher herrschaft ? die Unterwerfung der Sklaven, ihre Entscheidung, die Sicherheit der beka ten Not und Dienerschaft zu akzeptieren, statt das Risiko der ungeka ten Freiheit einzugehen, also ihre Einwilligung, ein garantiertes, aber farbloses %26Uuml erleben zu akzeptieren im Austausch f%26uuml;r die M%26ouml;glichkeit eines wirklichen Lebe , das eben keine Garantien bietet.
Um also der eigenen Sklaverei ein Ende zu setzen, um %26uuml er die Grenzen des blo en %26Uuml erlebe hinaus zu gelangen, ist es notwendig, sich f%26uuml;r die Verweigerung der Unterwerfung zu entscheide es ist notwendig damit zu begi en, sich das eigene Leben hier und jetzt wieder anzueignen. Durch ein solches Projekt ger%26auml;t me ch unvermeidlich in einen Konflikt mit der gesamten sozialen Ordnung der Arbeit; also mu das Projekt der R%26uuml;ckeroberung der eigenen Existenz auch das Projekt der Zerst%26ouml;rung der Arbeit sein. Um Mi verst%26auml dni en vorzubeugen: We ich ?Arbeit? sage, meine ich damit nicht die Aktivit%26auml;t, wodurch die Mittel der eigenen Existenz geschaffen werden (welche idealerweise niemals vom einfachen Leben getre t sein w%26uuml;rden), sondern eine soziale Beziehung, welche diese Aktivit%26auml;t in eine vom eigenen Leben getre te h%26auml;re tra formiert und sie in den Die t der herrschenden Ordnung setzt, so da die Aktivit%26auml;t eigentlich aufh%26ouml;rt, irgend eine direkte Beziehung zur Bildung der eigenen Existenz zu haben, sondern sie blo im Reich des %26Uuml erlebe aufrecht erh%26auml;lt (unabh%26auml gig vom Grad des Ko ums) durch eine Serie von Entfremdungen, von welchen Eigentum, Geld und Warenaustausch zu den wichtigsten geh%26ouml;ren. Dies ist die Welt, welche wir zerst%26ouml;ren m%26uuml en im Proze der R%26uuml;ckeroberung u erer Leben, und die Notwendigkeit dieser Zerst%26ouml;rung macht das Projekt der Wiederaneignung u eres Lebe ei mit dem Projekt des Aufstands und der sozialen Revolution.

e-Mail:: KEI AM.dieeule@riseup.net |

Bischen viel Text. Was steht da?
Antwort :

Zitat: Bischen viel Text. Was steht da? Alles klar - habe hier auch noch zwei Empfehlungen:

Nachdenkseiten

%26Auml;rgerforum
Antwort :

hallo magnus,

hm, so mit dem anliegen des threads haben die beiden links ganz offe ichtlich ja nicht viel zu tun, ich versuche also einmal, deinen letzten post zu interpretieren.
hm, nachdenkseiten und %26auml;rger-forum. ich fa es nicht. das soll doch jetzt nicht etwa hei en, da ich beim neu-er%26ouml;ffnen eines threads be er nachdenken solle, so t g%26auml e es %26auml;rger.

eventuell, weil anarchismus nicht auf deiner ideologischen wellenl%26auml ge liegt?

ich hab das zeugs ja nicht mit der a icht gepostet, dich zu %26auml;rgern, magnus, im gegenteil war mir deine person beim erstellen des threads ziemlich schnurz.

lg j.
__________________
Das war kein Sozialismus, das war ie zlig;erkram.


knarf rell%26ouml;m
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von je en-ex am 05.05.2006 < an cla ="time">01:01.
Antwort :

Zitat:

DAS NETZWERK DER hERRSChAFT - 5. TEIL

von die eule - 05.05.2006 12:01
Anarchistische Analysen der I titutionen, Strukturen und Systeme der herrschaft und Au eutung, um sie zu debattieren, zu entwickeln und danach zu handeln

von Wolfi Landstreicher
%26uuml ersetzt durch die eule
DIE MASChINERIE DER KONTROLLE:
EIN KRITISChER BLICK AUF DIE TEChNOLOGIE

?Technologie zu kritisieren (...) bedeutet, ihren allgemeinen Aufbau zu betrachten, sie nicht nur als eine simple Maschinerie-A emblage, sondern als eine soziale Beziehung, ein System zu sehe es bedeutet zu verstehen, da ein technologisches I trument die Gesellschaft, welche es produziert, wieder iegelt, und da ihre Einf%26uuml;hrung die Beziehungen zwischen Individuen ver%26auml dert. Technologie nicht zu kritisieren bedeutet, die Unterordnung me chlicher Aktivit%26auml;t gege uuml er dem Profit zu verweigern.?
-aus At Daggers Drawn

Technologie entfaltet sich nicht in einem Vakuum, unabh%26auml gig der sozialen Beziehungen der Ordnung, die sie entwickelt. Sie ist das Produkt eines Kontextes, und iegelt somit unvermeidlich diesen Kontext wieder. Die Au age, da Technologie neutral sei, hat also somit keine Basis. Es ist nicht m%26ouml;glich, da sie neutraler als die anderen Systeme ist, welche die Reproduktion der gegenw%26auml;rtigen sozialen Ordnung garantieren ? Regierung, Warenaustausch, heirat und Familie, Privateigentum... Eine er thaft revolutio auml;re Analyse mu folglich eine kritische Ei ch%26auml;tzung der Technologie beinhalten.
Mit Technologie meine ich nicht einfache Werkzeuge, Maschinen oder sogar ?eine Maschinerie-A emblage? als individuelles Dasein, sondern ein integriertes System von Techniken, Maschinerie, Me chen und Materialien, die entworfen wurden, um diejenigen sozialen Beziehungen zu reproduzieren, die ihre Existenz verl%26auml gern und verbe ern. Um von Begi an Mi verst%26auml dni e zu vermeiden: Ich sage nicht, da Technologie soziale Beziehungen produziert, aber da sie daf%26uuml;r entworfen ist, sie in %26Uuml erei timmung mit den Bed%26uuml;rfni en des herrschenden Systems zu reproduzieren.
Bevor der Kapitalismus dazu kam, soziale Beziehungen zu dominieren, wurden Werkzeuge, Techniken und sogar eine Anzahl von Maschinen f%26uuml;r ezifische Aufgaben geschaffen und angewendet. Es gab sogar einige systematische Anwendungen von Techniken und Maschinerien, welche im wahrsten Si e des Wortes als technologisch betrachtet werden k%26ouml en. Es ist intere ant zu erw%26auml;hnen, da sie dort am pr%26auml;zisesten eingesetzt wurden, wo die Macht strikte Ordnung verlangte ? in Kl%26ouml tern, in Folterkammern der Inquisition, in Galeeren, bei der Erschaffung von Monumenten der Macht, in den uuml;rokratischen, milit%26auml;rischen und polizeilichen Strukturen der m%26auml;chtigen Reiche wie der chinesischen Dynastie. Aber sie blieben gr%26ouml tenteils nebe auml;chlich f%26uuml;r das t%26auml;gliche Leben der Mehrheit der Me chen, welche dazu neigten, Werkzeuge und Techniken zu uuml;tzen, die sie sel t als Individuen oder in ihren kleinen Gemei chaften erschufen.
Mit dem Erstarken des Kapitalismus f%26uuml;hrte die Notwendigkeit der gro angelegten Gewi ung und der Entwicklung von Re ourcen zu blutigen und u armherzigen Enteignungen von allem, was bisher gemei chaftlich geteilt wurde. Diese wurden von der sich neu entwickelten, herrschenden kapitalistischen Kla e (ein Proze , der sich durch das Errichten kolonialer Reiche international ausdehnte) und der Entwicklung eines mehr und mehr integrierten technologischen Systems, welches eine maximale Effizienz im Gebrauch der Re ourcen - Arbeitskr%26auml;fte i egriffen ? erm%26ouml;glichte, durchgef%26uuml;hrt. Die Ziele dieses Systems waren gesteigerte Effizienz in der Gewi ung und Entwicklung von Re ourcen sowie verst%26auml;rkte Kontrolle %26uuml er die Ausgebeuteten.
Die fr%26uuml;hesten Anwendungen industrieller Techniken fanden an Bord von kaufm%26auml ischen und Flotte-Schiffen sowie auf den Pflanzungen statt. Letzteres war eigentlich ein neues System von im gro en Stil auf Profit angelegter Landwirtschaft, die sich mit der Zeit auf Grund der Enteignung der Bauern in Europa ? i esondere in England ? entwickeln ko te, eine Vielzahl von unter Vertrag stehenden Dienern und zu harter Arbeit verurteilter Krimineller mit sich brachte und die Entwicklung des afrikanischen Sklavenhandels, der die Me chen aus ihrem Zuhause ri und sie zur Dienerschaft zwang, ankurbelte. Ersteres basierte auch gr%26ouml tenteils auf der Enteignung der ausgebeuteten Kla en ? viele fanden sich entf%26uuml;hrt und zur Arbeit auf einem Schiff gezwungen. Das in diesen F%26auml;llen aufgezwungene industrielle System hatte seine Basis nicht so sehr in einer A emblage von verarbeitenden Maschinen, wie dies bei der Methode der Koordination der Arbeit der Fall ist, wo die ArbeiterI en die R%26auml;der der Maschine darstellen und wo das Versagen einer Einzelperson die gesamte Arbeit truktur gef%26auml;hrdet.
Aber es gab auch gewi e ezifische A ekte, welche dieses System bedrohten. Das System der Pflanzungen, wo verschiedene enteignete Gru en mit unterschiedlichem Wi en und Erfahrung zusammen kamen, erlaubte eine gege eitige Beeinflu ung, die ihrerseits die Basis f%26uuml;r illegale Vereinigungen/Ver auml de und geteilte Revolten darstellte. Seem%26auml er, die auf dem Schiff unter sklaven-%26auml;hnlichen Verh%26auml;ltni en lebten, beschafften die Mittel der Kommunikation zwischen den verschiedenen Orten, wodurch sie eine Art von Internationalismus der Enteigneten kreierten. Die h%26ouml;chstleistungen der illegalen Vereinigungen und Aufst%26auml de um die nordatlantische K%26uuml te vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, wobei alle Ra en der Enteigneten kaum hinweise auf Ra ismus vorweisen, sind i irierend, aber sie zwangen den Kapitalismus auch zur Weiterentwicklung seiner Techniken. Eine Kombination von ra ischer Ideologie und Arbeitsteilung wurde be uuml;tzt, um die schwarzen Sklaven und die vertraglichen Diener euro auml;ischer Ahnen zu alten. Zu auml;tzlich, weil das Kapital ohne den Tra ort von Waren und Re ourcen zu nichts f%26auml;hig ist, bega es sich aus wirtschaftlichen wie auch sozialen Gr%26uuml den mit Nachdruck auf die Bearbeitung von Re ourcen zu verschieben, um sie im gro en Stil zu Verkaufsg%26uuml;tern zu verarbeiten.
Die Abh%26auml gigkeit von kleinen handwerkern f%26uuml;r die G%26uuml;terverarbeitung war f%26uuml;r das Kapital auf unterschiedlichen Ebenen gef%26auml;hrlich. Wirtschaftlich gesehen war es langsam und ineffektiv und brachte nicht ge uuml;gend Profit in die Taschen der herrschenden Kla e. Aber au chlaggebender war, da die handwerker durch ihre relative Unabh%26auml gigkeit schwierig zu kontrollieren waren. Sie bestimmten ihre Arbeitszeiten, ihr Tempo sel t u.s.w. Also wurde das Fabriksystem, welches sich auf Schiffen und Pflanzungen bereits als ziemlich effizient erwiesen hatte, auch auf die herstellung von G%26uuml;tern %26uuml ertragen.
Das industrielle System war also nicht nur (oder sogar haupt auml;chlich) deshalb entwickelt worden, weil es zur G%26uuml;terverarbeitung ein effektiverer Weg ist. KapitalistI en sind an der Verarbeitung von G%26uuml;tern nicht sonderlich intere iert. Sie sehen dies vielmehr als einen unabdingbaren Teil des Proze es der Au reitung des Kapitals, des Schaffe von Profit und der Aufrechterhaltung ihrer Kontrolle %26uuml er Wohlstand und Macht. Das Fabriksystem ? die Vereinigung von Techniken, Maschinen, Werkzeugen, Me chen und Re ourcen zur Technologie, wie wir sie ke en - wurde also als Mittel zur Kontrolle des u est%26auml digsten Teils des Produktio -Proze es entwickelt ? des me chlichen Arbeiters. Die Fabrik ist eigentlich wie eine riesige Maschine ausgebaut, wo jeder Teil ? die me chlichen Teile i egriffen ? mit jedem anderen Teil vollkommen vernetzt ist. Obwohl dieser Proze weiter perfektioniert wurde, weil der Kla enkampf %26uuml er die Zeit die Schw%26auml;chen des Systems aufzeigte, war das grund auml;tzliche Ziel in der industriellen Technologie von Begi an i ewohnend. Die LudditI en bemerkten dies, und dies war de auch der Grund ihres Kampfes.
We wir feststellen, da die im Kapitalismus entwickelte Technologie genau zur Aufrechterhaltung und Verst%26auml;rkung der Kontrolle der herrschenden Kla e %26uuml er u er Leben entwickelt wurde, ist es nicht mehr %26uuml erraschend, da die technischen Fortschritte, die nicht ezifische Antworten auf den Kla enkampf der Arbeit l%26auml;tze waren, meist f%26uuml;r milit%26auml;rische und polizeiliche Zwecke verwendet wurden. Kybernetik und Elektronik besorgen die Mittel, um Informationen auf bisher u eka tem Level zu sammeln und zu eichern, was eine weitaus umfa endere %26Uuml erwachung %26uuml er eine immer %26auml;rmer werdende und potentiell rebellische Weltbev%26ouml;lkerung zul%26auml t. Sie erm%26ouml;glichen auch die Dezentralisation der Macht, ohne jegliche herrschafts-Kontrolle einzu uuml en ? die Kontrolle sitzt genau in den entwickelten technologischen Systemen. Nat%26uuml;rlich bedeutet diese Streckung des Kontroll-Netzwerkes auch, da es sehr zerbrechlich ist. Zerbrechliche Verbindungen sind %26uuml erall, und kreative Rebellen finden sie auch. Aber die Notwendigkeit einer Kontrolle, welche so umfa end wie m%26ouml;glich ist, zwingt die herrscher dieser Ordnung dazu, diese Risiken zu akzeptieren, in der hoffnung, da schwache Verbindungen schnell genug repariert werden k%26ouml en.
Technologie wie wir sie ke en, dieses industrielle System integrierter Techniken von Maschinerie, Me chen und Re ourcen, ist folglich nicht neutral. Es ist ein ezifisches Werkzeug, welches gem%26auml den Intere en der herrschenden Kla e erschaffen wurde und das niemals daf%26uuml;r gedacht war, u ere Bed%26uuml;rfni e und W%26uuml che zu befriedigen, sondern um die Kontrolle der herrschenden Ordnung zu erhalten und auszuweiten. Die meisten AnarchistI en erke en, da der Staat, Privateigentum, das Ware ystem, die patriarchale Familie und organisierte Religion grund auml;tzlich dominante I titutionen und Systeme sind, welche zerst%26ouml;rt werden m%26uuml en, we wir eine Welt erschaffen wollen, wo wir alle frei sind, um u er Leben nach eigenem Gutd%26uuml ken zu gestalten. Es ist deshalb merkw%26uuml;rdig, da f%26uuml;r das industrielle technologische System nicht da elbe Verst%26auml dnis angewendet wird. Sogar in dieser Zeit, wo Fabriken keinen Platz f%26uuml;r jegliche Art individueller Initiative mehr zula en, wo Kommunikation von riesigen Systemen und Netzwerken, die f%26uuml;r jede polizeiliche Gesch%26auml;ft telle ei ehbar ist, dominiert werden, und die bestimmen, wie me ch sie nutzen ka , we das technologische System als Ganzes vom Me chen nur ein bi chen mehr als h%26auml de und Augen be ouml;tigt, ArbeiterI en und Kontroll-I ektorI en erh%26auml;lt, gibt es noch immer AnarchistI en, die zur ?%26Uuml ernahme der Produktio mittel? rufen. Aber das technologische System, wie wir es ke en, ist sel t Teil der herrschafts-Struktur. Es wurde kreiert, um die durch das Kapital ausgebeuteten Me chen effizienter zu kontrollieren. Wie der Staat, wie das Kapital sel t, mu dieses technologische System zerst%26ouml;rt werden, damit wir u ere Leben zur%26uuml;ckgewi en k%26ouml en. Was dies im hi lick auf ezifische Werkzeuge und Techniken bedeutet, wird im Laufe u eres Kampfes gegen die Welt der herrschaft klar werden. Aber genau um den Weg f%26uuml;r die M%26ouml;glichkeit der Realisierung u erer freien W%26uuml che zu e en, mu die Maschinerie der Kontrolle zerst%26ouml;rt werden.

e-Mail:: KEI AM.dieeule@riseup.net |


hi j.,

da liegt wohl ein Mi verst%26auml dnis vor.

Dachte du wolltest einfach nur einen Link empfehlen in dem intere ante Themen behandelt werden.

Die von mir eingestellten Links sind daher auch ganz belanglos im Si e von Empfehlungen zu verstehen. Da die so hei en ist Zufall, d.h. es steckt kein tieferer Si meinerseits dahinter.

Ich hatte leider nicht verstanden, da es dir um das ezielle Thema ging, so wie ich beim fl%26uuml;chtigen Lesen des Textes leider auch nicht viel verstanden habe.

De es ist einerseits viel Text und ist anderseits auch zumindest f%26uuml;r mich schwierig formuliert. Offe ar handelt es sich aber auch um eine %26Uuml ersetzung aus einer anderen rache.


K%26ouml te man den Text vielleicht wie folgt kurz zusamenfa en?

Der Anarchismus will eine Welt erschaffen, wo wir alle frei sind um u er Leben nach eigenem Gutd%26uuml ken gestalten zu k%26ouml en.

hierzu gibt es nach der Theorie des Anarchismus verschiedene hinderni e in Form von grund auml;tzlich dominanten I titutionen und Systemen die zerst%26ouml;rt werden m%26uuml en.

Es handelt sich hierbei im Einzelnen um den Staat, Privateigentum, das Ware ystem, die patriarchale Familie und organisierte Religion .

Weiterhin wird hergeleitet, da eine er thaft revolutio auml;re Analyse zwingend auch eine kritische Ei ch%26auml;tzung der Technologie beinhalten mu .

Dabei sind mit Technologie nicht einfache Werkzeuge und Maschinen gemeint sondern ein integriertes System von Techniken, Maschinerie, Me chen und Materialien, die entworfen wurden, um diejenigen sozialen Beziehungen zu reproduzieren, die ihre Existenz verl%26auml gern und verbe ern und somit nur deshalb entworfen wurden um die Kontrolle der herrschenden Ordnung zu erhalten und auszuweiten.

Und wie der Staat und wie das Kapital sel t mu dieses technologische System zerst%26ouml;rt werden, damit wir u ere Leben zur%26uuml;ckgewi en k%26ouml en.



Fragt sich nat%26uuml;rlich, ob das Internet an sich oder sogar das Forum Indymedia bereits zu der zu zerst%26ouml;renden Technologie geh%26ouml;rt.

lg M
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