Frage:
Dein unqualifiziertes eudo- D-Gelaber von rotlackierten Sozialfaschisten ist unertr%26auml;glich.
Den Link artei uuml;rgermeister nimmst Du doch nur zum Vehickel, zum Verbreiten Deiner antikommunistischen Kurt-Schumacher-Ideologie. Dir geht es nicht um die Jugendlichen in Pretzien und auch nicht um die uuml;cherverbre ung.
Du willst Deinen Au euterdreck taat BRD aufrechterhalten mit Deinen sozialschmarotzendem Politiker-, Beamten- und Unternehmerpack.
Antwort :
Dem ist nichts hinzuzuf%26uuml;gen.
Der rheinische kapitalismus war pure heuchelei!
Denk mal dr%26uuml er nach warum.
Antwort :
Zitat:
Unter Rheinischem Kapitalismus versteht man eine dquo;milde(re) Form%26ldquo; von Kapitalismus. Der Begriff ielt wohl auf den rheinischen deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer mit dem damaligen Regierung itz Bo am Rhein an. Der offizielle Begriff war %26quot oziale Marktwirtschaft". Als politisches Schlagwort ist der Begriff aber nicht genau definiert und wird bisweilen auch gegen den Begriff der sozialen Marktwirtschaft gesetzt, we etwa eine "Kl%26uuml gel-Wirtschaft" kritisiert wird im Unterschied zu einer wirklichen sozialen Marktwirtschaft.
Unter Adenauers Kanzlerschaft ging es mit der Wirtschaft aufw%26auml;rts, die (anfangs hohe) Arbeitslosigkeit wurde abgebaut, die L%26ouml;hne stiegen, der Sozialstaat wurde erweitert. Zum Rheinischen Kapitalismus geh%26ouml;rt auch die Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern, sowie eine st%26auml;rkere staatliche Regulierung wirtschaftlichen handel (Marktregulierung).
Der Begriff kam polemisch auf als Gege t%26uuml;ck zu anderen Formen des Kapitalismus, etwa dem Manchester-Kapitalismus des 19. Jahrhunderts oder dem "angel auml;chsische quot; Neoliberalismus seit Anfang der 80er Jahre oder dem "atlantische quot; Kapitalismus (Elmar Altvater). Der Begriff wird auf den franz%26ouml ischen Politiker und Intellektuellen Michel Albert zur%26uuml;ckgef%26uuml;hrt.
We ich die Beitr%26auml;ge so lese, f%26auml;lllt mir seltsamerweise wieder ein Beitrag vom Thread %26quot ie wieder Deutschland" (S. 16) ein.
Zitat:
...Leider, leider haben einige nix be eres zu tun, als sich an ihrere eigenen politischen Profe ionalit%26auml;t und ihrere Gebildetheit zu erg%26ouml;tzen und Seitenlange Threads zu erstellen, die da zwar politisch und philosophisch tiefsi ig sind (sein m%26ouml;gen), aber leider an der Realit%26auml;t v%26ouml;llig vorbeigehen und letztenendes auch alles andere als hilfreich sind.
Die h%26ouml;hepunkte sind da immer, we z.B. das Starthema eines Threads "Frankreich - anien 3:1" war und schon auf Seite 2 wieder mal eine Disku ion %26quot RD hat DDR a ektiert" draus geworden ist ...(oder so %26auml;hnlich)
Ein jeder mag sich seinen Teil dazu denken....
Ich eri ere an den tschechischen Widerstandsk%26auml;mpfer Julius Fucik, de en Namen durch die Dresdner CDU-F%26uuml;hrer mit der Wende aus dem Stra zlig;e ild getilgt wurde. Aus dem Julius-Fucik-Platz am Dresdner Gro zlig;en Garten und St%26uuml elallee wurde der Stra zlig urger Platz.
"Me chen, ich hatte euch lieb. Seid wachsam!"
Diese letzte Zeile seiner Reportage schrieb Julius Fuc%26iacute;k am 9. Juni 1943 in seiner Zelle im Prager Gestapogef%26auml gnis. Danach folgt in Berlin der Schauproze vor dem nazistischen Volksgerichtshof. Das Urteil: Tod am Galgen. Am 8. September 1943 wird er in Pl%26ouml;tze ee hingerichtet.
Uni Ka el: Eri erung an Julius Fuc%26iacute;k: "Reportage unter dem Strang"
Wer war Julius Fucik?
Wer sich mit Julius Fucik besch%26auml;ftigt, st%26ouml zlig;t in den Ver%26ouml;ffentlichungen auf so unterschiedliche Au agen, da man meinen k%26ouml te, es mit verschiedenen Per ouml lichkeiten zu tun zu haben.
W%26auml;hrend man in Kindlers Literatur Lexikon lesen ka , Fucik habe %26quot ich in der Vorkriegs-Tschechoslowakei mit seinen geistreichen, engagierten Auf auml;tzen %26uuml er Literatur und Theater, mit politischen Artikeln, Polemiken, sowie mit Reportage auml den %26uuml er sein heimatland und die Sowjetunion einen Namen gemacht" (Kindlers Literatur Lexikon im dtv, Band 19, M%26uuml chen 1974, S. 8120), sieht ein Autor name Peter Drews in der Zeitschrift %26quot ohemia" in Fucik einen "tragisch geendeten, politisch allzu blau%26auml;ugigen Autor". Bis 1939 sei er "in der tschechischen Kulturszene wesentlich nur als einer der f%26uuml;hrenden Journalisten der kommunistischen Pre e und als Autor %26uuml eraus optimistischer Reportagen %26uuml er die Sowjetunion beka t." (Peter Drews, Der zweifache Tod des Julius Fuc%26iacute;k, in: Bohemia, Zeitschrift f%26uuml;r Geschichte und Kultur der ouml;hmischen L%26auml der, Band 38 (Jg. 1997), S.349-356) Der ehemalige Mith%26auml;ftling V%26aacute;clav Cer yacute; glaubt gar von Kanada aus Fuc%26iacute;k als privilegierten h%26auml;ftling im Pankr%26aacute;c-Gef%26auml gnis bezeichnen zu k%26ouml en, der seine "Reportage unter dem Strang geschriebe quot; nur mit Wi en der Gestapo h%26auml;tte verfa en k%26ouml en. (vgl. Vacl%26aacute;v Cer yacute;, Pl%26aacute;c koruny cesk%26eacute;, Toronto 1977)
W%26auml;hrend Rudolf Sl%26aacute k%26yacute;, der auml;ter unter falschen Verd%26auml;chtigungen hingerichtete ehemalige Generalsekret%26auml;r der KPTsch, 1946 Fuc%26iacute;k als "Musterbei iel echten kommunistischen heldenmuts im Die te der Me chheit" bezeichnete und Bundeskanzler Willy Brandt im Dezember 1973 Fuc%26iacute;k zu den besten Traditionen der tschechoslowakischen Geschichte rechnete, ist er Ferdinand Seibt, dem Verfa er eines Standardwerks zur deutsch-tschechischen Geschichte, nicht einmal einer Erw%26auml;hnung wert.
Offe ichtlich scheiden sich an Julius Fucik noch immer die Geister. Wer jedoch Geschichte in antifaschistischer Per ektive aufarbeiten will, findet in ihm einen w%26uuml;rdigen Repr%26auml entanten der tschechoslowakischen Geschichte im 20.Jahrhundert.
Am 23.Februar 1903 in Prag im Stadtteil Sm%26iacute;chov geboren, %26uuml ersiedelte Julius Fucik als Kind 1913 mit der ganzen Familie nach Plzen.
Er liebte Lesen und uuml;cher. Schon mit zw%26ouml;lf Jahren experimentierte er als Sch%26uuml;ler der Ersten Tschechischen Staatlichen Realschule in Plzen mit einer sel tgemachten "Zeitung" mit Namen %26quot lova quot; (Der Slawe), in der "amtliche Meldungen aus Wien, Nachrichten aus dem Ausland, Kommentare zu den sozialen Verh%26auml;ltni en w%26auml;hrend des Krieges, zur Einf%26uuml;hrung von Brotkarten und zu dem aus Stroh gemahlenen Mehl" zu lesen sein sollten. In der Zeitung sollte man "ein literarisches Feuilleton, eine eigene Kulturseite, eine Theaterbe rechung, einen ortbericht, ja sogar I erate" finden, berichtete seine auml;tere Frau Gusta Fucikov%26aacute;. (zit. nach Julius Fuc%26iacute;k, Literarische Kritiken, Polemiken und Studien, Berlin 1958, S.5/6)
Mit gro zlig;em Enthusiasmus begr%26uuml zlig;t er im Oktober 1918 die Proklamation der nationalen Unabh%26auml gigkeit der Tschechoslowakei. Er war literarisch ungemein intere iert. In seinen Tagebuchnotizen finden sich von Januar 1919 bis Ende 1922 a auml;hernd 200 Autoren, besonders nat%26uuml;rlich tschechische Autoren, wie die Br%26uuml;der Capek, Svatopluk Cech, Jaroslav hasek, Jan Neruda, Jiri Wolker und viele andere, wie auch Autoren der Weltliteratur, mit deren Werken er sich inte iv besch%26auml;ftigte.
Im Jahre 1920 kehrte er zum Studium nach Prag zur%26uuml;ck. Gleichzeitig trat Fucik der sozialdemokratischen Partei bei und schlo sich dort den "Linke quot; an, die im Mai 1921 die KPTsch gr%26uuml deten. W%26auml;hrend seiner Studentenzeit behielt er den Kontakt nach Plzen. So schrieb er Reze ionen und Theaterkritiken f%26uuml;r die %26ouml;rtliche Parteizeitung. R%26uuml;ckblickend meinte er %26uuml er diese und seine weitere journalistische T%26auml;tigkeit in der "Reportage unter dem Strang geschriebe quot;: "Ich habe zahlreiche kulturelle und politische Artikel geschrieben, Reportagen, Literatur- und Theaterstudien und Referate. Viele von ihnen geh%26ouml;ren dem Tag und sind mit dem Tag gestorben. La t sie liegen. Einige jedoch geh%26ouml;ren dem Leben."
Nach seinem Studium arbeitete Fucik als Redakteur der Zeitung "Kme quot;, einer literarischen Zeitschrift der tschechischen Verleger. Zur gleichen Zeit wurde ihm die Verantwortung f%26uuml;r die Kulturarbeit der Kommunistischen Partei %26uuml ertragen. In den Auseinandersetzungen der Zeit, die nat%26uuml;rlich auch Intellektuelle, die Mitglied der KP waren oder ihr nahestanden, erfa ten, versuchte Fucik mit seinen Beitr%26auml;gen einerseits politische Klarheit zu schaffen, andererseits aber auch ohne dogmatische Ausgrenzungen eine Offenheit zum Dialog zu bewahren.
1929 wechselte er zur Zeitschrift "Tvorba", die von dem beka ten Literaturkritiker Franticek Xaver Salda gegr%26uuml det worden war und eher eine sozialistische Tendenz vertrat, und wurde st%26auml diger Mitarbeiter der KP-Zeitung "Rud%26eacute; Pr%26aacute;vo". Seine T%26auml;tigkeit f%26uuml;r die KP f%26uuml;hrte dazu, da Fucik h%26auml;ufig von der Geheimen Polizei o erviert und auch inhaftiert wurde. Vorw%26auml de fanden sich immer wieder, um Fucik beim Streik der Bergarbeiter von Most oder als Chefredakteur der "Tvorba" f%26uuml;r k%26uuml;rzere oder l%26auml gere Zeit aus dem Verkehr zu ziehen. De och fand er immer noch ge uuml;gend Zeit f%26uuml;r seine zahlreichen journalistischen Beitr%26auml;ge.
Im Auftrag der Redaktionen reiste er im Fr%26uuml;hjahr 1930 zum ersten Mal f%26uuml;r vier Monate in die Sowjetunion, um vom Aufbau des Sozialismus in diesem Land zu berichten. Zur%26uuml;ckgekehrt berichtete er von seinen Erfahrungen und wurde einer der "gef%26uuml;rchtetste quot; Disku io redner auf Vera taltungen der Volk ozialistischen Partei, deren Redakteur Frana Klatiel besonders antisowjetisch auftrat. 1934 folgte ein weiterer, diesmal zweij%26auml;hriger Aufenthalt. Von diesen Reisen, die ihn in die abgelege ten Winkel des Landes gebracht haben, zeugen seine eindrucksvollen Reportagen. Dabei standen nicht allein die geschaffenen Werke und Errunge chaften im Zentrum, sondern Fuciks Augenmerk lag auf den Me chen, denjenigen, die den Sozialismus errichten wollten, denen er in Monaten seines Aufenthaltes auml;hergekommen war.
Nach seiner R%26uuml;ckkehr in die Tschechoslowakei gingen die %26ouml;ffentlichen Auseinandersetzungen um die Moskauer Proze e 1936/37 und die weiteren Entwicklungen in der Ud R an Fucik nicht vorbei. Aufgrund seiner per ouml lichen Erle i e polemisierte er mit Autoren, wie Jan Slavik oder Jiri Weil, die auch literarisch gegen die stalinistischen Entartungen auftraten. Fucik verteidigte dagegen das Grundanliegen der Sowjetunion und machte deutlich, da er in der aktuellen Situation, in der der deutsche Faschismus zum Krieg dr%26auml gte, solche Kritik f%26uuml;r %26auml;u zlig;erst verh%26auml gnisvoll hielt.
Fucik wu te, wovon er rach, we er vor einer faschistischen Bedrohung warnte. hatte er doch durch deutsche antifaschistische Emigranten, denen er in der Zeitung "Tvorba" Ver%26ouml;ffentlichungsm%26ouml;glichkeiten gab, erfahren, wie die Realit%26auml;t faschistischer herrschaft in Deutschland au ah. Und Fuciks Sorgen wurden durch die politischen Entwicklungen mehr als best%26auml;tigt.
Seit 1937 forcierte der deutsche Faschismus seine Expa io estrebungen gege uuml er der CSR, indem mit Geld und politischer Unterst%26uuml;tzung die henlein-Bewegung, die %26quot udetendeutsche heimatfront", zu einem willf%26auml;hrigen Werkzeug der v%26ouml;lkischen Propaganda ausgebaut wurde. Nach dem A chlu %26Ouml terreichs im M%26auml;rz 1938 war erke ar, da die CSR das auml;chste Ziel der deutschen Expa ion sein sollte.
Im September 1938 kam es zu der verh%26auml gnisvollen Konferenz zwischen hitler, Mu olini, Chamberlain und Daladier in M%26uuml chen, auf der das als %26quot udetengebiet" deklarierte Territorium der CSR an das Deutsche Reich ausgeh%26auml digt wurde.
Nach diesem M%26uuml chner Diktat schr%26auml kte die Prager Regierung die T%26auml;tigkeit der kommunistischen Partei und ihrer Pre e weitgehend ein. Und so bega im Oktober 1938 Fuc%26iacute;ks erste quasi illegale T%26auml;tigkeit.
Von nun an ver%26ouml;ffentlichte Fuc%26iacute;k unter eudonym in verschiedenen uuml;rgerlichen Zeitungen. Er schrieb %26uuml er herausragende Ereigni e in Geschichte und Tradition des tschechischen Volkes, %26uuml er bedeutende Dichter, Wi e chaftler und Politiker der Nation. So schrieb er %26uuml er den jesuitischen Priester und historiker Bohuslav Bal iacute , den er als "Verteidiger der tschechischen rache und des tschechischen Volke quot; nach der verheerenden Niederlage in der Schlacht am Wei zlig;en Berg hervorhob. Im Februar 1939 setzte er sich in dem Beitrag "Die Juden in der tschechischen Literatur" indirekt mit der Bereitschaft reaktio auml;rer Kr%26auml;fte auseinander, sich dem faschistischen Antisemitismus vorauseilend anzupa en, w%26auml;hrend er in einem anderen Beitrag am Bei iel von haseks Roman "Der brave Soldat Schejk" die fehlende Bereitschaft der politisch herrschenden zur Verteidigung der nationalen Souver%26auml it%26auml;t kritisierte. Dem setzt er die Figur des Schwejks entgegen. "Er war negativ vom Standpunkt der %26ouml terreichischen Reaktion aus, aber positiv vom Standpunkt des Widerstandes des unterdr%26uuml;ckten Volkes." (Julius Fuc%26iacute;k, Wir lieben u er Volk, Berlin 1956, S. 103) Auf diese Weise versuchte Fuc%26iacute;k sel t in schei ar literaturwi e chaftlichen Beitr%26auml;gen durch A ielungen und mit indirekten Kommentaren antifaschistische Positionen zu entwickeln.
Mit dem milit%26auml;rischen %26Uuml erfall der faschistischen Tru en auf das verbliebene tschechische Gebiet Mitte M%26auml;rz 1939 und der Bildung des Protektorats ouml;hmen und M%26auml;hren bega die ko irative antifaschistische Arbeit von Fucik. Einige Zeit zog er sich mit seiner Familie nach Chotimer zur%26uuml;ck und kam nur unregelm%26auml zlig;ig nach Prag oder Plzen. auml;ter ging er getarnt als %26quot rofe or horak" zur%26uuml;ck nach Prag und wirkte - st%26auml dig in der Gefahr von der Gestapo entdeckt zu werden - besonders in der propagandistischen Arbeit im illegalen Kampf.
Nach der Verhaftung f%26uuml;hrender Funktio auml;re der KPTsch im Februar 1941 wurde Fucik im Fr%26uuml;hjahr 1941 Mitglied der "Zweiten illegalen F%26uuml;hrung". Seine hauptaufgabe war die Erstellung illegaler Flugschriften und die herausgabe der Zeitung "Rud%26eacute; Pr%26aacute;vo", was i ofern schwierig war, da durch Gestapo- und Polizeirazzien die meisten Druckereien und Vervielf%26auml;ltigungsm%26ouml;glichkeiten der Partei aufgeflogen waren.
Besonders seine Artikel und Beitr%26auml;ge in der illegalen antifaschistischen Pre e zeugen von einer ungebrochenen Kampfeskraft. Trotz der schei aren U esiegbarkeit der deutschen Milit%26auml;rmaschinerie war er erf%26uuml;llt von der %26Uuml erzeugung, da letztlich die V%26ouml;lker %26uuml er die faschistischen Okkupanten triumphieren werden. Bei iele seiner Arbeiten sind der abgedruckte "Offene Brief an Minister Dr.Goe el quot; und der A ell "Wir alle stehen im Krieg gegen hitler." Dabei gelang es ihm, den antifaschistischen Kampf nicht nur zur Sache der Linken, sondern aller ehrlichen tschechischen Patrioten zu machen.
Am 24.April 1942 wurde er bei einer Razzia eher zuf%26auml;llig festgenommen und bis zum 10.Juni 1943 im Prager Pankr%26aacute;c-Gef%26auml gnis inhaftiert. In dieser Zeit versuchte die Gestapo, ihn durch Mi handlungen aber auch durch Ver rechungen zur Au age zu bewegen. Doch Julius Fuc%26iacute;k blieb standhaft. Anders als verleumderische Berichte heute behaupten, belegen die Unterlagen der Verfolger, da er sich nicht als Denunziant hergegeben hat. Soweit %26uuml erhaupt Au agen aufzeichne ar waren, betrafen sie nur Personen, die nicht mehr gef%26auml;hrdet werden ko ten. F%26uuml;r das eigene %26Uuml erleben brauchte Fuc%26iacute;k jedoch ein anderes "Ventil". Und so entstanden im Fr%26uuml;hjahr 1943 seine Aufzeichnungen, die heute unter dem Titel "Reportage unter dem Strang geschriebe quot; vorliegen.
%26Uuml er die Entstehungsgeschichte der Aufzeichnungen berichtet der Aufseher Adolf Kol%26iacute k%26yacute;:
"herr Fuc%26iacute;k hatte lange Zeit kein Vertrauen zu mir. Ich hatte ihm zwar schon fr%26uuml;her Papier und Bleistift angeboten, doch zu auml;chst mu te er mich gr%26uuml dlich pr%26uuml;fen.
Einmal sagte er zu mir: Kol%26iacute k%26yacute;, wir werden schreiben. Es liegt an Ihnen, da es niemandem in die h%26auml de f%26auml;llt. Sie wi en, mir ka nichts mehr geschehen, mir ist der Strick ohnehin sicher. ...
Immer, we ich meinen Die t antrat, brachte ich ihm in einem g%26uuml tigen Auge lick Papier, jeweils einige Bl%26auml;tter und einen Bleistift in die Zelle. Alles versteckte er im Strohsack. We ich meinen Rundgang durch jeden Fl%26uuml;gel - es gab deren drei - von einem ion in der Zellent%26uuml;r zum anderen gemacht hatte, was mindeste zwanzig Minuten dauerte, blieb ich an der Zelle 267 stehen, in der herr Fuc%26iacute;k ei a zlig;, klopfte an die T%26uuml;r und sagte leise: 'Weiter!' Da wu te er, da er schreiben ko te. W%26auml;hrend er schrieb, ging ich in der auml;he seiner Zelle auf und ab und gab Obacht. ...
Er schrieb nur da , we ich Tagdie t hatte. Manchmal schrieb er zwei Bl%26auml;tter voll - und damit genug; da klopfte er an die Zellent%26uuml;r, zum Zeichen, da er nicht mehr in Stimmung war. Ein andermal, vor allem am So tag, we im Gef%26auml gnis etwas mehr Ruhe herrschte, sofern man das so ne en ka , schrieb er bis zu sieben Blatt auf einmal. ...
Immer, we er zu schreiben aufh%26ouml;rte, klopfte er und %26uuml ergab mir die beschriebenen Bl%26auml;tter. Auch den Bleistift gab er mir jedesmal zur%26uuml;ck. Die beschriebenen Bl%26auml;tter versteckte ich im Gef%26auml gnis auf der Toilette hinter einem Rohr des gro zlig;en Wa erbeh%26auml;lters, von dem Rohre in alle Zellen abgingen. W%26auml;hrend des Die tes hatte ich nie etwas bei mir, weder Briefe, die einige h%26auml;ftlinge durch mich an ihre Verwandten schrieben, noch irgendwelches andere schriftliche Material. We ich am Abend den Die t beendete, steckte ich die Bl%26auml;tter hinter die Leinwand am Deckel der Aktentasche - f%26uuml;r den Fall, da die Aktentasche kontrolliert w%26uuml;rde. Ich hatte sie immer offen und hielt den Deckel mit der hand fest, so da sie nichts bemerkten. Einige Male %26uuml ergab herr Fuc%26iacute;k die beschriebenen Bl%26auml;tter auch dem Wachtmeister Jaroslav hora.
Einen Teil des Manuskriptes versteckte ich einige Zeit bei meiner Schw%26auml;gerin. Da lernte ich Jirina Z%26aacute;vodsk%26aacute; ke en, der ich auml;ter Fuc%26iacute;ks Bl%26auml;tter %26uuml ergab. Sie brachte sie nach humpolec zu ihren Eltern und die bewahrten sie auf."
(zit. nach: Gusta Fuc%26iacute;kov%26aacute;, Mein Leben mit Julius Fuc%26iacute;k, Berlin 1976, S. 741/42)
Die letzte Aufzeichnung von Julius Fuc%26iacute;k tr%26auml;gt das Datum: 9.6.1943. Am auml;chsten Tag ging er von Prag nach Deutschland auf Tra ort. Vom 11.Juni bis 24.August 1943 blieb er in Bautzen inhaftiert, bis ihm am 25.August 1943 in Berlin der Proze gemacht wurde.
Dreizehn Seiten umfa t die Anklageschrift in der %26quot trafsache Fucik und andere". Beschuldigt wurde er, "als Protektoratsangeh%26ouml;riger in Prag in den Jahren 1941 und 1942 gemei am und in st%26auml diger Verbindung mit anderen Personen die gewaltsame Abtre ung eines Teils des Reichsgebietes betrieben zu haben, was den Tatbestand des hochverrats darstellt, wobei seine T%26auml;tigkeit auch auf Erhaltung einer Organisatio einheit und Beeinflu ung der Ma en durch Anfertigung und Vorbereitung von Schriften hochverr%26auml;terischen Inhalts gerichtet war." (Ebenda, S. 751) Der hauptvorwurf im Proze lautete, "durch Ihre handlungen dem Feind des Reiches, dem bolschewistischen Ru zlig;land geholfen (zu) haben.". Als Vorsitzender Richter agierte Roland Freisler, der Blutrichter des Volksgerichtshofes. Das Urteil stand fest. De och fand die Proze farce statt. F%26uuml f Minuten vor der Er%26ouml;ffnung sah Fucik zum ersten Mal seinen "Verteidiger", Rechtsanwalt hofma , der eigentlich nichts zur Verteidigung beitrug. Das Gericht rotokoll vermerkt jedoch, da Fucik sich selber verteidigte. Ungebrochen erkl%26auml;rte er: "Ich erke e Ihr Gericht nicht f%26uuml;r berechtigt, %26uuml er mich ein Urteil zu rechen." Und in seinem Schlu wort, in dem er sich noch einmal zu seiner kommunistischen %26Uuml erzeugung beka te, betonte er: "Ihr Urteil wird mir jetzt vorgelesen werden. Ich wei zlig;, es lautet: Tod den Me chen! Mein Urteil %26uuml er Sie ist schon l%26auml gst gef%26auml;llt. In diesem ist mit dem Blut aller ehrlichen Me chen der Welt geschrieben: Tod dem Faschismus! Tod der kapitalistischen Sklaverei! Das Leben dem Me chen! Die Zukunft dem Kommunismus!" (Bericht J.Reznik, in Junge Welt Nr. 83, 1955)
Und in der Tat: Das Urteil stand fest. Er wurde zum Tode verurteilt und am fr%26uuml;hen Morgen des 8.September 1943 in Pl%26ouml;tze ee hingerichtet. Die Gestapo verhinderte, da der Leichnam den Angeh%26ouml;rigen in Prag %26uuml ergeben wurde. Man f%26uuml;rchtete, da die Trauerfeier sich zu einer politischen Demo tration entwickeln k%26ouml te.
Wie sie berichtet erfuhr seine Frau, Gusta Fucikova, bereits im KZ Rave r%26uuml;ck von Mitgefangenen von dem Proze und dem Todesurteil. Bis zur Befreiung blieb sie jedoch in Ungewi heit %26uuml er das weitere Schicksal ihres Ma es. Erst nach dem Krieg erhielt sie die Best%26auml;tigung von der hinrichtung ihres Ma es in Pl%26ouml;tze ee.
Zur Rezeptio geschichte des Buches:
Schon w%26auml;hrend der haftzeit hatte Julius Fuc%26iacute;k seiner Frau angedeutet, da er im Gef%26auml gnis schreibe. Nun erhielt sie Gewi heit, da solche Aufzeichnungen vorliegen, die der Aufseher Adolf Kol%26iacute k%26yacute; herausgeschmuggelt hatte. Im Juli 1945 kam sie endlich in den Besitz der Papiere, wobei eine Seite als verschollen galt.
Die Texte wurden nicht nur tra kribiert, sondern im Oktober 1945 in einer ersten Auflage im Verlag Svoboda ver%26ouml;ffentlicht. Damals stellte niemand die Echtheit der Aufzeichnungen in Zweifel, besonders deshalb, weil die beiden wichtigsten Zeugen, die Aufseher des Pankrac-Gef%26auml gni es, lebten und %26uuml er die Entstehung authentisch Zeugnis ablegen ko ten.
Erst nach der politischen Aufl%26ouml ung des sozialistischen Systems 1989/90 verbreiteten reaktio auml;re Kreise ekulationen, dieses Manuskript sei von Anfang an gef%26auml;lscht worden. Auf Grund einer Untersuchung des Kriminalistischen I tituts in Prag Anfang der 90er Jahre ist definitiv erwiesen, da die vorhandenen Aufzeichnungen von Julius Fuc%26iacute;k authentisch sind. Aber es wurde auch erke ar, da bereits 1945/46 einzelne Pa agen des Originalmanuskriptes bei der Ver%26ouml;ffentlichung weggela en wurden. Dabei handelte es sich nicht um die fehlende Manuskriptseite, die erst in die Auflagen ab 1946 eingef%26uuml;gt werden ko te, sondern um Pa agen, die sich auf politische Zusammenh%26auml ge bez%26uuml;glich Deutschland, sowie auf Personen und ihre jeweilige Bewertung bezogen. Gleichzeitig wurden einzelne A chnitte, in denen Julius Fuc%26iacute;k %26uuml er sein eigenes Verhalten berichtet, so gek%26uuml;rzt, da sie keinerlei %26quot chatte quot; auf das Bild des heroischen Widerstandsk%26auml;mpfers zulie zlig;en. Damit ent rachen sie zwar den W%26uuml chen, ein untadeliges Bild eines Widerstandsk%26auml;mpfers aufzubauen, jedoch nicht mehr Fuc%26iacute;ks eigenen sel tkritischer Darstellung seiner Person. Vom Umfang her waren die Streichungen recht gering. Sie ber%26uuml;hrten in keiner Weise die Authentizit%26auml;t und Inte it%26auml;t der Texte.
Das Buch fand in der Tschechoslowakei eine enorme Leserresonanz. I erhalb kurzer Zeit folgten mehrere Auflagen und 1946 rangierte es in einer Leserumfrage der Zeitung Lidov%26eacute; noviny auf Platz 3 der popul%26auml;rsten zeitge ouml ischen uuml;cher. So verwundert es nicht, da der Text bis 1962 bereits 26 Auflagen erlebte.
Dabei wurde dieser Text nicht nur als zeitge ouml isches literarisches Dokument verbreitet, sondern in gewi er Weise auch kanonisiert. Nat%26uuml;rlich geh%26ouml;rte der Text zur Unterrichtslekt%26uuml;re in allen Schulzweigen. Die Tatsache, da die sozialistische Jugendorganisation der C R, der CSM, auch "Fuc%26iacute;k-Jugend" gena t wurde, machte einmal mehr die hohe Bedeutung dieser Per ouml lichkeit f%26uuml;r das %26ouml;ffentliche Leben deutlich. Dabei entging diese Ehrung der Per ouml lichkeit nicht Formen falscher heroisierung, die mit dem guten A ruch jungen Me chen Vorbilder zu geben, zu klare und glatte Biographien, d.h. Me chen ohne Fehl und Tadel aber auch ohne me chliche Z%26uuml;ge schufen. W%26auml;hrend Gusta Fuc%26iacute;kov%26aacute; in ihren Eri erungen Julius Fuc%26iacute;k als Me chen mit all seinen Emotionen, manchmal Fragen und Zweifeln, vor allem aber hoffnungen und unersch%26uuml;tterlichen Optimismus schilderte, fand man in anderen popul%26auml;ren Darstellungen vielfach Idealisierungen, Simplifizierungen und heroisierungen, die eher kontraproduktiv wirkten. De och blieb trotz solcher fehlerhaften Entwicklungen die hohe Wertsch%26auml;tzung von Fuc%26iacute;ks Per ouml lichkeit im %26ouml;ffentlichen und gesellschaftlichen Leben der Tschechoslowakei erhalten.
Auch im Ausland wurden Fuc%26iacute;k und sein Werk sehr bald popul%26auml;r.
Schon 1946 gab es %26Uuml ersetzungen auf Deutsch, Serbokroatisch, Norwegisch, Ru isch und Ukrainisch. Die erste deutsche %26Uuml ersetzung erschien im Globus-Verlag in Wien 1946 und erlebte dort schon ein Jahr auml;ter eine zweite Auflage. In Deutschland wurde der Titel 1947 vom Dietz-Verlag in einer Auflage von 30.000 Exemplaren herausgegeben. Im Kla entext der Ausgabe hie zlig; es - f%26uuml;r heutige Verh%26auml;ltni e vielleicht etwas pathetisch: Fuc%26iacute;k "ist Schriftsteller und K%26uuml tler, de en Sorge sel t in seiner schwersten Stunde dem Me chen gilt, den er in dieser Stunde mit versch%26auml;rftem Auge erke t, darstellt, entlarvt und verherrlicht. So wird er mit diesen seinen letzten Aufzeichnungen zum Symbol jedes aufrechten, u estechlichen K%26uuml tlers, der seiner Sendung bis zum letzten Atemzug treu bleibt. Er wird zum Symbol seines Volkes, f%26uuml;r de en Freiheit er sein Leben opferte."
Die Resonanz war so gro zlig;, da auch hier bereits im Folgejahr eine zweite Auflage erschien. Bis 1957 waren 60.000 Exemplare dieses Werkes verkauft.
Bis heute wurde das Buch in fast 90 rachen %26uuml ersetzt und erlebte %26uuml er 300 fremd rachige Ausgaben, ei chlie zlig;lich zahlreicher Neuauflagen. Damit ist es unzweifelhaft ein Werk der Weltliteratur geworden. Es bedarf schon einer besonderen Ignoranz vor diesem hintergrund zu behaupten, das publizistische Echo sei au zlig;erhalb der kommunistischen h%26auml;re eher gering gewesen, und Beachtung habe das Werk vorwiegend in linksorientierten Kreisen gefunden, w%26auml;hrend die etablierte westliche Literaturkritik sehr zur%26uuml;ckhaltend reagiert habe (Peter Drews). So erlebte das Buch bis 1974 jeweils drei Auflagen in Frankreich, England und Italien, mehrere Auflagen in Norwegen, D%26auml emark und den Niederlanden. Auch in den USA erschienen zwei Ausgaben, die erste mit 50.000 Exemplaren Startauflage. Sel t we Julius Fuc%26iacute;k in einer bestimmten Ver%26ouml;ffentlichung nicht erw%26auml;hnt worden sein sollte, so ka keine er tzunehmende Literaturgeschichte euro auml;ischer Provenienz an Julius Fuc%26iacute;k als Autoren und der "Reportage unter dem Strang geschriebe quot; vorbeigehen, wie z.B. Kindlers Literaturlexikon gezeigt hat.
In Deutschland wurde das Buch zuerst von Verlagen der Z/ DDR auf den Markt gebracht, wobei die ersten f%26uuml f Auflagen im Dietz-Verlag, Berlin erschienen, bevor 1956 die erste Ausgabe bei Reclam, Leipzig und seit 1973 die weiteren Auflagen in der %26quot ibliothek des Siege quot; bei Volk %26am Welt, Berlin editiert wurden. 1981 erschien die von Felix Rausch neu%26uuml ersetzte und mit Illustrationen versehene Ausgabe im Kinderbuch-Verlag Berlin.
W%26auml;hrend diese Ausgaben ab Anfang der 70er Jahre auch in die BRD exportiert wurden und dort auf ein intere iertes Publikum stie zlig;en, fand sich in der Bundesrepublik selber erst 1976 ein Verlag, der diesen Text in einer eigenen Ausgabe auf den Markt bringen wollte, der Suhrkamp-Verlag in Frankfurt/M. In einer neuen %26Uuml ersetzung, basierend auf der tschechischen Originalausgabe, erschien der Text in der Suhrkamp Tasche uchreihe.
Mit dem Ende der sozialistischen Entwicklung in der C R 1989/90 bega en intere ierte Kr%26auml;fte nicht nur die politischen Strukturen zu ver%26auml dern, sondern auch die - in ihren Augen - %26quot ymbole des Sozialismu quot; zu demontieren. Verschiedene Autoren - bis hin zu ultrarechten Kreisen - beteiligten sich oftmals ohne jegliche historische Ke tni e an den Angriffen auf den Text von Julius Fuc%26iacute;k sowie an einer Umwertung seiner Person. Daher sah sich - wie oben bereits erw%26auml;hnt - 1990 eine Gru e von historikern unter Leitung von Frantisek Ja aacute;cek vom historischen I titut der Tschechoslowakischen Armee-Widerstands-Gedenkst%26auml;tte veranla t, eine Untersuchung des Fuc%26iacute;k-Manuskriptes vorzunehmen. Die kriminaltechnische Untersuchung belegten ohne jeden Zweifel die Echtheit der Manuskriptbl%26auml;tter der "Reportage". In einem zweiten Schritt ging es den historikern darum, den authentischen Text des Manuskriptes zu reko truieren und mit historisch-kritischen Anmerkungen zu versehen. Nach m%26uuml;hevoller Kleinarbeit, getragen von dem Bem%26uuml;hen dem Anliegen von Julius Fuc%26iacute;k gerecht zu werden, legten sie 1995 im Verlag Torst, Prag, die Erge i e ihrer Arbeit vor. Sie erg%26auml zten alle bei fr%26uuml;heren Ver%26ouml;ffentlichungen vorgenommenen Ausla ungen, korrigierten die anonymisierten Namen und f%26uuml;gten die gestrichenen A chnitte - besonders im Kapitel 8 -, bei dem es um das Verhalten von Fuc%26iacute;k bei den Verh%26ouml;ren durch die Gestapo ging, wieder ein.
Dieser nunmehr komplette Text bildet die Basis der vorliegenden deutsch rachigen Ver%26ouml;ffentlichung der "Reportage unter dem Strang geschriebe quot;. Man wird schnell erke en, da der Text dadurch nichts an seiner Inte it%26auml;t und Dichte verloren, vielmehr durch die offene Beschreibung des me chlichen Verhalte an Glaubw%26uuml;rdigkeit und Authentizit%26auml;t gewo en hat.
De da Julius Fuc%26iacute;k eine herausragende Per ouml lichkeit der antifaschistischen Tradition darstellt, stand vor und nach der Bearbeitung des Textes au zlig;er Zweifel.
Die Eri erung an Fuc%26iacute;k wurde viele Jahrzehnte nicht allein in der Tschechoslowakei gepflegt. Dort hatte er faktisch den Charakter eines Nationalhelden angenommen, sicherlich staatlich gef%26ouml;rdert, aber in breitem Umfang auch von den Me chen mitgetragen. So trugen zahlreiche Schulen und Bildungseinrichtungen seinen Namen. Stra zlig;en, Pl%26auml;tze, Orte und sel t ein Berg wurden nach ihm bena t. Auch Betriebe und Arbeitskollektive trugen den Namen "Julius Fuc%26iacute;k", wobei ein solcher Name durchaus als Auszeichnung und Verpflichtung f%26uuml;r gute Arbeitsleistungen verstanden wurde.
Auch in der ehemaligen DDR war der Name "Julius Fuc%26iacute;k" im %26ouml;ffentlichen Bereich pr%26auml ent. Als Name geber f%26uuml;r Schulen, Arbeitskollektive und Brigaden, besonders solche, die in Kooperatio eziehungen mit der C R standen, aber auch f%26uuml;r ein FDGB-Erholungsheim in K%26uuml;hlung orn war er pr%26auml ent. Schon 1953 wurde Fuc%26iacute;k in der Zeitschrift "Der Deutschunterricht" als Repr%26auml entant der tschechoslowakischen Literatur des 20.Jhd. gew%26uuml;rdigt und es wurden A auml;tze zur Behandlung seiner Texte im Unterricht be rochen.
Doch auch hier wurden im Zuge der Abwicklung der DDR und ihres Geschicht ildes an fast allen Orten die sichtbaren Zeichen des Gedenke getilgt. Schul- und Stra zlig;e amen wurden beseitigt, eine weitere W%26uuml;rdigung von Fuc%26iacute;k fand nicht mehr statt.
Um so wichtiger ist es u , der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) - Bund der Antifaschisti en und Antifaschisten, die Eri erung an Julius Fuc%26iacute;k und sein Werk gegen solch offizielle Form des Verge e und Verdr%26auml ge wachzuhalten. historische Aufarbeitung der Geschichte und Bewahrung der Eri erungen und Erfahrungen der Zeugen des antifaschistischen Widerstandes sind A ruch der wiederaufgenommenen Buchreihe %26quot ibliothek des Widerstande quot;. Und so ist die herausgabe von Julius Fuc%26iacute;ks "Reportage unter dem Strang geschriebe quot; als Band 1 der neuen Reihe gewi erma zlig;en programmatisch. Verbindet doch dieses Werk eindrucksvoll die Auseinandersetzung mit der faschistischen herrschaft mit einer Darstellung von Mut und Standhaftigkeit im antifaschistischen Kampf.
Es ist ein literarisches Zeugnis des Antifaschismus, das auch im 21.Jahrhundert seine Bedeutung behalten wird.
Dr.Ulrich Schneider, Ka el
Antwort :
Reportage aus Pretzien:
Zitat:
Pretzien und die Brandstifter
In einem Dorf in Sachsen-Anhalt warfen Rechte das A e-Frank-Tagebuch i So wendfeuer
Susa e Rost
PRETZIEN. Kr%26auml;ftige M%26auml er stellen sich vor die Fe ter des Dorfgemei chaftshauses von Pretzien. Von drau zlig;en soll nicht sichtbar sein, was dri en pa iert. Was die Gemei chaft des kleinen Ortes in Sachsen-Anhalt zu be rechen hat, sollen Fremde nicht h%26ouml;ren. Die G%26auml te von ausw%26auml;rts werden mehr oder weniger freundlich aus dem Saal komplementiert. Die Bev%26ouml;lkerung schart sich um die T%26auml;ter, die aus ihren Reihen kommen - und die jetzt rechen sollen.
Pretzien liegt etwa 20 Kilometer uuml;d%26ouml tlich von Magdeburg - idyllisch zwischen Seen, W%26auml;ldern und Wiesen. Kna tausend Me chen leben hier. Viele von ihnen haben sich an diesem Abend im Dorfgemei chaftshaus versammelt, obwohl zeitgleich das zweite halbfinale der Fu zlig all-Weltmeisterschaft ausgetragen wird.
%26quot ymboltr%26auml;chtig i zeniert"
Es geht um das, was sich in Pretzien am 24. Juni zugetragen hat und bundesweit f%26uuml;r Entsetzen sorgt: Der von einem fr%26uuml;heren D-Mitglied gegr%26uuml dete Verein "heimat Bund Ostelbie quot; hatte zu einem Tanz zur Sommerso enwende geladen. Drei M%26auml er, zwei von ihnen Verei mitglieder, warfen - neben einer US-Flagge - ein Buch in die Flammen. Nicht irgendein Buch, es war eine Ausgabe des Tagebuchs der A e Frank - jenes j%26uuml;dischen M%26auml;dche also, das sich w%26auml;hrend des Zweiten Weltkriegs in einem Amsterdamer hinterhaus vor den Nazis versteckte und das, nachdem das Versteck verraten worden war, im Alter von 15 Jahren im Konzentratio lager Bergen-Belsen starb.
"Ich %26uuml ergebe A e Frank dem Feuer", haben die M%26auml er bei der i zenierten Buchverbre ung angeblich gerufen, einige Anwesende sollen a laudiert haben. Keiner der etwa 80 G%26auml te schritt gegen die Buchverbre ung ein. Auch der uuml;rgermeister von der Link artei, sel t Mitglied im "heimat Bund Ostelbie quot;, sah tatenlos zu. Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes brach die Vera taltung schlie zlig;lich ab. "Das war in symboltr%26auml;chtiger Art und Weise i zeniert", sagt Uwe hor urg, der recher der Magdeburger Staatsanwaltschaft. Sie ermittelt wegen Volksverhetzung gegen die M%26auml er, die 24, 27 und 28 Jahre alt sind.
Die drei haben f%26uuml;r die Einwohnerversammlung eine Erkl%26auml;rung vorbereitet, die einer verliest. Sie h%26auml;tten sich beim Dorf entschuldigt, hei zlig;t es auml;ter. Sie h%26auml;tten dem Ort mit ihrer Aktion nicht schaden wollen. Doch zur Buchverbre ung sel t, zu ihren Motiven sagen die M%26auml er nichts, berichten Anwesende auml;ter. Die Einwohner h%26auml;tten nach der Erkl%26auml;rung a laudiert.
Den meisten Beifall bekommt aber Friedrich harwig. Der drahtige 66-J%26auml;hrige ist seit 1994 uuml;rgermeister des Ortes. "Dieser Vorfall ist ein richtiger Tiefschlag in u erem Bem%26uuml;hen, die jungen Leute aus der rechten Ecke rauszuhole quot;, sagt der langj%26auml;hrige NVA-Soldat. Diese Rettungsversuche seien auch der Grund gewesen, warum er Mitglied in dem Verein war, der schon seit Jahren als potenzielles Sammelbecken Rechtsradikaler vom Verfa ung chutz beobachtet wird. %26quot uuml;cherverbre ung an sich ist schon schlimm", sagt der uuml;rgermeister. "Aber als ich da noch h%26ouml;rte, da es das Tagebuch der A e Frank war, da war ich wie paralysiert", erkl%26auml;rt der Politiker seine Unt%26auml;tigkeit an jenem Abend. Er verteidigt seine Strategie, die Rechten einzubinden: "Andere stehen doch schon bereit, solche jungen Leute zu %26uuml ernehmen. Damit h%26auml;tten wir nichts gewo en." Auf Dr%26auml gen seiner Partei ist harwig inzwischen ausgetreten, aber uuml;rgermeister will er bleiben, allen R%26uuml;cktrittsforderungen zum Trotz. %26Uuml er seine Kooperatio trategie wird nicht diskutiert.
"Ich bin hier, um zu zeigen, da wir kein Nazi-Dorf sind", sagt eine Frau w%26auml;hrend der Versammlung. Viele h%26auml;tten an jenem Abend gar nicht realisiert, was die M%26auml er in die Flammen warfen. Wie ihre Vorredner verurteilt sie die Buchverbre ung - aber mindeste genauso lang kritisiert sie, da %26uuml er den Vorfall in den Medien berichtet wurde. Weil Pretzie Ruf damit besch%26auml;digt wurde.
David Begrich wirkt m%26uuml;de, als er aus dem Dorfgemei chaftshaus kommt. "Es wurde ko equent am eigentlichen Thema vorbei diskutiert", sagt der Rechtsextremismus-Experte vom Verein Miteinander e.V. %26Uuml er die politische Dime ion, die Ursachen solcher Taten sei gar nicht ge rochen worden. "In ouml;mmelte verlief die Disku ion %26auml;hnlich". Das Dorf ouml;mmelte liegt auf der anderen El eite. Dort haben im Januar f%26uuml f Rechte einen zw%26ouml;lfj%26auml;hrigen Jungen %26auml;thiopischer A tammung mi handelt. In keinem anderen Land sei die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines rechtsradikalen %26Uuml erfalls zu werden, so gro zlig; wie in Sachsen-Anhalt, sagt Begrich mit Verweis auf den Verfa ung chutzbericht. "Das Jahr ist noch nicht zu Ende - und wir haben hier den auml;chsten Vorfall", prophezeit er.
"Es fehlt die Auseinandersetzung"
Auch Thomas he ener ist skeptisch. Der Direktor des Berliner A e Frank Zentrums hat die Versammlung aufmerksam verfolgt. "Die Erkl%26auml;rung der M%26auml er reicht nicht, es fehlt die Auseinandersetzung mit der Tat", sagt er. Er schl%26auml;gt vor, eine Au tellung %26uuml er A e Frank in der nahen Krei tadt Sch%26ouml ebeck zu zeigen. he ener steht auf der Wiese hinter dem Dorfgemei chaftshaus. hier hat vor fast zwei Wochen das So wendfeuer gebra t. Eine kahle Stelle in der Wiese zeugt noch davon.
Nach der Versammlung zieht Ort farrer Andreas holtz mit einer bre enden Kerze vom haus zum Tatort. Nur z%26ouml;gerlich folgen ihm einige Einwohner. Am Ende bre en auf der Wiese drei Dutzend Kerzen im Mondschein.
Zitat:
"Ich %26uuml ergebe A e Frank dem Feuer", haben die M%26auml er bei der i zenierten Buchverbre ung angeblich gerufen, einige Anwesende sollen a laudiert haben. Keiner der etwa 80 G%26auml te schritt gegen die Buchverbre ung ein.
oh oh herr k%26ouml ig, sehe ich da etwa schaum vor ihrem mund?
... klar ist neofaschismus jeder sorte, i esondere auch der plumperen sorte anzugreifen, aber aus jedem vor 1989 geborenen ostdeutschen einen potentiellen uuml;cher- und auml;ter auch me chenverbre er zu machen, hm.
sicher ist das, was in pretzien abgelaufen ist, ekelerregend, jedoch macker, denen ich so etwas in der art oder schlimmeres (ra istisch motivierter mord) zutraue, finden sich wohl in jeder dorfdiskothek, egal ob in ost oder west.
da dieses mackergehabe nun schei ar offiziell abgesegnet scheint: wieder hm. das, da ck mu ich ihnen leider recht geben, verdient jede form von verachtung.
lg je en
neofaschismus und mackergehabe angreifen!!
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Das war kein Sozialismus, das war ie zlig;erkram.
knarf rell%26ouml;m
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von je en-ex am 07.07.2006 < an cla ="time">18:44. an>
Antwort :
Zitat:
Widerliches, primitives Pack von Dorftrotteln und Go engermanen, ouml el und Mob, A chaum, verfluchtes, aber vielleicht auch ko equentes Erbe des Stalinismus.
Carsten K%26ouml ig, haste Dich nun mal wieder antikommunistisch ausgereiert und der kapitalistischen Zukunft zugewandt und willst ihr zum Guten dienen in alter deutscher Wah i gr%26ouml zlig;e?
Du willst nicht begreifen, da zlig; kapitalistische Au euterverh%26auml;ltni e der auml;hrboden f%26uuml;r Faschismus sind. Unternehmer und ihre geschmierten Politiker benutzen neonazistische Go enjungs als Vorwand, um die Sozialsysteme f%26uuml;r das gesamte Volk zu zerschlagen, de f%26uuml;r die ist jeder uuml;rger ein Neonazi, der keinerlei Sozialleistungen mehr verdient. Auch Du wirst von Unternehmern und Politikern zum Neonazi erkl%26auml;rt, egal, ob Du einer bist oder nicht.
Begreifst Du diese Marschrichtungszahl nicht. Der Feind ist nicht der Mit uuml;rger, die Feinde sind die Unternehmer, ihre Politiker und ihre willf%26auml;hren Beamte uuml;ttel. Sie gilt es zu bek%26auml;mpfen und gleichzeitig den Jugendlichen, die den Neonazis auf die Leimrute gegangen sind, die Augen zu %26ouml;ffnen.