Zum Nachdenken

Frage: Was wir eigentlich brauchen, ist eine neue Gesellschaftform. Letztlich haben beide gro zlig;en Systeme versagt. Ich m%26ouml;chte keine Zust%26auml de wie in der alten DDR. Die streng sozialistischen L%26auml der waren und sind bettelarm und %26uuml le Diktaturen. Kuba wurde ja erw%26auml;hnt und ist ein gutes Bei iel.

dquo;Dem Kapitalismus wohnt ein Laster i e: Die ungleiche Verteilung der G%26uuml;ter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend i e: Die gleichm%26auml zlig;ige Verteilung des Elends.%26ldquo; dash; Sir Wi ton Churchill
Antwort :

Die 1989 und folgende Jahre zur%26uuml;ckgekehrten Besatzer und Sieger, hatten 1945 bis zur Errichtung der Mauer ihre Gro zlig auernh%26ouml;fe, ihre Ritterg%26uuml;ter und R%26uuml tungs- und Industriebetriebe im Stich gela en und sind get%26uuml;rmt.

hau esitzer sind abgehauen, weil sie mit Grund, Boden und Mieten in der DDR nicht ekulieren ko ten.

Sie hatten sich bis zur Wende um ihre Anwesen nicht mehr gek%26uuml;mmert und haben die Objekte verwahrlosen la en, ka ierten im Westen den Lastenausgleich und schieben die Schuld mit der Wende der DDR in die Schuhe. Frecher und unversch%26auml;mter gehts nicht mehr.

heute treten diese gro zlig urigen Arschl%26ouml;cher als die gro zlig;en Wohlt%26auml;ter und G%26ouml er wieder auf und betr%26uuml;gen, bel%26uuml;gen, bestehlen und enteignen die gebliebenen Ostdeutschen, die von 1945 bis 1989 ihre Kraft in dieses eigene, sozialistische Vaterland gesteckt hatten.

Es gab keine Reformen in der DDR?

Es gab derlei viele, z.B.:

- Bodenreform
- Volksentscheide zur Enteignung der Kriegsverbrecher und Junker
- jede der Volkswirtschafts- und Betrie l%26auml e war eine praktisch umgesetzte Reform

Die DDR war eine Diktatur des Proletariats, die BRD ist eine erzko ervative und erzreaktio auml;re Diktatur des Kapitals mit R%26uuml;ckw%26auml;rtsorientierung Richtung Manchesterkapitalismus, Mittelalter mit Frondie ten f%26uuml;r Kirche und Adel und auf griechische und r%26ouml;mische Sklavenhaltergesellschaft.

Man vergleiche die soziale Zusamme etzung der Volkskammer mit der des Bundestag, der R%26auml;te der Bezirke, Kreise und Gemeinden der DDR, mit denen der Land- und Kreistage der BRD.

hier in dieser rot-schwarzen L%26uuml;gner- und Betr%26uuml;ger-BRD-Paradies gibt es keinen Arbeiter in diesen "Volks-"vertretungen.

Komisch, ich finde in meiner Wohnung nirgendwo eine uuml te von Marx, Engels, Lenin, Th%26auml;lma , Stalin, Ulbricht und honecker, aber ich eri ere mich an meinen Gro zlig;vater, der als Kommunist bei den Nazis im Zuchthaus sitzen mu zlig;te und a chlie zlig;end i Strafbatallion nach den Osten zum Verheizen mu zlig;te - R%26uuml;ckkehr unerw%26uuml cht. Ich eri ere mich an seine Frau, meine Gro zlig;mutter, die w%26auml;hrend dieser Zeit von den Nazis in einem Euthanasielager in Zschadra zlig; bei D%26ouml eln umgebracht wurde. Mein Gro zlig;vater hat seine Gesundheit und sein Augenlicht f%26uuml;r eine be ere Gesellschaft einge uuml zlig;t, einen Staat den ihr hier diskrimiert und herabw%26uuml;rdigt und Euren Au euterladen damit gleichzeitig glorifiziert.

Ihr recht 16 Mio. Einwohner damit pauschaliert das Recht ab, a t%26auml dig und aufrichtig in der DDR gelebt und diesen Land aufgebaut zu haben. In Euren Augen haben diese Leben keinen Wert, nur weil sie auf der "falsche quot; Seiten lebten und geboren waren. Ihr weist ihnen f%26uuml;r die bundesdeutschen Kapitalisten den Platz von buckelnden Klei uuml;rgern und ie zlig;ern zu, die es in der BRD haufenweise gab und gibt, die kein Kreuz haben, gemei am f%26uuml;r ihre Intere en, AN- und uuml;rgerrechte einzutreten. So w%26auml;chst nie zusammen, was angeblich zusammengeh%26ouml;rt, sondern hier nimmt der Eine, dem Anderen die ha eligkeiten und die Me chenw%26uuml;rde.

Wie es in der DDR den Me chen im Laufe der Jahre erging, da sollte man als We i die M%26uuml;he machen, die Beitr%26auml;ge der "Kinder von Golzow" aus dem Oderbruch sich anzusehen, we sie mal wieder sehr auml;t abends versteckt in den dritte rogrammen ausgestrahlt werden. Diese Filme iegeln stellvertretend den Lebe lauf vieler dieser Me chen im Lauf von mehr als 30 Jahren bis hinein in die Zwangswiedervereinigung hinein. Da ist nichts von einer me chenverachtenden DDR-Diktatur zu uuml;ren. Diese Langzeitdokumentation steht exemplarisch f%26uuml;r das Leben von Millionen von DDR- uuml;rgern, die auf sich und ihren Staat stolz sein ko ten.

Zitat: Die Chronik der Kinder von Golzow berichtet von Me chen der Jahrg%26auml ge 1953 -1955, die in der DDR geboren wurden, hier aufwuchsen und in der Mitte ihres Lebe nun uuml;rger der Bundesrepublik Deutschland sind.

Im Jahre 1961 - wenige Tage nach dem Bau der Berliner Mauer - gemei am in Golzow (Oderbruch) eingeschult und erstmals gefilmt, f%26uuml;hrte sie das Leben nach acht, zehn oder zw%26ouml;lf Jahren auf verschiedenen Wegen auseinander.

Ihre Geschichten und die mit ihnen verbundenen Blicke auf Lebe wirklichkeiten vera chaulichen ein St%26uuml;ck Geschichte der DDR und des DEFA-Dokumentarfilms.

Die eine wie die andere ist beendet. Die nicht beendete Chronik dokumentiert seit 1990 Leben in Zeiten der deutschen Wiedervereinigung.

Als Langzeitbeobachtung ist sie eine I ovation, die - laut einer internationalen Umfrage der Stiftung Deutsche Kinemathek - mit "Lebe l%26auml;ufe" (1980) einen der hundert wichtigsten Filme in hundert Jahren deutschen Kinos hervorbrachte.

Bereits 1985 ging "Lebe l%26auml;ufe" in London in "GUI E Film, Fact %26am Feat quot; als Film mit der l%26auml gsten Produktio dauer der Filmgeschichte ein.

Seit "Lebe l%26auml;ufe" war die Golzower Chronik zur Berlinale 2003 zum neunten Male im internationalen forum des jungen films vertreten. Mit acht Filmen allein seit 1993, davon sieben Einzelportr%26auml;ts.

Der Pr%26auml ident a. D. der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Richard von Weiz auml;cker, na te das Projekt in einem Brief an u ein "einzigartiges Dokument" und "ganz au zlig;erordentliches Unterfangen, das jede A trengung verdient, zu Ende gef%26uuml;hrt zu werde quot;.

Der ehemalige Generaldirektor des Deutschen historischen Museums Berlin, Prof. Dr. Christoph St%26ouml;lzl, schrieb u : "Am Ende des Jahrhunderts werden aus Literatur und K%26uuml ten (...) am ehesten die gro zlig;en, mit langem Atem durchgehaltenen Werke %26uuml rigbleiben, die sich die Zeit zum Gege tand genommen haben (...) und so wird es auch Ihren Golzow-Filmen gehen."
Und der Brande urger Kultusminister Steffen Reiche stellte anl%26auml zlig;lich der BERLINALE-Premiere von %26quot rigitte und Marcel - Golzower Lebe wege" fest: "Ich denke, da zlig; gerade ihre Form der Langzeitbeobachtung mit Mitteln der Dokumentation zu den herausragenden Leistungen des hiesigen Filmschaffe geh%26ouml;rt. F%26uuml;r die Me chen in Brande urg wird auch dieser Film (wieder) ein St%26uuml;ck eigener Identit%26auml;t wider iegel f%26uuml;r andere wird er das Verst%26auml dnis f%26uuml;r die in der DDR aufgewachsenen und sozialisierten jungen und %26auml;lteren Me chen bef%26ouml;rdern. Der Film wird somit sicher als Mittler zwischen Ost und West fungieren k%26ouml e als Botschafter auch einer jungen Filmku t, die es vermag, sich mit den ihr eigenen Mitteln den Allt%26auml;glichkeiten und Besonderheiten einzelner Lebe l%26auml;ufe zu widmen."

Das noch immer unvollendete Golzow-Projekt hatte Anteil daran, die Notwendigkeit einer DEFA-Stiftung zu begr%26uuml den. Als sie am 5. 2. 1999 der Pre e verk%26uuml det wurde, na te Staatsminister Dr. Michael Nauma unter drei Bei ielen aus dem Bereich des Dokumentarfilms auch "die Golzow-Langzeitdokumentation von Barbara und Winfried Junge, von der wir hoffen, da zlig; sie fortgesetzt werden ka ."

Wert und Wirkung

"Ein einzigartiger Meile tein in der Filmgeschichte"
Variety (USA), 1982
Die Chronik der "Kinder von Golzow", um deren A chlu zlig; es u geht, hat die DEFA und die DDR %26uuml erlebt.


Mit dem zehnten Film "Drehbuch - Die Zeite Drei Jahrzehnte mit den Kindern von Golzow und der DEFA" (1992) war sie trotz oder gerade wegen ihrer au zlig;ergew%26ouml;hnlichen Dime ion erneut erfolgreich. Sieben Festivals auf drei Kontinenten zeigten den 284-Minuten-Film. F%26uuml f Fer ehstationen in Deutschland und %26Ouml terreich strahlten ihn aus.

F%26uuml;r eine Ver%26ouml;ffentlichung weitergef%26uuml;hrter "Lebe l%26auml;ufe" ist schon zu DDR-Zeiten viel Material gedreht und dem seit 1961 bestehenden Archiv hinzugef%26uuml;gt worden. Waren es in "Lebe l%26auml;ufe" noch neun Golzower Portr%26auml;ts, so la en sich heute weitere aus der ehemaligen Schulkla e gestalten, auch we nicht jedes in der Gegenwart endet.

Bis 2006 wollen wir die verbliebenen Lebe geschichten aus dem wohl beka testen deutschen Dorf "im Block" vorstellen und so das Bild einer Generation abrunden. Der ur r%26uuml gliche Plan, das Langzeitprojekt zur Jahrtausendwende zu beenden, scheiterte aus Mangel an kontinuierlicher Finanzierung.

F%26uuml;r Soziologen, Lebe weise- und Biographieforscher ist die Golzower Chronik angesichts des Trends, 'Geschichte von unten' als neues wi e chaftliches Feld zu betrachten, von besonderem Intere e. Und nicht zuletzt ist es als ein St%26uuml;ck Geschichte des neueren Dokumentarfilms und der DEFA von Wert. Partner f%26uuml;r den Ei atz der Golzow-Filme werden sich weiterhin in Kinos, die sich des k%26uuml tlerisch besonderen Films a ehmen, hochschulen sowie Volkshochschulen sowie anderen Bildungseinrichtungen finden.

L%26auml gst in der ei chl%26auml;gigen Literatur zur Dokfilmgeschichte zu finden, entzieht sich die Chronik gew%26ouml;hnlichen Bewertungsma zlig t%26auml en f%26uuml;r Filmarbeit und stellt unabh%26auml gig vom Grad kommerzieller Nutzung einen Wert an sich als filmisch-soziales Kulturgut dar.

Geht man davon aus, da zlig; der Erfolg von Dokumentarfilmen nicht vorrangig und sofort an der Ka e zu me en ist, sondern an ihrer Ke tni ahme als Zeitdokument %26uuml erhaupt, so waren und sind die Filme der Langzeitchronik %26uuml er die "Kinder von Golzow" sehr erfolgreich. Ihre Teilnahme an Festivals, Preise, die st%26auml dige Aufmerksamkeit der Pre e und Zuschauerpost belegen das immer wieder neu. Vor allem aber %26uuml er das Fer ehen erreichten "Lebe l%26auml;ufe" und die neueren, in der Bundesrepublik produzierten Filme ein gro zlig;es Publikum.

Sie finden bei Zuschauern aus unterschiedlichen sozialen und Bildung chichten Intere e und bedeuten i esondere Me chen in den neuen Bundesl%26auml dern viel. Die Gr%26uuml de liegen auf der hand. Mehr und mehr gewi en sie sich aber auch Publikum im Westen Deutschlands und bef%26ouml;rdern so auf ihre Weise die i ere Einheit u eres Volkes.

"Keine einzige Se ation in %26uuml er vier Stunden Film - und doch sind diese quo;Lebe l%26auml;ufe' eine einzige Se atio quot; Tages-Anzeiger (Schweiz) 11. 2. '83

Es ist allein schon die quo;Addition der Lebe tatsachen, die dem Langzeitprojekt eine eigene quo Auml thetik des Allt%26auml;glichen' gibt. Politisch gesehen ist es der quo;gew%26ouml;hnliche Sozialismus', der %26uuml er weite Strecken portr%26auml;tiert wird. Daraus ist in den Jahren seit 1990 ein Dokument des deutschen Vereinigung roze es geworden, wie er sich im Fortgang der Lebe geschichten iegelt.

Der "Faktor Zeit" erweist sich dabei als Interpret und er%26ouml;ffnet hier der Gattung Dokumentarfilm eine bisher nicht geka te Wirkungsm%26ouml;glichkeit. Der Zeitraffereffekt verleiht dem Allt%26auml;glichen, Gew%26ouml;hnlichen eine historische Dime ion und macht es dadurch bedeutsam. Der Zuschauer wird auf eine Entdeckungsreise durch die Zeitl%26auml;ufe seines Lebe mitgenommen. Das Panorama so verschiedener Lebe l%26auml;ufe erm%26ouml;glicht ihm, sich mit Zeitgeno en in Vergleich zu setzen. Eine Gelegenheit zur Identifikation, die ihm so nur ein authentisches Medienerle is verschaffen ka .

Ur r%26uuml glicher Auftrag - und von u lange Zeit von herzen mitgetragen - war es, am Bei iel der Entwicklungswege von Kindern, die gemei am eingeschult wurden - und damit einer Generation - den Proze zlig; der Verwirklichung einer sozialistischen Gesellschaftskonzeption in einem Teil Deutschlands zu dokumentieren und in Einzelportr%26auml;ts das Me che ild zu erfa en, das sich in diesem Proze zlig; herau ildet.

Trotz der dabei sichtbar werdenden Fehlentwicklungen dem wohlbeka te quo; sozialistischen Gange vertrauend, waren wir darauf eingerichtet, einem 50. Jahrestag der DDR im Jahre 1999 "entgegen zu dokumentiere quot;. Wir bekamen daf%26uuml;r u er j%26auml;hrliches Geld, ver rach man sich von den Golzowern doch offiziell die quo;Erfolg ilanz in persona'.

Sieht man den Versuch, den Sozialismus in Deutschland von der Idee in die Praxis zu %26uuml erf%26uuml;hren und die DDR unter diesem A ekt nun als eine historische Episode, so bietet u ere Dokumentation durchaus Studienmaterial, das zu bewahren lohnt und k%26uuml ftigen Betrachtern auch etwas von der Physiognomie einer besonderen %26quot ezies Me ch" verr%26auml;t: des geborenen und - wie man so sagte - "gelernten DDR- uuml;rger quot;, seiner ihn pr%26auml;genden und von ihm gepr%26auml;gten Lebe umst%26auml de.

Am her t '89 ist in der DDR das gesellschaftliche Ziel, dem die Chronik verpflichtet war, endg%26uuml;ltig gescheitert. Vom kommunistischen Jahrtausend, in dem die Enkel der Golzower leben werden, ka keine Rede mehr sein. Die Chronik, f%26uuml;r die das Leben das Drehbuch schrieb und schreibt, hat Schritte auf das erstrebte Ziel %26uuml er einen langen Zeitraum ebe o festgehalten wie sie R%26uuml;ckschl%26auml;ge und Defizite registrierte, ob u das immer bewu zlig;t war oder nicht. Nun l%26auml zlig;t sich mit dem Zuschauer %26uuml er das Eingekommene, das mit einem Schlag historisch gewordene Material, gemei am nachdenken.

Ist auch der Versuch, der sich mit dem Begriff DDR verbindet, gescheitert, so doch nicht das ihn begleitende filmische Experiment. Es ist das Dokument einer Generation, deren Werden in hohem Ma zlig;e miterlebt und auch in auml;terer Zeit nachvollzogen werden ka . Das Bild von Me chen, die sich in Deutschland so nur einmal entwickeln ko ten und die zugleich weiterhin unter u sind.

Das Projekt braucht deshalb auch nicht mit der "Wende" in der DDR als abgeschlo en betrachtet zu werden. Es hat nicht nur historischen Wert, sondern stellt in der Zeit der deutschen Wiedervereinigung eine sehr gegenw%26auml;rtige Aufgabe dar. Seine st%26auml dige Aktualisierung durch Beobachtung der Entwicklung entscheidet wesentlich %26uuml er den Erhalt seines Wertes mit.

Es geht um die weitere Pflege eines einzigartigen St%26uuml;cks Film, das den Medien aus einer Landschaft %26uuml erkommen ist, die sich nun einem gr%26ouml zlig;eren Europa %26ouml;ffnet und Dokument eines Staates ist, von dem der Film etwas wie in einem Ber tein f%26uuml;r k%26uuml ftige Zeiten bewahrt. Mit einem a chlie zlig;enden Film soll das Langzeitprojekt 2006 beendet werden.
Da diese gege eitigen Vorurteile immer noch existieren, zeichnet sich ganz im Intere e u erer herren eine sich vertiefende altung unter der Bev%26ouml;lkerung ab. Man mu zlig; sich also immer noch diesen Vorurteilen stellen oder die Probleme werden einer biologischen Endl%26ouml ung in gut achtzig oder hundert Jahren zugef%26uuml;hrt und jeder hat unter dieser bundesdeutschen Diktatur und Zwerge chule ildung verge en, da zlig; es eine be ere gesellschaftliche L%26ouml ung f%26uuml;r Me chen gibt - einen sozialistischen Staat, wo Arbeiter und Bauern f%26uuml;r Arbeiter und Bauern regieren und deren Intere en wahrnehmen.

Deshalb will man auch in Sachsen mit hilfe der amtierenden Sozialministerin in den Schulen eine Zwangschristianisierung unterschwellig wieder einf%26uuml;hren, damit das Opium Religion und Kirche auch im Osten wieder sein Unwesen des Verge e und hi ehme einer gottgewollten dauerhafte Unterdr%26uuml;ckung Wirkung zeigt.

Daniela Dahn

"... Das Grundmi zlig;verst%26auml dnis zwischen Ost und West besteht darin, da zlig; eine Seite denkt (der We i), sie gibt ihr Letztes, w%26auml;hrend die andere meint (der O i), man auml;hme ihr das Letzte. ..."

aus der Rede von Daniela Dahn "13 Jahre Einheit"

Geboren 1949 in Berlin. Aufgewachsen und Abitur in Kleinmachnow. Volont%26auml;rin bei DEFA und Fer ehen. Journalistik-Studium in Leipzig bis 1973. Tochter von Karl-heinz Gerstner, DDR-Wirtschaft ublizist im DDR-Fer ehen - Moderator der gesellschaftskritischen Sendung %26quot risma", (Fer ehjournalistin. K%26uuml digung 1981, R%26uuml;ckzug aus journalistischer T%26auml;tigkeit. Seit 1982 freie Schriftstellerin in Berlin. Im her t 1989 Gr%26uuml dungsmitglied des "Demokratischen Aufbruch quot;, auml;ter auch hier R%26uuml;ckzug.

Wir wollen doch auch noch leben oder Die Legende vom faulen O i, S. Fischer Verlag, 2005

in: "Ein Land gena t die DDR", hg. Ulrich Plenzdorf, R%26uuml;diger Damma , Frankfurt 2005

DDR-Wirtschaft im R%26uuml;ckblick dash; wie l%26auml t sich diese ebe o r%26ouml;de wie wider r%26uuml;chliche Materie, die sich zudem mit jedem Tag von genauer Eri erung entfernt, auf den Punkt bringen? Man k%26ouml te die Statistik kommentieren: Vom schweren Anfang in die zum Mauerbau f%26uuml;hrende Krise, %26uuml er die Stabilisierung in den 60er und die Stagnation in den 70er Jahren, bis zum Niedergang. Doch damit lie zlig;e sich wohl nur das von Albert Ei tein beschriebene Ph%26auml omen illustrieren: dquo;Es gibt die erstaunliche M%26ouml;glichkeit, da man einen Gege tand mathematisch beherrschen ka , ohne den Witz der Sache wirklich erfa t zu haben.%26ldquo;

Der dquo;Witz der Sache%26ldquo; bestand darin, da in der DDR zum ersten Mal in Deutschland die Macht des Kapitals gebrochen wurde. Also die Logik derer, die %26uuml er sehr viel Geld, %26uuml er Fabriken oder Grundbesitz verf%26uuml;gen. Damit war auch das Verh%26auml;ltnis zwischen hinze und Kunze, zwischen Arbeitern und Vorgesetzten, in bestimmten Bereichen auf den Kopf gestellt. So zumindest meine Beobachtung. Mein Zugang zu dieser h%26auml;re war begrenzt, aber vielf%26auml;ltig.

Schon in meiner Grundschule hatte jede Kla e eine Pate rigade, die zu Betrie esichtigungen einlud und u Sch%26uuml;ler hin und wieder in der Kla e besuchte. Das Ganze blieb ziemlich formal, genau wie das Fach dquo;Unterricht in der Produktio ldquo;, in dem wir unter Anleitung eines Lehrmeisters nervt%26ouml;tend an Werkst%26uuml;cken herumfeilen mu ten. Wirklichen Ei lick bekamen die Obersch%26uuml;ler meiner Generation erst, als sie neben dem Abitur auch noch einen Facharbeitera chlu abzulegen hatten, so da u ere letzten Kla enjahre dem Rhythmus folgten: vier Wochen Schule, zwei Wochen Betrieb. Auch w%26auml;hrend des Studiums war mancher Arbeitsei atz zu %26uuml erstehen. Ich eri ere mich an eine nicht enden wollende Woche Stra zlig;e ahnen waschen und eine Woche Druck ouml;gen falzen. Als junge Fer ehredakteurin des Wirtschaftsmagazi dquo risma%26ldquo; trieb ich mich f%26uuml f Jahre zu Recherchen und Dreharbeiten in Betrieben herum und schlie zlig;lich als Schriftstellerin zu Buchlesungen.

Um mich jenem dquo;Witz der Sache%26ldquo; anzu auml;hern, sei eine Geschichte erz%26auml;hlt, die ich 1982 im Teltower Stammbetrieb des Kombinates Elektronische Bauelemente aufnahm und die heute schon wie von einem anderen Planeten klingt: Liane O erma , fast 20 Jahre, gelernte Mechanikerin, arbeitet seit einem halben Jahr in der haupt auml;chlich aus Frauen bestehenden Brigade dquo;helene Weigel%26ldquo;. hier werden Quarzbl%26ouml;cke zu hauchd%26uuml en Pl%26auml;ttchen geschnitten und da mit wenigen Milligramm Gold bedampft, was gro zlig;e Geschicklichkeit erfordert. Die Arbeit gef%26auml;llt Liane, das Geld stimmt, sie f%26uuml;hlt sich wohl, nicht zuletzt wegen des Kollegen Uwe. Doch da geschieht etwas, worauf man Liane bei ihrer Ei tellung nicht vorbereitet hatte. Ein Mikroproze or wird eingebaut, der daf%26uuml;r sorgt, da eine Maschine k%26uuml ftig ihre Arbeit %26uuml ernehmen wird. Sie soll deshalb in eine andere Abteilung wechseln. In der Vorfertigung fehlen Leute.

Der Lohn w%26auml;re sel tverst%26auml dlich der gleiche, aber die Arbeit ist Liane zu monoton, sie weigert sich, sie auszuf%26uuml;hren. Als sie f%26uuml;r diese Weigerung einen Verweis bekommt, beschwert sie sich bei der Gewerkschaft und sagt w%26ouml;rtlich in mein Mikrofon: Ich bin ein Facharbeiter und kein ielzeug, mit mir ka man so was nicht machen! We ich keine Arbeit kriege, die mir a zlig; macht, werde ich wohl k%26uuml digen m%26uuml en. Mit dieser Drohung bringt sie ihren Bereichsleiter zum Zittern, der nicht zuletzt f%26uuml;r ein gutes Arbeitsklima verantwortlich ist und erheblichen %26Auml;rger bekommen w%26uuml;rde, we angesichts der allgemeinen Arbeitskr%26auml;ftekna heit die Fluktuation a teigt.

Schlie zlig;lich werden Lianes Bedingungen erf%26uuml;llt: Vorfertigung nur, bis eine intere ante Arbeit gefunden ist und auch das nur im selben Schichtrhythmus wie ihre alte Brigade, damit sie weiterhin an deren Kegelabenden teilnehmen ka .

Meine Zeuge chaft in dieser Angelegenheit kam der Kombinatsleitung nicht ungelegen, de derartige Konflikte bega en sich zu h%26auml;ufen, und es galt, %26uuml er neue Wege nachzudenken. Als ich mich dar%26uuml er hinaus aber f%26uuml;r kontroverse Fragen der Normerf%26uuml;llung und f%26uuml;r eine gro zlig;e, unter Folie herumstehende Maschine mit westlichem Firme child zu intere ieren bega dash; offe ichtlich ein Fehleinkauf dash;, war ich in eine se ible Zone geraten, und man erteilte mir Betrie verbot. Das em ouml;rte die Brigade. Durch mein Engagement f%26uuml;r Liane war ein vertraue volles Verh%26auml;ltnis zwischen u entstanden, und es gab das Bed%26uuml;rfnis, %26uuml er die betrieblichen Konflikte zu reden. Alle Arbeiter, aber auch der Abteilungs- und Bereichsleiter waren bereit, mich bei sich zu hause zu empfangen und mir bei voller Ne ung ihres Name ihre Meinung i Mikrofon zu sagen. So entstand das Originalton-h%26ouml;r iel dquo;Warum ausgerechnet ich?%26ldquo;, das auml;ter im Berliner Rundfunk gesendet und in der Zeitschrift ndl abgedruckt wurde.

Die Kombinatsleitung verf%26uuml;gte %26uuml er nichts, womit sie diese Leute h%26auml;tte ei ch%26uuml;chtern k%26ouml en. Den Propaganda-Slogan dquo;Ich bin Arbeiter dash; wer ist mehr?%26ldquo; hatten sie mi verst%26auml dlicherweise er t genommen. Der Begriff dquo;abh%26auml gig Besch%26auml;ftigter%26ldquo; war ihnen ebe o fremd wie die Erfahrung von dquo;K%26uuml digung%26ldquo;. Sie waren einfach nicht erpre ar. Ich wei zlig; nicht, ob sich man sich im Westen diese Art von Sel tbewu tsein auch nur a auml;hernd vorstellen ka . Inzwischen gibt es diesen Elektronikbetrieb nicht mehr. Wer heute zittert, l%26auml t sich denken. Ich bin Arbeiter dash; wer ist weniger?

Damals war ein Facharbeiter eine ziemlich souver%26auml e Gestalt. Sich seiner F%26auml;higkeiten und des Gebrauchtwerde bewu t, wi end, andere Betriebe w%26uuml;rden ihn jederzeit mit offenen Armen nehmen, gab es f%26uuml;r ihn kaum %26uuml ergeordnete Autorit%26auml;ten. Aus dem Kabelwerk Ober ree ist mir eine kleine, aber typische Szene eri erlich: Drei Arbeiter sitzen auf einem holzstapel in der So e, die Fr%26uuml;hst%26uuml;ck ause ist bereits um eine Viertelstunde %26uuml erzogen. Da kommt der Betrie direktor vorbei und ruft: dquo a Kollegen, wollt ihr nicht weitermachen?%26ldquo; dquo;Ja, ja Kollege Direktor, nur noch uffrochen, da klotzen wir wieder ran.%26ldquo; Die Arbeiter bleiben seelenruhig sitzen, w%26auml;hrend der Kollege Direktor achselzuckend verschwindet.

Die Arbeitsdisziplin lie zlig; zu w%26uuml chen %26uuml rig, die Arbeitsmoral w%26uuml chte: Keinen Job, sondern etwas, das zum Lebe mittelpunkt geh%26ouml;rt. Der Arbeit latz sollte nicht nur ein Ort sein, an dem man zu h%26ouml;chster Effektivit%26auml;t aufzulaufen hat, sondern an dem man sich auch wohlf%26uuml;hlen ka . We es aus sozialen oder humanen Gr%26uuml den sein mu , auch auf Kosten der Produktivit%26auml;t.

Ich war zu Zeiten der Meckle urger LPG Alt Meteln oft in deren Einzugsgebiet. Auf der Landstra zlig;e sah man am Morgen einen Klei us, der Me chen mit Ler chwierigkeiten, wie es heute korrekt hei zlig;t, zur Feldarbeit brachte. Am Nachmittag fuhren sie, immer neugierig aus den Fe tern guckend, zur%26uuml;ck. Manchmal m%26auml;hten die jungen M%26auml er mit Se en einen Feldrain, %26uuml erraschend flink und geschickt, sich bei einem Pl%26auml;uschchen immer wieder ausruhend, dabei lachten sie oft laut, und ich h%26auml;tte gern gewu t, wor%26uuml er.

Nach der Wende wurden in allen Geno e chaften Arbeitskr%26auml;fte entla en. Nur der Vorsitzende dieser LPG, ein belesener, beliebter Ma , wollte keinen seiner Leute hergeben, nicht einmal die Behinderten. Nach einem Jahr war sein Betrieb zahlungsunf%26auml;hig, der Vorsitzende so verzweifelt, da er sich den Strick nahm. Die meisten jener jungen M%26auml er wurden in ein Altersheim gesteckt, wo sie inzwischen ho italisiert sind. %26Uuml er den Feldrain fliegt jetzt perfekt der mit Schneidme ern ausgestattete, lange Arm eines riesigen Baggers, de en L%26auml;rm und Gestank noch in der Luft liegt, we er schon l%26auml gst um die Ecke gebogen ist.

Der Dramatiker heiner M%26uuml;ller erz%26auml;hlte gern folgende Episode: Ein Komsomolze f%26auml;hrt von der Moskauer Universit%26auml;t zum landwirtschaftlichen Praktikum auf eine ferne Kolchose hinterm Ural. Er schaut sich das Treiben dort drei Tage an, da pa t er den Chef ab und sagt: Also Geno e Vorsitzender, so geht das nicht - eure Arbeitsabl%26auml;ufe, das sieht doch ein Blinder, was da alles einzu aren und zu beschleunigen w%26auml;re. Der Vorsitzende legt ihm die hand auf die Schulter und erwidert: Ach ouml;hnchen, das wi en wir ja alles selber. Aber wir wollen doch auch noch leben.

Ich ka daran bis heute, oder gerade heute, nichts grund auml;tzlich Falsches finden. Me chen verbringen so oder so den hauptteil ihres Lebe arbeitend. Deshalb bestimmt die Art der Arbeit ganz wesentlich die Lebe qualit%26auml;t. Und zwar nicht erst mit Begi des Feierabends. Allein das aus dem 19. Jahrhundert %26uuml ernommene Wort ist verr%26auml;terisch: We die Plackerei vorbei ist, gibt%26rsquo Grund zu feiern. Daran hatte sich im Sozialismus nur i ofern etwas ge%26auml dert, als man auch w%26auml;hrend der Arbeit schon ein wenig feiern wollte. Geburtstage, hochzeiten oder Kindesgeburten wurden gern zum Anla genommen, den Kollegen eine Runde auszugeben (es ko te Kaffee sein) oder den %26uuml riggebliebenen Kuchen und Kartoffelsalat unter die Leute zu bringen.

Die Auflockerung der Arbeitszeit war in der unmittelbaren Produktion sicher am beliebtesten, machte aber auch vor den uuml;ros nicht halt. Mein Ma , in den 70er Jahren Ingenieur einer Forschung telle in Dresden, parteilos, aber in der Gewerkschaft f%26uuml;r Kultur zust%26auml dig, erz%26auml;hlte mir folgende Geschichte: Eines Tages bega en einige fu zlig allbegeisterte Kollegen nach dem Mittage en in einem Ruinengrundst%26uuml;ck noch ein wenig herumzukicken. Schnell gesellten sich weitere dazu, so da man zwei Ma chaften bilden ko te. Bald reichte der Platz nicht mehr aus, man zog zu den nahe gelegenen Elbwiesen, wo sich leicht ein ma zlig tabgerechtes ielfeld markieren lie zlig;. Mein Ma war Torwart, der Betrie gewerkschaftsvorsitzende hatte die tragende Rolle des Au utzers i e, linker Verteidiger war der Betrie arteisekret%26auml;r. Der nachmitt%26auml;gliche Kick wurde zur Gewohnheit. Die Kaderleiterin lie zlig; daraufhin als Ausdruck ihres Mi falle oft in der ersten Nachmittag tunde mit demo trativ beleidigter Mine ihre uuml;rot%26uuml;r offen, zum Zeichen, da ihr nichts entginge. Einen Vorwurf auszu rechen wagte sie nicht, wu te sie doch, die ihr rhetorisch %26uuml erlegenen Wei zlig;kittel w%26uuml;rden ihr nur wieder unwillig best%26auml;tigen, da sie ihre Vorlagen schon termingerecht abliefern w%26uuml;rden. Was tat auml;chlich ja geschah. Erst als nach Monaten auch den Leuten im Ministerium auffiel, da zu gewi en Zeiten keinerlei telefonische Auskunft zu haben war, mu te die Gewohnheit schweren herze eingestellt werden.

Da zum sozialistischen Wettbewerb auch der Programmpunkt dquo;Geistig-kulturelles Lebe ldquo;, kurz GeiKuLe, geh%26ouml;rte, war es nicht nur erlaubt, sondern sogar erw%26uuml cht, sich w%26auml;hrend der Arbeitszeit kulturell zu bilden. In den 80er Jahren als Buchautorin an diesem gutgemeinten Unfug beteiligt, r%26auml;ume ich ein: Dies ging zu weit. Mein Mitteldeutscher Verlag aus halle hatte eine Art Pate chaftsvertrag mit dem Chemiekombinat Bitterfeld. J%26auml;hrlich zogen heerscharen von Autoren i viele Tausend Me chen besch%26auml;ftigende Kombinat, um im dortigen Kulturpalast "Zirkel schreibender Arbeiter" anzuleiten oder direkt vor Ort, in den Kollektiven, "Tage der Literatur" abzuhalten. Ich eri ere mich an diese Begegnungen in einer Mischung aus R%26uuml;hrung und Befremden. Begleitet vom Bibliothekar des Betriebes, dem Lokalredakteur und meiner Lektorin, betrat ich junges Ding einen Raum, in dem lauter erwachsene Werkt%26auml;tige auf mich warteten. Im wei zlig;en Kittel, im Blauma oder bunter Kittelsch%26uuml;rze unterbrachen sie ihr Ge r%26auml;ch und sahen mir erwartungsvoll entgegen. Ich sah mich um und fand mich zwischen Rei zlig rettern eines Ingenieur uuml;ros, den Reagenzgl%26auml ern eines Labors, den h%26auml gepflanzen eines Versammlungsraums, den uuml;chern der Bereich ibliothek, oder in der Kantine.

Nicht, da die Anwesenden nur pflichtgem%26auml zlig; erschienen w%26auml;ren. Man war f%26uuml;r solche Abweichung vom allt%26auml;glichen Arbeitstrott dankbar, sel t we man nur ein St%26uuml dchen a chalten wollte. Es kam vor, da jemand seinen Platz verlie zlig;, um einen Blick auf die den Produktio roze steuernden Ger%26auml;te zu werfen und a chlie zlig;end auf leisen Sohlen zur%26uuml;ckzukehren. Soweit, so gut. Als Vortragende mu te mir allerdings klar sein, da ich es hier mehrheitlich nicht mit ge%26uuml ten Lesern zu tun hatte. Und da diese Leute au zlig;erdem kaum eine Chance hatten, sich einen bestimmten Autor zu w%26uuml chen. Ich sah ihrer skeptischen Neugier an, da sie sich fragten, was f%26uuml;r einen bunten Vogel ihnen die Gewerkschaft da wieder vor die Nase gesetzt hatte.

Um das Ereignis schlie zlig;lich im Brigadetagebuch abheften zu k%26ouml en, wurde eine "Kollektive Stellungnahme zur Buchdisku io quot; geschrieben, wovon der Autor bekam erbarmungslos einen Durchschlag bekam. Einige vergilbte Exemplare solcher Beurteilungen haben sich bei mir noch gefunden:

"Wir haben f%26uuml;r 1982, wie schon in den Vorjahren, die Durchf%26uuml;hrung einer Buchlesung in u eren Kultur- und Bildung lan aufgenomme quot;, hei zlig;t es im Bericht der Kollektive der Investkoordinierung. "Eine Lesung der Schriftstellerin Dahn wurde u vorgeschlagen. Von der Gewerkschaft ibliothek bekamen wir 3 Exemplare ihres Erstlingswerkes dquo itzenzeit%26ldquo; zur Verf%26uuml;gung gestellt. Es war f%26uuml;r alle Teilnehmer, auch f%26uuml;r u ere G%26auml te der Proze optimierung, die bisher noch an keiner Buchlesung teilgenommen haben, sehr anregend. Wir haben Wi e wertes und Nachdenkliches erfahren."

"Es gab auch ablehnende Stimmen, welche die Schreibweise der Autorin als zu kompliziert und damit als unverst%26auml dlich bezeichnete quot;, schrieb Christiane Wirth f%26uuml;r das Kollektiv Forschung/Farben des Betrie teils Wolfen. "Ich hielt es deshalb f%26uuml;r angebracht, mit den Kollegen einige kurze Arbeiten gemei am zu lesen und zu be rechen. Dadurch ergab sich bereits ein lebhafter Meinungsaustausch vor der eigentlichen Buchdisku ion, die wir nun mit einer gewi en a ung erwarteten. Gleich zu Begi der Vera taltung stellten wir gezielt u ere Fragen, und die Autorin gab u Gelegenheit, u ere Meinungen dash; sowohl positive als auch negative dash; offen zu %26auml;u zlig;ern. U gefiel die Art und Weise, wie sie da in einer u %26uuml erraschenden Ehrlichkeit sachlich und gela en Rede und Antwort stand, woraus sich ein dash; wohl f%26uuml;r beide Seiten dash; fruchtbarer Meinungsaustausch entwickelte. Wir entdeckten Querverbindungen, wie sie die Autorin sel t vorher nicht gesehen hatte."

%26Auml;hnliche Startschwierigkeiten schildert der von L. Kreuzberger unterzeichnete Bericht des Kollektivs vom Zentrallabor im Industriekraftwerk: "Das Buch hat bei u eren Kollegi en ein sehr unterschiedliches Echo ausgel%26ouml t. W%26auml;hrend einige mit Freude darin gelesen haben, gab es andere, die es als %26acute icht le ar%26acute; ablehnten. Der Leser mu aufgeschlo en sein, er mu mitdenken und sich in den charakteristischen Stil der Schriftstellerin einf%26uuml;hlen. Ist ihm das gelungen, wird er das uuml;chlein nicht mehr aus der hand legen. In vielen Beschreibungen erke en wir u ere Alltag robleme in Betrieb, Familie und %26uuml erhaupt im Zusammenleben der Me chen wieder. Wir k%26ouml en das, was u bewegt an Begeisterung, aber auch an Kritik, nicht be er formulieren. So wurde aus der anfangs mit Ske is aufgenommenen Begegnung ein sehr offenes und herzliches Ge r%26auml;ch, f%26uuml;r das wir u bedanken m%26ouml;chten."

Die Kulturobm%26auml in Trauzettel unterzeichnete den Bericht der Brigade "Technisches Kontrollorga quot;: "... Zwei Kollegi en brachten zum Ausdruck, da sie ein Buch mit fortlaufender handlung lieber lesen. Doch D. Dahn schreibt oftmals Gedankeng%26auml ge auf, %26uuml er die viele Me chen nachdenken aber nicht den Mut haben, ihre Gedanken %26ouml;ffentlich preiszugeben. Das Kollektiv sch%26auml;tzt ein, da jeder Leser, der das Buch einmal in den h%26auml den h%26auml;lt, zum Lesen verf%26uuml;hrt wird, de das Lesen ist und bleibt die eigenwilligste und inte ivste Form der Ent a ung und Unterhaltung."

Um eine noch eigenwilligere Form der Ent a ung, auml;mlich das Feiern und seine Darstellung in der Ku t, gab es zu dieser Zeit gerade eine landesweite, heftige Debatte. Zu auml;chst war unter Journalisten nur beka t, da im Kulturministerium eine ganze Ma e voller Beschwerdebriefe lag. Alle zu dem umstritte ten Bild der VIII. DDR-Ku tau tellung im Dresdner Albertinum: dquo rigadefeier%26ldquo; von Sighard Gille. Ein etwas karikaturistisches Bild von einer turbulenten Feier, bei der ich nicht ungern dabei gewesen w%26auml;re. Schon der Torten wegen, die darauf von einer engelsgleichen, pau auml;ckigen Frau zu einem Tisch jongliert werden. Auf diesem Tisch steht aber ein junger Ma , der einen gro zlig;en Lampion befestigt. Im Vordergrund dash; neben einem leeren Kasten Bier dash; ein nicht mehr ganz uuml;chterner Ma , der einen Ka ettenrecorder auf den Knien h%26auml;lt. Rechts vier sich zuprostende M%26auml er und eine Frau, die ihren Arm um die Schulter des neben ihr sitzenden Ma es legt, der wiederum seine hand beruhigend an den Nacken seines krakeelend debattierenden Nebenma es h%26auml;lt. Das ist alles. Doch die Lekt%26uuml;re der mit Name und Adre e versehenen Briefe verschlug mir die rache:

dquo;Ich ka es nicht verstehen, da Ihr nichts dagegen unternehmt, da u ere bildenden K%26uuml tler Arbeiter und Werkt%26auml;tige mit entstellten Gesichtern darstellen. ... Man hat das Gef%26uuml;hl, die herrschaften auf diesem Bild m%26uuml en i Trinkerheim. ... Um das negative an solchen Feiern zu erke en, brauchen wir keine %26Ouml;lgem%26auml;lde. ... U ere K%26uuml tler sollen das Typische darstellen, nicht die unlie amen Au ahmen. ... Mit einer w%26uuml ten Sauferei und V%26ouml;llerei und Gru e ex hat u er Brigadeleben nichts zu tun... er hat wohl eine K%26uuml tlerorgie vor Augen gehabt. ... Das Bild ist von einer hemmungslosigkeit, die dem Empfinden sozialistischer Moral direkt entgege teht. Ich lehne deshalb entschieden ab, da das Bild zur Betrachtung gelangt. ... Die Ku tau tellung wird von einem internationalen Publikum besucht, soll es mit so einem Eindruck %26uuml er ein feierndes Arbeiterkollektiv u erer Republik wieder nach hause fahren?%26ldquo;

Die Ku tau tellungen l%26ouml ten immer Debatten aus, aber diesmal war das Ausma zlig; der Em ouml;rung %26uuml erraschend. Das waren keine bestellten Briefe, sie wurden aus eigenem Antrieb geschrieben. Auch die Geno en im Kulturministerium zeigten sich ratlos. Schlie zlig;lich waren sie der gesellschaftliche Auftraggeber f%26uuml;r das Bild, und sie hatten es auch wohlwollend abgenommen. Sollten sie sich nun hinter den K%26uuml tler stellen und damit weitere Beschimpfungen provozieren? Das Schreiben des Abteilungsleiters fiel so aus: dquo;Wir haben den K%26uuml tler auch nicht dar%26uuml er in Unklarheit gela en, da er den kritischen Akzent offe ichtlich %26uuml erzogen hat. De och sind wir der Auffa ung, da das Problem dem realen Leben entnommen ist.%26ldquo;

Der Bezug zum realen Leben brachte mich auf die Idee, einige Briefschreiber zu besuchen, um herauszufinden, was das f%26uuml;r Me chen sind. Aus einer auml;chsischen Lackfabrik hatten gleich vier Kollektive geschrieben, die mich herzlich empfingen, da sie mich irrt%26uuml;mlich f%26uuml;r das personifizierte schlechte Gewi en des Ministeriums hielten. Ich erfuhr zu auml;chst, da die 300 Betrie angeh%26ouml;rigen in 20 Brigaden aufgeteilt seien, von denen neun in der Produktion und elf in der Verwaltung arbeiteten. Zu meiner Verbl%26uuml;ffung h%26ouml;rte ich, da die vier Briefe nur aus Verwaltung rigaden kamen dash; ich sa zlig; also inmitten von Technologen, Ingenieur-%26Ouml;konomen, EDV-Leuten, Justitiaren, Sachbearbeiteri en. Das verwirrte mich, hatten sich doch alle ausdr%26uuml;cklich auf die W%26uuml;rde der Arbeiterkla e berufen.

Da %26auml;u zlig;erte ich den Wu ch, mir auch noch die Produktio hallen a ehen zu d%26uuml;rfen. Unterwegs, im Tre enhaus des Verwaltungsge auml;udes, erblickte ich zwei aufgeblockte Drucke von Brueghels Bauernfeiern an der Wand. Dort wird aus gro zlig;en Kr%26uuml;gen gesoffen, man geht sich an die Gurgel und unter den Rock, knutscht oder zerrt sich in die Scheune, Scherben liegen auf dem Tanzplatz... dquo a das war doch fr%26uuml;her, und auf dem Land%26ldquo;, verteidigt sich der mich begleitende Sekret%26auml;r f%26uuml;r Wi e chaftliche Arbeitsorganisation.

In der Nitro-Lacke-Abteilung wurde mir Brigadier Fiedler vorgestellt. Wir mu ten in der lauten halle reden, weil er ein Auge auf die Maschinen haben wollte: Er verstehe die ganze Disku ion nicht. Ob typisch oder nicht, sei doch ganz egal, jedenfalls w%26auml;re das Bild real. Alles andere sei klei uuml;rgerlich. Wer da von Bild zur%26uuml;ckziehen fasele, dem reche er jede Sachke tnis ab. (Mir wurde %26uuml el vom Farbgestank.)

Beim Vera chieden gestand mir der WAO-Sekret%26auml;r, er w%26auml;re nie auf die Idee gekommen, da im Betrieb zu jenem Bild auch andere Meinungen auftauchen k%26ouml ten. Das gebe ihm jetzt zu denken. Ich fand ihn pl%26ouml;tzlich nett, weil er genau den Erfolg verk%26ouml;rperte, den ich mir von meinem Besuch ver rochen hatte.

All die bisher beschriebenen Personen, ihre Motive und Verhalte weisen, w%26auml;ren wohl unter westdeutschen Bedingungen undenkbar gewesen. hier lebte kein neuer Me ch, aber in mancher Beziehung ein anderer. Aber wa und weshalb hatte dieses Auseinanderdriften bego en?

Nach dem Krieg war man sich noch auf beiden Seiten einig, da das kapitalistische Wirtschaft ystem den dquo;Lebe intere en des deutschen Volkes nicht gerecht geworde ldquo; ist, wie es im Ahlener Programm der CDU hie zlig;. Eine dquo euordnung von Grund auf%26ldquo; sollte als Ziel dquo icht mehr das kapitalistische Gewi - und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen u eres Volke ldquo; verfolgen. So wurden auch in der Bundesrepublik in den 50er Jahren Bergwerke und Gro zlig etriebe verstaatlicht, was aber in den 60er Jahren meist wieder r%26uuml;ckg%26auml gig gemacht worden ist.

Als die DDR 1950 den ersten F%26uuml fjahrplan in Angriff nahm, kamen erst 45 Prozent der Industrieproduktion aus volkseigenen Betrieben und nur zehn Prozent der landwirtschaftlichen G%26uuml;ter aus Geno e chaften. Der Gro zlig;handel befand sich fast noch v%26ouml;llig in privater hand. Es mu eine Zeit voller schmerzlicher, administrativer Eingriffe, aber auch voller Enthusiasmus und Willen zum Neuanfang gewesen sein. Obwohl die sowjetischen Reparatio forderungen f%26uuml;r ganz Deutschland allein von der DDR erbracht wurden, war die nicht gerade geringe Vorkriegsindustrieproduktion auf dem DDR-Territorium bereits 1954 wieder erreicht. (Und wurde bis 1989 immerhin auf das Dreizehnfache erh%26ouml;ht.)

Nach dem Mauerbau, Ende 1962, betrug der Anteil privater Industriebetriebe an der Gesamtproduktion nur noch kna drei Prozent. Die volkseigenen Betriebe erwirtschafteten bereits 89 Prozent. Und die LPG und Volkseigenen G%26uuml;ter bearbeiteten 93 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfl%26auml;che.

Ich habe diese Umbruchzeit noch nicht bewu t erlebt, ke e sie nur vom h%26ouml;re agen oder aus der fr%26uuml;hen DDR-Literatur, die sich der Vorg%26auml ge mit Vorliebe a ahm. heiner M%26uuml;ller schrieb 1957 das St%26uuml;ck dquo;Der Lohndr%26uuml;cker%26ldquo;, eine Auseinandersetzung der Arbeiter mit den neuen Produktio - und Eigentumsverh%26auml;ltni en. De zu dieser Zeit gab es i erhalb der Brigadebewegung durchaus engagierte Leute, die eigene Vorstellungen davon hatten, was die Forderung, dquo ozialistisch arbeite ldquo; bedeuten k%26ouml te. Ihre A ichten liefen darauf hinaus, hohe Arbeitsleistungen nicht durch Anweisungen von oben zu erreichen, sondern unter eigener Regie, nach genauerer Ke tnis der Lage vor Ort. Sie wollten Sel tverwaltung und betriebliche Mitbestimmung, um die mangelhafte Versorgung der Bev%26ouml;lkerung zu verbe ern.

1961 folgte von M%26uuml;ller dquo;Die Umsiedlerin oder Das Leben auf dem Lande%26ldquo;, in dem es um die Konflikte der Bodenreform und der Kollektivierung ging und das bald nach der Urauff%26uuml;hrung abgesetzt wurde.

Damals entbra te eine merkw%26uuml;rdige Disku ion dar%26uuml er, ob de K%26uuml tler von ihrem h%26auml;uslichen Schreibtisch aus %26uuml erhaupt bef%26auml;higt und befugt seien, die komplizierte h%26auml;re der Werkt%26auml;tigen in den sozialistischen Betrieben darzustellen. Erge is dieser Debatten war im April 1959 eine Konferenz von 500 Kulturschaffenden, Arbeitern und Funktio auml;ren im Kulturpalast des Chemischen Kombinates Bitterfeld. Dieser von Ulbricht i Leben gerufene dquo itterfelder Weg%26ldquo; sollte unter der Losung dquo;Greif zur Feder, Kumpel! Die sozialistische Nationalliteratur braucht dich!%26ldquo;, die Werkt%26auml;tigen ermutigen, ihre Geschichten sel t aufzuschreiben, der Weg vom lesenden zum schreibenden Arbeiter. Gleichzeitig sollten K%26uuml tler zu so etwas wie Praktika in die Betriebe gehen, um die Probleme vor Ort ke en zu lernen.

Aus heutiger Sicht erstaunlich viele Autoren lie zlig;en sich auf dieses Experiment ein. Das Thema Volk und Volkseigentum hatte eine gewi e Faszination. (Auch in der westdeutschen Linken.) Bei Carlfriedrich Claus las ich: dquo;Der Proze der Zersetzung des Besitzstrebe ist ein Proze der Befreiung. Die aus der Teilung in herrschende und Beherrschte resultierenden Zw%26auml ge vergehen.%26ldquo; Das trieb mich sogar noch zwanzig Jahre auml;ter in die Betriebe, als sich schon kein K%26uuml tler mehr daf%26uuml;r intere ierte.

1961 schrieb heiner M%26uuml;ller dquo;Die Umsiedlerin oder das Leben auf dem Lande%26ldquo;, in dem es um die Konflikte der Bodenreform und der Kollektivierung ging und das bald nach der Urauff%26uuml;hrung abgesetzt wurde. Damals wurde Sarah Kirsch Mitglied einer LPG, und Christa Wolf zog mit ihrer Familie nach halle, um im Waggon -Werk Ammendorf einige Monate in einer Brigade zuzubringen. Das Erge is war im Roman dquo;Der geteilte himmel%26ldquo; nachzulesen. Darin tre en sich die Wege eines Liebe aares, weil er in den Westen geht.

De das Problem war, da die Kumpel weniger zur Feder griffen als zum Koffer, um auszureisen. Sie hatten G%26auml gelei und Mangelwirtschaft satt. Nach dem Mauerbau 1961 stabilisierte sich die %26ouml;konomische Lage; die Fluchtm%26ouml;glichkeiten und die St%26ouml;rma ouml;ver aus dem Westen waren geringer geworden, die Arbeit roduktivit%26auml;t und die Wachstumsraten stiegen betr%26auml;chtlich, so da westliche Beobachter zu fragen bega en, ob das eigentliche Wirtschaftswunder nicht in der DDR stattf%26auml de.

Im Fach dquo Ouml;konomie des Sozialismu ldquo; lernten wir im ersten Studienjahr nach einem Lehrbuch, das das dquo eue %26Ouml;konomische System%26ldquo; lo ries. Dies war ein unter dem im Alter %26uuml erraschend reformfreudig gewordenen Walter Ulbricht entwickeltes Konzept, das die starre, zentralistische Planwirtschaft beweglicher und effektiver machen sollte. Es zielte auf eine Verbindung von Plan, %26ouml;konomischen hebeln und Markt. Die Betriebe sollten erstmals Gewi und Rentabilit%26auml;t ausweisen, realistische Industriepreise sollten Erge i e vergleichbar machen, und leistung ezogener Lohn sollte die Werkt%26auml;tigen aus der Reserve locken. Betriebe und ihre Belegschaften w%26uuml;rden also mehr Sel t%26auml digkeit bekommen, was nat%26uuml;rlich auf einen Machtverlust der Zentrale hinausgelaufen w%26auml;re. Dies h%26auml;tte zu grundlegenden Ver%26auml derungen des Gesellschaft ystems f%26uuml;hren k%26ouml en, zu etwas, was auml;ter dquo;dritter Weg%26ldquo; gena t wurde dash; aber in solchen Kategorien dachten wir damals noch nicht.

Der Vordenker des Prager Fr%26uuml;hling, Otar Sik, hatte einen wohlwollenden Kommentar zum Ouml geschrieben. Ich verstand nur: die wi e chaftlich-technische Revolution w%26uuml;rde gemeistert und die Volkswirtschaft auf Weltniveau gebracht werden. Was ja auch nicht schlecht gewesen w%26auml;re. Unter Chruschtschow ko te ein solcher A atz gedeihen, nach de en Sturz aber witterte Breschnew offe ar die Gefahr eines Verlustes an Kontrolle und damit eines schleichenden Abrutsche in die pure Marktwirtschaft. Er ging auf Ulbrichts Initiative f%26uuml;r eine neue Wirtschaft olitik des RGW (Rat f%26uuml;r Gege eitige Wirtschaftshilfe) nicht ein. Obwohl, oder vielleicht gerade weil es auch in anderen sozialistischen L%26auml dern solche Bestrebungen gab.

Ungarn f%26uuml;hrte am 1. Januar 1968 von einem Tag auf den anderen eine weitgehende Wirtschaftsreform ein, hin zu einer sozialistischen Marktwirtschaft. Tru en des Warschauer Vertrages, also auch Ungarn, marschierten im gleichen Sommer in Prag ein, um dort einen m%26ouml;glichen Au ruch aus dem sozialistischen Lager zu verhindern. War das der Preis, den der ungarische Parteichef Kadar zu zahlen hatte, um auch in den 70er Jahren u ehelligt seine Reformen durchziehen zu k%26ouml en? Ich war zu dieser Zeit Obersch%26uuml;lerin, und meine Stimmung lie zlig;e sich als aufgebrachte Verwirrung beschreiben.

Ulbricht gelang es zwar noch ein paar Jahre an Breschnew vorbeizuregieren, aber sein dquo Ouml ldquo; hatte auch einheimische Gegner, allen voran Erich honecker. So blieb sein System nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch inko equent: An der politischen Festsetzung der Preise wurde nicht ger%26uuml;ttelt, Mieten und Pachten blieben in all den Jahren auf dem Vorkrieg tand. Das f%26uuml;hrte zu immer gr%26ouml zlig;eren Di roportionen zwischen Bedarf und Angebot, zur Verschwendung von Material und Energie, zu einer Erosion der materiellen Basis.

Im zweiten Studienjahr, 1971, hatten wir pl%26ouml;tzlich kein Lehrbuch mehr. Das Experiment Ouml war abrupt abgebrochen worden. Eine neue Theorie aber gab es noch nicht. Auch keine %26ouml;ffentliche Debatte %26uuml er diese Vorg%26auml ge. Doch die Vorlesungen und Seminare mu ten ja weitergehen. Und dquo Ouml;konomie des Sozialismu ldquo; war ein Schwerpunktfach im Journalistik-Studium, weil sich das Volk ja f%26uuml;r das Volkseigentum zu intere ieren hatte. Die besten Sendepl%26auml;tze und fast alle dquo eiten drei%26ldquo; der Zeitungen waren f%26uuml;r Reportagen und Kommentare aus Betrieben und Geno e chaften reserviert. Das h%26auml;tte nicht von vornherein unintere ant sein m%26uuml en. We es nur wahrhaftig gewesen und nicht in reinen Erfolgsmeldungen und Lobhudelei erstarrt w%26auml;re. Kein Wunder also, da die t%26auml;glichen Berichte von Ernteschlachten und Sonderschichten zugu ten der Planerf%26uuml;llung auf wenig Gegenliebe stie zlig;en. Das wollten wir eines Tages be er machen. Doch nun war u erst mal die Theorie weggebrochen.

Wir erlebten Dozenten, die dem ott der Studenten hilflos ausgeliefert waren. Am ehesten ko ten noch diejenigen ihr A ehen bewahren, die den Mut zu eigenen Erkl%26auml;rungen und Konzepten aufbrachten. Andere fl%26uuml;chteten nicht ohne Geschick in die Wirren der westlichen Volkswirtschaftslehre, die auch gerade im Umbruch stand. Seit den 20er Jahren h%26auml;tten sich die Lehren des Briten John Maynard Keynes weitgehend durchgesetzt, h%26ouml;rten wir. Ein A istent so te sich sogar in dem Umstand, da Keynes nach der Oktober-Revolution die ru ische Ballerina Lydia Lopokova geheiratet hatte - als sei dies ein Beweis f%26uuml;r die herkunft seines f%26uuml;r kapitalistische Verh%26auml;ltni e sozialen Denke und Empfinde . So lehnte er eine Lai er-faire Wirtschaft ab und bef%26uuml;rwortete staatliche Eingriffe, um zum Bei iel die Arbeitslosigkeit zu bek%26auml;mpfen.

Davon blieben auch die Franzosen nicht u eeindruckt, die in den 60er Jahren die Planification einf%26uuml;hrten, oder die Japaner, deren MITI etwas %26Auml;hnliches war. Man bega damals von der Konvergenz der Systeme zu rechen. De mehr Plan bedeutet nat%26uuml;rlich mehr Verf%26uuml;gungsgewalt %26uuml er die Re ourcen und damit ein Abzug von Macht aus der Wirtschaft, hin zur Regierung. Kein Wunder, so die Dozenten damals, da inzwischen eine Gege ewegung im Anmarsch sei, die Monetaristen der Chicago School unter Milton Friedman, die alles umst%26uuml;rzen wollten. Im Grunde ginge die Auseinandersetzung, dem Streit um das Ouml letztlich gar nicht so u auml;hnlich, um die Rolle des Geldes und die Stimulierung von Intere en. Welcher Kr%26auml;ftepol steuert die Wirtschaft? Im Westen bleibt im Zweifelsfalle der Markt. Im Osten blieb im Zweifelsfalle der Zweifel.

So war ich sehr fr%26uuml;h zu der %26Uuml erzeugung gelangt, da Wirtschaftslehre keine exakte Wi e chaft ist. Auf beiden Seiten nicht. Im Westen sagte man: %26Ouml;konomie besteht zur h%26auml;lfte aus ychologie. Das mag zutreffen, we Kunden zum Kaufen %26uuml erredet werden sollen. A o ten bin ich %26uuml erzeugt: %26Ouml;konomie besteht zu zwei Dritteln aus Intere en und zu einem Drittel aus politischen %26Uuml erzeugungen. Einer sagt h%26uuml;h, der andere hot, und ein Ge a setzt sich durch. Je nach Auftrag des Kutschers und Laune der G%26auml;ule. Keine g%26uuml;ltige Ampel, nirgends. Gesetze, wie das Wertgesetz, wirken nur %26uuml er ihre Nichteinhaltung, wie schon Karl Marx bemerkte.

De en Lehre, die die dquo;Furien des Privatintere e ldquo; gei zlig;elt, war allerdings gef%26uuml;hlsm%26auml zlig;ig stark veri erlicht. Die Existenz von Volkseigentum an sich galt unter allen, auch den Kritikern und Di identen, als eine notwendige Vorau etzung f%26uuml;r Fortschritt. Daran lie zlig; auch der wegen seines Buches Die Alternative verhaftete Rudolf Bahro keinen Zweifel, als er darin die %26Uuml erwindung der realsozialistischen, organisierten Verantwortungslosigkeit durch eine Sel tverwaltung der gesamten Reproduktion forderte, in der die Aufhebung des Privateigentums die Ver ouml;hnung von Kultur und Natur bedeuten wird.

Formal war zwar bereits das Meiste Volkseigentum, faktisch aber agierte die SED als Eigent%26uuml;mer. Die Produzenten, die angeblich herrschende Kla e, hatte keine Verf%26uuml;gungsgewalt %26uuml er die Art und Weise und Ziele der Produktion, die Betriebe keine eigenen Intere en. So ko te sich zu den Produktio mitteln auch kein Eigent%26uuml;merbewu tsein herau ilden.

Ich eri ere mich an einen Prisma-Beitrag, den ich drehte: Als Arbeiter eines Maschine au-Betriebes nach Schichtschlu an der Bushaltestelle standen, sahen sie aus einer Lagerhalle Rauchwolken aufsteigen. Zu diesem Zeitpunkt war das ausgebrochene Feuer noch klei we sie sofort hingeeilt w%26auml;ren oder wenigsten die Feuerwehr alarmiert h%26auml;tten, w%26auml;re der Schaden geringf%26uuml;gig gewesen. Doch sie verlie zlig;en sich darauf, da die auml;chste Schicht es schon bemerken und sich darum k%26uuml;mmern w%26uuml;rde, und stiegen in die Bu e. Das Feuer hatte Zeit sich auszubreiten und Materialien zu vernichten, die f%26uuml;r die Arbeit der auml;chsten Wochen gebraucht wurden. Ich fragte mich damals, wie wohl dquo;Arbeitnehmer%26ldquo; in diesem Fall reagiert h%26auml;tten.

Ein ganz anderes Engagement begegnete mir w%26auml;hrend der Dreharbeiten zu einem Beitrag %26uuml er Betrie ferienheime. Die Gewerkschaftsleitung jedes mittleren oder gr%26ouml zlig;eren Betriebes verf%26uuml;gte %26uuml er mindeste ei solcher heime, vergab die Pl%26auml;tze und %26uuml ergab Kollegen die Verantwortung f%26uuml;r Erhalt und Au au der Anlagen. hier, wo f%26uuml;r jeden ein direkter Zusammenhang von Pflege und Nutzung uuml;rbar wurde, stie zlig; ich auf liebevoll ausgestattete Anwesen.

In der Redaktion diskutierten wir endlos, wie wohl ein in sich geschlo enes System %26ouml;konomischer hebel au ehen m%26uuml te, in dem nicht ein Anreiz den anderen aufhob. Die Verstaatlichung der Produktion allein erwies sich jedenfalls nicht als hinreichende Vorau etzung f%26uuml;r jenen dquo efreiung roze der Arbeit%26ldquo;, in dem angeblich ohne %26auml;u zlig;eren Zwang, aus einem i eren Bed%26uuml;rfnis heraus, sch%26ouml ferischer gearbeitet w%26uuml;rde als im Kapitalismus, da die Produzenten nicht mehr der Produktio mittel beraubt seien und erstmalig nicht f%26uuml;r andere, sondern f%26uuml;r sich sel t arbeiten w%26uuml;rden. Belegt wurden solche Thesen gern mit den teilweise tat auml;chlich beeindruckenden Leistungen sowjetischer Technik, wie 1957 dem utnikstart, oder mit Mengenke ziffern. Erzeugte die Sowjetunion 1922 nur 0,4 Prozent der Stahlmenge, auf die es die USA brachte, so waren es 1975, trotz der Kriegsverluste, 133 Prozent. %26Auml;hnlich sahen die Zahlen der Erd%26ouml;lf%26ouml;rderung und Zementproduktion aus.

Die RGW-L%26auml der wiesen bis Anfang der 70er Jahre im Vergleich i gesamt deutlich h%26ouml;here Zuwachsraten auf als die westlichen Industriel%26auml der. Dies sei nur erw%26auml;hnt, um nachvollziehbar zu machen, da der Glaube an die Planwirtschaft kein ununterbrochener Sel tbetrug war, sondern f%26uuml;r danach hungrige auch Nahrung bot. honecker hatte von Ulbricht 1971 eine fast schuldenfreie Wirtschaft %26uuml ernommen, die aber den Wohnung au und die Ko umg%26uuml;terproduktion vernachl%26auml igt hatte. Die Gu t der Bev%26ouml;lkerung sollte nun durch gro zlig;z%26uuml;gige Sozialleistungen und subventionierte Preise gewo en werden. Da sich die DDR damit %26uuml ernehmen w%26uuml;rde und so eine der Ursachen f%26uuml;r den Untergang der sogena ten Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik gesetzt wurde, war damals noch nicht klar.

In dieser Zeit wurde der Realsozialismus vom Westen als wirtschaftliche und vor allem als soziale herausforderung durchaus noch er t genommen. dquo;Der Widerstand gegen den Kommunismus bildete den Grundzug praktisch aller geopolitischen Strategien und Sozialpolitiken, die der Westen seit dem Zweiten Weltkrieg entworfen hat%26ldquo;, schrieb der gescheiterte US-Pr%26auml identschaftskandidat Al Gore in seinem Buch dquo;Wege zum Gleichgewicht%26ldquo;. Dies bega beim Konzept des Todr%26uuml te und sei bis zur Unterst%26uuml;tzung westeuro auml;ischer Gewerkschaften durch die CIA gegangen.

Es zeigte sich auch an der Embargo-Politik, die bei Strafe verbot, G%26uuml;ter mit moderner Technik in die DDR oder die anderen sozialistischen L%26auml der zu liefern. Was bedeutete, diese L%26auml der von der lebe wichtigen internationalen Arbeitsteilung auf dem Gebiet der hochtechnologie auszuschlie zlig;en. Deshalb wurden 1969 die Dresdner Elektronik-Betriebe, der Rechenmaschine etrieb in Karl-Marx-Stadt und Neua iedlungen in Riesa und hoyerswerder zum Kombinat Robotron verschmolzen, in dem die gesamte Forschung auf dem Gebiet der Datenverarbeitung zentralisiert wurde. Das ehrgeizige Ziel bestand darin, bis 1975 den R%26uuml;ckstand der DDR-Computerproduktion auszugleichen. Als dies trotz aller A trengung nicht gelang, sollte diesem wirtschaft olitischen Schwerpunkt mit dem dquo;Mikroelektronikbeschlu ldquo; des ZK der SED von 1977 Nachdruck verliehen werden.

Die Gro zlig;rechner R55 und R57 wurden in riesigen Mengen in die Sowjetunion exportiert, als %26Auml;quivalente f%26uuml;r %26Ouml;l- und Erdgaslieferungen. Die Mikrorechner K1510 und K1520 eroberten alle Bereichen der Volkswirtschaft, die meisten DDR- uuml;rger werden sich an Bankautomaten oder an Fahrkarten- und Auskunftsterminals eri ern. Das Kombinat Robotron war 1989 mit beinahe 70000 Besch%26auml;ftigten das gr%26ouml zlig;te Industriekombinat der DDR. De och ko te es beim Trend zum PC in keiner Weise mithalten.

Die Planwirtschaft war f%26uuml;r die %26ouml;konomische Aufbauphase, f%26uuml;r Strukturpolitik und Gro zlig;vorhaben nicht ohne Vorteile. Der %26Uuml ergang in anhaltend hochwertige Produktion h%26auml;tte aber die eigenverantwortliche Wirtschaftst%26auml;tigkeit der Betriebe bedurft, was durchzusetzen nicht gelang oder gelingen sollte. De dies betraf nicht einfach Meinungsverschiedenheiten %26uuml er diese oder jene wirtschaftpolitische Ma zlig ahme, sondern das Verst%26auml dnis von Volkseigentum in seinem Kern. Die Eigentumsfrage, soweit eine Lehre, ist weder mit Verstaatlichung noch mit Privatisierung entschieden, sondern sie erweist ihren Charakter daran, ob der Umgang mit den Produktio mitteln und der Natur demokratisch legitimiert ist.

Ermutigt durch die Perestroika Gorbatschows hat Mitte der 80er Jahre die Abteilung Planung und Finanzen des ZK der SED eine Linie eingeleitet, die wie eine abgewandelte Neubelebung des Ouml wirkte. Zusammen mit der Plankommi ion und dem Finanzministerium wurde ein Modell entwickelt, das die Sel t%26auml digkeit der Kombinate erh%26ouml;hte, indem ihnen eine begrenzte Eigenverf%26uuml;gbarkeit %26uuml er ihren Gewi zuge rochen wurde. Diesen Weg probierte man immerhin in 16 gro zlig;en Kombinaten aus, ohne dies gro zlig;artig zu propagieren, auch ohne es geheim zu halten. Intern rach man von einem Konzept f%26uuml;r die dquo ach-honecker-%26Auml;ra%26ldquo;. Da diese %26Auml;ra da keinen Raum mehr f%26uuml;r sozialistische Wirtschaftsexperimente la en w%26uuml;rde, damit hatte niemand gerechnet.

War die DDR am Ende bankrott? Wie mi t man %26uuml erhaupt den Bankrott einer Volkswirtschaft? Die %26Ouml;konomie war schwer angeschlagen, der Zuwachs an Nationaleinkommen ging zur%26uuml;ck. De och wurde seit Jahren mehr verbraucht als sel t produziert. Die L%26ouml;hne wuchsen schneller als der Warenfonds, was zu einem besorgniserregenden Kaufkraft%26uuml erhang und zu einem Mangel an hochwertigen G%26uuml;tern f%26uuml;hrte. %26Uuml er die h%26auml;lfte der Ausr%26uuml tungen in der Industrie, im Bau- und Verkehrswesen und in der Landwirtschaft waren veraltet, das hei zlig;t nicht u rauchbar, aber arbeitsinte iv. Arbeitshygienische Grenzwerte wurden oft %26uuml erschritten und die Modernisierung des Gesundheitswese vernachl%26auml igt. Die Investitionen f%26uuml;r Wi e chaft und Technik erh%26ouml;hten sich zwar kontinuierlich, gleichzeitig sank aber ihre Effizienz, weil der A tand zum Weltniveau zunahm. Das Dilemma war: Vom volkswirtschaftlichen Gewi h%26auml;tte mehr in die Modernisierung der %26Ouml;konomie reinvestiert werden m%26uuml en, aber das w%26auml;re auf Kosten des Lebe tandards gegangen.

Die Frage ist nur, ob dieses Krankheit ild beim derzeit weltweiten Wirtschaft iechtum so singul%26auml;r war, wie all die Exitus-Diagnosen behaupteten. So ist ein Pleitebild entworfen worden, nach dem man schlie zlig;en mu te, da praktisch %26uuml erhaupt nicht mehr akkumuliert werden ko te. Im Jahr der Wende kaufte der Staat aber Anlagen im Wert von 93,6 Milliarden DDR-Mark. 1989 wurden pro Erwer t%26auml;tigen in der DDR 10540 Mark investiert, in der Bundesrepublik 16217 DM. Auch we dieser Vergleich wegen des unterschiedlichen Prei iveaus nur bedingt au agef%26auml;hig ist, f%26auml;llt es schwer, zwischen beiden Gr%26ouml zlig;en die Tre linie zwischen Wohlstand und Armut, zwischen Wachstum und Ruin auszumachen.

Die Behauptung, die DDR st%26uuml de unter den Industriel%26auml dern an 10. Stelle, war ja keine eigene Erfindung, sondern ging auf Sch%26auml;tzungen westlicher Banken zur%26uuml;ck und wurde von der einheimischen Propaganda %26uuml errascht, aber erfreut aufgenommen. Streng vertrauliche Berechnungen der Zentralverwaltung f%26uuml;r Statistik der DDR hatten im Sommer 1989 ermittelt, da die DDR, geme en am Volumen der Industrieproduktion, in der Welt den 15. bis 17. Platz ei ahm. Beim Nationaleinkommen pro Kopf der Bev%26ouml;lkerung kam ein 14. bis 16. Platz heraus.

Nach der %26Uuml ernahme und Pr%26uuml;fung auml;mtlicher Daten durch das Bundesamt f%26uuml;r Statistik haben sich diese Angaben in etwa best%26auml;tigt. Der Abteilung r%26auml ident dquo;Deutsche Einheit%26ldquo;, Oswald Angerma , hat mir damals im Ge r%26auml;ch erkl%26auml;rt, da er im nachhinein eine akute Kolla -Situation nicht erke en ko te: dquo ei einem gesch%26uuml;tzten Bi enmarkt und eigener W%26auml;hrung h%26auml;tte die DDR noch 20 Jahre so weiterwursteln k%26ouml en.%26ldquo;

Zu auml;t. Die historische Chance, die Kombination von Volkseigentum und Demokratie zu erproben, war erst von ost-, da von westdeutscher Seite verhindert worden. Die feindliche %26Uuml ernahme der DDR auf Wu ch der %26Uuml ernommenen verstie zlig; gegen jede %26ouml;konomische Vernunft und gab so dem geschw%26auml;chten Corpus den Rest dash; aber das ist eine andere Geschichte. Das Ende dieser Gesellschaft war ein politisches Ende. Die DDR ist gescheitert mitsamt ihrer Wirtschaft und k%26ouml te demnach zu den Akten gelegt werden. We nicht die Unruhe bliebe, ob de der eingangs erw%26auml;hnte dquo;Witz der Sache%26ldquo; von mir und allen Beteiligten und Nichtbeteiligten hinl%26auml glich verstanden wurde.

Deshalb zieht es mich am Ende dieser Betrachtung noch einmal zur%26uuml;ck zur ersten und in gewi er Weise letzten Kurskorrektur durch die Werkt%26auml;tigen dash; den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953. Was alle historiker verdr%26auml gen: Die Bauarbeiter Westberli haben von April bis Anfang Juni 1953 anhaltend f%26uuml;r h%26ouml;here L%26ouml;hne gestreikt. Ich habe dar%26uuml er unl%26auml gst gelesen - in der Berliner Zeitung von damals, die mehrfach ausf%26uuml;hrlich davon berichtete. Naheliegend, da der Unmut auf der Karl-Marx-Alle vom Unmut auf dem Kuhdamm zu auml;tzlich angestachelt wurde. Aber warum schlo en sich die Kollegen im Osten den westlichen Forderungen nicht einfach an? Warum wurde nicht auch hier, wie bei Streiks %26uuml lich, f%26uuml;r mehr Geld, sondern f%26uuml;r weniger Arbeit gek%26auml;mpft?

Man k%26ouml te einw%26auml den, dies laufe auf das selbe hinaus., Aber warum hat man sich da nicht dazu beka t? Die Arbeiter h%26auml;tten allen Grund gehabt zu argumentieren: Zugegeben, zwei Drittel der in der DDR geltenden Normen sind technisch nicht begr%26uuml det, auch u ere nicht. We ihr jetzt im Bauwesen die Norm pauschal um zehn Prozent erh%26ouml;ht, da wollen wir auch ent rechend mehr Geld. Aber genau das taten sie nicht. Sie forderten die R%26uuml;cknahme der %26uuml er ihre K%26ouml fe hinweg beschlo enen Normerh%26ouml;hung.

Der hamburger Soziologe Thomas Roethe sieht den dquo;Witz der Sache%26ldquo; nach dem 17. Juni in einem dquo;uneingestandenen Gesellschaftsvertrag%26ldquo; zwischen Arbeiterschaft und SED-F%26uuml;hrung: dquo;Wir, die Arbeiter und Bauern, erkl%26auml;ren, die Macht der Partei nicht mehr herauszufordern. Wir werden loyal sein, we ihr u daf%26uuml;r zusichert, u zu versorgen und von der Arbeitsfron zu befreien.%26ldquo; Von Fron befreien dash; sollte sich hier schon sehr fr%26uuml;h ein neues Verst%26auml dnis von Freiheit manifestiert haben?

Tat auml;chlich unterblieb die administrative Durchsetzung des Leistung rinzi seither, die F%26uuml;hrung der DDR hat sich nie wieder er thaft mit den Brigaden anlegen wollen, sel t da nicht, we der Kampf um Effizienz dies eigentlich erfordert h%26auml;tte. Das mag f%26uuml;r westliche Beobachter %26uuml erraschend sein dash; die Diktatur hatte nicht die Kraft, je eits von Ideologie bis ganz unten zu greifen.

Die hauptabteilung XVIII der Stasi war f%26uuml;r die Sicherheit der Volkswirtschaft verantwortlich dash; sie hat %26uuml rige den umfangreichsten Archivbestand aller hauptverwaltungen des MfS hinterla en. Aber auch sie sah sich nicht in der Lage, die Arbeitsdisziplin zu kontrollieren oder gar Verst%26ouml zlig;e zu ahnden. We die Mitarbeiter jener Abteilung nach havarien oder zur deren Vorbeugung in einem Betrieb waren, klangen sie a chlie zlig;end oft resigniert. Ein Bei iel aus den Archivbest%26auml den der MfS-Bezirksverwaltung Cottbus, aus einem Bericht %26uuml er Erschlie zlig;ung ohrungen in einem Lausitzer Braunkohletagebau vom Januar 1988:

dquo ereits mit Begi der Fr%26uuml;hschichten entstehen aufgrund einer angeblich existierenden Arbeit chutzanweisung, nach welcher erst mit Eintreten der Morgend%26auml;mmerung in der Entw%26auml erung gearbeitet werden d%26uuml;rfte, bis zu zwei Stunden Arbeitszeitverluste. Die dadurch entstandene Wartezeit von Schichtbegi 6 Uhr bis 8 Uhr verbrachte ein Teil von Werkt%26auml;tigen des Bereiches in Kantinen und Aufenthaltsr%26auml;umen fr%26uuml;hst%26uuml;ckend, schlafend oder karte ielend.%26ldquo;

Das ging also seinen sozialistischen Gang dash; ich gestehe, daf%26uuml;r immer noch Verst%26auml dnis zu haben. Ist Schichtarbeit nicht %26uuml erhaupt ein %26Uuml erblei el aus dem 19. Jahrhundert? Warum m%26uuml en sich Me chen an dunklen, eisigen Januarmorgen in Wa ergr%26auml en zu schaffen machen? So etwas denken sich Leute aus, die sicher sein k%26ouml en, es sel t nie tun zu m%26uuml en. Inko equent daran erscheint mir nur, die Kumpels de och aus dem Bett getrieben und nicht gleich erst um 8 Uhr bestellt zu haben.

Man k%26ouml te Schlendrian als Ursache f%26uuml;r den Niedergang verdammen und h%26auml;tte Recht. Man k%26ouml te ihn auch als pragmatisch durchgesetzte humanisierung der Arbeitswelt akzeptieren und h%26auml;tte ebenfalls Recht. Der westdeutsche Soziologe Lutz Niethammer, der in der DDR Arbeiter befragt hatte, kam zu dem Schlu , da es neben der herrschenden Oberschicht aus Partei- und Betrie funktio auml;ren der SED und der anderen Blockparteien auch dquo;die andere herrschende Kla e%26ldquo; gab, die Industriearbeiter. dquo;Und vor nichts dash; vielleicht mit Au ahme sowjetischer Direktiven dash; hatte die F%26uuml;hrung chicht der SED soviel Re ekt, um nicht zu sagen Angst, wie vor ihr. An der Werkbank herrschte die gr%26ouml zlig;te Freiheit der DDR (vielmehr als z.B. bei den Intellektuellen und Kulturschaffenden).%26ldquo;

Seit dem 17 Juni war eine offene Konfrontation mit Arbeitern zum Trauma geworden und eine Wiederholung ko te auch deshalb vermieden werden, weil sich die F%26uuml;hrung als Repr%26auml entanten der Arbeiterschaft verstand. Trotz des allt%26auml;glichen Gemeckers und Ge ouml;rgels %26uuml er M%26auml gel und Versorgungsl%26uuml;cken und des die ez%26uuml;glich seh uchtsvollen Westblicks ko te bei der Mehrheit der Arbeiter von einer grund auml;tzlichen O ositio haltung keine Rede sein.

Der Wechsel von hektischen %26Uuml erstunden oder zu auml;tzlicher Wochenendarbeit zu l%26auml tigen Stillstandszeiten wurde zwar st%26auml dig beklagt, aber f%26uuml;r die unkontinuierliche Materialversorgung machten die Brigaden nach meiner Erfahrung nicht die Planwirtschaft an sich, sondern Schlamperei und Unf%26auml;higkeit der Leiter verantwortlich. Sie versicherten ihre Bereitschaft, ihr Letztes zu geben, we nur die Vorau etzungen daf%26uuml;r geschaffen w%26uuml;rden. Doch der chronische Mangel wurde immer nur vor%26uuml ergehend beseitigt. Er f%26uuml;hrte zu schlechter Qualit%26auml;t und damit letztlich zu Vergeudung. Dies war wohl der eigentliche Grund f%26uuml;r den zunehmenden Verfall des Leistungswille in den 70er und 80er Jahren.

Au zlig;erdem h%26auml;tte nach sozialistischer Logik die eigene Arbeitsinte it%26auml;t gar nicht so hoch sein d%26uuml;rfen, wie die, die als Folge unerbittlicher kapitalistischer Konkurrenz, Au eutung, Sel tau eutung, egoistischem Gewi treben und Angst vor Konkurs und Arbeitslosigkeit als unzumutbar angeprangert wurde. Diese Logik wurde beg%26uuml tigt durch die Erfahrung, da die finanzielle Verantwortung f%26uuml;r das Produktio erge is der Staat %26uuml ernahm, also weder vom Betrieb noch von de en Belegschaft zu tragen war. Ein sozialistischer Bankrott wurde solange f%26uuml;r Tabu erkl%26auml;rt, bis der ganz gro zlig;e kam.

dquo;Eine sanktio chwache Wirtschaft funktioniert nicht%26ldquo;, behauptet Christian von Weiz auml;cker und rechtfertigt die starken dquo;Disziplinierungsi trumente der Marktwirtschaft%26ldquo; dash; also feindliche %26Uuml ernahme, Konkurs, Entla ung - mit der Belohnung, die der dquo;vergleichsweise sanktio chwache Raum%26ldquo; des Politischen bietet: die Freiheit der Meinung, der Pre e, der Versammlung und Koalition. Da die Planwirtschaft %26uuml er so gut wie keine disziplinierenden Sanktionen verf%26uuml;ge, w%26auml;re ihre Demokratisierung zum Scheitern verurteilt gewesen. De damit w%26auml;ren dem Staat seine Disziplinierungsi trumente, die ideologischen Sanktionen, aus der hand genommen worden, die er bedurfte, um das System funktio f%26auml;hig zu halten.

Vielleicht stimmt das. dquo;Das Ma zlig; der Unterdr%26uuml;ckung ist gleich%26ldquo;, las ich unl%26auml gst auf einem Tra arent der neuerlichen Berliner Montagsdemo. Tr%26ouml tlich ist das nicht. Die Qualit%26auml;t eines dritten Weges wird auch daran zu me en sein, inwiefern es den Me chen gelingt, sich von dem A a ungsdruck in Politik und Wirtschaft zu emanzipieren.

De das, was der Kapitalismus am besten ka , wird in a ehbarer Zeit nicht mehr gebraucht werden: die Steigerung von Effektivit%26auml;t. Die moderne Technik hat soviel Zeit einge art, da sie nun im %26Uuml erflu da ist. Gero en im wachsenden heer der Arbeitslosen. Ihre Zeit ist kein Geld. Sie kostet Geld. Es ist soviel brachliegende Zeit organisiert worden, da Zeit eigentlich nichts Kostbares mehr ist. I ofern wird es keinen Si mehr machen, den Wert einer Ware an verausgabter Arbeitszeit zu me en. Das wird das Ende der herk%26ouml;mmlichen Wirtschaftstruktur sein.

Bis dahin aber wird der Kapitalismus unter den Augen von Milliarden Arbeitslosen nicht ruhen, bis auch der letzte Feldrain, hinten weit in der Mongolei, von einer langarmigen h%26ouml;llenmaschine gem%26auml;ht wird.

Betrachtet man es mit wohlwollender Nachsicht, so ist die Legende vom dquo;faulen O i%26ldquo; in ihrem rationalen Kern eher als ein St%26uuml;ck moderner Emanzipatio geschichte zu begreifen, deren R%26uuml;ckabwicklung una ehbare Ko equenzen haben k%26ouml te.
Antwort :

Warum waren sie bettelarm?

Weil die kapitalistischen Staaten mit Wirtschaftsembargos deren Wirtschaft sabotierten.

Glau t Du, da zlig; der Kapitalismus seelenruhig zuschaut wie in einem sozialistischen Land sich die Arbeits- und Lebe verh%26auml;ltni e ohne seine Abh%26auml gigjkeit verbe ern?

Einen Aufwand zu betreiben, vom Kapitalismus unabh%26auml gig zu werden, bindet Krafte, materielle und finanzielle Mittel. Und das aufgezwungene Wettr%26uuml ten besorgte den Rest. Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von joachimkuehnel am 04.09.2006 < an cla ="time">18:37.
Antwort :

Zitat: Original von Ragnar%26ouml;k
Und den Nachbarn be itzelt usw.

Schau dir die ehemaligen Pal%26auml te der Bonzen an, oder ihre Autos aus Frankreich der DDR Michel durfte Jahrzehnte warten.

Lachhaft diese Vergleiche, die Elite der DDR war genauso korrupt wie hier. Was sind die Pal%26auml te und Bunker der Westbonzen von CDU/CSU/FDP/ D auf des Steuerzahlers Kosten finanziert und die Schwarzgeldparteikonten, gegen die vergleichsweise bescheidene Regierung iedlung in Wandlitz oder den DDR-Regierungszug. die Regierungsi el Vilms, seitlich von R%26uuml;gen. man h%26auml;tte zu Wendezeiten die DDR-Jugendsendung Elf99 sehen sollen, wo Elf99-Reporter in Wandlitz die Siedlungsh%26auml;user besichtigten.

We 2 das Gleiche tun, ist es noch lange nicht Da elbe! Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von joachimkuehnel am 04.09.2006 < an cla ="time">18:59.
Antwort :

Nun, als weitere Lekt%26uuml;re ist die F%26ouml;rsterstudie, entstanden mit Unterst%26uuml;tzung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, zu empfehlen.

< an style="color: crimso ">Warum viele junge Ostdeutsche den Kapitalismus wieder loswerden wollen.
Eine ungew%26ouml;hnliche L%26auml g chnittstudie begleitet seit 1987 junge Ostdeutsche auf ihrem Weg aus dem Sozialismus in den Kapitalismus

Quelle F%26ouml;rsterstudie Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Siege icherer am 04.09.2006 < an cla ="time">19:41.
Antwort :

Danke "joachimk%26uuml;hnel"!
Lange nix be eres gelesen,die F%26ouml;rster Studie ka te ich schon l%26auml ger,pa t aber hervorragend zum ganzen thread.
Zum leben in der DDR ist nichts hinzuzuf%26uuml;gen,im gro zlig;en und ganzen war das ok,es gab viele dinge die man eben nicht in geldwert ausdr%26uuml;cken ka und die viel wichtiger sind als das ganze ko umzombietum.Mir fehlt vieles davon echt und so mancher verlust an sozialem miteinander geht bis i mark.
Entrechtet und dekradiert zum puren wegwerfartikel hat die lohnarbeiterkla e auf ganzer linie verloren.
Sieg nach punkten f%26uuml;r das kapital,ein ko wars nicht,egal wo man hinkommt und mit wem man sich unterh%26auml;lt der tenor hei zlig;t:%26quot chnauze voll"!Mal sehen wie lange der scheinfrieden h%26auml;lt,ich jedenfalls und das ist nur meine private meinung,glaube nicht noch 16 jahre bundesrepublick ertragen zu m%26uuml en.
hoffentlich nicht!
Im %26uuml rigen f%26uuml;hle auch ich mich als DDR uuml;rger und das hat nichts mit u ew%26auml;ltigtem o i - we i konflikt zu tun.
Warum das so ist ka ich sel t nicht erkl%26auml;ren.
Ah ja,ich bin sogar noch stolz drauf.

Im %26uuml rigen hatte ich mich in der DDR nie so richtig mit sozialismus,marx und co. besch%26auml;ftigt,vielleicht sch%26auml;tzte man das im unterbewu zlig;tsein als nicht ouml;tig ein.Der kla engegener war ja so weit weg,nebul%26ouml ,nicht fa ar.heute seh ich das anders und versuche meine freie zeit mit Marx und co.zu verbringen.Mir geht die denkweise,das streben nach besitz,nach geld,macht und dergleichen einfach ab.Es liegt wohl an der DDR das aus mir nie und nimmer ein funktionierender staat uuml;rger und ein geachtetes mitglied der uuml;rgerlichen gesellschaft wird.
Und es geht vielen wie mir,wir sind eigentlich fa ungslos mit welcher arroganz sich hier bereichert,gelogen und betrogen wird.
In u erer fa ungslosigkeit sind wir hilflos und das nervt!
Antwort :

Zitat: Original von leibeigner
...Entrechtet und dekradiert zum puren wegwerfartikel hat die lohnarbeiterkla e auf ganzer linie verloren.
Sieg nach punkten f%26uuml;r das kapital,ein ko wars nicht,egal wo man hinkommt und mit wem man sich unterh%26auml;lt der tenor hei zlig;t:%26quot chnauze voll"!Mal sehen wie lange der scheinfrieden h%26auml;lt,ich jedenfalls und das ist nur meine private meinung,glaube nicht noch 16 jahre bundesrepublick ertragen zu m%26uuml en.
hoffentlich nicht!... Mir geht es um einen Schlu trich unter die Wiedervereinigung. Dieses Ost/-West Geschw%26auml;tz finde ich wie viele andere aus meiner Generation nur noch zum Kotzen. Und die DDR Lobeshymnen stinken zum himmel. Das kreide ich aber nicht den Me chen dort an sondern dem ehemaligen System DDR.
Mich kotzen dquo;DDR wieder her%26ldquo; Schw%26auml;tzer an genau so wie die, die vom vierten Reich tr%26auml;umen.

Letztendlich sind beide Systeme gescheitert den auch die Marktwirtschaft in der dquo;freie ldquo; Welt auml;hert sich ihrem Ende in der Form wie wir es ke en.

Ein Umdenken im Ko um und Verbrauch von Re ourcen mu her, warum fliehen tausende jede Woche aus Afrika oder Asien? Ein hohn %26uuml rige die Worte der anier gestern zu dem Thema!


@Joachimk%26uuml;hnel:

mein Gro zlig;vater war bis 1939 D Mitglied danach im Arbeitslager weil er kein DAP Mitglied werden wollte und auml;ter an der Ostfront wo er mit der 6. Armee unterging. 1945 da haben die Amerikaner meine Gro zlig;mutter mit 7 Kindern vom Familie itz gejagt weil ein Ami Offizier das Anwesen so gut gefiel. Alles weg obwohl mein Gro zlig;vater oder Gro zlig;mutter nie in der DAP waren.
__________________
< an style="font-size: 12px;"> dquo;Wer den Mindestlohn f%26uuml;r die Zeitarbeit ablehnt, will nicht Arbeit sondern Armut vermehren."

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