Frage:
Dein Vertrag mit der Krankenka e ist die rei te Makulatur, we er durch schlechtere Soziagesetze ersetzt oder umgeschrieben wird. Siehe %26Auml derung von der vollen Ka e eitragsleistung zu einer abge eckten 124-%26euro;-Pauschalierung per Gesetz.
Wer wird wohl die Differenz zu den tat auml;chlichen Kosten tragen? Dreimal darfst Du raten! We Du heute nicht die Zeche zahlen mu zlig;t, da morgen das Vielfache davon. der Staat und die Krankenversicherung werden sich mindeste durch Erh%26ouml;hung der Beitrag auml;tze und gleichzeitiger Leistungsk%26uuml;rzungen schadlos halten. Unter dem Denkmantel Eigenverantwortung werden alle sozial Schwachen Zahlema %26am ouml;hne.
Antwort :
ZDF, Sendung ML Mona Lisa: Dreiste Tricks von Krankenka en
Paola Neuma erhielt ein dreistes Schreiben
Sozial Schwache sollen rausgedr%26auml gt werden
Langzeitarbeitslose kosten die Krankenka en ab 2005 mehr Geld, eine Folge der Sozialreform. So bem%26uuml;hen sich einige Ka en, genau diese Versicherten los zu werden. In einem irref%26uuml;hrenden Schreiben gaben sie Arbeitslosen zu verstehen, sie m%26uuml ten sich eine neue Ka e suchen.
18.12.2004
Paola Neuma , Mutter von drei Kindern, lebt von Sozialhilfe und wird seit einem Jahr von der Betrie krankenka e Mobil Oil betreut. Ein Schreiben der Krankenka e versetzte sie jetzt in Panik, weil sie daraus schlo , sie m%26uuml e die Krankenka e sofort wechseln.
Irref%26uuml;hrendes Schreiben
Zitat aus dem Standardschreiben: %26quot itte suchen Sie sich umgehend eine Krankenka e, bei der Sie k%26uuml ftig Mitglied sein wolle quot;. F%26uuml;r Paola Neuma eine eindeutige Au age: "Weil ich in dem Glauben war, da ich mir jetzt eine Neue suchen mu ." Dieses Schreiben bekamen Sozialhilfeempf%26auml ger, die von der BKK Mobil Oil betreut werden und ab Januar 2004 Arbeitslosengeld II beziehen.
Christine K%26ouml er
Christiane K%26ouml er von der Zentrale zur Bek%26auml;mpfung unlauteren Wettbewer erh%26auml;lt deshalb Beschwerden wegen des irref%26uuml;hrenden Briefes der Betrie krankenka e: "Das Irref%26uuml;hrende liegt meines Erachte darin, da der bisher Betreute meint, er m%26uuml e aus der Ka e austreten, er m%26uuml e nun in eine andere Ka e eintreten."
Freie Ka enwahl bleibt
Und das ist falsch. Die Sozialhilfeempf%26auml ger haben die freie Wahl und die Krankenka en d%26uuml;rfen sie nicht ablehnen. Paola Neubauer h%26auml;tte deshalb auch bei der Mobil Oil bleiben k%26ouml en. Das erfuhr sie aber erst, als sie zur AOK gehen wollte. Bis Ende des Jahres erstattet das Sozialamt den Ka en die Krankenkosten noch zu 100 Prozent, inklusive einer Bearbeitungsge uuml;hr von f%26uuml f Prozent. Diese Sozialhilfeempf%26auml ger waren f%26uuml;r die betreuenden Ka en also bisher kein Verlustgesch%26auml;ft.
Ab Januar, we Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II zusammenfallen, zahlt da die Agentur f%26uuml;r Arbeit nur eine Pauschale von rund 124 Euro pro Versicherten. Alles was an Leistung dar%26uuml er hinaus geht, mu aus dem Topf der Solidargemei chaft der Ka e gezahlt werden. Ein Verlustgesch%26auml;ft, das Mobil Oil m%26ouml;glicherweise verhindern wollte mit ihrem trickreichen Vorgehen.
Kein gesetzwidriges Vorgehen
Einige berichteten sogar, als sie sich dort pflichtversichern wollten, seien sie am Telefon von Beratern abgewiesen worden. Ein Betroffener schrieb an die AOK: "hierauf wurde mir von einem Mitarbeiter der Mobil Oil gesagt, da sie die Mitgliedschaft f%26uuml;r Arbeitslosengeld II Empf%26auml ger nicht durchf%26uuml;hren d%26uuml;rfen." Dazu Christiane K%26ouml er: "Das belegt doch sehr deutlich den Si und Zweck der Aktion, auml;mlich gewi e Risikoselektion. Man will Personengru en, die vermeintlich viel kosten aber wenig Geld ei ringen, einfach loswerden."
Dazu schrieb die Mobil Oil an ML Mona Lisa : "
...) Das A chreiben war nicht gesetzeswidrig. (...) Die aktuelle Information (...) ist eine Aufkl%26auml;rungsma zlig ahme, die eine klare und offene Beratung %26uuml er die Rechte und Pflichten der Betroffenen enth%26auml;lt." Die Wettbewer zentrale hat die Mobil Oil inzwischen abgemahnt. Kurz vor Sendung erhielt ML die Auskunft, da die Krankenka e sich verpflichtet habe, dieses Schreiben nicht mehr zu verschicken. De och: Mobil Oil ist bis dato vermutlich sozial Schwache noch rechtzeitig los geworden.
infobox: Dreiste Tricks von Krankenka en
Ein Beitrag von helga Ettenhuber
Sendedatum:
ML Mona Lisa, 19. Dezember 2004, 18.00 Uhr
Wiederholung auf 3sat, 22.12.2004, 12.15 Uhr