"Beihilfe zum Missbrauch sozialer Leistungen"?

Frage: Zitat:
%26quot eihilfe zum Mi rauch sozialer Leistunge quot;?
Peter Nowak 10.11.2005

Rainer Roth, Mitherausgeber des Leitfade Alg II/Sozialhilfe zu den Vorw%26uuml;rfen aus dem Wirtschaftsministerium
Das Bundeswirtschaftsministerium hat in dem k%26uuml;rzlich ver%26ouml;ffentlichten Mi rauchsreport den Leitfaden Alg II/Sozialhilfe von A bus Z heftig angegriffen und sieht darin %26quot eihilfe zum Mi rauch sozialer Leistunge quot;. Die beiden Verfa er des Leitfade harald Thom%26eacute; und Profe or Rainer Roth haben sich gegen diese Behauptungen mit einer Stellungnahme zur Wehr gesetzt.

In einem Interview mit Telepolis geht Rainer Roth, der an seiner Fachhochschule die AG TuWas leitet (hier ka der Leitfaden auch bestellt werden), genauer auf die Vorw%26uuml;rfe des Bundeswirtschaftsministeriums ein.


Minister Clement wirft Ihnen als Mitverfa er des Leitfade AlgII/Sozialhilfe von A-Z Beihilfe zum Betrug vor. Was sagen Sie dazu?

Rainer Roth: Wir haben in einer Stellungnahme detailliert nachgewiesen, da die vorgelegten Belege das nicht hergeben. Diese Behauptung ist eine Verleumdung. Wir haben herrn Clement aufgefordert, die Verleumdung zur%26uuml;ckzunehmen und die Verbreitung des "Mi rauchsreport quot; einzustellen.

Stellen Sie mit Ihren Ausf%26uuml;hrungen zur ehe%26auml;hnlichen Gemei chaft den Geist der neuen Grundsicherung auf den Kopf, wie das Ministerium Ihnen vorwirft?

Rainer Roth: Urteile des Bundesverfa ungsgerichts haben laut Grundgesetz Gesetzescharakter. Das BVerfG hat geurteilt: "Ohne rechtlichen hinderungsgrund ka der mit dem Arbeitslosen nicht verheiratete Partner ... jederzeit ... sein Einkommen au chlie zlig;lich zur Befriedigung eigener Bed%26uuml;rfni e oder zur Erf%26uuml;llung eigener Verpflichtungen ei etzen. We sich ein Partner ent rechend verh%26auml;lt, besteht eine ehe%26auml;hnliche Gemei chaft nicht oder jedenfalls nicht mehr." (BVerfG vom 17.11.1992) Wir verteidigen dieses Urteil. Dem Ministerium und den Alg II-Beh%26ouml;rden pa t es nicht. We das der Geist der neuen Grundsicherung sein soll, da m%26uuml ten die Verfa ungsrichter der Beihilfe zum Betrug angeklagt werden, nicht wir.

Sie sollen im Leitfaden auch Schwarzarbeit entschuldigen?

Rainer Roth: Alg II reicht kaum bis zum Monatsende. Die Anrechnung von Arbeitseinkommen ist kleinlich. Wir haben erkl%26auml;rt, das w%26uuml;rde die Schwarzarbeit %26quot eg%26uuml tige quot;. Clement f%26auml;lscht das in "entschuldige quot; um. Eine Erkl%26auml;rung ist keine Entschuldigung. Das SGB II f%26ouml;rdert Schwarzarbeit, nicht wir. Wir sind nicht zuletzt deshalb f%26uuml;r eine Erh%26ouml;hung des Regelsatzes auf 500 EUR, damit Unternehmen es schwerer haben, Me chen zu finden, die zu Schwarzarbeit bereit sind.

Sehen Sie die Beh%26ouml;rden, die Alg II auszahlen, als %26quot at%26uuml;rliche Gegner" an, wie Clement Ihnen ankreidet?

Rainer Roth: Als nat%26uuml;rliche Gegner sehen wir Beh%26ouml;rden an, die das SGB II brechen. Die Beh%26ouml;rden kl%26auml;ren z.B. trotz gesetzlicher Verpflichtung (_ 13 SGB I) die Bev%26ouml;lkerung nicht ausreichend %26uuml er das SGB II auf. Sie handeln h%26auml;ufiger als fr%26uuml;her je eits der Legalit%26auml;t. Gerade deshalb ist ja der Leitfaden laut iegel zum %26quot tandardwerk" geworden. U anzugreifen erleichtert also Recht r%26uuml;che durch Beh%26ouml;rden.

Laut iegel erh%26auml;lt Ihr Leitfaden alle "Informationen, die f%26uuml;r den h%26ouml;chstm%26ouml;glichen Bezug staatlicher Leistungen vo ouml;ten sind". Sehen Sie hier den Grund f%26uuml;r die Angriffe?

Rainer Roth: Genau. Die Ina ruchnahme von Rechten wird durch Regierung und Medienkonzerne in die auml;he des Mi rauchs ger%26uuml;ckt, weil sie Geld kostet. Diejenigen, die das Gesetz vera chiedet haben, beschweren sich, we es in A ruch genommen wird. Das Intere e, Geld zu aren, um Gewi teuersenkungen auszugleichen, steht a cheinend %26uuml er dem Gesetz. Die Parteien der gro zlig;en Koalition nutzen die verleumderische Propaganda gegen Arbeitslose und u , um neue K%26uuml;rzungen vorzubereiten. Zitat: Zu den Angriffen des Bundesministeriums f%26uuml;r Wirtschaft und Arbeit auf den Leitfaden Alg II/Sozialhilfe von A-Z

Stellungnahme der Autoren Rainer Roth und harald Thom%26eacute;
Das Bundesministerium f%26uuml;r Wirtschaft und Arbeit bezichtigt u als Autoren des Leitfade Alg II/Sozialhilfe von A-Z, wir w%26uuml;rden %26quot eihilfe zum Betrug statt Beratung" betreiben und Sozialbetrug "als eine Art 'Notwehr' gegen soziale Ei chnitte rechtfertige quot;. Welche Beweise gibt es f%26uuml;r diese schwerwiegende Anklage?

a) Beihilfe bei Intere envertretung als Beihilfe zum Betrug?
Als Beleg f%26uuml;r "Empfehlungen, die sich leicht als Ideen zum Sozialbetrug verstehen la e quot; dient dem Ministerium ein auf der Umschlagr%26uuml;ckseite abgedrucktes Gedicht von Erich Fried. Dieser w%26uuml cht den Armen f%26uuml;r eine be ere Zukunft, sie sollten im Kampf gegen die Reichen so u eirrt, findig und best%26auml dig sein, wie die Reichen im Kampf gegen die Armen. Arbeitslose und Arme m%26uuml en vielfach allein schon deshalb findig und u eirrt sein, um nachweisen zu k%26ouml en, da sie Antr%26auml;ge und Unterlagen %26uuml erhaupt abgegeben haben bzw. um das ihnen zustehende Geld zu bekommen. (vgl. die Erge i e der Umfrage der Stiftung Warentest in Finanztest 11/2005) Das Ministerium r%26uuml;ckt die Intere envertretung f%26uuml;r Arbeitslose als solche schon in die auml;he des Betrugs.
Vertreten aber nicht auch Beh%26ouml;rden und Ministerien Intere en, z.B. ihre eigenen und/oder die der Wirtschaft? Ist nicht auch auf dieser Basis Betrug m%26ouml;glich? Die Intere envertretung von Arbeitslosen abzulehnen, leistet den Unregelm%26auml zlig;igkeiten der Beh%26ouml;rden Vorschub. Da es einen Kampf der Reichen gegen Arme gibt, ist keine %26quot illige Kla enkampfparole". Es wird allein dadurch belegt, da das Ministerium unter dem Beifall der Arbeitgeber Arbeitslose in seinem Mi rauchsreport pauschal diskriminiert, w%26auml;hrend es gleichzeitig f%26uuml;r weitere Steuersenkungen f%26uuml;r "die Reiche quot; eintritt, denen Steuerbetrug gewi nicht fremd ist. Was ist der Report Anderes als eine Art Kla enkampf mit billigen Parolen?

b) Ehe%26auml;hnliche Gemei chaft: Information %26uuml er ein Urteil des Bundesverfa ungs-gerichts als Beihilfe zum Betrug?
Als Beihilfe zum Betrug wird gewertet, da wir "den Geist der neuen Grundsicherung auf den Kopf stelle quot;. Wir weisen auml;mlich darauf hin, da eine ehe%26auml;hnliche Gemei chaft nur da besteht, we jemand sein Einkommen vorrangig f%26uuml;r seinen Partner ei etzen will, bevor er seine eigenen Verpflichtungen erf%26uuml;llt.
Das ent richt dem Urteil des Bundesverfa ungsgerichts vom 17.11.1992, in dem es hei zlig;t:
"Ohne rechtlichen hinderungsgrund ka der mit dem Arbeitslosen nicht verheiratete Partner auch jederzeit sein bisheriges Verhalten %26auml dern und sein Einkommen au chlie zlig;lich zur Befriedigung eigener Bed%26uuml;rfni e oder zur Erf%26uuml;llung eigener Verpflichtungen ei etzen. We sich ein Partner ent rechend verh%26auml;lt, besteht eine ehe%26auml;hnliche Gemei chaft nicht oder jedenfalls nicht mehr." (Leitfaden S. 62) Dieses Urteil wurde am 2.9.2004 nochmals best%26auml;tigt. Wie alle Entscheidungen des BVerfG hat es laut Grundgesetz Gesetzescharakter.

Minister Clement m%26uuml te also in diesem Fall statt u eigentlich dem Bundesverfa ungs-gericht sel t %26quot eihilfe zum Betrug" und "Verbr%26uuml;derung mit Abzocker quot; vorwerfen. De wir werden ja des Betrugs verd%26auml;chtigt, weil wir %26uuml er das Urteil des Bundesverfa ungsgerichts informieren. Da die Beh%26ouml;rden ihrer Beratungs- und Auskunft flicht nach den ect; 14 und 15 SGB I nicht nachkommen, m%26uuml en "helfershelfer" wie wir das %26uuml ernehmen. Das gef%26auml;llt Beh%26ouml;rden nicht, die eine Kuhle in einem Do elbett, M%26auml erunterhosen auf einer W%26auml cheleine oder die Anwesenheit eines Ma es in der Wohnung einer Frau als Vorwand nehmen, um Leistungen zu streichen und sich einen finanziellen Vorteil zu verschaffen. Laut BGB gibt es keine Unterhalt flichten zwischen nicht-verheirateten Paaren. Eine ehe%26auml;hnliche Gemei chaften liegt deshalb nur bei freiwilligen realen Zahlungen vor. Das Bundesministerium dagegen will am lie ten aus jedem Zusammenleben eines Ma es mit einer Frau eine Unterhalts- und Ei tandsgemei chaft machen. Dadurch werden A ruch erechtigte um ihnen zustehende Leistungen betrogen.

Der "Geist der neuen Grundsicherung" verst%26ouml zlig;t nicht nur in diesem Fall gegen geltendes Recht, sondern auch, indem Stiefeltern und ehe%26auml;hnliche Partner durch das SGB II f%26uuml;r die Kinder des Partners voll unterhalt flichtig gemacht werden. ( ect; 7 A . 3 Nr. 4 SGB II) Das BMWA hat die Anwendung dieses rechtswidrigen Paragrafen ab 20.09.2005 zur%26uuml;ckgenommen, nachdem Gerichte seine Rechtswidrigkeit festgestellt und Betroffene, auch gest%26uuml;tzt auf u eren Leitfaden, dagegen protestiert hatten.
Bis jetzt wurde die durch diesen Recht ruch in Millionenh%26ouml;he einge arten Gelder nicht zur%26uuml;ckgezahlt.
Zur Eri erung: Betrug liegt laut Strafgesetzbuch da vor, we jemand "in der A icht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Verm%26ouml;ge vorteil zu verschaffen, das Verm%26ouml;gen eines anderen dadurch besch%26auml;digt, da zlig; er durch Vor iegelung falscher oder durch Entstellung und Unterdr%26uuml;ckung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterh%26auml;lt". ( ect; 263 StGB)
Wir jedenfalls haben keine falschen Tatsachen vorge iegelt. Bei u jedenfalls k%26ouml en wir keine Beihilfe zum Betrug feststellen.

3) Erkl%26auml;rung der Bedingungen und Folgen von Schwarzarbeit als Aufforderung zur Schwarzarbeit?
Das BMWA wirft u vor, wir w%26uuml;rden Schwarzarbeit mit den hinweis "entschuldige quot;, da Alg II/Sozialhilfe %26quot icht bis zum Monatsende reicht". Das gilt als Beleg f%26uuml;r Beihilfe zum Betrug. Wir haben im Leitfaden erkl%26auml;rt, da dieser Umstand sowie die kleinlichen Anrechnungsvor-schriften bei Erwer t%26auml;tigkeit Schwarzarbeit %26quot eg%26uuml tige quot;. (S. 203) Schwarzarbeit ka also dadurch vermindert werden, da Leistungen erh%26ouml;ht und die Anrechnungsvorschriften verbe ert werden. Daf%26uuml;r treten wir ein.

Eine Sache (teilweise) zu erkl%26auml;ren, hei zlig;t nicht, sie zu entschuldigen und zu billigen. Wer Gesetzesverletzungen wie Die tahl, Mord usw. erkl%26auml;rt, ruft nicht schon deshalb dazu auf. Dinge ver%26auml dern zu wollen, setzt immer voraus, sie zu verstehen.

Wir geben den Ratschlag, darauf zu achten, da bei R%26uuml;ckforderungen nicht angegebener Arbeitseinkommen nur Alg II/Sozialhilfe zur%26uuml;ckverlangt wird, nicht aber andere angerechnete Einkommen, die die Beh%26ouml;rde auf sich %26uuml ergeleitet hat. Wir warnen also davor, einen Betrug mit einem weiteren Betrug seite der Beh%26ouml;rde zu beantworten. Das kreidet das BMWA u an. Warum?

U wird ferner angelastet, da wir Arbeitslose nicht vor Schwarzarbeit warnen. Auch die Informatio rosch%26uuml;re der Bundesagentur f%26uuml;r Arbeit von September 2004 warnt nicht vor Schwarzarbeit. Folgt daraus, da auch die BA Schwarzarbeit f%26ouml;rdert? Im %26uuml rigen gibt es Schwarzarbeit nur, weil es Unternehmer gibt, die Arbeitslose schwarz arbeiten la en.

4) D%26uuml;rfen "gesetzesuntreue" Beh%26ouml;rden keine %26quot at%26uuml;rlichen Gegner" sein?
Das BMWA wirft u vor, wir w%26uuml;rden Arbeitsagenturen und Sozialverwaltungen als %26quot at%26uuml;rliche Gegner" a ehen.
Als Beleg dient, da wir den Au ruch eines Trierer Sozialamtsleiters aus dem Jahre 1976 zitieren:" We wir die Leute %26uuml er ihren A ruch aufkl%26auml;ren w%26uuml;rden, w%26auml;ren wir schnell pleite. Um %26uuml erleben zu k%26ouml en, m%26uuml en wir gesetzesuntreu sein, und wir sind es auch." (Der iegel 52/1976, S.52)
Das BMWA bezeichnet dieses Zitat 30 Jahre auml;ter als "angebliches Zitat"? Soll es eine Erfindung des iegel sein?
Der Sozialamtsleiter gab offen Recht ruch zu, de im SGB I hei zlig;t es: "Die Leistungs-tr%26auml;ger, ihre Ver auml de und die so tigen in diesem Gesetzbuch gena ten %26ouml;ffentlich-rechtlichen Vereinigungen sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Zust%26auml digkeit die Bev%26ouml;lkerung %26uuml er die Rechte und Pflichten nach diesem Gesetzbuch aufzukl%26auml;ren." ( ect; 13 SGB I Aufkl%26auml;rung) Da die Beh%26ouml;rden dieser gesetzlichen Aufkl%26auml;rung flicht nicht nachkommen, war 1976 Ausgang unkt f%26uuml;r den Leitfaden, de en Autoren heute wir sind.

Wir erkl%26auml;ren, die Au age des Sozialamtsleiters w%26uuml;rde auch heute noch gelten. Das BMWA kreidet u %26quot impelste Feindbilder" an, weil wir das behaupten, "ohne irgendeinen hinweis darauf vorzulegen." Das BMWA glaubt offe ichtlich, da die Arbeitsagenturen die Bev%26ouml;lkerung heute %26uuml er ihre A r%26uuml;che (Rechte und Pflichten nach dem SGB II und SGB XII bzw. nach den SGB I und SGB X usw.) aufkl%26auml;ren. Wir reiben u erstaunt die Augen. haben wir die Leitf%26auml;den %26uuml ersehen, mit denen die Bundesagentur bzw. das BMWA alle Alg II-Bezieher so umfa end aufkl%26auml;rt, wie wir es tun? Wir bitten um Zusendung. hat die BA inzwischen ihre Durchf%26uuml;hrungshinweise zum SGB II ver%26ouml;ffentlicht? haben die Optio kommunen Leitf%26auml;den herausgegeben? Trotz gesetzlicher Verpflichtung gibt es vielerorts nicht einmal Per ouml liche A rechpartner. Und we sie vorhanden sind, ke en sie sich oft mangels ausreichender Schulung, Berufsfremdheit und befristeter Ei tellung kaum aus.

Allein die Existenz und die weite Verbreitung des Leitfade beweisen indirekt, da die Beh%26ouml;rden ihre gesetzlichen Aufkl%26auml;rung flichten nicht ausreichend wahrnehmen. U er Leitfaden ist keine Beihilfe zum Betrug, sondern Beihilfe zur Aufkl%26auml;rung %26uuml er das SGB II und das SGB XII. Die Abqualifizierung als "windig" und %26quot olemisch" dient dazu, gerade das noch mehr zu erschweren. Mit der wachsenden Kompliziertheit der Gesetze, dem mangelnden Fachwi en vieler Bearbeiter und dem gestiegenen Intere e an Ei arungen je eits der Legalit%26auml;t hat die Notwendigkeit der Aufkl%26auml;rung sogar noch zugenommen. In der Tat sehen wir Beh%26ouml;rden, die "gesetzesuntreu" sind, als %26quot at%26uuml;rliche Gegner" an. Das zu bem%26auml geln, ist mehr als merkw%26uuml;rdig.

Der iegel schreibt, u er Leitfaden enthalte "alle Informationen, die f%26uuml;r den h%26ouml;chstm%26ouml;g-lichen Bezug staatlicher Leistungen vo ouml;ten sind." (43/2005, 42) Der Leitfaden kl%26auml;rt also die Bev%26ouml;lkerung %26uuml er ihre Rechte und Pflichten umfa end auf. "h%26ouml;chstm%26ouml;glich" ka nur etwas sein, was im Rahmen der bestehenden von Bundestag und Bundesrat beschlo enen Gesetze und der Recht rechung m%26ouml;glich ist. Bundestag und Bundesrat haben das SGB II vera chiedet. We man aber das Gesetz in A ruch nimmt, reden Verantwortliche von Mi rauch, von der Dehnung der Gesetze, von Betrug, von Grauzonen usw.. We die Ina ruchnahme eines Gesetzes als Mi rauch gilt, m%26uuml ten eigentlich die Parteien und I titutionen, die das SGB II vera chiedet haben, als helfershelfer des Mi rauchs auf der Anklagebank sitzen und nicht wir.

5) Zusammenfa ung
Wir haben im Report des BMWA keinen einzigen Beleg f%26uuml;r die A chuldigung gefunden, wir w%26uuml;rden Beihilfe zum Betrug leisten. Diese Behauptung stellt also eine Verleumdung dar. Wir fordern das Bundesministerium auf, die Verbreitung des Reports einzustellen und die Verleumdungen zur%26uuml;ckzunehmen.

Die Aufkl%26auml;rung %26uuml er und die Ina ruchnahme von Rechten wird in die auml;he des Mi -brauchs bzw. Betrugs ger%26uuml;ckt, um Alg II-BezieherI en daran zu hindern, die von Bundestag und Bundesrat vera chiedeten rechtlichen M%26ouml;glichkeiten in vollem Umfang wahrzunehmen. Das ist i esondere deshalb ouml;tig, um die vielen Milliarden an Gewi teuersenkungen nicht zur%26uuml;cknehmen zu m%26uuml en, die in keiner Weise die ver rochenen Investitionen und Arbeit l%26auml;tze gebracht haben.

6) Schlu emerkung
Ausgang unkt f%26uuml;r die Diskreditierung der parteilichen Beratung von Erwer losen ist der Umstand, da die Bundesregierung statt der im haushalt f%26uuml;r Alg II f%26uuml;r 2005 eingestellten 14,6 Mrd. Euro 25,6 Mrd. Euro aufwenden mu . Der verantwortliche Minister meint, die Differenz von 11 Mrd. Euro mit dem Mi rauch durch Arbeitslose und "helfershelfer" wie u erkl%26auml;ren zu k%26ouml en.

In Wirklichkeit hat die Bundesregierung statt der 21,2 Mrd. Euro, die sie 2004 ur r%26uuml glich als Jahre edarf kalkuliert hatte, nur 14,6 Mrd. Euro eingestellt, also 4,4 Mrd. Euro zu wenig. "Weil er u edingt einen verfa ungsm%26auml zlig;igen haushalt vorlegen mu zlig;te, hat ha Eichel die Zahlen sch%26ouml gerechnet und diese Zahlen da zur Grundlage seiner Planung gemacht," schreibt Carsten Germis in der FAZ. (23.10.2005, 44) Statt den Bilanzbetrug zu kritisieren, der zu den angeblichen Mehrausgaben f%26uuml;hrte, hetzt Clement lieber gegen Arbeitslose und ihre Berater. Nur hier flie zlig;t das W%26ouml;rtchen Betrug leicht von den Li en.

Der wichtigste Grund f%26uuml;r die verbleibenden Mehrausgaben von 4,4 Mrd. Euro besteht darin, da mit hartz IV Erwer lose in gro zlig;em Umfang aus der Stillen Reserve herausgeholt und %26uuml er Alg II finanziert werden, z.B. Partner von ehemaligen ArbeitslosenhilfebezieherI en, arbeitslose Jugendliche oder Alleinerziehende. Ein Blick in die Untersuchungen des I tituts f%26uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur f%26uuml;r Arbeit k%26ouml te dar%26uuml er aufkl%26auml;ren. (IAB Kurzbericht 10 vom 8.7.2005) Ein weiterer wichtiger Grund besteht darin, da mehr Erwer t%26auml;tige als jemals zuvor (Vollzeitbesch%26auml;ftigte, Minijo er und Sel t%26auml dige) erg%26auml zendes Alg II bekommen, weil sie unterhalb des Alg II Niveaus leben. hartz IV deckt also auch die Armut von Arbeitenden teilweise auf. Weiterhin hat die Arbeitslosigkeit entgegen den Sch%26auml;tzungen von 2004 ganz einfach zugenommen. Nach einer internen Studie des Wirtschaftsministeriums ist der Zuwachs von Alg II-BezieherI en zur h%26auml;lfte auf die steigende Arbeitslosigkeit und zur anderen h%26auml;lfte auf die gesetzlichen Neuregelungen zur%26uuml;ckzuf%26uuml;hren. ( iegel 43/2005, 43)

Minister Clement aber ko truiert, da die Mehrausgaben nicht durch gesch%26ouml te haushalt l%26auml e, das Gesetz sel t bzw. die wirtschaftliche Lage zustande kommen, sondern durch Mi rauch und "helfershelfer" wie u . Das ist eine u eri%26ouml e F%26auml;lschung. Die Verleumdungen gegen Arbeitslose und in diesem Zusammenhang gegen u stehen nicht nur in der Verantwortung des scheidenden Wirtschaftsministers, sondern der gesamten noch amtierenden D-Gr%26uuml en-Regierung. Und sie sind Gesch%26auml;ftsgrundlage der neuen Gro zlig;en Koalition, aus deren Reihen man keinerlei Kritik an Clements Vorgehen h%26ouml;rt.

Frankfurt / Wu ertal, den 3. Nov. 05 Da ka man nur sagen Kla e und in seri%26ouml er, sachlicher Form gekontert.

Man sollte den Tacheles-Mitarbeitern symbolisch die h%26auml de sch%26uuml;tteln.
Antwort :
Ich Denke, das war der letzte Leitfaden, de die geschreiben haben. Daf%26uuml;r wird das Gro zlig;kapitalistische Drecksachschwein Kalument und seine Neofaschistoiden Global Abzock und Au eutungsfreunde schon sorgen.

So sicher wie harz V kommt....
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GG? habe ich mir mal gekauft, h%26auml gt jetzt auf dem Klo und wird Seitenweise verwendet. Mehr ist es nicht mehr wert, zu mehr ist es nicht mehr uuml;tzlich...

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