Meine pers%26ouml;nlichen helden! Die Langzeitarbeitslosen!!

Frage: hallo!

fr%26uuml;her war ich ein workoholik! wo ich noch nen festvertrag bei ner ganz normalen firma hatte und ich auch gut gebuckelt hab f%26uuml;r die fa. und sich das ganze noch gelohnt hat (f%26uuml;r beide).

doch mit der zeit habe sogar ich mich ver%26auml dert! heute kotzt mich die arbeit an!!! ich will a olut nicht mehr!! mu aber dazu sagen das diese ver%26auml derung sehr langsam kam %26uuml er viele jahre! nun is die flamme ganz erloschen bei mir!

we man die ei tellung hat das sich ehrliche arbeit mehr lohnt als sich nur durchs leben zu schl%26auml geln und man da %26uuml er jahre hinweg nur belogen, betrogen und verarscht wird da ver%26auml dert man sich einfach!
%26uuml er jahre hinweg immer diese leiharbeiter kacke und immerwieder die selben r%26uuml;che "... is ja nur vorr%26uuml ergehend..." oder "... sie k%26ouml en ja nun zeigen was sie k%26ouml en und da wird man sie bestimmt %26uuml ernehmen!..." oder der: " ... wir brauchen sie!!!" %26lt lt;--- mein liebling ruch!
man l%26auml t sich da auf etwas ein und zeigt wirklichen arbeitswillen indem man bereit ist f%26uuml;r weniger geld und schlechteren bedingungen die gleiche, we nicht sogar be ere arbeit zu erledigen wie seine "kollege quot; die einen festvertrag in der fa. haben in der man eingesetzt ist!
de och behandeln einen die mei zlig;ten nur von oben herab! so auf die art: " selber schuld! warum bist du auch leiher geworden!?"

doch dem nochnicht genug! beschei zlig;en einen diese leihfirmen noch und es kommt einem irgendwie so vor als ob das vater staat kein st%26uuml;ck k%26uuml;mmert! die machen einfach weiter ihre krummen gesch%26auml;fte auf kosten sozial geschw%26auml;chter die keine andere wahl haben als das dreckige iel mit zu ielen und keinen k%26uuml;mmerts!

und dem immer noch nicht genug! bekommt man noch hohen druck vom amt! als dank daf%26uuml;r weil man bereit ist arbeiten zu gehen und nicht zuhause rum hock den ganzen tag lang!!


darum sind meine pr ouml lichen helden heute die, die sich durchs leben schl%26auml geln und jahrelang vom amt leben k%26ouml en! we ich nur w%26uuml te wie das geht!? wie schafft man das?
ich hab die schnautze wirklich voll und will a olut nicht mehr arbeiten!!

wem gehts %26auml;hnlich? hat einer ti acute ?



gru zlig; leihkeule
Antwort :
hab' mich rau chmei zlig;en la en..zuviel gesoffen
da werden die leberwete geme en ..war Koch vom Beruf
da 'ne Krankheit.. bei mir Fu zlig ruch
jedesmal we das Arbeitsamt was wollte, bin zum Arzt gegangen und hab mich Erwer unf%26auml;hig schreiben la en.."Gelber Zettel"


in der Jungle World 28/2004 (30. Juni 2004) erschien der Artikel "Lieber faul als prek%26auml;r" unter meinem Namen. Da die Redaktion Pa agen si entstellend ge%26auml dert hat, soll hier die ur r%26uuml gliche und autorisierte Version ver%26ouml;ffentlicht werden.

Keine statt prek%26auml;re Arbeit!

Karl-heinz Lewed

So haben die Ideologen der modernen Die tleistungsgesellschaft die Zukunft eigentlich nicht gemalt: Arbeitshetze ohne A icherung, Au eutung in Klitsche etrieben, Leiharbeit bei o kuren Vermittlungsagenturen, Niedrigl%26ouml;hne f%26uuml;r Servicekr%26auml;fte, Ich-AGs und Eigenvorsorge als Zwangsi trument der Arbeitsverwaltung. auml;teste nach dem A turz der New Economy ist offenkundig, da Flexibilisierung, Individualisierung und Outsourcing keine Ver rechen, sondern immer Drohungen waren und f%26uuml;r die Mehrheit nichts anderes bedeuten als Armut und prek%26auml;re Arbeitsverh%26auml;ltni e. Doch nicht nur Besch%26auml;ftigte im Elends-Die tleistung ereich sind von der ma iven Senkung sozialer Standards betroffen. Beka tlich erstreckt sich diese Tendenz auf die gesamte Gesellschaft in den westlichen Metropolen. Von der Peripherie richt ohnehin keiner mehr. Allerdings gibt es Besch%26auml;ftigungs-Segmente, in denen ein besonders fortgeschrittenes Ma zlig; an Deregulierung, Niedriglohn und Prekarisierung herrscht, wie im Reinigungs- und Gastst%26auml;ttengewerbe, bei hausangestellten oder in der Alte etreuung. Dabei ist es kein Zufall, da in diesen Bereichen oft unter miserabelsten Bedingungen MigrantI en besch%26auml;ftigt sind, ohne jede rechtliche oder gar tarifvertragliche A icherung.

Gegen diese unzumutbaren Arbeits- und Lebe edingungen regt sich zunehmend Protest. Der Kongre dquo;Die Kosten rebelliere ldquo; in Dortmund ist ein Bei iel daf%26uuml;r. Dort sollten dquo olitische Gru en zu kontroversen Debatten zusammengebracht%26ldquo; und dquo trategische A atzpunkte nach au zlig;en getragen werde ldquo;, so der Aufruf. Trotz oder gerade wegen der Notwendigkeit unmittelbar praktischer Gegenwehr scheint es aber alles andere als unwichtig, das theoretische wie praktische Bezugsfeld des Protests und den dquo;Gegner%26ldquo; auml;her zu bestimmen. Der Denkhorizont des linken Kla e ewu tsei , f%26uuml;r den die Prekarisierung wieder einmal als Resultat des dquo;Kampfverh%26auml;ltni es zwischen den Kla e ldquo; erscheint (siehe labournet.de) ka das Problem der prek%26auml;ren Besch%26auml;ftigungsverh%26auml;ltni e, mit dem unreflektierten und positiven Bezug zur Kategorie der Arbeit, nicht angeme en erfa en. Vielmehr verweist die Prekarisierung auf eine grund auml;tzliche sozial-%26ouml;konomische Entwicklung, in der nicht nur bestimmte Arbeitsverh%26auml;ltni e prek%26auml;r werden, sondern die Arbeit an sich. Der grund auml;tzliche Krise roze , der die Grundlage der kapitalistischen Verwertung untergr%26auml t, geht dabei mit einer zunehmenden Versch%26auml;rfung von Au chlu und sozialer Desintegration einher.

Ein Ausdruck dieser Krise ist, da als Folge der ungeheuren Produktivkraftentwicklung seit den 70er Jahren die Nachfrage nach verwertbarer Arbeitskraft in den industriellen Ker ektoren kontinuierlich a immt. Zugleich zeigt sich immer deutlicher, da der Die tleistung ektor keinesfalls die ersehnte Job-Per ektive bieten ka . Im Gegenteil, die Elends-Welt der modernen Die tleistungen ist ein nachgeordneter Bereich, der von der a ehmenden Ma e produktiv verwerteter Arbeitskraft abh%26auml gig bleibt. Dieser Sektor stellt demnach nicht den %26Uuml ergang zu einem neuen Modell kapitalistischer Akkumulation dar, sondern hat u.a. die Funktion, den herausgefallenen auf prek%26auml;rem materiellen Niveau eine Schei er ektive zu bieten. Im Si e der kapitalistischen Unverantwortlichkeit f%26uuml;r das nicht verwertbare Arbeits- und Me chenmaterial sollen die %26Uuml erfl%26uuml igen unter Ma zlig;gabe der dquo;Eigenvorsorge%26ldquo; dort ihr Elendsauskommen suchen, in dem sie bei ielsweise den in den zentralen Sektoren verbliebenen dquo;Leistung tarke ldquo; T%26auml;tigkeiten a ehmen, wie Kinderbetreuung, haushaltsf%26uuml;hrung oder auch einfach das Schuhe Putzen. Staatliche Unterst%26uuml;tzung gibt es allenfalls auf Armut iveau, verbunden nat%26uuml;rlich mit dem Zwang stetiger Arbeit ereitschaft.

Neben der herau ildung des prek%26auml;ren Die tleistung ereichs in den Metropolen verweist der A ekt der Migration auf eine andere Ebene der Desintegration des Systems der a trakten Arbeit. Die globale Ausdehnung des Kapitalismus f%26uuml;hrte in der Peripherie nie zu einer fl%26auml;chendeckenden Integration %26uuml er die Vernutzung von Arbeitskraft. Meist blieb die staatlich induzierte dquo achholende Modernisierung%26ldquo; auf einem relativ niedrigem Niveau stecken. Seit den 70er Jahren hat sich die Situation i ofern versch%26auml;rft, als die L%26auml der des Trikont zunehmend in der global sich ausrichtenden Konkurrenz unter die R%26auml;der des Weltmarkts gerieten. Ganze Subkontinente, wie Afrika uuml;dlich der Sahara, sind mittlerweile von der globalen Wertsch%26ouml fung so gut wie ausgeschlo en. Diese Exklusion eines Gro zlig;teils der Weltbev%26ouml;lkerung stellt gegenw%26auml;rtig den zentralen hintergrund f%26uuml;r Migratio ewegungen dar. Allerdings treffen die MigrantI en gegenw%26auml;rtig auf eine entscheidende Ver%26auml derung in den Metropolen. Nach dem Ende der fordistischen Expa ion in den 50er und 60er Jahren mit einem schwunghaften Bedarf an Arbeitskraft und dem A chwellen internationaler Arbeitsmigration in die Metropolenregionen ging man dort ko equent zu einer Politik der Sanktionierung des Au chlu es %26uuml er. Allenfalls einer kleinen gut ausgebildete Schicht von high-Tech-Kr%26auml;ften wird noch zugestanden, m%26ouml;gliche L%26uuml;cken in den hochproduktiven Sektoren der Wertproduktion zu schlie zlig;en. Nicht nur in Europa auch in den USA wurden seit den 70er Jahren und i esondere seit den 90er Jahren immer restriktivere Einwanderung estimmungen durchgesetzt und auf diese Weise die Migration illegalisiert. Soweit den Migrierenden der Grenz%26uuml ertritt gelingt, gibt es meist nur die M%26ouml;glichkeit in jenen Bereichen eine Besch%26auml;ftigung zu finden, die selber im Zuge des Krise roze es erst entstanden sind: in den prek%26auml;ren Klitschen der Die tleistungsgesellschaft. Man k%26ouml te deswegen auch von verschiedenen Stufen einer Exklusio kala rechen: Die MigrantI en wechseln aus den herausgefallenen Regionen der Welt%26ouml;konomie in die Prekarit%26auml;t der deregulierten Arbeitsverh%26auml;ltni e der Metropolen. Nur ko equent verbinden sich diese abgestuften Mechanismen des Au chlu es mit dem Grundprinzip der Au chlu logik im Kapitalismus: der Geschlechterhierarchie und dem Ra ismus. Wurden im Kapitalismus schon immer bestimmte T%26auml;tigkeiten inferior gesetzt (z.B. hausarbeit) und im gleichen Zuge Frauen oder Nichtwei zlig;en zugeordnet, so versch%26auml;rft der Proze der Prekarisierung diese Logik. Der Au chlu stellt sich so als do elter dar: Das %26ouml;konomische herausfallen aus der produktiven Verwertung von Arbeit folgt strukturell geschlechtshierarchischen und ra istischen Mustern. Die objektive Entwicklung der %26ouml;konomischen Exklusion ist verk uuml ft mit einer Logik des ra istischen und sexistische Au chlu es.

Gerade weil dieser Proze unmittelbar Folge des O oletwerde der Grundlage kapitalistischer Verwertung ist, bleibt der Versuch einer Gegenwehr im horizont der Reintegration in das System von Arbeit (und Recht) als Ausrichtung linker Politik so au ichtslos. Eine Kritik an den kapitalistischen Zumutungen ka deswegen nur eine Per ektive gewi en, we sie auf einen Standpunkt au zlig;erhalb der warenf%26ouml;rmigen Verfa theit. Dabei ist der basale Wider ruch i Zentrum zu r%26uuml;cken, da der Kapitalismus zwar die Potenzen zur Reichtumserzeugung hochgradig steigert, immer mehr Me chen aber von der Teilhabe daran au chlie zlig;t. Die Tendenz, die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit zur Erzeugung von Waren zu reduzieren, bedeutet im System der Arbeit schlicht, best%26auml dig die Zahl derjenigen zu reduzieren, die Zugang zu diesen G%26uuml;tern haben. F%26uuml;r einen emanzipativen A atz hei zlig;t dies aber, eine Partizipation am gesellschaftlichen Reichtum ka es nur je eits von Arbeit und Geld geben. Es gilt, sich die stofflichen Re ourcen direkt anzueignen und die Reichtum roduktion vom Diktat der Form zu befreien. Das Gegenteil prek%26auml;rer und irregul%26auml;rer Arbeitsverh%26auml;ltni e sind deswegen nicht regul%26auml;re, sondern gar keine.
Quelle:

MIR doch egal !
Leben ohne Chef und Staat
Anfang des Sommers erschien das %26raquo;Manifest gegen die Arbeit%26laquo; der Gru e Krisis. Angesichts des allgegenw%26auml;rtigen Gejammers nach mehr Arbeit, das immer mehr auch von Linken zu h%26ouml;ren ist, ist ein Wiederaufleben der Debatte um den Kampf gegen die Arbeit zu begr%26uuml zlig;en. Me chen, die ihre Stimme gegen den allt%26auml;glichen Zwang der Arbeit erheben, sind selten geworden. Wohl auch deshalb ist das Manifest viel beachtet und von vielen begeistert aufgenommen worden. Allerorten trifft man auf Leute, die das Manifest gelesen bzw. diskutiert haben.

Im Manifest entwickelt Krisis entlang der These, die Arbeitsgesellschaft sei an ihr Ende gekommen, eine Kritik der Arbeit und ruft zur Bildung eines %26raquo uuml dni es gegen die Arbeit%26laquo; auf, das alle Feinde der Arbeit einen soll. Ein solches %26raquo uuml dnis gegen die Arbeit%26laquo; w%26auml;re sel tverst%26auml dlich bitter notwendig - gerade vor dem hintergrund des wieder drastischer durchgesetzten Zwanges zur Arbeit, sei es im Namen von %26raquo ew Labour%26laquo; oder %26raquo euer Mitte%26laquo;. In diesem Zusammenhang wendet sich Krisis ausdr%26uuml;cklich gegen jede Vorstellung eines staatlich (oder so twie) finanzierten Existenzgeldes, das nur die Fortsetzung der Arbeitsgesellschaft bedeuten ka . All das macht das Manifest sympathisch, und der Umstand, da zlig; sich hier mal wieder jemand traut, ein Zukunft rogramm zu entwerfen, macht einen guten Teil der Zustimmung aus, die dem Papier gerade von jungen Leuten entgegengebracht wird. Trotz der Zustimmung die wir einem %26raquo;Manifest gegen die Arbeit%26laquo; grund auml;tzlich entgege ringen, und trotz der richtigen Punkte, die Krisis macht, denken wir, da zlig; das Papier sein Anliegen verfehlt und einer wirksamen und gesellschaftlichen Kritik der Arbeit mehr schadet als uuml;tzt.

Kurz zusammengefa zlig;t argumentiert das Manifest folgenderma zlig;en:

U ere Gesellschaft wird von der Arbeit beherrscht; die Arbeit ist gewaltsam durchgesetzt worden und v%26ouml;llig vom so tigen Leben abgetre t;
die Entwicklung dieser Gesellschaft ist an ihrer a oluten Schranke angelangt; diese Entwicklung liegt in der Natur des Kapitals begr%26uuml det und war logisch vorhersehbar;
die a olute Schranke der kapitalistischen Entwicklung wurde durch die mikroelektronische Revolution erreicht, die die Reichtum roduktion von der Arbeit entko elt hat;
darauf reagiert das Kapital mit Paranoia, es simuliert die Arbeitsgesellschaft weiter und verwandelt die %26raquo;Ma enintegratio gesellschaft%26laquo; in eine Apartheidgesellschaft;
die Gegner der Arbeit m%26uuml en sich zu einem uuml dnis gegen die Arbeit zusammenfinden, in %26raquo;freien A oziatione laquo; die Mittel zur eigenen Reproduktion an sich rei zlig;en, sie in %26raquo;R%26auml;te laquo; verwalte dazu braucht es die theoretische Kritik der Arbeit, die %26raquo;geistige Freir%26auml;ume%26laquo; schafft, und das Undenkbare denkbar macht; gelingt dies nicht, droht das Ende der Zivilisation.
Diese Argumentatio weise ist nicht neu. Schon seit Jahren schreiben Robert Kurz und seine Geno en in diesem Tenor gegen den gesellschaftlichen Mai tream an. I ofern stellt das Manifest die Quinte enz der Krisis-Theorie der letzten Jahre dar, in popularisierter Form f%26uuml;r ein breites Publikum niedergeschrieben. Die Kritik des %26raquo;Manifeste laquo; soll entlang dieser f%26uuml f Punkte gef%26uuml;hrt werden.

I. Arbeitsg%26ouml;tze oder gesellschaftliches handeln
%26raquo;Ein Leichnam beherrscht die Gesellschaft - der Leichnam der Arbeit%26laquo; [1] - so lauten die ersten Zeilen des Manifestes. In der Folge ist vom %26raquo;Die t am Arbeitsg%26ouml;tze laquo; o.%26auml;.m. zu lesen. Das Bild, das Krisis von der Arbeit malt, gibt der Arbeit eine eigene Subjektivit%26auml;t, sie unterwirft sich die Me chen, die sich ihr trotz allen Widerstandes beugen m%26uuml en. Die Arbeit, die sich u erer Gesellschaft bem%26auml;chtigt hat, wird als %26raquo;u el t%26auml dige, bedingungslose und beziehungslose, roboterhafte T%26auml;tigkeit%26laquo; betrachtet, die vom %26uuml rigen sozialen Zusammenhang abgetre t ist. Die Arbeit, die bei Krisis als die ma enhafte Anerke ung einer a urden Idee erscheint, sei mit Gewalt von oben durchgesetzt worden, um dem Geldhunger der a olutistischen Milit%26auml;rmaschinen Ge uuml;ge zu tun. Das Denken, das sich hier offe art, ist genau jenes, gegen das Marx in seiner %26raquo;Deutschen Ideologie%26laquo; [2] a chreibt. Die gesellschaftliche Entwicklung erscheint bei Krisis wie bei den deutschen Philosophen, mit denen Marx sich auseinandersetzt, als ein Kampf der Ideen, gesellschaftliche Proze e oder Verh%26auml;ltni e werden verdinglicht und gewi en eine eigene Subjektivit%26auml;t.

Krisis betont vollkommen richtig, da zlig; die Durchsetzung der Arbeit als Lohnarbeit weitgehend mit Blut und Eisen bewerkstelligt worden ist. Weil die Bed%26uuml;rfni e und hoffnungen der Proleten sich nicht mit immer mehr und immer h%26auml;rterer Arbeit verwirklichen lie zlig;en und la en, gab und gibt es immer wieder offenen und versteckten Widerstand gegen die Arbeit. Deshalb war und ist die Durchsetzung der Arbeit ein umk%26auml;mpftes Terrain. Aber nicht als Kampf der Ideen. Die von England ausgehende Durchsetzungsgeschichte der Arbeit als Lohnarbeit ist ein nach wie vor r%26auml;tselhafter Proze zlig;, der sich losgel%26ouml t von den ezifischen englischen Kla enverh%26auml;ltni en am Ende des Feudalismus nicht verstehen l%26auml zlig;t. Krisis meint, von Kla enverh%26auml;ltni en a trahierend, die Entwicklung des Kapitalismus aus sich sel t heraus erkl%26auml;ren zu k%26ouml en, und mu zlig; an dieser Stelle die gewaltsame Durchsetzung einer Idee a ehmen - einer Idee, die dazu dienen sollte, die Milit%26auml;rmaschinen der a olutistischen Staaten finanzierbar zu machen. So malt Krisis den Kapitalismus von Anfang an als ein von den herrschenden aufdiktiertes Zwangsverh%26auml;ltnis, das weder seine Entstehung, seine Entwicklung noch seinen Untergang einem sozialen Kampf verdankt, sondern sich in seiner eigenen Logik bewegt und untergeht, das den Kla enkampf allenfalls als %26raquo;Austragungsform gege auml;tzlicher Intere en auf dem gemei amen gesellschaftlichen Boden des ware roduzierenden System laquo; ke t.

II. A olute Schranke oder zyklische Krise
Inzwischen ist man zumindest nicht mehr ganz allein mit der Behauptung, es g%26auml e eine tiefgehende Krise des Kapitals. Auch Krisis behauptet diese heraufkommende und inzwischen manifest gewordene Krise seit Jahren. Aber wie schon bei vergangenen Krisen finden sich immer wieder Leute, die denken, die aktuelle m%26uuml zlig;te die finale Krise dieser Gesellschaft sein, gem%26auml zlig; seiner eigenen Logik k%26ouml te das Kapital die jeweils aktuelle Krise nicht %26uuml erwinden. Krisis nimmt das f%26uuml;r die derzeitig anhaltende Krise an. %26raquo;... die von der Arbeit beherrschte Gesellschaft erlebt keine vor%26uuml ergehende Krise, sie st%26ouml zlig;t an ihre a olute Schranke.%26laquo; Diese a olute Schranke besteht nach Krisis darin, da zlig; es nicht mehr m%26ouml;glich sein wird, die Arbeitskraft zu verwerten, weil der Rationalisierung roze zlig; derart beschleunigt ist, da zlig; die Produktion nicht mehr ausreichend ausgedehnt werden ka , um die freigesetzte Arbeitskraft wieder in die Verwertung zu zwingen.

Die Endlichkeit des Kapitalismus als historisches System zu betonen ist wichtig und gut. In der Debatte um die Krisen des Kapitals waren es immer wieder die Revolutio auml;re, die die Geschichtlichkeit des Kapitals gege uuml er jenen betonten, die sich im Kapitalismus einzurichten versuchten und die danach trachteten, die kapitalistische Gesellschaft zu reformieren und dadurch freundlicher zu gestalten. Die Reformisten fragen sich im Angesicht der kapitalistischen Krise sofort, wie diese de wohl am besten zu beheben sei. Auch davon hebt sich Krisis positiv ab. De och ist ihre Position problematisch. Weil sie u auml;mlich vormacht, der Kapitalismus w%26uuml;rde an sich sel t zugrunde gehe, ja w%26auml;re eigentlich schon l%26auml gst 'tot', enthebt sie u der Notwendigkeit, u gegen ihn zu erheben. We der Kapitalismus an sich sel t zugrunde geht, ist u er Platz nicht bei denen, die immer noch glauben, gegen ihn k%26auml;mpfen zu m%26uuml en, sondern auf den Bahamas, wo sich prima abwarten l%26auml zlig;t.

U er A atz ka es also weder sein, die Krise des Kapitals zu bestreiten, wie es viele (auch Linke) mit Verweis auf die Situation in einzelnen Regionen, etwa den USA, oder auf die imme en Gewi e der Konzerne machen. De nicht allein die a oluten Betr%26auml;ge, sondern vor allem die Rate des Profites und mehr noch die Rate der Akkumulation, des Wachstums des Kapitals, sagt etwas %26uuml er seinen Gesamtzustand aus. Noch ist es richtig, die enorme A a ungsf%26auml;higkeit des Kapitals zu betonen und ihm ewiges Bestehen zu prophezeien, wie es ein gro zlig;er Teil der reformistischen Linken in diesem Jahrhundert getan hat.

Aber auch den baldigen Zusamme ruch des Kapitals zu beschw%26ouml;ren, der aus Gr%26uuml den der Logik (!) unvermeidbar w%26auml;re, wie es Krisis tut, hat nichts mit u eren Vorstellungen %26uuml er gesellschaftliche Proze e gemein. Krisis stellt sich damit in die Tradition derer, die schon zu Anfang des Jahrhunderts ausrechneten, wie viele Jahre das kapitalistische System noch bestehen k%26ouml te (und die sich, wie wir heute wi en, ph%26auml omenal get%26auml;uscht haben). Was dem zugrunde liegt, ist eine Vorstellung von Gesellschaft, von Geschichte, die sich hinter den R%26uuml;cken der Me chen a ielt (und zwar ohne da zlig; sie sie selber machen). Wer das Ende des Kapitalismus aus mathematischen, logischen Kategorien ableitet, vergi zlig;t, da zlig; es die Me chen sind, die ihre Geschichte machen, die sich in historisch konkreten Situationen verhalten und entscheiden m%26uuml en. Der Kapitalismus entwickelt sich weder als logisches System, noch ke t er Gesetze, die sich nicht aus dem handeln der Me chen ergeben. Was sich als %26auml;u zlig;erer Zwang darstellt, was als objektive Gesetzm%26auml zlig;igkeit erscheint, ist der gesellschaftliche Zusammenhang, de en Bewu zlig;twerdung auch Krisis schmerzlich vermi en. We wir den Kapitalismus a chaffen wollen, m%26uuml en wir das selber tun. Aufs Kapital zu hoffen, auf da zlig; es u von sich sel t befreie, ist kontraproduktiv.

Ob die aktuelle Krise gleichzeitig die letzte Krise des kapitalistischen Systems sein wird, mu zlig; sich erst noch zeigen. Die Kriterien die Krisis zur Bewertung heranzieht, sind nicht ge uuml;gend. Weder sind die Arbeitslosenraten derzeit auf einem Ma zlig;, das u in der Geschichte u eka t w%26auml;re, noch k%26ouml en wir aus dem Verh%26auml;ltnis von %26raquo roze zlig;-I ovatio laquo; und %26raquo rodukt-I ovatio laquo; [3] das allerletzte Zusamme rechen der kapitalistischen Verwertungsmaschine ableiten. Tat auml;chlich ist seit Ende der 60er Jahre ein Stagnieren der Akkumulation des Kapitals zu beobachten. Die leuchtenden Bei iele, die u von den Priestern des Kapitals immer wieder als richtungsweisend f%26uuml;r die kapitalistische Entwicklung angepriesen wurden, die asiatischen Tigerstaaten, sind in den letzten Jahren schmerzhaft auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Auch der Vormarsch des Kapitals in den sogena ten 'Tra formatio taaten' gestaltet sich alles andere als einfach. Der Zusamme ruch der ru ischen %26Ouml;konomie sowie die anhaltenden Kriege, sei es auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion oder in Jugoslawien, sind deutliche Symptome f%26uuml;r die Schwierigkeiten, die das Kapital mit der 'Tra formation' dieser L%26auml der hat. Ob das Kapital sich aus dieser Krise noch einmal wird befreien k%26ouml en, entscheidet sich daran, ob sich die Bed%26uuml;rfni e der Me chen noch einmal in Arbeit %26uuml ersetzen la en werden. Davon hat auch Krisis eine Ahnung, sie betrachten diese Frage lediglich als bereits ausgemacht. Aber so wie der Boom der Nachkrieg auml;ra Kritikern wie Anh%26auml gern des Kapitals in den zwanziger Jahren unvorstellbar war, fehlt u (und nicht nur u ) heute vielleicht nur die Idee, was f%26uuml;r das Kapital noch m%26ouml;glich ist. Die Geschichte ist als offener Proze zlig; zu betrachten, ob und wie es dem Kapital gelingen ka , die Krise zu %26uuml erwinden, h%26auml gt davon ab, ob sich neue K%26auml;mpfe gegen die herrschenden Verh%26auml;ltni e entwickeln oder nicht, und welche Bed%26uuml;rfni e sich in diesen K%26auml;mpfen Bahn brechen.

III. Das Ende der Arbeit
Da zlig; dem Kapital die Tendenz i ewohnt, ein gegebenes Ma zlig; an G%26uuml;tern mit immer weniger Arbeit produzierbar zu machen, ist nicht ganz neu [4]. Diese Tendenz erm%26ouml;glicht gerade das ungeheure Wachstum der Reichtum roduktion. Krisis macht aus dieser Tendenz einen vollzogenen Proze zlig;: %26raquo;...Die Reichtum roduktion hat sich im Gefolge der mikroelektronischen Revolution immer weiter von der Anwendung me chlicher Arbeitskraft entko elt...%26laquo; Das aber ist grund auml;tzlich in Frage zu stellen. Generell ka die Reichtum roduktion im Kapitalismus nicht von der Anwendung me chlicher Arbeitskraft entko elt werden, das ist einer der Wider r%26uuml;che, in denen sich das Kapital bewegen mu zlig;: w%26auml;hrend es fortw%26auml;hrend versucht ist, die me chliche Arbeitskraft aus dem Produktio roze zlig; zu entfernen, setzt es die Anwendung derselben zum einzigen Ma zlig tab des Wertes. Genau das ist ja auch der Gedanke von Krisis - weil die kapitalistische Entwicklung diese Entko lung fabriziert habe, sei sie nun an ihrem logischen wie historischen Ende angelangt.

Aber genau diese Entko lung ist nicht real. Wo heute kapitalistischer Reichtum produziert wird (was auf gar keinen Fall mit der Produktion uuml;tzlicher oder w%26uuml che werter Dinge zu verwechseln ist), wird me chliche Arbeitskraft in einem Ma zlig;e angewandt, da zlig; die solcherart Begl%26uuml;ckten darunter oft genug zusamme rechen. Und noch nicht einmal die Mikroelektronik hat die me chenleere Fabrik gebracht. Inwiefern die Mikroelektronik/Computertechnik %26uuml erhaupt ein Produktivit%26auml;tswachstum gebracht hat, ist durchaus ein intere anter Untersuchungsgege tand. Es gibt Stimmen, die dem wider rechen. Was sich u heute als %26raquo;Die tleistungsgesellschaft%26laquo; darstellt, ist genau die Umkehrung dieses Proze es. Wo in der Produktion von Ma e rodukten die direkte Anwendung me chlicher Arbeitskraft sinkt, steigt die eingesaugte Arbeitskraft zur Produktion anderer G%26uuml;ter, die ehemals oft nicht-kapitalistisch produziert wurden, an. Das wirkt dem Proze zlig; der steigenden organischen Zusamme etzung des Kapitals entgegen und ist in dieser oder anderer Form schon immer ein hebel gewesen, freigesetzte Arbeitskraft wieder zu verwerten. Welche M%26ouml;glichkeiten diese Entwicklung f%26uuml;r das Kapital bieten ka , bleibt abzuwarten. Klar scheint indes zu sein, da zlig; die Ma e roduktion von Computern und Mobiltelefonen nicht den gleichen Effekt haben ka , wie ihn die Produktion von langlebigen Ko umprodukten, wie Autos oder haushaltger%26auml;ten, nach dem Ende des zweiten Weltkrieges hatte. Ob z.B. die kapitalistische Produktion von Die tleistungen eine neuen Zyklus der Kapitalakkumulation er%26ouml;ffnen ka , ist nicht ausgemacht.

Obwohl die Reichtum roduktion im Kapitalismus nicht von der Arbeit entko elt werden ka , schafft der Kapitalimus die M%26ouml;glichkeit, eine Gesellschaft aufzubauen, in der dies m%26ouml;glich ist - nicht dadurch, da zlig; die kapitalistischen Produktio t%26auml;tten einfach %26uuml ernommen werden, sondern dadurch, da zlig; die Gesellschaftlichkeit der Produktion, die der Kapitalismus immer weiter vorantreibt, zum wesentlichen Produktio faktor wird. Zu behaupten, da zlig; diese Gesellschaftlichkeit als 'Information' bereits heute zentraler Produktio faktor ist, entbehrt zumindest einer genauen Analyse. Zumindest m%26uuml ten wir doch fragen, welche Information das de sein soll. Weder existiert im Kapitalismus das Me chheitswi en als eine frei zug%26auml gliche Informatio quelle, noch ist das, was da an Informationen um den Erdball rast, in jedem Fall zu si voller Produktion zu brauchen. Die einfache Kopierbarkeit von Information, die eben ein Computerprogramm grund auml;tzlich von einem Automobil unterscheidet, ist im Falle von 'Information als Produktio faktor' f%26uuml;r eine ver uuml ftige Gesellschaft oft genug ohne Belang. Oder was uuml;tzt die sekunde chnelle Verf%26uuml;gbarkeit der aktuellen ouml;rsenkurse, der bargeldlose Einkauf und %26auml;hnlicher U i mehr in einer Welt, in der es keine Aktien und kein Geld geben wird? Der Kapitalismus schafft nicht die Arbeit ab, in dem er die technische M%26ouml;glichkeit produziert, CDs zu kopieren. Er schafft die M%26ouml;glichkeit, gesellschaftlich zu produzieren, bewu zlig;t und kollektiv - aber es bedarf der Umw%26auml;lzung der Verh%26auml;ltni e und die Entscheidung dar%26uuml er k%26ouml en nur die Produzenten sel t f%26auml;llen.

IV. Soziale Apartheid oder arbeitsgesellschaftliche Normalit%26auml;t
%26raquo;Eine auf das irrationale A traktum Arbeit zentrierte Gesellschaft entwickelt zwangsl%26auml;ufig die Tendenz zur sozialen Apartheid, we der erfolgreiche Verkauf der Ware Arbeitskraft von der Regel zur Au ahme wird. Alle Fraktionen des partei%26uuml ergreifenden Arbeits-Lagers haben diese Logik l%26auml gst klammheimlich akzeptiert und helfen selber kr%26auml;ftig nach. Sie streiten nicht mehr dar%26uuml er, ob immer gr%26ouml zlig;ere Teile der Bev%26ouml;lkerung an den Rand gedr%26auml gt und von jeder gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlo en werden, sondern nur noch dar%26uuml er, wie diese Selektion durchgepeitscht werden soll%26laquo;

Nach Krisis' Auffa ung wandelt sich die Gesellschaft von einer 'Ma enintegratio gesellschaft' zu einer Gesellschaft der sozialen Apartheid. Diese 'Apartheid' ergebe sich sowohl aus den neoliberalen Politika auml;tzen wie auch aus deren Widerpart, der 'neo-sozialstaatlichen' Politik. W%26auml;hrend das Resultat des Neoliberalismus die weitere Fragmentierung der Gesellschaft in %26raquo;Globalisierungsgewi ler%26laquo; und %26raquo;humanm%26uuml;ll%26laquo; ist, %26auml;u zlig;ert sich die Apartheid der Sozialstaaten als Nationalismus und Ra ismus. Beide Feststellungen sind richtig und falsch zugleich. Richtig an ihnen ist die Betonung der Fragmentierung bzw. des ra istischen Charakters der Sozialstaaten. Falsch ist es, diese als neu hinzustellen. Krisis ko truiert sich eine 'Ma enintegratio gesellschaft', von der ausgehend die Tendenz zur sozialen Apartheid betont werden soll. Nur hat diese 'Ma enintegration' so nie existiert. Das, was u nicht nur von Krisis hin und wieder als 'Ma enintegration' illustriert wird, also die gesicherte Besch%26auml;ftigung zu irgendwie auszuhaltenden Bedingungen mit garantiertem Jahresurlaub und sicherer Rente hat immer nur f%26uuml;r einen kleinen Teil des Proletariats gegolten. Ausgenommen waren davon seit jeher zu gro zlig;en Teilen Frauen, Jugendliche und Ausl%26auml der. Gerade die Feststellung der verschiedenen Bedingungen unter denen einzelne Segmente des Proletariats leben und arbeiten, brachte die Operaisten der 60er und 70er Jahre dazu, von einer 'Kla enzusamme etzung' zu reden, die es zu analysieren gelte und von der ausgehend sich eine soziale Revolte verstehen la en m%26uuml e. Die Fragmentierung, die Krisis zum Resultat des Neoliberalismus erkl%26auml;rt, ist ebe owenig neu, wie die Feststellung, da zlig; die Ko truktion des Sozialstaates ra istisch w%26auml;re. Diese 'Apartheid' ist so alt wie der Kapitalismus sel t.

Die Proletarisierung roze e, die sich in den letzten Jahrzehnten in weiten Teilen der Welt abge ielt haben, und die von Krisis als eine Produktion von %26raquo;humanm%26uuml;ll%26laquo; verstanden werden, waren z.B. in uuml;dostasien der Motor f%26uuml;r die Entstehung moderner Industriezentren. Die altung in %26raquo;gri ende Globalisierungsgewi ler%26laquo; und %26raquo chattenme che laquo;, %26raquo;demokratische Sklaven der Die tleistungsgesellschaft%26laquo; existiert nur als die a reite der weltweiten kapitalistischen Produktion. Was bei Krisis als f%26uuml;r das Kapital unwesentliche Produktion erscheint, ist in Wahrheit harte Knochenarbeit f%26uuml;r hunderttausende und f%26uuml;r das Kapital keineswegs ohne Belang. W%26auml;hrend Krisis so tut, als ob in einer Schwitzbude nur deshalb kein Wert geschaffen werde, weil die Produktivit%26auml;t des einzelnen Arbeiters gering ist, ist das Gegenteil der Fall. Das Wachstum von Produktion mit niedrigem Ei atz von ko tantem Kapital, also Maschinen und Material, ist nicht einfach nur die Kehrseite der technologischen Entwicklung, ist nicht nur der Versuch, die %26uuml erfl%26uuml ig gewordenen Arbeitskr%26auml;fte irgendwie zu besch%26auml;ftigen, sondern sie stellt eine Tendenz dar, mit der das Kapital den Proze zlig; der steigenden organischen Zusamme etzung bremsen oder zeitweise umkehren ka . hier wird die Produktion erneut an die Verausgabung me chlicher Arbeitskraft gebunden und damit die Produktion von Mehrwert gesichert.

Die Zwangsarbeit rogramme, wie sie das 'neo-sozial taatliche' Lager f%26auml;hrt, sind f%26uuml;r Krisis %26raquo imulation der Arbeitsgesellschaft%26laquo;: %26raquo;Der Staat soll doch noch einmal richten, wozu der Markt nicht mehr in der Lage ist. Die vermeintliche arbeitsgesellschaftliche Normalit%26auml;t soll durch 'Besch%26auml;ftigung rogramme', kommunale Zwangsarbeit f%26uuml;r Sozialhilfeempf%26auml ger, Standortsubventionen, Verschuldung und andere politische Ma zlig ahmen weitersimuliert werden.%26laquo; Welche Funktion solche Programme f%26uuml;r den ersten, den 'richtigen' Arbeitsmarkt haben, ist im Zirkular bereits beschrieben worden. [5] Neben der Tatsache, da zlig; es bei solchen Programmen darum geht, 'Arbeitslosenkulturen' zu zerst%26ouml;ren, und damit auch denen, die arbeiten (m%26uuml en), klar zu machen, da zlig; es kein Leben ohne Arbeit gibt, sind diese Programme mittlerweile verst%26auml;rkt darauf ausgerichtet, Leute in einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. hier wird arbeitsgesellschaftliche Normalit%26auml;t nicht simuliert, sondern praktiziert.

V. Avantgarde oder kommunistische Bewegung
Eine er thafte Kritik der Arbeit existiert f%26uuml;r Krisis bisher nicht. Und zwar weder als Kla enkampf - %26raquo;Der soziale Gege atz von Kapital und Arbeit ist aber blo zlig; der Gege atz unterschiedlicher (we auch unterschiedlich m%26auml;chtiger) Intere en i erhalb des kapitalistischen Sel tzwecks. Der Kla enkampf war blo zlig; die Austragungsform dieser gege auml;tzlichen Intere en auf dem gemei amen gesellschaftlichen Boden des ware roduzierenden Systems. Er geh%26ouml;rte der i eren Bewegungsdynamik der Kapitalverwertung an.%26laquo; - noch als subjektive Verweigerung - %26raquo;Was, wof%26uuml;r und mit welchen Folgen produziert wird, ist dem Verk%26auml;ufer der Ware Arbeitskraft letzten Endes genauso herzlich egal wie dem K%26auml;ufer. Die Arbeiter der Atomkraftwerke und der Chemiefabriken protestieren am lautesten, we ihre tickenden Zeitbomben entsch%26auml;rft werden sollen. Und die Besch%26auml;ftigten von Volkswagen, Ford oder Toyota sind die fanatischsten Anh%26auml ger des automobilen Sel tmordprogramms. Nicht etwa blo zlig; deswegen, weil sie sich gezwungenerma zlig;en verkaufen m%26uuml en, um %26uuml erhaupt leben zu 'd%26uuml;rfen', sondern weil sie sich tat auml;chlich mit diesem bornierten Dasein identifizieren.%26laquo;

Krisis offe art hier nur, was die Autoren des %26raquo;Manifeste laquo; sel t f%26uuml;r Kla enkampf halten: auml;mlich die Arbeiterbewegung, sei es als Gewerkschaft, Sozialdemokratie oder kommunistische Partei. In diesem Si e haben sie nat%26uuml;rlich Recht: dieser 'Kampf' war immer nur Teil der i eren Bewegungsdynamik des Kapitals. Er war die erstarrte Form, in der all jene, die sich darin %26uuml ertrafen, die uuml;rgerliche Gesellschaft be er organisieren zu wollen (von Lenin bis zu Keynes), den untergr%26uuml digen, subversiven Kla enkampf zu kanalisieren versuchten. Da zlig; dieser 'Kampf' nicht nur angesichts linker Mehrheiten in den Parlamenten in die Krise geraten ist, ist nicht zu bedauern.

Krisis geht im %26raquo;Manifest%26laquo; noch hinter Lenin zur%26uuml;ck, der dem Proletariat bescheinigte, es k%26ouml e nur 'trade-unionistisches Bewu zlig;tsein' erlangen. Mit Verachtung richt Krisis von den %26raquo;Zombies der Ware roduktio laquo;. Obwohl die subversive Macht des Kla enkampfes im %26raquo;Manifest%26laquo; bestritten wird, schimmert sie doch immer wieder durch. In ihrer Durchsetzungsgeschichte der Arbeit macht Krisis etwa die Ludite ewegung oder die schlesischen Weber zu leuchtenden Bei ielen des Kampfes gegen die Arbeit. Und auch heute noch, stellt Krisis fest, gibt es Widerstand gegen die Arbeit: %26raquo;Trotz ihrer a oluten Vorherrschaft ist es der Arbeit nie gelungen, den Widerwillen gegen die von ihr gesetzten Zw%26auml ge ganz auszul%26ouml chen. Neben allen regre iven Fundamentalismen und allem Konkurrenzwahn der sozialen Selektion gibt es auch ein Protest- und Widerstand otential.%26laquo; Ihre Ableitung des Staates schlie zlig;t %26raquo;Repre io a arate f%26uuml;r den Fall, da zlig; das Me chenmaterial einmal systemwidrig u otm%26auml zlig;ig werden sollte%26laquo; ausdr%26uuml;cklich ein und erke t so die potentielle Subversivit%26auml;t dieses %26raquo;Me chenmaterial laquo; an. Offe ichtlich haben die herrschenden sehr wohl ein Verst%26auml dnis davon, da zlig; es Widerst%26auml de gibt, gegen die der staatliche Repre io a arat aufzufahren ist. Dieses %26raquo;ma enhaft vorhandene U ehagen im Kapitalismu laquo; existiert zwar, kommt den Ma en aber nicht zu Bewu zlig;tsein, meint Krisis. Es ist in den %26raquo ozio ychischen Untergrund%26laquo; gedr%26auml gt - ein Fall f%26uuml;r den ychiater?

Das Problem der Bewu zlig;twerdung der Ma en l%26ouml t Krisis kla isch: %26raquo;Deshalb bedarf es eines neuen geistigen Freiraumes, damit das Undenkbare denkbar gemacht werden ka . Das Weltdeutungsmonopol des Arbeits-Lagers ist aufzubrechen. Der theoretischen Kritik der Arbeit kommt dabei die Rolle des Katalysators zu.%26laquo; hier findet sich die leninistische Partei wieder, die den Ma en das Bewu zlig;tsein bringt, zu dem sie allein nie finden k%26ouml en. hier finden die Intellektuellen einen Platz, die angesichts fehlender ma enhafter praktischer Kritik der Arbeit meinen, es fehle an theoretischer Kritik. Besonders in Zeiten au leibender K%26auml;mpfe erlangt die Vorstellung Verbreitung, es ginge darum, die richtigen Ideen in die K%26ouml fe zu pflanzen, statt den Kommunismus in der vor u eren Augen ablaufenden Bewegung zu suchen. Die Ursache daf%26uuml;r ist in der Art und Weise zu suchen, wie sich Krisis gesellschaftliche Entwicklungen vorstellt. Das Kapital existiert f%26uuml;r Krisis als reines Zwangsverh%26auml;ltnis, das sich nur aus sich sel t heraus entwickelt. Kla enk%26auml;mpfe gegen das Kapital existieren entweder gar nicht, oder aber sind zumindest so marginal, da zlig; sie nicht weiter i Gewicht fallen. Das Kapital entwickelt sich nur durch Konkurrenz der Einzelkapitale, die die Mutter des technischen Fortschrittes ist, der letzten Endes die Wertproduktion in den Abgrund geri en habe. Weil der gesellschaftliche Proze zlig; f%26uuml;r Krisis kein Proze zlig; gesellschaftlicher K%26auml;mpfe ist, weil es nicht die Bed%26uuml;rfni e der Me chen sind, die die kapitalistische Entwicklung vorw%26auml;rtstreiben, sondern das Kapital sich an sich sel t entwickelt und in die Krise kommt, deshalb ka Krisis auch in dieser gesellschaftlichen Bewegung keine kommunistische Tendenz sehen, die den derzeitigen Zustand aufhebt. Sie sehen im Elend nur das Elend, ohne die revolutio auml;re umst%26uuml;rzende Seite darin zu erblicken. Weil ihnen das Subjekt ihrer hoffnungen abhanden gekommen ist, verleugnen sie es und begeben sich auf die ideelle Ebene, der Erk%26auml;mpfung %26raquo;geistiger Freir%26auml;ume%26laquo; zur Therapie sozio ychischer Probleme.

Weil Krisis die kommunistische Tendenz in Kla enk%26auml;mpfen nicht suchen mag, versteigen sie sich zu einem Vorschlag f%26uuml;r den Kommunismus: zuerst %26raquo;Gege ouml;ffentlichkeit%26laquo;, %26raquo oziale Bewegunge laquo; und %26raquo uuml dnis gegen die Arbeit%26laquo; da %26raquo;Aneignung%26laquo;, %26raquo;R%26auml;te%26laquo; und %26raquo;freie A oziatione laquo;. Da zlig; Krisis hier das Verh%26auml;ltnis von %26raquo;Gege ouml;ffentlichkeit%26laquo; und %26raquo ozialer Bewegung%26laquo; verkehrt herum denkt, ergibt sich nur aus ihrem ganzen idealistischen Gedankenge auml;ude. Sollten nicht gerade die Erfahrungen der letzten 10 Jahre, in denen die radikale Linke 'Gege ouml;ffentlichkeit' schon fast zum Sel tzweck erhoben hatte, lehren, da zlig; in Zeiten fehlender Kla enk%26auml;mpfe auch eine 'Gege ouml;ffentlichkeit' kaum noch etwas bewegt und schon gar nicht %26raquo oziale Bewegunge laquo; initiiert. Aus der kopflastigen herangehe weise ergibt sich auch, da zlig; sich die Vorstellungen %26uuml er den Kommunismus lesen wie ein Sammelsurium linksradikaler Ideen der letzten hundert Jahre. We sich die Struktur einer neuen Gesellschaft nicht aus den gesellschaftlichen Bewegungen lesen l%26auml zlig;t, bleibt den Theoretikern eben nichts, als das schon Gesagte neu aufzukochen. Zum Trost Karl Marx: %26raquo;Aber in dem Ma zlig;e wie die Geschichte vora chreitet und mit ihr der Kampf des Proletariats sich deutlicher abzeichnet, haben sie (die Theoretiker) es nicht mehr ouml;tig, die Wi e chaft in ihrem Kopfe zu suche sie haben nur Reche chaft abzulegen von dem, was sich vor ihren Augen a ielt...%26laquo; [6]

Aber auch das macht den Erfolg des %26raquo;Manifeste laquo; aus: diese Art von Meinung hilosophie l%26auml zlig;t alles offen. Jeder ka sich die Ablehnung der Arbeit zu eigen machen, ohne daraus etwas f%26uuml;r sein handeln schlu zlig;folgern zu m%26uuml en. Was sich anfangs wie eine Verh%26ouml;hnung der Managerriege des Kapitals las, bekommt so eine ganz andere Wendung. Deine konkrete materielle Situation hat keinen Einflu zlig; darauf, auf welcher Seite der Barrikade du dich wiederfindest. In bester anarchistischer Manier gelingt es Krisis, die Entscheidung f%26uuml;r oder gegen die Arbeit zur individuellen Privatsache zu erkl%26auml;ren: %26raquo;Ausgang unkt ka kein neues a trakt-allgemeines Prinzip sein, sondern nur der Ekel vor dem eigenen Dasein als Arbeits- und Konkurrenzsubjekt...%26laquo; - geradeso als ob es das gleiche w%26auml;re, ob sich Jan Phillip Reemtsma gegen die Arbeit entscheidet oder die Belegschaft der %26ouml;rtlichen Chemiefabrik. Da das Kapital die Me chen schon von der Notwendigkeit befreit hat, die Revolution zu machen, k%26ouml en sich der von Krisis formulierten Kritik der Arbeit viele a chlie zlig;en, von den gl%26uuml;cklichen Arbeitslosen, die ihre individuelle Arbeitsverweigerung in den enger werdenden gesellschaftlichen Nischen praktizieren, %26uuml er die kritischen Gewerkschafter bis hin zum jungen Unternehmer, der seine 'studentischen hilfskr%26auml;fte' f%26uuml;r 10 Mark schru en l%26auml zlig;t, und der der Arbeit ganz sicher kritisch gege uuml ersteht. Deshalb ist ein ' uuml dnis gegen die Arbeit' das sich hinter dem %26raquo;Manifest%26laquo; zusammenfindet, nicht u er ' uuml dnis gegen die Arbeit'. Eine Kritik der Arbeit, die sich nicht praktisch verwirklicht, bleibt zahnlos und ohne Belang.

h., Leipzig

%26raquo;Ein wackrer Ma bildete sich einmal ein, die Me chen ertr%26auml ken nur im Wa er, weil sie vom Gedanken der Schwere bese en w%26auml;ren. Schl%26uuml;gen sie sich diese Vorstellung aus dem Kopfe, etwa indem sie dieselbe f%26uuml;r eine abergl%26auml;ubige, f%26uuml;r eine religi%26ouml e Vorstellung erkl%26auml;rten, so seien sie %26uuml er alle Wa ersgefahr erhaben. Sein Leben lang bek%26auml;mpfte er die Illusion der Schwere, von deren sch%26auml;dlichen Folgen jede Statistik ihm neue und zahlreiche Beweise lieferte. Der wackre Ma war der Typus der neuen deutschen revolutio auml;ren Philosophen.%26laquo;
Karl Marx, Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie
__________________
das system macht keine fehler, es ist der fehler

Antwort :
Zitat: Original von regenwurm
hab' mich rau chmei zlig;en la en..zuviel gesoffen
da werden die leberwete geme en ..war Koch vom Beruf
da 'ne Krankheit.. bei mir Fu zlig ruch
jedesmal we das Arbeitsamt was wollte, bin zum Arzt gegangen und hab mich Erwer unf%26auml;hig schreiben la en.."Gelber Zettel"


... Zitat: und das amt gibt da irgentwa einfach auf we ich immer krank bin? Fast h%26auml;tte ich es verge en:

heute vor f%26uuml f Jahren war mein letzter Arbeitstag!!!



........

}:-]
__________________
Falls die Freiheit irgendwas bedeutet, da das Recht, den Me chen das zu sagen, was sie nicht h%26ouml;ren wollen.

Antwort :
na da herzlichen Gl%26uuml;ckwu ch!



Antwort :
gegen das verge en

Zitat: doch dem nochnicht genug! beschei zlig;en einen diese leihfirmen noch und es kommt einem irgendwie so vor als ob das vater staat kein st%26uuml;ck k%26uuml;mmert! die machen einfach weiter ihre krummen gesch%26auml;fte auf kosten sozial geschw%26auml;chter die keine andere wahl haben als das dreckige iel mit zu ielen und keinen k%26uuml;mmerts!

und dem immer noch nicht genug! bekommt man noch hohen druck vom amt! als dank daf%26uuml;r weil man bereit ist arbeiten zu gehen und nicht zuhause rum hock den ganzen tag lang!!


darum sind meine per ouml lichen helden heute die, die sich durchs leben schl%26auml geln und jahrelang vom amt leben k%26ouml en! we ich nur w%26uuml te wie das geht!? wie schafft man das?
ich hab die schnautze wirklich voll und will a olut nicht mehr arbeiten!!
wem gehts %26auml;hnlich? hat einer ti acute ?
Copyright © 2007 - 2008 www.quizcollection.com